Alarmstufe rot

Komm ich ins Krankenhaus,
um nach meinem Mann zu sehen,
fehlt sein Bett.
‚Wo ist mein Mann‘?
Fragen Sie bei den Schwestern.
Bei solchen Antworten schaltet der Körper schon auf Alarm.

Gleiche Frage wieder:
„Wo ist mein Mann?“
Vielsagende Blicke.
Warten Sie einen Augenblick,
ich hole einen Arzt.
Alarmpegel steigt.

Arzt kommt.
Sie machen mir Angst.
Alles gut,
ich erkläre Ihnen das gleich.
Hat man Sie nicht angerufen.
Nein, hat man nicht.
Alarmstufe rot.

Intensiv.
Beidseitige Lungenembolie.
Lebensbedrohend.
Und Herz pumpt auf beiden Seiten
völlig unterschiedlich.
Kommt vor bei multiplen Verletzungen.
Operation ist abgeblasen,
der Trümmerbruch das kleiner Problem

Ich darf ihn besuchen.
Nach 1.5 Stunden sehe ich ihm an,
dass er erschöft ist und gehe.
Ich bin wie in Trance.
Wie kann das Leben plötzlich so drehen?
Mein Gefühl sagt mir nichts Gutes.

Den Kindern sage ich erstmal nichts,
will ihnen die Feier heute nicht verderben.
Morgen ist auch noch ein Tag.

Ein Freund

Muss mal wieder einen Schwank aus meinem Leben erzählen.
Sohnemann, wegen seiner schweren Footballverletzung außer Gefecht, ist vom Spielfeld (hoffentlich nicht nur vorübergehend) hinters Mikrofon des Livestreams seiner Mannschaft gewechselt.

Co-Kommentator, verwundert über die gar nicht heavy Einmarschmusik der gegnerischen Mannschaft:

„Schon ein anderer Style hier. Die Einmarschmusik ist glaube ich ursprünglich von Heinz Rühmann.“

Sohnemann beredt, aber völlig unwissend:

Kenne ich nicht. Das ist vor meiner Zeit. Das muss ganz in meinen Anfängen gewesen sein.

Ich: umgehend eine Whatsapp geschickt:

„Das Lied ist von 1955! 40 Jahre vor deiner Zeit“

Bildungslücke gestopft!

PS: Ein bisschen Werbung machen, für das nächste Spiel:  Macht er wirklich sehr gut, selbst ich, der noch nie ein Footballspiel angeschaut hat, fand es spannend.

http://www.oldenburgknights.de/knights-fm-live-streaming-radio/

Desaster

Was sich gerade in Hamburg abspielt, macht einen fassungslos. Ich habe viel Verständnis für Demonstrationen, aber nicht in der Form, wie sie in Hamburg derzeit stattfinden. Pure Zerstörungswut. Ich habe auch kein Verständnis für die Schaulustigen oder diejenigen, die sich an den Gewaltausbrüchen ergötzen und damit indirekt die Gewalttäter schützen.

Was für ein Desaster. Der Gipfel selbst und noch viel mehr die Begleiterscheinungen. Es reiht sich eins ans andere…