Ordnung ohne Ordnung

Es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR. 
Jeremia 31,34
Denn siehe, wenn alle Ordnungen vergehen werden,
wenn Sonne, Mond und Sterne vergangen sind,
vergeht auch die Ordnung,
die ich euch gegeben habe.
An dem Tag will ich mit euch einen neuen Bund machen
und mein Gesetz in euer Herz schreiben
und euch seinen Sinn enthüllen.
Keiner braucht mehr den anderen belehren,
alles wird offenbar sein,
Ordnung ohne Ordnung.
Dann will ich euch eure Missetaten vergeben und
eurer Sünden nicht mehr gedenken,
denn alles wird vergangen sein
und einen neuen Namen haben.
(Jer 31, 31-36)

Segen

Gott sei uns gnädig und segne uns. 
Psalm 67,2
Der HERR segne Dich und behüte Dich.
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über Dir.
Der HERR zeige Dir den Weg, die Wahrheit und das Licht.
Der HERR sei Dir gnädig und bewahre dich vor allem Übel.
Der HERR gebe Dir Frieden.

Ausruhen

Maschine Stopp.
Pause.
Der Lärm des Getriebes hallt nach.
Das Signal ist noch nicht in jedem Winkel angekommen.
Nachzittern.
Reflexartig.
Tempowechsel.
Geschwindigkeit herausnehmen.
Überschüssige Energie ableiten.
Wartungsarbeit.
Hände in den Schoß legen.
Einkehren.
Zur Ruhe kommen.


Morgendusche

Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. 
Jesaja 60,2
Über dir geht auf der Herr und
seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Wie eine Morgendusche im Frühregen.

Takt

Am Tage sendet der HERR seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.
Psalm 42,9
Am Tag wache ich und schlafe doch,
Deine Gute, o Herr, bewahre mich
vor allen Missetaten.
Nachts schlafe ich und wache doch,
meine Seele ist ganz Ohr für Dich.,
so richte sie aus, Herr,
nach deinem Takt.

Neuer Name

Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird.
Jesaja 62,2
Wer überwindet,
dem will ich zu essen geben von dem verborgenen Manna und
will ihm geben einen weißen Stein
und auf den Stein einen neuen Namen geschrieben,
welchen niemand kennt,
denn der ihn empfängt.
(Offenbarung 2, 17)
Wer überwindet,
den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes,
und er soll nicht mehr hinausgehen;
und will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes,
die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott,
und meinen Namen, den neuen.
(Offenbarung 3, 12)

Schilfmeer

Gott ließ das Volk einen Umweg machen und führte es durch die Wüste zum Schilfmeer. 
2.Mose 13,18
Das Schilfmeer ist der Ort,
wohin wir fliehen können,
wenn unsere Feinde uns bedrängen und
uns quer durch die Wüste verfolgen.
Es liegt hinter der Wüste.
Das Schilfmeer ist Gottes Gewässer.
Er schickt den Wind,
der die Wogen sich auftürmen und wieder glätten lässt,
er ebnet den Weg vor uns,
damit wir in die Zukunft gehen können,
er schneidet ab von uns,
was uns dabei hinderlich ist,
den inneren und äußeren Feind.
Wer durch die Wüste geht,
wird im Schilfmeer nicht ertrinken.

Arme Reiche

Ich will aufschrecken die Leute, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und sprechen in ihrem Herzen: Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun.
Zefanja 1,12
Diejenigen, die nur auf sich vertrauen,
die meinen, sie seien reich,
weil sie weltliche Reichtümer gesammelt haben,
werden einst erkennen,
wie arm sie sind,
weil sie auf die falschen Reichtümer gesetzt haben.

Freude

Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil. 
Jesaja 25,9
Er wird alle nähren,
die Schleier von den Augen reißen,
den Tod verschlingen,
unsere Tränen abwischen und
seinen Namen in uns klingen lassen.
An dem Tag wird man sprechen:
das ist unser Gott,
auf den wir geharrt haben,
auf den wir gehofft haben,
der uns rettet.
Freut euch auf diesen Tag,
denn wir werden wissen,
was wahre Freude ist.

Gastfreundschaft

Der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm stille alle Welt! 
Habakuk 2,20
Nur wenn unser inneres Plappern aufhört,
wir gastfreundlich sind,
Gott zu uns einladen,
ohne uns aufzudrängen,
unsere inneren Türen öffnen,
damit er Raum in uns hat,
hören wir seine Stimme.

Rechtschaffen

Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch die Person nicht ansehen und keine Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Weisen blind und verdrehen die Sache der Gerechten.
5.Mose 16,19
Gottes Recht heißt rechtschaffen sein. gerecht,
sich nicht bestechen lassen,
weder durch Geld, noch Ruhm oder Kumpanei.
Insbesondere hütet euch vor der Schmeichelei,
damit ihr nicht auf euch selbst hereinfallt.

Hochmut

Tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen! 
Sacharja 7,10
Wahrhaftige Gerechtigkeit ist,
Flüchtlingen, Heimatlosen und Armen,
denjenigen,
die auf der untersten Stufe der sozialen Leiter stehen,
die unter Brücken schlafen,
die in die Suppenküchen und Kleiderkammern schleichen,
die keinen Job finden,
zu ihrem Recht zu verhelfen.
Es zählt die Tat, aber
zuallererst ihr Recht auf Zuneigung und Liebe.
Wer verachtet, verachtet Gott.
Sich nicht neben ihnen einreihen ist
hochmütiges Geben von oben herab,
vergängliches Werk.
.
Gott prüft auf Herz und Nieren.

Werke

Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken. 
1.Mose 2,3
Gott ruhte am siebten Tag,
nachdem er alles geschaffen hatte,
weil er sah, dass all seine Werke gut waren,
die Welt noch vollkommen.
Dann setzte sich der Mensch ins Werk.
Seither ruht Gott nicht mehr,
um uns wieder in die
Vollkommenheit zu bringen.

Der Himmel im Kind

Hanna sitzt hinter mir.
Ich höre die Begeisterung in ihrer Stimme:
„Wir bewegen uns“
Das Flugzeug hebt ab.
Ein andächtiges Stimmchen,
als sei es ein Wunder:
„Wir fliegen!“
Es dauert einen Augenblick,
wir sind gerade in der Luft:
„Jetzt sehe ich erst, wie groß Frankreich ist!“.
Kindliche Begeisterung,
kindliche Andacht.
kindliche Klarheit.
Welche Unschuld,
welche Tiefe,
welche Innerlichkeit.
Der Himmel im Kind.
Ich bin immer noch bewegt.
Danke Hanna!
Wolkenlose Sicht