Klagelieder

So mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dir gebiete. 
Jeremia 1,17
Mache dich auf,
rede zu ihnen alles,
was ich dich gelehrt habe;
verzage nicht vor ihnen,
damit ich dich nicht vor ihnen verzagt mache.
Klagelieder.

Ort Gottes

Jakob sprach: Lasst uns nach Bethel ziehen, dass ich dort einen Altar errichte dem Gott, der mich erhört hat zur Zeit meiner Trübsal und mit mir gewesen ist auf dem Wege. 
1.Mose 35,3
Verlangsame deinen Schritt und
wende deine Augen nach Beth’El.
Du musst nicht weit laufen,
du musst in dich gehen,
um den Ort Gottes zu finden.
Wenn er sich offenbart
baust du ihm freiwillig einen Altar.
Übrigens:
Beth’el – der Ort des Herrn,
hieß vormals Lus – Mandelbaum.
Die Stadt an der Biegung,
der Ort, zu dem wir die Kurve bekommen sollten.
(1.Mos 28, 19)

Zerstreutes Volk

Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist! 
Psalm 144,15
Wenig sind verblieben, o Gott,
von deinem Volk und
die Verbliebenen sind zerstreut,
in der Fremde und unter Kannibalen
sehnsüchtig auf den Tag wartend,
an dem du sie wieder sammelst
und ihre Leiden heilst.

Ascherabilder

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 
2.Mose 20,7
Wer Gott im Mund führt,
„dein Wille geschehe“,
aber den eigenen Willen meint,
hebt das eigene Ascherabild in die Höhe.
Dieser selbst ausgeschmückte Abgott
wird früher oder später,
in sich zusammenstürzen
und zu Staub werden.

… und ließ das Ascherabild aus dem Hause des HERRN führen hinaus vor Jerusalem an den Bach Kidron und verbrannte es am Bach Kidron und machte es zu Staub (2.Könige 23, 6)

Wimpernschlag

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Psalm 31,16
Gute Zeiten,
schlechte Zeiten,
Wartezeiten,
Anfang,
Ende,
Übergang.
Alles nur ein Hauch von einem Wimpernschlag in der unendlichen Weite der Ewigkeit. Da können wir ganz gelassen bleiben.

Brot

Ihr sollt Brot die Fülle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen.
3.Mose 26,5
Dein Brot gib uns, o HERR,
damit wir nicht hungern müssen und
von deinem Wort jeden Tag satt werden,
aber nicht übersättigt,
so dass wir jeden Tag Appetit auf dich haben.

Ordnung ohne Ordnung

Es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR. 
Jeremia 31,34
Denn siehe, wenn alle Ordnungen vergehen werden,
wenn Sonne, Mond und Sterne vergangen sind,
vergeht auch die Ordnung,
die ich euch gegeben habe.
An dem Tag will ich mit euch einen neuen Bund machen
und mein Gesetz in euer Herz schreiben
und euch seinen Sinn enthüllen.
Keiner braucht mehr den anderen belehren,
alles wird offenbar sein,
Ordnung ohne Ordnung.
Dann will ich euch eure Missetaten vergeben und
eurer Sünden nicht mehr gedenken,
denn alles wird vergangen sein
und einen neuen Namen haben.
(Jer 31, 31-36)

Arme Reiche

Ich will aufschrecken die Leute, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und sprechen in ihrem Herzen: Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun.
Zefanja 1,12
Diejenigen, die nur auf sich vertrauen,
die meinen, sie seien reich,
weil sie weltliche Reichtümer gesammelt haben,
werden einst erkennen,
wie arm sie sind,
weil sie auf die falschen Reichtümer gesetzt haben.

Gastfreundschaft

Der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm stille alle Welt! 
Habakuk 2,20
Nur wenn unser inneres Plappern aufhört,
wir gastfreundlich sind,
Gott zu uns einladen,
ohne uns aufzudrängen,
unsere inneren Türen öffnen,
damit er Raum in uns hat,
hören wir seine Stimme.

Werke

Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken. 
1.Mose 2,3
Gott ruhte am siebten Tag,
nachdem er alles geschaffen hatte,
weil er sah, dass all seine Werke gut waren,
die Welt noch vollkommen.
Dann setzte sich der Mensch ins Werk.
Seither ruht Gott nicht mehr,
um uns wieder in die
Vollkommenheit zu bringen.

Friedefürst

Seid nicht halsstarrig, sondern gebt eure Hand dem HERRN und kommt zu seinem Heiligtum.
2.Chronik 30,8
Seine ausgestreckte Hand,
die wir ignorieren,
seine offene Tür,
durch die wir nicht gehen,
der Friedefürst in uns,
den wir bekriegen.
O du blindes
stures Volk!

Rechten

Unsre Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht. 
Psalm 90,8
Lieber Gott,
es ist ein Glück für uns,
dass du all unsere Missetaten
und heimlichen Vergehen
vor deine Augen stellst.
Keiner kann es verhindern,
soviel sie es auch leugnen
und verdrängen.
Sie richten dich,
weil du mit uns rechtest.
Sie verstehen nicht,
welch Tag der Erleichterung es sein wird,
wenn alles ausgesprochen ist
und heilen kann.
Sie verstehen nicht,
was für ein Glück das für sie ist.
Sie denken,
der Schemel existiert nicht.
Es wird ein Erwachen geben.

Druck

Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken.
3.Mose 19,13
Jeden Nächsten zu lieben, wie sich selbst,
ist ein schweres Gebot,
wer kann es ausnahmslos halten?
Oder: wer kann es überwiegend halten?
Selbstlose Liebe kann man nicht zwingen und erzwingen
und soll es auch nicht.
Selbstlose Liebe schenkt sich von selbst
und bedrückt sich nicht selbst.
Du sollst deinen Nächsten wie dich selbst nicht bedrücken,
Luft zum Atmen geben,
nicht einschnüren,
nicht unter Druck setzen.