Heiliger Abend

Heiliger Abend
Glockenklang
Weihnachtsglanz

Funkelnder Lichterbaum
Glänzende Kindergesichter
Welt im Weihnachtsrausch

Volle Kirchen
Voller Menschen
Weihnachtsfolklore

Verdeckt von Geschenkpapierbergen und
fast vergessen in all der Pracht,
der Ursprung der Heiligen Nacht.

Heiliger Abend

Vierter Advent

Unruhig gehe ich in den vierten Advent,
Wieso bin ich so bewegt?

Unruhig lausche ich in den vierten Advent.
Was bringt die Saiten in mir so ins Schwingen?

Unruhig wandere ich durch den vierten Advent.
Eiskalter Dezemberregen durchnässt mich, ohne mich zu kühlen.

Unruhig gehe ich aus dem vierten Advent.
Wehend hinein in die Heilige Nacht.

Heilige Nacht

Arm und reich

Durch alle Dunkelheit hindurch,
sehe ich Dein Licht,
durch alle Angst,
alles Leid,
alles Nichtverstehen hindurch,
leitet mich Deine Hand.

Dein Licht leuchtet,
auch wenn ich es nicht sehe,
Deine Kraft waltet,
auch wenn sie verborgen ist,
Du sprichst mit mir,
auch wenn meine Ohren es nicht hören.

Du wirkst so wunderbar,
dass ich als Mensch es nicht begreifen kann.
Mein Verstand vermag Dich nicht zu fassen,
mein Tun ist mehr ein Unterlassen,

Arm und doch so reich steh ich vor DIR.

Blöße

Nicht gelebt

Der Advent verrinnt mir unter den Fingern.
Obwohl ich mich nicht auf dem Advents-Rummelplatz aufhalte.
Obwohl ich nicht in Weihnachtshektik bin.
Obwohl ich mir Zeit nehme und Stille gönne.

Der Advent verrinnt in meinem Inneren.
Ich warte auf etwas, ohne zu wissen auf was.
Es ist mir, als müsste ich noch etwas tun, ohne zu wissen warum,
Es drängt mich, mich vorzubereiten, ohne zu wissen wie.

Der Advent verrinnt wie mein Leben.
Ich fühle mich, als ob er gerade anfängt.
Stelle aber fest, dass er bald vorbei ist.
Wie nicht gelebt.

Warten im Advent