Weihnachtskitsch

Die Gemeinde werde inne, dass der HERR nicht durch Schwert oder Spieß hilft. 

1.Samuel 17,47

Die Versammlung werde inne,

dass Gott nicht durch Schwert oder Spieß rettet,

sondern durch Streit.

( So heißt es ohne Auslassung)

Der, den ihr gerade verkitscht,

ist vorangegangen,

er ist keinem Streit ausgewichen,

wenn es darum ging, für Gottes Reich zu fechten.

Ob er sich das, was wir veranstalten,

wohl zu seinem Geburtstag wünscht?

Schwer vorstellbar.

Irrlehren

Die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich. 

Daniel 12,3

Die Gretchenfrage ist,

welche  Lehrer verbreiten Irrlehren,

verführen, reden für Geld nach dem Mund,

das Lied dessen singend,

dessen Brot sie essen?

Falsche und wahre Prediger,

wer will es entscheiden?

Vor Gott kann sich keiner verstecken.

WIESO?

Kein Mensch kann recht behalten gegenüber Gott,
keiner übersteigt ihn,
Wunden geschlagen,
WIESO nur, mein Gott?
.
Er versetzt Berge, ehe sie es innewerden,
er hebt die Erde aus ihren Fundamenten,
er spricht zur Sonne, so zeigt sie sich nicht,
er gebietet den Sternen,
versiegelt für die Ewigkeit,
er breitet den Himmel vor mir aus und
geht auf den Wogen des Meeres,
er wandelt an mir vorbei, ehe ich es gewahr werde,
meine Breitseite seinem Sturm ausgesetzt.
Wie kann ich bestehen?
Tausend Worte,
tausend Tränen,
ohne Antwort.
WIESO nur, mein Gott,
lässt du mich an dir zerschellen?
(nach Hiob 9, 1-33)
Feuersturm

Einsamkeit

Achtet genau darauf, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebt und wandelt in allen seinen Wegen. 

Josua 22,5

Liebe kann man nicht erzwingen,

auch die nicht, zu Gott .

Ohne Liebe zu Gott,

kann man nicht auf seinen Wegen wandeln,

man erkennt sie nicht .

Sie führen abseits der eingefahrenen Rennstrecken.

Es ist still und einsam dort.

Orkan

Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber. 

1.Mose 18,3

Die Gnade,

die Gott gewährt,

kommt mit Wucht,

mächtig wie ein Orkan,

entwurzelt uns,

macht uns zu Fremdlingen,

so dass wir nur noch

in seine Arme flüchten können.

Treue

Lass ab von mir, o Gott,
ich vermag nicht mein Elend zu ignorieren.
Was macht es für Dich für einen Unterschied?
Was kann ein Mensch und seine Sünden Dir anhaben?
Du lässt mich nicht.
Täglich suchst du mich und forderst mich heraus.
Du entkleidest mich allem,
Du schlägst mich mit Ausschlag,
Du nimmst mir alles, was mir lieb und wert ist.
Habe ich gesündigt, was kann ich Dir, Du Menschenhüter, anhaben?
Wieso lässt Du mich über mich selbst stolpern?
Warum vergibst Du mir nicht,
warum nimmst Du mir meine Vergehen nicht weg?
Ich, o Gott, lege mich in mein Grab,
und wenn du mich suchst, werde ich nicht da sein –
und weiß doch, dass Du mich nicht lässt,
was immer ich tue,
was immer ich sage.
Du gibst mich niemals auf.
(nach Hiob 6, 16-21)

Heimat

Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. 

Psalm 91,4

Lichte Höhe, ohne zu fallen,

Kleid, das auch in Todeskälte wärmt,

Nest, das dem Flüchtenden ein Zuhause gibt,

der Ort, an dem ich mich finde,

mein A und O,

das, was ewig bleibt.

Heimat.

Anspruchsdenken

Der HERR sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin. 

2.Mose 16,11-12

Im Murren sind wir gut.

Anspruchsdenken.

Wir sagen, was wir wollen.

Gott hat zu liefern.

Wenn nicht,

entziehen wir unsere Gunst.

Ist das Glaube?

Ist das Nachfolge?

Der Alles

So spricht der HERR: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen. 

2.Könige 20,5

Gott hört alles,

Gott sieht alles,

Gott heilt alles.

Alle Tage,

bis an unserer Welt Ende

und darüber hinaus .

Wiegenlied

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. 
Jeremia 31,3

Ich hab dich je und je geliebt

und dich, mein Kind,

in die Wiege des Lebens gelegt,

sei ruhig,

trockne deine Tränen,

hörst du nicht,

wie ich dir mein Wiegenlied singe,

siehst du nicht,

wie meine Arme dich schützend bergen,

spürst du nicht,

wie dir nichts etwas anhaben kann,

solange ich bei dir bin?

Ich wache bei dir.

Suche

Wenn ihr den HERRN sucht, wird er sich von euch finden lassen. 

2.Chronik 15,2

Wenn du Gott suchst,

wirst du ihn finden,

allerdings nicht unbedingt dort ,

wo du ihn suchst und schon gar nicht,

wie du ihn erwartest.

Er kommt in der Nacht und unangemeldet.

Wenn du schläfst,

verpasst du ihn,

wenn du die Tür nicht aufmachst,

drängt er sich nicht auf,

wenn du ihm die Tür zuschlägst,

vergisst er das nicht.

Adventsübelkeit

Posaunenklang des Weihnachtsjahrmarkts,
Aufgalopp zum frohen Fest.
Handlanger, die die Erwartung bedienen,
künstlicher Schimmer der Weihnachtsbeleuchtung,
erleuchtend was?
Berechnete Ausstrahlung als Wärme deklariert,
Weihnachtsmarkt der Scheinheiligkeit,
stimmungsmachende Dekoration der Leere,
Plätzchenteig verklebte Eintracht
scheinbesinnlicher Äußerlichkeit,
erwartend was?
Adventsheuchelei.
Verglitterter Missbrauch wechselseitiger Bedürftigkeit.
Scheinheilige Wortverkünder im Adventsbazar,
wohlfeil anbietend blecherne Worthülsen,
servil bedienend gängige Bedürfnispyramiden,
Mogelplätzchen backende Weihnachtsmänner in Schwarz,
Weihnachtsstern geleitete Korruption der Korrumpierbaren.
Bepreiste Adventsseligkeit.
Zuckerbäckerisch verzierte Käuflichkeit.
Schöne gewinnbringende Vorweihnachtszeit.
Leere Verpackungen.
Adventsmüll.
Adventsübelkeit.

Heuchelei

Gedenke der vorigen Zeiten und hab Acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht. Frage deinen Vater, der wird dir’s verkünden, deine Ältesten, die werden dir’s sagen. 

5.Mose 32,7

Wer Gottes Wort verkündet,

aber nicht hört,

wer es hört,

aber nicht tut,

wer es tut,

aber nicht weitergibt,

dessen Heuchelei wird Gott offenbaren –

sichtbar vor aller Augen.

Herzensklang

Auf den HERRN hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied. 

Psalm 28,7

Mein Herz zu deinen Füßen, O Gott,

es seufzt vor Erleichterung

und singt tief erhoben dein Lied.

Wie oft?

Kommt her, höret zu, alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an mir getan hat. 

Psalm 66,16

Kommt her und hört,

was Gott an mir getan hat.

Wie oft haben das die Propheten gesagt?

Wie oft steht es in der Bibel?

Wie oft haben wir zugehört?

Wie oft haben wir es verstanden?

Wie oft haben wir es geglaubt?

Klang der Ewigkeit

Der HERR wird dir gnädig sein, wenn du rufst. Er wird dir antworten, sobald er’s hört. 

Jesaja 30,19

Wenn die Zeit da ist,

alles Weinen und Schreien ein Ende hat,

wir angekommen sind,

haben wir den Ruf Gottes gehört und

uns mit ihm im Klang der Ewigkeit verbunden.