Wahrheit

Ich sprach: Ich will weise werden; aber die Weisheit blieb fern von mir. Fern ist das, was ist, und tief, tief: wer kann es erreichen?
Prediger 7,23

Der Mensch vermag immer nur einen Ausschnitt
dessen, was IST, zu erkennen,
verallgemeinert diesen Ausschnitt aber schnell
als Wahrheit.
Wahrheit ist, dass es seine Wahrheit ist.
Daneben gibt es etwa 7.5 Milliarden andere.

Veröffentlicht von

Deborrah

Spirituelle Pilgerreise zu mir selbst; Auseinandersetzung mit Kirche, Religion, Glaube, Gott, Bibel; Meditatives; Impulse zu den Herrnhuter Losungen / Tageslosungen; Lieber Luther Predigten

8 Gedanken zu „Wahrheit“

  1. Respekt und Dank für deinen tollen Blog, Deborrah.

    Erlaube mir, daß ich hier einen Anstoß zum Besten gebe.
    Steht nicht auch in diesem einen Buch, daß es „nur eine Wahrheit“ gibt? Bin noch nicht so ganz firm in dieser Bibel.

    Rein grammatikalisch und ich denke auch semantisch verfügen wir doch nur über eine „Einheit“. Gleiches gilt auch für „Bewußtsein“.

    Meine subjektive Wahrnehmung oder auch mein Gedankenkonzept ist, daß es nur eine Wahrheit gibt – und wir beschreiten die unendlich vielen Wege dahin,
    und suchen sie zu umschreiben, in Worten unserer Wahrheit.

    Am Anfang war das Wort und auch Buchstaben kehren womöglich zur Quelle zurück, so wir nicht verunsichert werden, durch menschliche Buchstabenkolonnen.

    Einkehr und nachspüren, fühlen, was da so ins uns gelegt ist –
    Erkenntnis nur über Buchstaben birgt eine eindimensionale Wahrheit, die eben dieser nicht gerecht wird. Genug meiner Worte

    und nochmal lieben Dank für den Anstoß,
    Raffa.

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    1. Wenn man als „die eine Wahrheit“ Gott bezeichnet, sehe ich das genauso, auch dass jeder auf seinem Weg zu dieser Wahrheit ist. Ich könnte aus der Bibel nicht erkennen, dass es nur eine – menschliche – Wahrheit gibt. Jedes Aufschreiben und jede Übersetzung und Übersetzung der Übersetzung ist ein heuristischer Versuch. ‚Am Anfang war das Wort‘ ist auch ein heuristischer Versuch. „Wort“ ist eine menschliche Kategorie, Gott ist abseits von Wort und Zeit und vom Menschen nicht zu fassen. Der Mensch kann nur versuchen, sich ihm mit seinen Möglichkeiten zu nähern, am besten wortlos.

      Gefällt 1 Person

      1. Hatte heute auf einem Spaziergang einen nahezu „identischen“ Gedankengang –
        Meine „Conclusio“ ist, daß es in Richtung „wissendes Fühlen“ geht, ein Wiedererkennen und Einswerden —
        die wie du schon schreibst, steckt in den menschlichen Worten auch immer die Gefahr, wie ein offensichtliches Potenzial dür Fehldeutungen—
        Ich hoffe, ich habe mich ansatzweise fehldeutungsfrei ausgedrückt, wobei reinfühlen hilfreicher sein mag… (;-)

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