Erhöre

Erhöre mich, HERR, erhöre mich, damit dies Volk erkennt, dass du, HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst! 
1.Könige 18,37
Nicht nur wir, auch einer wie Elia war in vielen Nöten.
Erhöre mich,
erhöre uns, Herr,
wende die Dinge in deine Richtung,
wende sie so, dass es offenbar ist,
dass du es bist,
der wirkt.

Was willst du?

Womit soll ich den Herrn versöhnen,
mich bücken vor dem hohen Gott?
Du willst nicht dass ich buckele,
Du willst nicht dass ich knechte.
Du willst nicht äußeren Prunk,
Du willst inneren Glanz.
Du willst, dass wir dein Wort hören,
Du willst, dass wir deiner Stimme trauen.
Du willst, dass wir das Gute tun,
Du willst, dass wir das Böse meiden.
Du willst, dass wir dir folgen,
Du willst, dass wir dein Gut erkennen.
Du willst dass wir dir dienen,
Du willst, dass wir dich lieben.
Du willst nicht unsere äußere Hülle,
Du willst unsere innere Frucht.
Du willst nicht unser Leben.
Du bist unser Leben.
(Gedanken zum heutigen Predigttext: Micha 6, 6-8)
Innere Frucht

Singet dem Herrn

Lobsinget dem HERRN; denn Großes hat er getan, kund sei das in aller Welt!
Jesaja 12,5
Lobsinget dem Herrn,
denn Großes hat er getan,
Großes hat er an mir getan,
Großes tut er an mir.
Großes tut er an dir.
Herr, lass und das wertschätzen.

Phoenix aus der Asche

Ich habe mich unterfangen, mit meinem Herrn zu reden, wiewohl ich Staub und Asche bin.
1.Mose 18,27
Gott ist für uns da,
in tiefer Not und
ohne Not.
Er erhebt uns
wie Phoenix aus der Asche,
auch, wenn wir
wie ein gerupftes Huhn daherkommen.

Flurschaden

Viele Bäume, jeder einzigartig,
machen einen Wald zu einem Wald.
Ein Wald braucht Jahrzehnte, um zu wachsen,
ein Baum braucht Raum, um sich zu entwickeln. ,
Die Axt ist schnell angelegt.
Der Schaden nicht mehr zu heilen.
Flurschaden können wir selbst anrichten,
Flurschaden kann bei uns angerichtet werden.
Er wollte wachsen,
Frucht bringen,
stattdessen
wird er abgesägt.
Einem anderen wurde der Vorzug gegeben.

Furcht – Menschenfurcht

Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen gefürchtet hast, die doch sterben? 
Jesaja 51,12
Am meisten müssen wir die Menschen fürchten,
die wir lieben.
Die können einem am meisten verletzen.
Dann fängst du Gott, uns auf.
Wieso räumen wir Menschen so viel Recht über uns ein?
Wer bin ich denn?
Ein verletzbarer Mensch.

Mein Gott

Der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht verlassen noch verderben. 
5.Mose 4,31
Der Herr.
Dein Gott.
Mein Gott.
Treuer Gott
Barmherziger Gott.
Verlässlicher Gott.
In deinen Händen, mein Gott,
wird meine Seele nicht verderben,
wie sehr mich das Leben auch verdorben hat.

Tröstender Trost

Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück. 
Jesaja 38,17
Nach Trost verlangt uns,
wenn wir verlassen sind,
unsere Seele weint.
Nach Trost suchen wir,
der unsere Tränen trocknet,
die verwundete Seele birgt.
Trost finden wir,
in aller Verlassenheit,
bei dir.
Trost des Trösters.
Tröstender Trost.
Getröstete Seele.

Treue

Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR. 
Jeremia 31,20
Ich gebe der Elberfelder Übersetzung den Vorzug:

Ist mir Ephraim ein teurer Sohn oder ein Kind der Wonne? Denn sooft ich auch wider ihn geredet habe, gedenke ich seiner doch immer wieder. Darum ist mein Innerstes um ihn erregt; ich will mich gewißlich seiner erbarmen, spricht Jahwe.
Gottes Kindschaft ist nicht abdingbar.
Wie widerborstig auch seine Kinder sind,
wie zornig er auch wegen ihrer Untreue und Vergehen ist.
Die Menschen sind wankelmütig in ihrer Treue,
Gott aber steht unverbrüchlich zu ihnen

Einäugige Gerechtigkeit

Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf! Ich, der HERR, habe es geschaffen.
Jesaja 45,8
Deine Gerechtigkeit, o Herr,
ist nicht zu verwechseln
mit Selbstgerechtigkeit,
mit Selbstgefälligkeit,
mit Selbstbetrug.
Durch dich, o Herr, werden wir gerecht,
durch dich sind wir gerecht,
deine Gerechtigkeit fließt in uns ein,
lässt uns dein Recht,
deinen Willen tun.
Was ist deine Gerechtigkeit?
Nicht unser Recht,
sondern dein Recht,
dein waltender Wille,
in mir.
Deine Gerechtigkeit,
dein Recht ist ein Kernthema
deiner Botschaft:
Gottes Gerechtigkeit ist in der Schrift viel öfter Thema als Gottes Liebe.
Wieso sind wir so einäugig?

Von guten Mächten

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben,
und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Noch will das Alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns beweitet hast.
Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.
Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.
Lass warm und still die Kerze heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.
Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
(Dietrich Bonhoeffer)
Im Weinberg

Gottes Geheimnis

Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. 
1.Mose 1,31
Von Anbeginn hat Gott den Menschen Augen gegeben, aber sie haben nicht gesehen,
Von Anbeginn hat Gott den Menschen Ohren gegeben, aber sie haben nicht gehört.
Von Anbeginn hat Gott den Menschen Verstand gegeben, aber sie haben ihn nicht benutzt.
Von Anbeginn hat Gott den Menschen seinen Willen geben, aber sie waren nur eigenwillig.
Von Anbeginn hat Gott den Menschen sich gegeben, aber sie haben ihn nicht gewollt.
Und doch sah Gott alles an, was er gemacht hatte, und sah dass es sehr gut war.
Und doch sieht Gott alles an, was er gemacht hat, und sieht, dass es sehr gut ist.
Wie ihm das gelingt, ist sein Geheimnis.

Schatz

Ich renne und renne,
renne hinterher,
Menschen, Dingen, der Zeit.
Sie rinnen durch meine Finger,
stehlen sich davon
wie Diebe und
nehmen einen Teil von mir mit.
Werde still, mein Herz,
trauere nicht hinterher,
lass los,
werde leer,
so wirst du voll,
dein Auge licht.
Renn dem ew‘gen Glanz entgegen,
dem, der dich erkennt als Schatz.
(nach Matth 6, 19-22)

Ich bin mit dir

Siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst.
1.Mose 28,15
Wo ziehe ich hin, o Gott?
Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, du bist bei mir,
ob ich gehe oder stehe,
ob ich links oder rechts herum gehe,
ob ich stolpere oder falle.
Alle Wege führen zu dir,
ob ich sie sehe oder nicht,
ob sie offensichtlich oder verborgen sind,
ob ich durch Dornen oder Blumenwiesen gehe.
Das Ziel bist immer du,
ob ich bergauf gehe oder bergab,
ob ich mich verirre oder nicht ,
ob ich leichten oder schweren Schrittes gehe.
So gehe ich mit dir im Zickzackkurs,
bis ich bei dir ankomme und
sie sehe,
deine Himmelsleiter.

Gerechtigkeit

Es ströme das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Amos 5,24
Ge-Recht-igkeit hat immer etwas mit Recht zu tun.
Ge-Recht-igkeit braucht ein Maß, an dem man misst.
Das Maß ist dein Recht,
das uns, wenn wir vor dir stehen,
erkennen lässt, was deine Gerechtigkeit ist und
uns gerecht werden lässt.
Gerechtigkeit und Recht kommen aus deiner Quelle.
Deine Gerechtigkeit und dein Recht versiegt nicht.
Deine Gerechtigkeit verhilft uns zur ursprünglichen und letzten Wahrheit.
Sie entspringt und mündet in dir.
Sie ist wie reinigendes Wasser, das Leben spendet.
Sie ist eine Lebensquelle, die uns speist.

Mehrzahl

Elisa sprach zu dem Diener: Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind!
2.Könige 6,16
So wie Elisa dem Diener Mut zuspricht,
so spricht Gott uns Mut zu:
Fürchte dich nicht,
auch wenn der Gegner übermächtig erscheint.
Wer Gott auf seiner Seite hat, ist immer in der Mehrzahl.