Beter

Samuel sprach: Ihr habt zwar all das Unrecht getan; es sei aber ferne von mir, dass ich davon abließe, für euch zu beten.
1.Samuel 12,20.23
Einen Dank
an die Unverzagten,
die Beter,
die nicht ablassen,
Hoffnung und Zuversicht zu haben,
unverwandte Menschenliebe.
Gut, dass es euch gibt,
gut, dass ihr die Kraft nicht verliert,
unverzagt zu beten.
Die, für die ihr betet, danken es euch,
auch wenn sie es nicht wissen,
auch wenn sie nichts damit anfangen können.

Hilfspakete

Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus. 
Psalm 51,14
Die Hilfspakete, lieber Gott,
die du für mich schnürst,
sind zahlreich.
Und doch bedarf ich ihrer immer wieder.
Mein Geist ist willig,
ihrer nicht mehr zu bedürfen, aber
ich bin schwach.

Grenzen

Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem HERRN, und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat. 
Sprüche 19,17
Wer sich des Armen erbarmt,
der wird immer wieder bei sich selbst landen,
an seinen Grenzen des Erbarmens.
Mensch, der sich nicht selbst vollständig vergessen kann.
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Falsche Propheten

Wehe den törichten Propheten, die ihrem eigenen Geist folgen, ohne etwas gesehen zu haben! 
Hesekiel 13,3
Falsche Propheten,
die irreleiten,
Wortverdreher im eigenen Namen.
Es gibt sie zu Hauf.
Wie sie erkennen?
Jeder muss selbst entscheiden, wem er folgen will,
welchem Wort er glauben will.
Unser Teil im Glauben.

Feierabendläuten

Ich sitze, in die Arbeit vertieft. Plötzlich höre ich einen vertrauten Klang, an einem Ort, an dem dieser Klang fremd ist. Ich halte inne und lausche. Glocken, Kirchenglocken. Ich kann es nicht fassen. Fern ab jeglicher Kirche, so abgeschirmt, dass nicht einmal das Smartphone Empfang hat. Ich höre konzentriert hin. Ohne Zweifel – Kirchenglocken. Mein Blick fällt auf die Uhr. 18.00 – Feierabendläuten. Dann soll ich jetzt wohl gehen. Welchen Feierabend läutest du mir da ein, o Gott? Oder Feier-Abend?



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Frühling

Denn siehe,
der Winter ist vorbei,
der Regen hat sich verzogen,
die Blumen sprießen aus der Erde,
Vogelgesang erfüllt die Luft,
die Turteltaube lässt ihr Gurren hören,
der Feigenbaum treibt rote Knospen und
die Weinstöcke tragen duftende Blüten.
Komm,
mach dich auf,
meine Freundin,
du Schöne,
komm doch.
(nach Hohelied 2, 11-13)

Berge

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. 
Psalm 121,1-2
Ich schließe meine Augen und
sie wandern zu den Bergen in meinem Inneren.
Wie kann ich sie überwinden?
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn.
Er ist der bessere Bergsteiger.

Verschenken

Die Israeliten, Männer und Frauen, die ihr Herz dazu trieb, brachten freiwillige Gaben zu allem Werk, das der HERR durch Mose geboten hatte. 
2.Mose 35,29
Wer aus der Fülle seines Herzens gibt,
verschenkt einen Teil von sich
und vermag es nicht zu verhindern,
weil das Herz ohne sein Zutun überläuft.
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Sorgen

Manchmal
vergesse ich,
verzage,
kleidet Sorge mich.
Manchmal
vergesse ich,
dass ich mich, wohl geleitet,
nicht sorgen muss.
Manchmal
vergesse ich,
dass DU, o Gott, umsorgst,
meine Sorge vergebliches Sorgen ist.
Manchmal
vergesse ich,
dass mein Sorgen
fehlendes Vertrauen ist.
Manchmal
vergesse ich
ob aller Sorge, die Liebe,
die in aller Sorge verborgen ist.

Bauer

Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte. 
Jesaja 9,2
In der Ernte freut man sich,
dass die Frucht gewachsen ist,
Wind und Wetter überstanden hat,
kein Hagelschlag sie zunichte gemacht hat,
man sein Feld gehegt, gepflegt und wohl bestellt hat,
das Korn gut drischt,
es nach Ernte riecht und
Frucht und Stroh trocken eingefahren ist.
Als guter Bauer möchte ich, o Gott, vor Dir stehen.
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Frucht der Erkenntnis

Die Frau nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 
1.Mose 3,6
Adam und Eva dachten, sie essen die Frucht der Erkenntnis.
Sie haben sich täuschen lassen:
Von falschen Einflüsterungen,
vom inneren Verführer,
vom Reiz des Verbotenen.
Gegessen haben sie ihr Elend.
Was ist die Frucht der Erkenntnis für uns?
Haben wir daraus gelernt?
Hören wir zu?
Machen wir es anders?

Ruth ruht

(Rainer Maria Rilke, in: Das Buch von der Pilgerschaft; nach Rut 1-4)
Und meine Seele ist ein Weib vor dir.
Und ist wie der Naemi Schnur, wie Ruth.
Sie geht bei Tag um deiner Garben Hauf
wie eine Magd, die tiefe Dienste tut.
Aber am Abend steigt sie in die Flut
und badet sich und kleidet sich sehr gut
und kommt zu dir, wenn alles um dich ruht,
und kommt und deckt zu deinen Füßen auf.
Und fragst du sie um Mitternacht, sie sagt
mit tiefer Einfalt: Ich bin Ruth, die Magd.
Spann deine Flügel über deine Magd.
Du bist der Erbe …
Und meine Seele schläft dann bis es tagt
Bei deinen Füßen, warm von deinem Blut.
Und ist ein Weib vor dir. Und ist wie Ruth.
Grenzüberschreitungen. Erinnert mich irgendwie an die Osternacht.

Ruth ruht

Himmel der Himmel

HERR, du bist’s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist. 
Nehemia 9,6
Wo ist Dein Anfang?
Wo Dein Ende?
Was der Himmel der Himmel ist,
kann kein Mensch fassen.
Obwohl Du so unfassbar bist,
bist Du doch erlebbar.

Ausgewogenheit

Zweierlei bitte ich von dir, o Gott:
Eitles und Lüge halte fern von mir.
Armut und Reichtum gib mir nicht.
Speise mich mit deinem Brot.
Gib mir meinen Anteil
nach deinem Willen.
Lass mich nicht satt werden,
damit ich dich im Überfluss nicht vergesse.
Lass mich nicht verhungern,
damit ich an dir nicht verzweifle.
(nach Sprüche 30, 7-9)

Einsamer Weg

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.
Psalm 25,16
Wende dich zu mir, o Gott,
und sei mir gnädig,
leite mich auf deinem Weg,
lass mich deine Leuchte an meinem Fuß erkennen.
Elend bin ich in meinen Verirrungen,
aber gesegnet in Dir.
Einsam ist der Weg zu Dir.