Hoffnung

Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen.
Psalm 9,11
Es klingt so einfach:
Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen.
Wie viele kennen deinen Namen wirklich?
Wie viele suchen dich ehrlich?
Es ist dein Geheimnis, o Gott.
Wir können uns nie wirklich selber trauen.
Die Furcht des Herrn steht bei mir gleichberechtigt neben der Hoffnung,
die Furcht vor den eigenen Abgründen.

Lobpreis – Te Deum

Ich habe gerade mit den Benediktinern das Te Deum gesungen, zum Abschluss der Vigil am Vorabend zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel morgen. Ich liebe das Psalmsingen und habe schon viele dichte Singerlebnisse erleben dürfen. Aber heute, welch ein Erlebnis! Meine Seele hat sich mit dem Lobpreis in die Höhen der Abteikirche und darüber hinaus geschwungen. Noch nie war mir so klar, was Lobpreis ist, wie in diesen Minuten des Wechselgesangs, immer noch weiter, immer noch ein bisschen höher. Alles in mir Jubel. Ich hätte ewig weiter singen mögen. Heilige Tage sind immer besonders dichte Tage: Großes hat an mir getan der Mächtige: heilig ist sein Name. Ich bin sehr dankbar.
Dich, o Gott, loben wird,
dich, o Herr, preisen wir.
Dir, dem ewigen Vater, huldigt der Erdkreis.
Alle Engel jubeln dir,
Himmel und alle Gewalten.
Kerubim und Serafim mit unaufhörlichem Lob.
Heilig! Heilig!
Heilig, Herr, Gott der Scharen!
Voll sind Himmel und Erde deiner erhabenen Herrlichkeit.
Dich lobpreist der glorreiche Chor deiner Apostel.
Dich lobpreist die würdige Schar der Propheten.
Dich lobpreist das leuchtende Heer der Märtyrer.
Dich bekennt auf dem Erdenrund die heilige Kirche.
Dich, den Vater unendlicher Hoheit.
Deinen wahren und einzigen Sohn,
aller Anbetung würdig.
Den Geist auch, den Beistand.
Du, der Herrlichkeit König, Christus.
Du, der ewige Sohn des Vaters.
Du scheust nicht den Schoss der Jungfrau,
um zu befreien den Menschen.
Du besiegtest den Stachel des Todes,
hast allen, die glauben, erschlossen die Reiche der Himmel.
Du sitzest zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit des Vaters.
Als Richter, so glauben wir, kehrst du einst wieder.
Dich nun flehen wir an:
Komm deinen Dienern zur Hilfe;
Du hast sie erkauft mit kostbarem Blute.
In der ewigen Herrlichkeit zähle uns unter die Heiligen.
Rette dein Volk, o Herr, und segne dein Erbe.
Und leite sie un erhebe sie bis in die Ewigkeit.
Alle Tage singen wir Lob dir.
Und preisen deinen Namen in Ewigkeit und für ewige Zeiten.
Herr, bewahre uns heute huldvoll vor jeglicher Sünde.
Sei uns barmherzig, o Herr, sei uns barmherzig.
Lass dein Erbarmen über und walten, o Herr,
wie wir von dir es erhoffen.
Auf dich, o Herr, hoffe ich:
Ich werde ewig nicht zu schanden!
(Beneditktinischen Antiphonale I, S.434)
(ich habe auf Youtube nichts gefunden, was dem Gesang von heute Abend adäquat wäre, ohne Beispiel, deshalb gibt es nur einen Gesangs-Link nach innen …)

Gerechtigkeit

Die Gerechten freuen sich und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen. 
Psalm 68,
Gerecht vor dir, o Gott, ist, wer dein Recht erkennt und vor Augen hat.
Das von dir gesetzte Recht ist kein Menschenrecht oder –gebot, man erkennt es nicht auf Papier, dort sieht man höchstens Buchstaben, nicht den Zusammenhang. Man erkennt es nur durch dich, indem du uns die Augen öffnest.
Dein Recht und deine Gerechtigkeit macht nicht Angst, ist nichts, was wir tun können, sondern dein Geschenk an uns. Sie ist uns reine Freude, weil sie uns befreit und rein macht vor dir.

Mission Jesaja

Der HERR hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit. 
Jesaja 61,1
Die Mission des Propheten Jesaja, den Menschen von Gott zu erzählen, davon, was ist und was sein wird, zusammengefasst in einem einzigen Satz und ungekürzt:
Der Geist des HERRN ist über mir,
denn er hat mich gesalbt,
er hat mich gesandt,
den Elenden zu predigen,
die zerbrochenen Herzen zu verbinden,
zu verkündigen
den Gefangenen die Freiheit,
den Gebundenen, dass ihre Fesseln gelöst werden,
das Jahr der Gnade und
den Tag der Rache unseres Gottes,
zu trösten alle Traurigen,
dass die Asche auf ihrem Haupt zu ihrem Schmuck,
ihre Traurigkeit das Salböl ihrer Freude und
ihr betrübter Geist zu ihrem Festgewand werde,
dass sie genannt werden:
die Bäume der Gerechtigkeit,
Pflanzen, die den Herrn preisen.
(Jes 61, 1-3)
Mission Jesaja: die Menschen zum Hören bringen. Mission Impossible.

Fackeln im Wind

Wir sind Fackeln im Wind.
Wenn der Wind die Fackel ausbläst,
leuchtet unser Licht in einer anderen Welt,
viel heller, als es eine Fackel auf Erden je könnte.
Schlichte und einfache Leben sind oft die ehrlichsten.
Ohne viel Anspruch,
ohne viel Streben,
einfach nur leben.
Meine Urlaube scheinen weiterhin vom ersten Tag an Trauer zu tragen. An was das wohl liegt? Wohin das wohl führt?
Vergängliche Sonnen

Ordnung ohne Ordnung

Es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR. 
Jeremia 31,34
Denn siehe, wenn alle Ordnungen vergehen werden,
wenn Sonne, Mond und Sterne vergangen sind,
vergeht auch die Ordnung,
die ich euch gegeben habe.
An dem Tag will ich mit euch einen neuen Bund machen
und mein Gesetz in euer Herz schreiben
und euch seinen Sinn enthüllen.
Keiner braucht mehr den anderen belehren,
alles wird offenbar sein,
Ordnung ohne Ordnung.
Dann will ich euch eure Missetaten vergeben und
eurer Sünden nicht mehr gedenken,
denn alles wird vergangen sein
und einen neuen Namen haben.
(Jer 31, 31-36)

Davids Lobpreis

Der HERR ist mein Fels, meine Burg und mein Retter.
Gott ist mein Hort, auf den ich traue,
mein Schild und meine Stärke,
mein Schutz und meine Zuflucht,
mein Heiland und mein Helfer aus aller Not.
Ich rufe zu dir, o Gott, und du erlöst mich aus der Hand meiner Feinde.
Die Schmerzen der Finsternis hatten mich schon umfangen,
der Schlund des Verderbens mich erschreckt,
die Hölle hatte mich schon umfangen und
des Todes Stricke mich überwältigt.
In meiner Angst schrie ich zu meinem Gott und er erhörte mich.
Die Erde bebte und bewegte sich,
er schickte dunkle Wolken, Sturm, Blitz und Donner und
sein Zorn entlud sich wie ein großes Ungewitter,
so dass der Grund allen Seins für mich sichtbar wurde.
So hast du mich auf deine Weise von all meinen Feinden errettet,
mich herausgerissen aus dem Verderben und
mich in dein weites Land geführt,
weil du mich liebst.
Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit,
er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände,
denn ich halte seine Wege und
bin nicht gottlos gegen meinen Gott.
Alle seine Rechte habe ich vor Augen,
seine Gebote werfe ich nicht von mir,
sondern ich bin ohne Tadel vor ihm
und hüte mich vor Sünden.
Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit,
nach meiner Reinheit vor seinen Augen.
Bei den Heiligen bist du heilig,
bei den Frommen bis du fromm,
bei den Reinen bist du rein, und
bei den Verkehrten bis du verkehrt.
Denn du, HERR, hilfst den Elenden und
mit deinen Augen erniedrigst du die Hochnäsigen.
Du bist meine Leuchte,
und machst meine Finsternis licht.
Mit dir überwinde ich was mich hemmt,
mit dir überspringe ich Mauern.
Gottes Wege sind vollkommen,
seine Reden sind Wahrheit.
Er ist Schild allen, die ihm vertrauen.
Denn wo ist ein Gott außer dem HERRN, und
wo ist ein Hort außer unserem Gott?
Du HERR stärkst mich mit Kraft und
weist mir einen Weg ohne Tadel,
du schaffst mir Raum,
damit meine Füße nicht wanken.
Ich will dir danken, o HERR, unter den Heiden und
will deinem Namen lobsingen,
du, der du mir großes Heil erweist.
Gelobt seist du in Ewigkeit.
Amen.
(nach 2.Samuel 22)
Leuchte

Hirten

Lieber Luther,
Jeremia war ein großer Prediger des Unbequemen, ein Prophet, der Könige und Priester, ihre Gottesferne und ihre Irrlehren anprangerte. Er predigte, was keiner hören wollte und ist dafür von denjenigen, die sich auf den Schlips getreten fühlten, so an den Rand gedrängt worden, verfolgt und verspottet, dass er darüber nicht mehr froh wurde. Dennoch hat er seinen Auftrag erfüllt, immer wieder, hat keinem nach dem Mund geredet, die unbequeme Botschaft wohl gescheut, aber nicht ausgelassen.
Jeremia hat sich vor allem mit den Herrschenden angelegt. Vergebliche Mühe, vergebliches Leiden, sie haben nicht auf ihn gehört, auch die Hirten nicht, bis auf den heutigen Tag (Jeremia 23):
Weh euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umbringt und zerstreut, spricht der HERR. Ihr vertreibt, anstatt zu hüten und für sie zu sorgen. Deshalb will ich euch heimsuchen, um eures bösen Wesens willen. Ich will diejenigen, die zerstreut sind, selbst sammeln und auf meine Weide bringen. Dort sollen sie wachsen und sich vermehren. Ich will Hirten über sie setzen, die kein Unrecht mehr an meinen Schafen tun. Ich will einen erwecken, der für Recht und Gerechtigkeit auf Erden sorgen wird. Sein Name wird sein: Der HERR unsrer Gerechtigkeit. Er wird euch gerecht machen. Ich sage das und werde das tun, wider alle eure Reden und Predigten!
Das Land ist voll Ehebrecher und Hurerei, voller Menschen, die den Bund mit mir brechen, ihr Treueversprechen, das sie mir gegeben haben, hintanstellen, mich hintergehen. Ihr Leben ist böse und ihr Tun taugt nicht vor meinen Augen. Beide, falsche Propheten und Priester, sind Knechte des Bösen, die auch in meinem Haus zu finden sind.
Sie gehen auf einer schiefen Ebene, die sie unweigerlich ausgleiten und nach unten rutschen lässt. Ich will Unglück über sie kommen lassen, spricht der HERR, im Jahr ihrer Heimsuchung. Sie brechen den Bund mit mir und verbreiten Lügen. Sie stärken die Boshaften, auf dass ja keiner umkehre und sich zu mir bekehre. Sie bewohnen Sodom und Gomorra, das Reich des Verführers. Ich will sie mit Galle tränken, da sie mit ihrer falschen Rede und Heuchelei das Volk verführen. So spricht der HERR: Gehorcht nicht den Worten dieser falschen Propheten, sie betrügen euch, denn sie predigen, was sie in ihren dunklen Herzen sehen, nicht was aus dem Mund des HERRN kommt.
Sie beschwichtigen diejenigen, die mich nicht achten: „Der HERR hat’s gesagt, es wird euch wohl gehen,“ und all denen, die sich nach ihren eigenen Vorstellungen richten, sagen sie: „Es wird kein Unglück über euch kommen.“ Wie anmaßend seid ihr! Ich frage euch: Wer ist von euch im Rat der Gerechten vor dem HERRN gestanden? Wer von euch hat sein Wort gesehen, vernommen und gehört?
Siehe es wird ein Ungewitter kommen, das auf sie regnen wird. Gottes Zorn über diese Untaten wird nicht nachlassen, bis sein Wille geschehen ist. Am Ende werdet ihr es wohl begreifen müssen und erfahren. Ich habe die falschen Propheten weder gesandt noch mit ihnen geredet. Das hält sie nicht davon ab, in ihrem eigenen Kaffeesatz zu lesen. Wären sie bei meinem Wort geblieben und hätten sie es dem Volk gepredigt, so wäre das Volk nicht davongelaufen, sondern hätte sich zu mir bekehrt. Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, oder auch ein Gott, der über allem steht und alles sieht? Meinst du etwa, vor mir könne jemand sein wahres Wesen verbergen? Bin ich nicht die Fülle, die Himmel und Erde umfasst?
Ich höre die falschen Prediger sehr wohl, die vorgeben, in meinem Namen zu sprechen, die sich eigene Geschichten ausdenken, anstatt sich an mein Wort zu halten und damit bewirken, dass mein Volk meinen Namen vergisst. Der Träumer soll träumen, wer aber mein Wort hat, der predigt recht. Wer mich recht erkennt, zeigt denjenigen, die meiner bedürfen, was mein Recht ist (Jer 22, 16). Es ist wie mit Stroh und Weizen: Wie bringe ich die Frucht in die Scheuer, anstatt Stroh, das unter meinem Wort verbrennt? Versetzt mein Wort nicht Berge? Darum siehe, ich werde den falschen Predigern, die einander gegenseitig in Ammenmärchen übertrumpfen, aber nicht mein Wort verkünden, einmal zeigen, was mein Recht ist. Sie verführen mein Volk mit ihren Lügen und verantwortungslosen Reden. Sie sind kein Nutzen, sondern Schaden.
Wenn ihr gefragt werdet, was die Last des Herrn sei, dem sagt: Ihr seid die Last des Herrn, ich will euch deshalb abwerfen. Wer mein Recht und meine Gerechtigkeit als Last ansieht, den will ich heimsuchen. Der HERR sagt: Nennt mein Recht und meine Gerechtigkeit nicht mehr „Last des HERRN“. Denn ihr werdet nach eurem Wort gemessen. Einem jeden wird sein Wort eine „Last“ sein, weil ihr die Worte des lebendigen Gottes verdreht.
Und was antwortet ihr den falschen Propheten und Predigern: Weil ihr meine Worte „Last des HERRN“ nennt, obwohl hier geschrieben steht, ihr es lesen könnt, dass ihr das lassen sollt, deshalb will ich euch hinwegnehmen und von meinem Angesicht verwerfen, euch zur ewigen Schmach und Schande.
Lieber Luther, kennen wir diese Wehe-Rufe über die Hirten nicht von Jesus? Sind sie nicht wie seine Wehe-Rufe über die Pharisäer und Schriftgelehrten? Er sagt auch, ich bin nicht gekommen zu trennen, sondern das Wort der Propheten zu erfüllen. Er kann zwischen Berufspropheten und berufenen Propheten unterscheiden.
Oder, lieber Luther: Gilt das überlieferte Wort vielleicht gar nicht mehr? Ist ja Altes Testament, interessiert uns nicht mehr? Es waren nur die alten Hirten gemeint, nicht die jetzigen. Oder: Jesus hat alles aufgehoben, was Gott vorher durch die Propheten gesprochen hat? Oder: Mit der Taufe hebt sich alles vorher von Gott Gesprochene auf, insbesondere die Teile, die von Recht, Gesetz und Geboten, Verpflichtungen, zu haltendem Bund verkünden? Oder: Was getauft ist, ist Christ per se, egal was er treibt und tut und wie gottlos er auch im Herzen ist? Oder: Alles hinweggefegt durch Paulus? Der selbsternannte Apostel bekommt das Gewicht von Gottes Wind, bläst das von den Propheten überlieferte Wort Gottes und Jesu Wort in den Evangelien mit seiner Theologie hinweg? Oder, der Gipfel: Hirten und Schafe meinen eine landwirtschaftliche Betätigung? Alles schon von Berufsgeistlichen gehört. Jeremia gibt Orientierung.
Herzliche Grüße
Deborrah

Segen

Gott sei uns gnädig und segne uns. 
Psalm 67,2
Der HERR segne Dich und behüte Dich.
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über Dir.
Der HERR zeige Dir den Weg, die Wahrheit und das Licht.
Der HERR sei Dir gnädig und bewahre dich vor allem Übel.
Der HERR gebe Dir Frieden.

Ausruhen

Maschine Stopp.
Pause.
Der Lärm des Getriebes hallt nach.
Das Signal ist noch nicht in jedem Winkel angekommen.
Nachzittern.
Reflexartig.
Tempowechsel.
Geschwindigkeit herausnehmen.
Überschüssige Energie ableiten.
Wartungsarbeit.
Hände in den Schoß legen.
Einkehren.
Zur Ruhe kommen.


Morgendusche

Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. 
Jesaja 60,2
Über dir geht auf der Herr und
seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Wie eine Morgendusche im Frühregen.

Takt

Am Tage sendet der HERR seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.
Psalm 42,9
Am Tag wache ich und schlafe doch,
Deine Gute, o Herr, bewahre mich
vor allen Missetaten.
Nachts schlafe ich und wache doch,
meine Seele ist ganz Ohr für Dich.,
so richte sie aus, Herr,
nach deinem Takt.

Neuer Name

Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird.
Jesaja 62,2
Wer überwindet,
dem will ich zu essen geben von dem verborgenen Manna und
will ihm geben einen weißen Stein
und auf den Stein einen neuen Namen geschrieben,
welchen niemand kennt,
denn der ihn empfängt.
(Offenbarung 2, 17)
Wer überwindet,
den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes,
und er soll nicht mehr hinausgehen;
und will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes,
die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott,
und meinen Namen, den neuen.
(Offenbarung 3, 12)

Schilfmeer

Gott ließ das Volk einen Umweg machen und führte es durch die Wüste zum Schilfmeer. 
2.Mose 13,18
Das Schilfmeer ist der Ort,
wohin wir fliehen können,
wenn unsere Feinde uns bedrängen und
uns quer durch die Wüste verfolgen.
Es liegt hinter der Wüste.
Das Schilfmeer ist Gottes Gewässer.
Er schickt den Wind,
der die Wogen sich auftürmen und wieder glätten lässt,
er ebnet den Weg vor uns,
damit wir in die Zukunft gehen können,
er schneidet ab von uns,
was uns dabei hinderlich ist,
den inneren und äußeren Feind.
Wer durch die Wüste geht,
wird im Schilfmeer nicht ertrinken.

Gebet des Jeremia

HERR, DU sprichst:
Verflucht ist der Mensch,
der sich auf Menschen verlässt und
denkt, seine Kraft liege in ihm selbst,
der nicht versteht,
dass alles Leben von DIR kommt
und in seinem Herzen
dich nicht erkennt.
Er ist wie die Heide in der Wüste,
mit kurzer Blüte,
ohne tiefe Wurzeln.
Den Tröster wird er nicht sehen,
er wird in der Wüste bleiben,
verdorren in unfruchtbaren Land,
in dem kein Überleben ist.
Gesegnet aber ist der Mensch,
der sich auf DICH verlässt und
dessen Zuversicht DU bist.
Er ist wie ein Baum,
am Wasser gepflanzt,
tief verwurzelt an DEINEM Wasserlauf.
Er fürchtet die Hitze nicht,
denn seine Blätter bleiben grün,
und selbst wenn eine Dürre kommt,
braucht er sich nicht zu sorgen,
denn er trägt immer Frucht.
Das Herz des Menschen ist trotzig und verzagt.
DU prüfst Herz und Nieren,
gibst jedem nach seinem Tun,
nach der Frucht seiner Werke.
Gleich wie sich ein Vogel über die Eier setzt
und sie nicht ausbrütet,
so ist der Mensch,
der das Falsche sammelt.
Er bringt keine Frucht in die Scheuer,
sondern verschwendet seine Zeit mit der Spreu.
Alle, die sich auf sich anstatt auf den HERRN verlassen,
müssen am Ende den Tod sehen,
da sie nicht am Wasser bauen.
Ich, DEIN Hirte, sage es ihnen
und drücke mich nicht,
auch wenn sie mich dafür verspotten.
HERR, DEIN Wort,
das ich predige,
ist recht vor DIR und
sie glauben es mir nicht.
DU bist meine Hoffnung,
auf DICH vertraue ich.
Hilf DU mir, so ist mir geholfen,
denn DIR diene ich zur Ehre,
DEIN Wort verkünde ich,
wie DU es in mich gepflanzt hast und
in mir wachsen lässt.
Heile meine Wunden, o HERR,
die sie mir geschlagen haben,
so werde ich heil.
Amen.
(nach Jeremia 17)
Frucht bringen

Arme Reiche

Ich will aufschrecken die Leute, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und sprechen in ihrem Herzen: Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun.
Zefanja 1,12
Diejenigen, die nur auf sich vertrauen,
die meinen, sie seien reich,
weil sie weltliche Reichtümer gesammelt haben,
werden einst erkennen,
wie arm sie sind,
weil sie auf die falschen Reichtümer gesetzt haben.