Wunderbarer Gott

David betete: Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du alle diese großen Dinge getan. 
2.Samuel 7,21
 
Um all deines Wortes willen,
damit Mensch begreift,
dass du allein es bist,
tust du all die großen Taten.
Du hast meine Gebete erhört
und ich stehe voll Andacht
und Dankbarkeit vor deiner Größe.

 

Du wunderbarer Gott.

Mit Gott wollen wir Taten tun.
Psalm 60,14


Mein weiser Bruder ist schon sehr alt.
Er dient nur noch Gott.
Mächtige Taten,
nur aus sich heraus,
im Gebet, jeden Tag.
Er tut mehr als ich,
jeden Tag.

Wissen

Kaleb sprach zu Josua: Meine Brüder machten dem Volk das Herz verzagt, ich aber folgte dem HERRN, meinem Gott, treulich. 
 Josua 14,8

Es gibt viel erlerntes Wissen in der Welt,
viele Wissens-Theorien,
viel Technik, um Wissen anzuhäufen,
viel, was Mensch im Glauben wanken lässt,
eingeschüchtert,
eingeschnürt,
eingeengt
von so viel Wissenschaft.

Aber das Wissen um Dich, o Gott,
ist ein Wissen,
das kein Mensch ergründen kann.

Fadenfisch

Das Aquarium hat heute Nacht das Wohnzimmer geflutet.
100 Liter Wasser haben sich Raum gebrochen.
Ein kleiner Rest ist geblieben,
gerade genug, zum Überleben für die Fische.

Rettung aus höchster Not.
Verstört schwimmen sie in ihrem Notbehelf.
Orientierungslos,
heimatlos,
eingeengt,
um Sauerstoff ringend.

Die Fische, wie ich.
um Atem kämpfend,
gerade soviel Wasser im Becken,
um nicht trocken zu fallen,
eingeengt in meinem Gefäß,
sich nach frischem Wasser sehnend,
der Freiheit und Reinheit des Urquells entgegen.

Gleichmut, des alten, grauen,  müden Fadenfisches.
Fisch, am – seidenen – Faden.

Trost II

    • Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. 
      Psalm 73,26
      Jeden Tag eine andere Trost-Losung.
      Du weißt, o Gott, dass ich sie brauche.
      Die Verletzung eines Menschen, den man liebt,
      schmerzt in der eigenen Seele,
      als wäre es die eigene Verletzung.
      Das einzige Schmerzmittel, das hilft,
      bist du, o Gott.

Trost

Der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. 
Jesaja 52,9
Ohne deinen Trost, o Gott, blieben wir ungetröstet,
ohne deine Erlösung unerlöst.
Dein Trost ist Erlösung, bringt Lösung,
Gehaltensein, in jeder Erschütterung.
Öffne uns die Augen,
weite den Blick.

Zwei Sekunden – und alles ist anders

Ich bin krankgeschrieben,
ich hatte einen Unfall,
einen schweren Unfall.
Mir stockt das Herz.

Zwei Sekunden,
und das Leben ist verändert.
Du bist nicht mehr der,
der du warst.

Wo Licht ist,
ist Dunkelheit,
wo Farben waren,
nur noch grau.

Wo ist der Plan B,
habe ich fast flehentlich gefragt,
vor 5 Monaten, als unser Vater starb.
Ihr braucht einen Plan B.

Wieso weiß ich immer im Voraus,
von dem Unglück, das kommt?
Wem hilft es? Mich quält es.
Verhindern kann ich nichts.

Ich kann von ihm lernen.
Was nützt es,
rückwärts zu weinen,
hat er zu mir, fast tadelnd, gesagt,
als der Schmerz mich überwältigen wollte.
Vielleicht bekommen sie es auch wieder hin.
Wenn alles gut geht.

Wie stark ist er.
Er hat es mir selber gesagt,
nicht ausrichten lassen,
ist selbst seinen Mann gestanden,
mitten in seinem Unglück.
Mit einer unfassbaren Gelassenheit.
Von Tempo 200 auf 0.

Wer mit und in der Natur arbeitet,
ist dem Leben nahe,
kennt Unglück,
kennt Krankheit,
kennt Sterben,
lebt mit dem Wetter,
so wie es ist.
Jeden Tag.
Demütig.

Er tut, was getan werden muss,
verliert keine Zeit mit Selbstmitleid und Trauer,
regelt die Dinge, unverzüglich,
behält ohne klaren Blick den Überblick.

Und wenn ich nachdenke,
sehe ich, dass alles vorgezeichnet war.
Die Hilfe kommt vom HERRN.
Sie war schon am Keimen,
das Saatkorn gelegt.

So ist es gut, wie es ist,
du Gott, hast vorgesorgt.
Ich sehe deine schützende Hand.
Bei DIR sind wir sicher,
du birgst uns unter deinen Flügeln,
und lässt uns nicht versinken
im Dunkel der Not.

Licht, im dunklen Gefängnis.

Dunkelheit

Mose – ein Nachruf

Es sind dürre Worte, die die Botschaft vermelden:
Also starb Mose, der Knecht des HERRN, im Land der Moabiter nach dem Wort des HERRN (5. Mose 34, 5)
Er war 120 Jahre alt. 120 Jahre im peinvollen Dienst für Gott. Meistens das Volk gegen sich, immer für es in die Bresche springend: HERR vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.
Mit einer Ausnahme: Am Haderwasser, am Haderwasser haderte auch Mose mit seinem Gott. Genug, für Gott, um ihn nicht in das gelobte Land zu lassen. Mose wäre gern hineingegangen, nach all der Mühsal, nach all dem Schmerz, nach all den Toten, nach all dem Widerstand. Mose war müde, schon lange, aber immer treuer Diener. So auch in seinem Sterben. Er wusste, er würde das Land, in dem Milch und Honig fließt, nur sehen, aber er würde nicht in ihm leben. Gott hatte es ihm gesagt. Demütig nahm er es hin. Er mahnte ein letztes Mal und er segnete ein letztes Mal. Jeden einzelnen Stamm, wie es zuvor schon Jakob getan hatte. Juda, Levi und Joseph waren die drei Säulen für die Zukunft des Volkes Israel, für die Bewahrung des Glaubens an den EINEN Gott.
Dürre Wort für einen Mann, über den später nur Jesus stehen wird: Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht. Mose war wie ein Stiefsohn Gottes. Nur sein wahrer Sohn, Jesus, hat ihn als Mensch in der Nähe zu Gott übertroffen. Keiner war so auf Du zu Du mit Gott, wie Moses. In Jakob setzte er Mensch auf seine Spur, in Mose sammelte er die Menschen zu seinem Volk, mit allen Abgründen, in Jesus verkörperte sich Gott, um das Menschsein mit allen Konsequenzen selbst zu durchleben. Die Konsequenz der Konsequenz. Wie als Abbitte für all diejenigen, die für ihn schon gelitten haben und leiden werden.
Mose hat sich dieses besondere Verhältnis zu Gott nicht ausgesucht. Er wollte es nicht, wollte die Aufgabe nicht annehmen. Gottes Wille ist mächtiger als des Menschen Willen. Das hat Mose begriffen und gehorcht. Mose, der als Ägypter aufgewachsen ist, als Fremdling, war Zeit seines Lebens auf der Reise und auf Erden ein Fremdling, wie das halsstarrige Volk, das er anführte, heimatlos. Immer das Messer an der Kehle, offener Meuterei ausgesetzt, selbst seine Getreuesten, wie Aaron, fielen ab von Gott, damit von ihm, sobald er ihnen den Rücken kehrte. Nur indem er diesem widerstrebenden, der Vielgötterei und den Menschenopfern frönendem Volk, Gott wie einen Blitz entgegenschleuderte, konnte er es einigermaßen in Gottes Bahnen halten. Einigermaßen – und mit unendlicher Mühe.
Aber, und das ist das Tragische, es ist Mose schon im Angesicht des Todes klar, dass sein Reden auf taube Ohren gestoßen ist. Das Volk hat nicht verinnerlicht. Es wird den falschen Göttern nachlaufen. Alles Mahnen war umsonst, hat nichts genützt, bis auf den heutigen Tag. Du wusstest das schon. So müssen dich, o Mose, zwiespältige Gefühle auf dem Berg Horeb ergriffen haben.
Einerseits: unendliche Erleichterung, diese Last endlich von den Schultern gleiten zu lassen, die Verpflichtung los zu sein, der Müdigkeit ihren Raum zu lassen, zu sagen: HERR, ich habe alles getan, was in meiner Macht steht, aber ich weiß, dass es ungenügend war, da ich auch nur ein fehlbarer Mensch bin, so wie ich gefehlt habe vor dir am Haderwasser. Vergib mir HERR meine Schwäche.
Anderseits: Unendliche Sorge um dieses halsstarrige Volk. Er wusste, sie werden nicht halten, was ich sie gelehrt habe. Alle Schreckensszenarien, die ich aufgebaut habe, waren nicht schrecklich genug, um ihnen ins Bewusstsein zu bringen, dass Gott allein ihr Heil ist. Sie sind geblendet von dem äußerlichen Schein ihrer kleinen Welt, der sie den Glanz von Gottes großer Welt nicht sehen lässt. Vergib Ihnen HERR, sie sind, wie ich nur schwache Menschen.
Also starb Moses, als Fremdling in fremden Land. Fremd den Mensch, die er 120 Jahre geführt hat. Er, ein großer Diener Gottes, aber kein Erbe im gelobten Land, keine eigenen Nachkommen. Er hat gedient. Wenn es von einem gesagt werden kann, dann von Mose, 120 Jahre lang. Wieviel Kraft ist dazu notwendig? Wieviel Durchhaltevermögen? Wieviel ertragen können?  Wieviel Zuversicht? Unvorstellbar. Ohne Gottes Gnade, ohne Gottes Leitung wäre dieses Joch nicht tragbar gewesen.
Aber, Gott sieht. Und Gott wiegt und wägt. „Und er begrub ihn im Tal der Moabiter gegenüber Beth-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Tag“. Wie tröstlich ist das. Gott hat selbst Hand angelegt, um seinen treuen Diener zu begraben, ihn der Erde zurückzugeben und ihn mit seinem Volk, dem geheiligten Volk, vor ihm und mit ihm zu sammeln. Gott selbst hat dafür gesorgt, dass kein Mensch sein Grab berühren kann, sein Grab kennt. Mose hat Gott gedient mit allem, was er hatte und Gott hat sich ihm in seinem Tod angenommen. Er hat ihn hinfort genommen, wie später Jesus, kein Mensch konnte ihn mehr entheiligen.
Mose war zwar müde des Wanderns und müde des widerspenstigen Volkes, aber er war nicht müde, Gott zu dienen, bis zuletzt: Seine Augen waren nicht dunkel geworden, und seine Kraft war nicht verfallen. Er sah nach wie vor mit aller Klarheit und setzte Gottes Wort mit dem Glanz aus der Wolke in aller Entschiedenheit auch gegen den Willen des Volkes in Wahrheit.
Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht.
Himmelwärts

Atem

Leben und Wohltat hast du an mir getan, und deine Obhut hat meinen Odem bewahrt.
Hiob 10,12
Wenn mir der Atem auszugehen droht,
hauchst du mir, o Gott,
deinen Odem ein,
damit mein Atem nicht stockt.
Leben, das du schenkst.

Götzendienst

Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!
Psalm 90,17
Was ist notwendig zum täglichen Leben?
Was nützlich?
Was schädlich für uns und für unseren Nächsten?
Wie viel tun wir jeden Tag,
das nicht dem Leben dient,
wie viel, das Götzendienst ist?
Welchem Herrn dienen wir jeden Tag?
Der Herr, segne, alles was wir tun,
damit das, was wir tun,
ein Segen wird.

Mut zum Wort

Lieber Luther,
das Leben ging weiter. Nachdem Jesus endgültig zu seinem Vater zurückgekehrt war, waren die Jünger auf sich selbst gestellt. Es war niemand mehr da, der erklärt hätte, was unklar war und geklärt hätte, worüber keine Einigkeit herrschte. Die göttliche Wahrheit musste fortan über Menschen vermittelt und ausgelegt werden. Wenn Jesus, seine Lehre, schon in Frage gestellt wurde, wie schwierig war es erst für die Jünger, eine Bresche für den christlichen Glauben durch Heiden- und Judentum zu schlagen. Eine unendlich schwere Aufgabe. Jesus hat die Jünger beauftragt: Gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes (Mt 28, 19).
Die Jünger nahmen den Auftrag an. Allerdings wäre es blauäugig zu glauben, dass mit Jesu Tod der schwelende Konflikt zwischen Jesu Lehre und den jüdischen Geistlichen mit einem Schlag beendet gewesen wäre. Mitnichten. Jesu war nur der Erste, der in seinem Namen verfolgt und getötet wurde, viele folgten. Der Konflikt verschärfte sich noch mit der Kunde von Jesu Auferstehung. Das wurde als weitere Provokation angesehen.
Einerseits verstanden viele Menschen das Zeichen der Auferstehung, die göttliche Botschaft dahinter. Sie trieb die Menschen in Scharen den Jüngern zu, öffnete sie für den Glauben an Christus. Natürlich war das den jüdischen Glaubenshütern weiterhin ein Dorn im Auge, bedrohlich für ihre Autorität. Jetzt soll dieser Jesus auch noch auferstanden sein.
Andererseits gab es auch viele, die zweifelten, so wie heute auch.
Als Jesus noch körperlich auf der Erde weilte, gab er den Jüngern schon Mut: sorgt euch nicht, ihr werdet dem Volk predigen, was ihr predigen sollt, ich lege euch das Wort durch den Heiligen Geist in euern Mund. Da Jesus wusste, dass einer die Führung übernehmen musste, gab er Petrus die Rolle. Er war die Autorität, die anerkannt wurde und so war es auch Petrus, der die Richtung vorgab (Apg 2, 14 ff): Es ist in der Schrift verheißen, dass Christi Seele nicht dem Tode überlassen wird und sein Fleisch die Verwesung nicht sieht. Wir Jünger können bezeugen, dass dies so eingetreten ist, wir haben den Auferstandenen gesehen. Er ist nun, wie es geschrieben steht, durch die Rechte Gottes erhöht, er hat den Heiligen Geist von seinem Vater empfangen und ihn wiederum über uns ausgegossen. „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem HERRN und Christus gemacht hat“. Deshalb tut Buße, lasst euch taufen zur Vergebung eurer Sünden, dann werdet auch ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn das ist euch und allen, die Gottes Ruf folgen, verheißen.
In der Nachfolge Jesu tat auch Petrus Zeichen und Werke, die nicht jeder vermag. Das Volk war beeindruckt und das war Sinn und Zweck der Sache. Gottes Geist wirkte mit. Die geistlichen Würdenträger waren, wie schon bei Jesus, pikiert: Wie konnten diese ungebildeten Menschen all dies reden und bewirken? Sie mussten verschwinden, wobei sie, wie schon bei Jesus, die große Zahl der Anhänger fürchteten (Apg 4,21). Deshalb gingen sie durchtrieben Schritt für Schritt vor, schüchterten die Apostel ein, indem sie sie stäupten (Apg 5, 40) und aus der Stadt vertrieben. Mit Stephanus wurde ein erstes tödliches Fanal gesetzt. Er war angesehen, voll großem Glauben, wundertätig und voller Weisheit. Mit seiner Verurteilung konnte man ein Zeichen setzen. Nach dem gleichen Rezept wie Jesus, wurde er verleumdet und schließlich gesteinigt (Apg 6-7). Jakobus starb als nächster (Apg 12, 2). Das Wunder war, sie verzagten nicht, ließen sich weder einschüchtern noch beirren, räumten das Feld nicht.
Lieber Luther, wieso erzähle ich das alles? Wir sind beim heutigen Predigttext angelangt. Paulus, der über den Heiligen Geist die Mission hatte, insbesondere Gottes Wort unter die Heiden zu bringen, ist in Athen angekommen. Dort herrschen die griechischen Götter und Paulus ist zornig über das Maß der Abgötterei dort. Er versucht, die philosophisch gebildeten Griechen mit ihren Mitteln zu schlagen: Er sagt, auf einem eurer Altäre habe ich gelesen: Dem unbekannten Gott. Ich sage euch, wer der euch unbekannte Gott ist (Apg 17, 23). Er wohnt weder in euren Tempeln, noch bedarf er eurer. Die goldenen, silbernen und steinernen Bilder, die ihr gemacht habt, sind falsche Götterbilder. Gott hat bisher eure Unwissenheit übersehen, aber nun fordert er von euch Buße. Ihr werdet einst, nach eurer Auferstehung, vor Gott stehen und er wird euren Glauben ansehen (Apg 17, 22-31).
Was passierte, liebe Luther? Als die wohlgebildeten Griechen die Botschaft von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten sie über Paulus. Buße? Das entsprach nicht derepikurischen Lebensphilosophie der maximalen irdischen Glückseligkeit. Leben nach dem Tod? Der Tod geht uns nichts an, denn solange wir sind, ist der Tod noch nicht da; aber wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr.
Kommt uns das nicht, lieber Luther, bekannt vor? Paulus und die Athener damals, die sauertöpfischen christlichen Mahner, die wagen, daran zu erinnern, dass es auch ein Leben und eine Verantwortung für sein Leben nach dem Tod gibt, heute. Das will unsere körperorientierte Wellness- und Spaßgesellschaft nicht wirklich hören. Sich mit dem Tod und unserer Eigenverantwortung für unser Leben nach dem Tod auseinandersetzen? Muss das sein? Haben unsere Prediger den gleichen Mut, die gleiche Unverzagtheit, die gleiche Geradlinigkeit und Klarheit in der Botschaft wie die Apostel und Jünger? Wagen sie unbequem zu sein? Oder ziehen sie sich auf die Wellness konforme Botschaft „Gott ist die Liebe“ zurück? Da kann man weder anecken noch etwas falsch machen. Die Jünger waren mutiger, konsequenter, einsatzbereiter, haben eine Mission und eine Berufung verspürt, der sie persönliche Belange, bis hin des eigenen Lebens, unterstellt haben. Freiwillig und aus eigener Glaubensüberzeugung. Dietrich Bonhoeffer ist ein jüngeres Beispiel für solch einen Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Was lernen wir also, lieber Luther, aus dem heutigen Predigttext? Wir sollten uns an den Aposteln und Jüngern ein Beispiel nehmen: Durchhalten, nicht verzagen, nicht klein beigeben, sich nicht verstecken, unermüdlich sein in der Botschaft, im Wort, in der Predigt, nicht nach dem Mund reden, sich nicht einschüchtern lassen, wahrhaftig sein im Wort, auch wenn es nicht gern gehört wird. Anecken, wenn es sein muss. Auferstehen aus dem nichtssagenden Schlaf.
Ich weiß wohl, lieber Luther, auch Mut gehört dazu, Löwenmut, wie ihn die Apostel vorgelebt haben. Heute wird man, zumindest in unseren Breitengraden, zwar nicht mehr den Löwen vorgeworfen, wenn man von der Auferstehung nach dem Tod und unserer eigenen Verantwortung für unser Leben nach dem Tod spricht, aber ein Shitsturm kann einen trotzdem treffen. Sehen wir auf die Apostel und Jünger und lernen wir bei ihnen, haben wir Mut zum wahren Wort.
Herzliche Grüße
Deborrah

Das Wort

Es ist das Wort ganz nahe bei dir,
in deinem Mund und deinem Herzen,
dass du es tust.

(5.Mose 30,14)
Die Bibel hat viele Bücher und viele Kapitel.
Gelesen habe ich dieses wichtige Kapitel heute im Zuge meines Bibelleseplans.
Und genau dieses Wort lese ich in Vorbereitung des morgigen Losungstextes.
Wieder einmal bin ich voller Andacht und Ergriffenheit
vor der Größe Gottes.
Was willst du mir sagen, mein Gott?
Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute,
den Tod und das Böse.
dass du das Leben erwählst.

Das Wort

Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. 
5.Mose 30,14
Es gibt keine Ausrede,
das Wort ist mannigfach bezeugt,
seit über 3000 Jahren,
keiner kann sagen,
wer will in den Himmel fahren,
um es zu holen,
damit wir es hören,
damit wir es tun.
Es ist nicht jenseits des Meeres,
es ist da, als ein IST in der Welt,
in der Schrift,
im Geist der Taufe
in deinem Mund und
in deinem Herzen.
Ich habe euch Leben und Tod,
Segen und Fluch vorgelegt,
dass du das Leben erwählst und
du und deine Nachkommen leben mögen.
(5.Mose 30, ein sehr lesenswertes Kapitel)

Gebote

HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Gebote.
Psalm 119,64
Deine Gebote, o Gott,
stehen schlecht im Kurs,
wir schauen noch nicht einmal auf die Anzeigetafel.
Vornehmlich setzen wir auf deine Güte.
Sie denken, auf der Rechnung bleibst du sitzen.
Veröffentlicht in Allgemein

Ausgerichtet

Lobet ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen, der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten.
Psalm 66,8-9
Unsere Seele weiß instinktiv,
wo sie zu Hause ist,
wo sie den Grund verspürt und
sich die Richtung holt.
Gut gerichtet,
gut ausgerichtet.
%d Bloggern gefällt das: