Fels

Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. 
2.Samuel 22,2
Herr, du mein Fels, der nicht wankt,
mein Fels, an den ich mich klammern kann,
der mir festen Boden unter den Füßen gibt,
in dessen Tiefen ich mich bergen kann,
in dem die Quelle entspringt,
die meinen Durst stillt,
der mich birgt in seinem Schatten,
der mir ein Dach über dem Kopf gibt,
wenn ich heimatlos geworden bin,
du, meine Zufluchtsstätte,
die jedes Erdbeben übersteht.

Heiden

Siehe, ich will die Heiden lehren und meine Kraft und Gewalt ihnen kundtun, dass sie erfahren sollen: Ich heiße der HERR. 
Jeremia 16,21
Ich will die Heiden lehren, die Gottlosen.
Und siehe, ich werde sie zur Erkenntnis bringen,
zur Einsicht, dass ich der Herr, ihr Gott, bin.
Ich werde meine Hand ausstrecken,
sie bei der Hand halten, geduldig sein,
bis sie mich erkennen,
damit sie nicht verloren gehen.

Hiob

Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.
Hiob 9,10
Ja, lieber Hiob, du weißt das,
du weißt, was es heißt, Gott ganz auszukosten,
mit den Dingen, die er tut und nicht zu erforschen sind,
mit all dem, das er einem zumutet,
um am Ende ganz bei ihm zu sein,
mit all dem Wunderbaren, das er tut.

Natur

Gott breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers. Er macht den Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens. 
Hiob 9,8.9
In der Schönheit der Natur
lachst du, o Gott, uns an,
im Blinken der Sterne leuchtet dein Licht,
in der Tiefe des Wassers sehen wir deine Klarheit und
zwischen den Wolken reißt dein Himmel für uns auf.

Tränen

Sammle meine Tränen in deinen Krug; ohne Zweifel, du zählst sie.
Psalm 56,9
Zähle die Wege meiner Flucht,
meine Heimatlosigkeit hast du abgemessen,
mein Umherirren zählst du,
aufgezeichnet hast du meine Wege im Elend.
Fasse meine Tränen in deinen Krug und
lass ihn nicht überlaufen,
schütte sie um in deinen Schlauch,
damit keine verloren geht.

Kind

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
2.Mose 20,1
Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf dass deine Tage verlängert werden in dem Lande, das dein Gott dir gibt.
Das Land, das du hier versprichst, mein Gott, ist nicht von dieser Welt.
Das Land, das du hier versprichst, ist dein ewiges Reich,
Das Land, das uns verheißen ist.
Du sagst, ehre deinen Vater, ehre deine Mutter.
Du meinst unseren Urquell, in dem du uns Vater und Mutter bist, Heimat.
Du verlangst, unsere Kindschaft anzuerkennen.

Ungerechter Richter

Gerechtigkeit und Recht,
Recht und Wahrheit.
Ungerechtigkeit und Unrecht,
Unheil anrichtende Kurzsichtigkeit.
Ungerechter Richter und gerechter Richter,
Richter sind wir alle.
Gerechtigkeit und Wahrheit ist nur bei dem Einen.
Menschengeschick.
(Gedanken zum Predigttext Lukas 18, 1-8)
Träneneiche

Niedergeschlagen

Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. 
Psalm 146,8
Da hast du viel zu tun, lieber Gott.
Wir sind niedergeschlagen,
weil wir niederschlagen,
weil wir niedergeschlagen werden,
weil wir uns niederschlagen lassen,
weil wir der Niederschlag von Mensch sind.

Not

HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst! 
Psalm 31,10
Ich bin in Bedrängnis, o Herr,
meine innere Not trübt den Blick auf dich,
meine Seele schreit und
das Messer, das in meinem Bauch steckt,
fährt mir durch die Eingeweide.
Vor Kummer schwindet mein Leben dahin.
Als Psalmist darf man das sagen,
Als Normalbürger gilt man dann als depressiv.

Selbstgerechtigkeit

Wir sind alle wie die Unreinen, und alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. 
Jesaja 64,5
Rein vor Gott sind wir nur,
wenn wir von ihm aus und wieder in ihn eingehen.
Gott macht uns gerecht im Glauben,
den Gott uns selbst anzieht.
Hin und wieder bekleckern wir das Kleid
mit unserer Selbstgerechtigkeit.

Ruhen im Herrn

Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? 
Jesaja 50,8
Ich bot meinen Rücken den Schlagenden und
meine Wangen den Raufenden,
mein Angesicht verbarg ich nicht
vor Schmach und Speichel.
Jesaja oder Bonhoeffer.
So viel Größe im Herrn,
so viel Ruhen im Herrn,
so viel Unabhängigkeit von Menschen.
Kann man das lernen oder ist es,
wie der Glaube,
eine Gnade?

Dein Wort

Es ist nicht eins dahingefallen von allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose. 
1.Könige 8,56
Alles, was du uns sagst, o Gott,
durch deine Heiligen,
durch deine Boten,
kein Wort, gesprochen
durch Mose, Jakob, David, Jesus,
verschriftlicht in der Schrift,
ist einfach dahin gesagt,
unbeabsichtigt gefallen.
Jedes Wort hat seinen Sinn und deine Botschaft.
Man muss sie nur lesen und verstehen können,
was nicht jedem gegeben ist.
Auch die Demut, das anzunehmen,
ist nicht jedem gegeben.

November

Der November ist erreicht,
die Ampeln in Natur und Mensch auf Stop gestellt.
Der November bereitet sich in mir aus.
Nebel und Nieselregen auf meiner Seele.
Der November bricht sich Bahn,
als ob alles in mir den Atem anhält.
Der November ist Stillstand,
ohne Energie, die vorwärts treibt.
Der November hält in mir Einzug,
die Trauer explodiert.
Der November erinnert an die Vergänglichkeit,
konfrontiert mit dem Vergehen.
Der November ist wie sterben,
Leben im Rückzug.
Der November ist wie ein Atemanhalten.
November ist der Hinterhof von Weihnachten.
Novemberhürden

Abwenden

Der HERR Zebaoth hat’s beschlossen – wer will’s wehren? Und seine Hand ist ausgereckt – wer will sie wenden? 
Jesaja 14,27
Abwenden können sich die Menschen von dir äußerlich.
Innerlich können sie dich mit Lebensmüll verdecken.
Aber abwenden, abwenden können sie dich nicht.
Du lebst in unser aller Seele,
Du streckst die Hand aus und hilfst uns ans Licht,
wenn der Müll von unserer Seele weggeräumt ist.
Abwenden, abwenden können wir dich nicht.
Abwenden, abwenden wollen wir dich nicht.

Fehlbarer Mensch

Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht! 
5.Mose 31,8
Ich weiß, mein Gott,
du bist bei mir,
du verlässt mich nicht,
wie verlassen ich auch bin,
wie schlecht es mir auch geht,
wie müde ich auch bin.
Blicke ich auf mich,
blicke ich um mich,
dann gelingt mir
das Fürchte- dich-nicht
und Erschrick-nicht
nicht immer.
Fehlbarer Mensch.

Hinterrücks

Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos bei dir wohnt. 
Sprüche 3,29
Hinterrücks,
das Schwert
dem Arglosen durch die Brust.
Der Arglose fällt
Und Gott fängt ihn auf.
Und der, der das Schwert führt?
Er wird, am Tag der Wahrheit,
das Schwert in der eigenen Brust fühlen.
Er selbst wird es gegen sich führen.
Und Gott fängt ihn auf.

Mit ungeteilter Seele

Diene Gott mit ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen. 
1.Chronik 28,9
Und du mein Sohn, meine Tochter,
diene mit ungeteilter Seele,
willig, demütig.
Gott schaut in alle Herzen,
kennt alle Gedanken.
Wenn du ihn suchst,
wird er sich finden lassen.
Wenn du ihn verlässt,
wird er dich auch verlassen.
Dann bist du verlassen,
aber erst dann.