Götzendienst

Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!
Psalm 90,17
Was ist notwendig zum täglichen Leben?
Was nützlich?
Was schädlich für uns und für unseren Nächsten?
Wie viel tun wir jeden Tag,
das nicht dem Leben dient,
wie viel, das Götzendienst ist?
Welchem Herrn dienen wir jeden Tag?
Der Herr, segne, alles was wir tun,
damit das, was wir tun,
ein Segen wird.

Mut zum Wort

Lieber Luther,
das Leben ging weiter. Nachdem Jesus endgültig zu seinem Vater zurückgekehrt war, waren die Jünger auf sich selbst gestellt. Es war niemand mehr da, der erklärt hätte, was unklar war und geklärt hätte, worüber keine Einigkeit herrschte. Die göttliche Wahrheit musste fortan über Menschen vermittelt und ausgelegt werden. Wenn Jesus, seine Lehre, schon in Frage gestellt wurde, wie schwierig war es erst für die Jünger, eine Bresche für den christlichen Glauben durch Heiden- und Judentum zu schlagen. Eine unendlich schwere Aufgabe. Jesus hat die Jünger beauftragt: Gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes (Mt 28, 19).
Die Jünger nahmen den Auftrag an. Allerdings wäre es blauäugig zu glauben, dass mit Jesu Tod der schwelende Konflikt zwischen Jesu Lehre und den jüdischen Geistlichen mit einem Schlag beendet gewesen wäre. Mitnichten. Jesu war nur der Erste, der in seinem Namen verfolgt und getötet wurde, viele folgten. Der Konflikt verschärfte sich noch mit der Kunde von Jesu Auferstehung. Das wurde als weitere Provokation angesehen.
Einerseits verstanden viele Menschen das Zeichen der Auferstehung, die göttliche Botschaft dahinter. Sie trieb die Menschen in Scharen den Jüngern zu, öffnete sie für den Glauben an Christus. Natürlich war das den jüdischen Glaubenshütern weiterhin ein Dorn im Auge, bedrohlich für ihre Autorität. Jetzt soll dieser Jesus auch noch auferstanden sein.
Andererseits gab es auch viele, die zweifelten, so wie heute auch.
Als Jesus noch körperlich auf der Erde weilte, gab er den Jüngern schon Mut: sorgt euch nicht, ihr werdet dem Volk predigen, was ihr predigen sollt, ich lege euch das Wort durch den Heiligen Geist in euern Mund. Da Jesus wusste, dass einer die Führung übernehmen musste, gab er Petrus die Rolle. Er war die Autorität, die anerkannt wurde und so war es auch Petrus, der die Richtung vorgab (Apg 2, 14 ff): Es ist in der Schrift verheißen, dass Christi Seele nicht dem Tode überlassen wird und sein Fleisch die Verwesung nicht sieht. Wir Jünger können bezeugen, dass dies so eingetreten ist, wir haben den Auferstandenen gesehen. Er ist nun, wie es geschrieben steht, durch die Rechte Gottes erhöht, er hat den Heiligen Geist von seinem Vater empfangen und ihn wiederum über uns ausgegossen. „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem HERRN und Christus gemacht hat“. Deshalb tut Buße, lasst euch taufen zur Vergebung eurer Sünden, dann werdet auch ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn das ist euch und allen, die Gottes Ruf folgen, verheißen.
In der Nachfolge Jesu tat auch Petrus Zeichen und Werke, die nicht jeder vermag. Das Volk war beeindruckt und das war Sinn und Zweck der Sache. Gottes Geist wirkte mit. Die geistlichen Würdenträger waren, wie schon bei Jesus, pikiert: Wie konnten diese ungebildeten Menschen all dies reden und bewirken? Sie mussten verschwinden, wobei sie, wie schon bei Jesus, die große Zahl der Anhänger fürchteten (Apg 4,21). Deshalb gingen sie durchtrieben Schritt für Schritt vor, schüchterten die Apostel ein, indem sie sie stäupten (Apg 5, 40) und aus der Stadt vertrieben. Mit Stephanus wurde ein erstes tödliches Fanal gesetzt. Er war angesehen, voll großem Glauben, wundertätig und voller Weisheit. Mit seiner Verurteilung konnte man ein Zeichen setzen. Nach dem gleichen Rezept wie Jesus, wurde er verleumdet und schließlich gesteinigt (Apg 6-7). Jakobus starb als nächster (Apg 12, 2). Das Wunder war, sie verzagten nicht, ließen sich weder einschüchtern noch beirren, räumten das Feld nicht.
Lieber Luther, wieso erzähle ich das alles? Wir sind beim heutigen Predigttext angelangt. Paulus, der über den Heiligen Geist die Mission hatte, insbesondere Gottes Wort unter die Heiden zu bringen, ist in Athen angekommen. Dort herrschen die griechischen Götter und Paulus ist zornig über das Maß der Abgötterei dort. Er versucht, die philosophisch gebildeten Griechen mit ihren Mitteln zu schlagen: Er sagt, auf einem eurer Altäre habe ich gelesen: Dem unbekannten Gott. Ich sage euch, wer der euch unbekannte Gott ist (Apg 17, 23). Er wohnt weder in euren Tempeln, noch bedarf er eurer. Die goldenen, silbernen und steinernen Bilder, die ihr gemacht habt, sind falsche Götterbilder. Gott hat bisher eure Unwissenheit übersehen, aber nun fordert er von euch Buße. Ihr werdet einst, nach eurer Auferstehung, vor Gott stehen und er wird euren Glauben ansehen (Apg 17, 22-31).
Was passierte, liebe Luther? Als die wohlgebildeten Griechen die Botschaft von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten sie über Paulus. Buße? Das entsprach nicht derepikurischen Lebensphilosophie der maximalen irdischen Glückseligkeit. Leben nach dem Tod? Der Tod geht uns nichts an, denn solange wir sind, ist der Tod noch nicht da; aber wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr.
Kommt uns das nicht, lieber Luther, bekannt vor? Paulus und die Athener damals, die sauertöpfischen christlichen Mahner, die wagen, daran zu erinnern, dass es auch ein Leben und eine Verantwortung für sein Leben nach dem Tod gibt, heute. Das will unsere körperorientierte Wellness- und Spaßgesellschaft nicht wirklich hören. Sich mit dem Tod und unserer Eigenverantwortung für unser Leben nach dem Tod auseinandersetzen? Muss das sein? Haben unsere Prediger den gleichen Mut, die gleiche Unverzagtheit, die gleiche Geradlinigkeit und Klarheit in der Botschaft wie die Apostel und Jünger? Wagen sie unbequem zu sein? Oder ziehen sie sich auf die Wellness konforme Botschaft „Gott ist die Liebe“ zurück? Da kann man weder anecken noch etwas falsch machen. Die Jünger waren mutiger, konsequenter, einsatzbereiter, haben eine Mission und eine Berufung verspürt, der sie persönliche Belange, bis hin des eigenen Lebens, unterstellt haben. Freiwillig und aus eigener Glaubensüberzeugung. Dietrich Bonhoeffer ist ein jüngeres Beispiel für solch einen Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Was lernen wir also, lieber Luther, aus dem heutigen Predigttext? Wir sollten uns an den Aposteln und Jüngern ein Beispiel nehmen: Durchhalten, nicht verzagen, nicht klein beigeben, sich nicht verstecken, unermüdlich sein in der Botschaft, im Wort, in der Predigt, nicht nach dem Mund reden, sich nicht einschüchtern lassen, wahrhaftig sein im Wort, auch wenn es nicht gern gehört wird. Anecken, wenn es sein muss. Auferstehen aus dem nichtssagenden Schlaf.
Ich weiß wohl, lieber Luther, auch Mut gehört dazu, Löwenmut, wie ihn die Apostel vorgelebt haben. Heute wird man, zumindest in unseren Breitengraden, zwar nicht mehr den Löwen vorgeworfen, wenn man von der Auferstehung nach dem Tod und unserer eigenen Verantwortung für unser Leben nach dem Tod spricht, aber ein Shitsturm kann einen trotzdem treffen. Sehen wir auf die Apostel und Jünger und lernen wir bei ihnen, haben wir Mut zum wahren Wort.
Herzliche Grüße
Deborrah

Das Wort

Es ist das Wort ganz nahe bei dir,
in deinem Mund und deinem Herzen,
dass du es tust.

(5.Mose 30,14)
Die Bibel hat viele Bücher und viele Kapitel.
Gelesen habe ich dieses wichtige Kapitel heute im Zuge meines Bibelleseplans.
Und genau dieses Wort lese ich in Vorbereitung des morgigen Losungstextes.
Wieder einmal bin ich voller Andacht und Ergriffenheit
vor der Größe Gottes.
Was willst du mir sagen, mein Gott?
Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute,
den Tod und das Böse.
dass du das Leben erwählst.

Das Wort

Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. 
5.Mose 30,14
Es gibt keine Ausrede,
das Wort ist mannigfach bezeugt,
seit über 3000 Jahren,
keiner kann sagen,
wer will in den Himmel fahren,
um es zu holen,
damit wir es hören,
damit wir es tun.
Es ist nicht jenseits des Meeres,
es ist da, als ein IST in der Welt,
in der Schrift,
im Geist der Taufe
in deinem Mund und
in deinem Herzen.
Ich habe euch Leben und Tod,
Segen und Fluch vorgelegt,
dass du das Leben erwählst und
du und deine Nachkommen leben mögen.
(5.Mose 30, ein sehr lesenswertes Kapitel)

Ausgerichtet

Lobet ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen, der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten.
Psalm 66,8-9
Unsere Seele weiß instinktiv,
wo sie zu Hause ist,
wo sie den Grund verspürt und
sich die Richtung holt.
Gut gerichtet,
gut ausgerichtet.

Beter

Samuel sprach: Ihr habt zwar all das Unrecht getan; es sei aber ferne von mir, dass ich davon abließe, für euch zu beten.
1.Samuel 12,20.23
Einen Dank
an die Unverzagten,
die Beter,
die nicht ablassen,
Hoffnung und Zuversicht zu haben,
unverwandte Menschenliebe.
Gut, dass es euch gibt,
gut, dass ihr die Kraft nicht verliert,
unverzagt zu beten.
Die, für die ihr betet, danken es euch,
auch wenn sie es nicht wissen,
auch wenn sie nichts damit anfangen können.

Hilfspakete

Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus. 
Psalm 51,14
Die Hilfspakete, lieber Gott,
die du für mich schnürst,
sind zahlreich.
Und doch bedarf ich ihrer immer wieder.
Mein Geist ist willig,
ihrer nicht mehr zu bedürfen, aber
ich bin schwach.

Grenzen

Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem HERRN, und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat. 
Sprüche 19,17
Wer sich des Armen erbarmt,
der wird immer wieder bei sich selbst landen,
an seinen Grenzen des Erbarmens.
Mensch, der sich nicht selbst vollständig vergessen kann.
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Falsche Propheten

Wehe den törichten Propheten, die ihrem eigenen Geist folgen, ohne etwas gesehen zu haben! 
Hesekiel 13,3
Falsche Propheten,
die irreleiten,
Wortverdreher im eigenen Namen.
Es gibt sie zu Hauf.
Wie sie erkennen?
Jeder muss selbst entscheiden, wem er folgen will,
welchem Wort er glauben will.
Unser Teil im Glauben.

Feierabendläuten

Ich sitze, in die Arbeit vertieft. Plötzlich höre ich einen vertrauten Klang, an einem Ort, an dem dieser Klang fremd ist. Ich halte inne und lausche. Glocken, Kirchenglocken. Ich kann es nicht fassen. Fern ab jeglicher Kirche, so abgeschirmt, dass nicht einmal das Smartphone Empfang hat. Ich höre konzentriert hin. Ohne Zweifel – Kirchenglocken. Mein Blick fällt auf die Uhr. 18.00 – Feierabendläuten. Dann soll ich jetzt wohl gehen. Welchen Feierabend läutest du mir da ein, o Gott? Oder Feier-Abend?



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Frühling

Denn siehe,
der Winter ist vorbei,
der Regen hat sich verzogen,
die Blumen sprießen aus der Erde,
Vogelgesang erfüllt die Luft,
die Turteltaube lässt ihr Gurren hören,
der Feigenbaum treibt rote Knospen und
die Weinstöcke tragen duftende Blüten.
Komm,
mach dich auf,
meine Freundin,
du Schöne,
komm doch.
(nach Hohelied 2, 11-13)

Berge

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. 
Psalm 121,1-2
Ich schließe meine Augen und
sie wandern zu den Bergen in meinem Inneren.
Wie kann ich sie überwinden?
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn.
Er ist der bessere Bergsteiger.