Neuer Tag

Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen. 
Sacharja 6,15
Wie weit entfernt von Gott ein Mensch auch ist,
eines Morgens,
wenn der neue Tag anbricht,
wird er sich aufmachen
und ein Stein in Gottes Haus werden.

Ewiger Tag

Man soll nicht mehr von Frevel hören in deinem Lande noch von Schaden oder Verderben in deinen Grenzen, sondern deine Mauern sollen »Heil« und deine Tore »Lob« heißen. 
Jesaja 60,18
Wenn alles in dir singt,
alles außerhalb von dir
nach Friede, Freude, Liebe klingt,
dann steht der Tag vor dir,
der niemals mehr verrinnt.

Gebote und Weisungen

Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und hüte meine Weisung wie deinen Augapfel. 
Sprüche 7,2
Gebote, die uns durch Boten gegeben sind.
Weisungen, die von einem weisen Gott kommen.
Folgen wir nicht dem, was die Boten uns gesagt haben,
folgen wir nicht der Botschaft des weisen Gottes.
Hüte Weisungen und Gebote wie deinen Augapfel,
lerne sie lesen, damit du nicht blind bleibst,
sondern lebst in Ewigkeit.

Namen

Der HERR verstößt sein Volk nicht um seines großen Namens willen. 
1.Samuel 12,22
Der HERR verstößt nicht,
er verzeiht,
ist barmherzig,
nicht um unseretwillen, sondern
um seines Namens willen,
um Jesu Namen willen.
Er setzt Zeichen seiner Herrlichkeit,
nicht zu unserer Herrlichkeit.

Zukunft

ch weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.
Jeremia 29,11
Alles was ist,
ist von dir, o Gott, vorgedacht.
Friede und Freude,
das Land deiner Zukunft.
Eine kleine Weile noch…

Erhöhung

Gott erhöht die Niedrigen und hilft den Betrübten empor.
Hiob 5,11

Hiob hat es erfahren:
Gott erniedrigt und erhöht die Erniedrigten,
er hilft den Betrübten wieder empor.
Auch die Hiobs in heutigen Tagen
können das erfahren.
Sie müssen sich dazu nur auf Gott einlassen.

Fundament

Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsers Heils!
Psalm 95,1
Der Fels unseres Heils
Ist unser Fundament,
der unverrückbare Grund,
auf dem wir stehen und
der nicht wankt,
wie sehr der Boden
unter unseren Füßen
auch bebt.

Lippenbekenntnisse

HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen!
Psalm 141,3

Will Böses aus meinem Mund
Herr, schenke mir ein Mundpflaster.
Will Dein Wort aus meinem Mund,
Herr, schenke mir deine Wahrheit.

Aufmunterung

Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen.
Psalm 118,17

Ich werde nicht sterben, sondern leben und
des HERRN Werke verkünden.
Das klingt wie eine Aufmunterung.
Danke, lieber Gott.

Rebekka

Lieber Luther,

lang hat es gedauert, bis ich zu meiner ganz persönlichen Jahreslosung 2014 gefunden habe. Die Jahreslosung 2013 lass ich hinter mir, sie hat mir genug Sturm gebracht und Wasser schlucken lassen. Eigentlich steht die Losung schon länger im Raum, es hat mir nur nicht gedämmert, was mir da ins Haus steht:
Haltet mich nicht auf, denn Gott hat Gnade zu meiner Reise gegeben (1.Mose 24,56)
Ich habe diesen Spruch an das Ende meines Nachrufs auf meinen Vater gesetzt. Der Predigttext dieser Trauerfeier beinhaltete – zu meiner Überraschung – meinen Konfirmationsspruch. Lebensreisen, die sich kreuzen. Grund genug, achtsam zu sein.
Der Schlusspunkt unter den Nachruf auf das Leben meines Vaters, ist eigentlich ein Ausgangspunkt, ein Anfang, der Anfang einer Reise, für ihn und für mich.
Abraham sendet Elieser, seinen ältesten Diener und Verwalter, auf die etwa 650 km lange Reise, um bei seiner Verwandtschaft um eine Frau für seinen Sohn Isaak zu werben. Der Bote weiß nicht, wer es sein soll und wie er die Frau finden soll. So bittet Elieser, der auf Gott vertraut, Gott um ein Zeichen: Diejenige, die auf seine Bitte hin, ihm am Brunnen zu trinken geben wird und auch noch unaufgefordert die Kamele tränkt, die soll es sein. Lass es geschehen und erweise deine Gnade, betet Elieser. Er trifft Rebekka am Brunnen und es geschieht, worum er gebeten hat.
Die Brüder und die Mutter zögern, wissen nicht so recht, ob das für Rebekka das Richtige ist. Rebekka zögert nicht, will einen Schlussstrich, einen neuen Anfang: Ich will gehen, gleich. Sie geht in eine ungewisse Zukunft, sie weiß nicht wirklich, auf was sie sich einlässt. Aber, tief in ihrer Seele weiß sie, dass es richtig ist, was sie tut. Deshalb duldet sie auch keinen Aufschub: Haltet mich nicht auf. Sie weiß, was sie weiß und was sie will. (1.Mose 24)
Rebekka, die Energische, Rebekka, die Zupackende, Rebekka, die Kraftvolle. Sie weiß nicht, dass sie einem entgegen geht, der schon gebrochen ist. Dass sie das Korsett, das Rückgrat, die Energie ist, die er braucht, um weiter zu gehen. Sie weiß noch nicht, dass sie 20 Jahre warten muss, bis sie Kinder bekommt. Sie weiß noch nicht, dass ihr Mann früh erblindet, noch nichts von ihrem Betrug an ihrem Ehemann, noch nichts von ihren Enkeln, die ein Massaker anrichten, weil sie denken, ihre Schwester sei vergewaltigt worden. Vielleicht hätte sie, wenn sie gewusst hätte, was denn so alles noch kommt, doch gezögert. Deshalb ist es gut, wenn wir nicht wissen, was kommt. Es lässt uns weiter gehen, wenn wir es für richtig in uns fühlen, unbelastet der Last und des Leids, das da kommen mag.
Rebekka geht nicht alleine. Mit ihr ging Debora, ihre Amme. Die Frau, die sie gesäugt hatte, die sie mit der Muttermilch aufgesogen hatte, der Mutterersatz. Debora war immer für sie da, Debora gab Rat, Debora verhütete, was zu verhüten war. Sie verhütete nicht, dass Rebekka Jakob dazu anleitete, sich vor seinem Vater Isaak als Erstgeborenen auszugeben, wo es doch sein Zwillingsbruder Esau war. Das ist der Fingerzeig, den Gott gibt. Nicht was irdisches Recht ist, zählt, sondern was Gottes Wille ist. Esau und Jakob wuchsen beide im Mutterleib, parallel, gleichberechtigt. Die Gesetze der Gesellschaft haben sie zu Ungleichberechtigten gemacht. Gott hat eingegriffen und ein Zeichen gesetzt: Eure Gesetze sind null und nichtig, allein meine Gesetze zählen. Nach meinem Gesetz ist Jakob der Erstgeborene. Aber, ich will die List und Tücke nicht dulden, die ihm dieses irdische Recht verschafft hat, so muss er Buse tun, viele Jahrzehnte, um sein Unrecht an seinem Vater zu tilgen. Rebekka sieht ihren Lieblingssohn nach dessen Flucht nie wieder.
Das alles änderte nichts daran, dass Gott Jakob eine besondere Erwählung gab. Das Unrecht, das Rebekka getan hat, an ihrem Mann und an ihren Söhnen, nach geltendem Recht, in ihrer Gesellschaft, ändert nichts daran, dass sie trotzdem mit Gottes Segen in Gottes Willen handelte. Gott hat Gnade zu der Reise gegeben. Was scheinbar Unrecht ist, kann vor Gott Recht sein. Rebekka wandelte in all dem Zwiespalt zwischen Recht und Unrecht dennoch sicher. Debora war ihr Korrektiv. Debora nahm sie in den Arm und weinte mit ihr, wenn es kein Weiter zu geben schien, Debora tröste, Debora fand die Worte, die Rebekka weiter gehen ließen. Debora war die Frau im Hintergrund, die nur zwei Mal erwähnt ist. Am Ausgangspunkt, wenn sich Rebekka auf die Reise einlässt, und am Endpunkt, wenn Debora begraben wird an an der Träneneiche, an der Klageeiche. Immer im Hintergrund, kaum einer Erwähnung wert, aber dennoch immer im Vordergrund. Sie starb in Bethel, dem Ort, an den Gott Jakob geschickt hatte, um einen Altar für ihn zu errichten. Mit Debora verschwindet auch Rebekka aus dem Gesichtsfeld. Am Ende hatte sie alles verloren, was ihr lieb und teuer war. Und doch: Gott hat Gnade zu der Reise gegeben.
Lieber Luther, haltet mich nicht auf, Gott hat Gnade zu dieser Reise gegeben. Für mich ist es meine persönliche Jahreslosung 2014. Wohin ich aufbreche in dieses neue Jahr, weiß ich nicht. Halten wir es mit Elieser und bitten um Gnade für diese Reise.
Herzliche Grüße
Deborrah

Fehlende Demut

Ein jeder gebe, was er geben kann nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, beschieden hat.
5.Mose 16,17

Ja, lieber Gott,
leider wollen wir immer mehr oder nicht das,
was du uns beschieden hast.
Fehlende Demut.
Ausgangspunkt allen Leides.

Treue

Du sollst nicht ehebrechen.
2.Mose 20,14

Mein Gott,
der einzige Bund, der zählt,
der einzige verlässliche,
ist der ewige Bund mit dir.
Ich will ihn nicht brechen,
gib, dass ich ihn nie breche,
verlass mich nicht.

Stachel im Fleisch

Der HERR liebt Gerechtigkeit und Recht.
Psalm 33,5

Gerechtigkeit und Recht.
Das ist der Stachel im Fleisch unseres Wohlbefindens.
Ahnen wir doch,
wissen wir doch,
wir werden diesem Maßstab niemals gerecht.

Demütigung

Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen?
2.Mose 10,3

Demütigen hat etwas mit Demut zu tun.
Man kann sich vor anderen demütigen,
vor sich selbst,
vor dir, o Gott.

Uns gegenseitig demütigen?
Schaffen wir Menschen problemlos.
Das ist Teil unserer bösen Seite.

Sich vor sich selbst demütigen?
Manchmal denken wir, das tun zu müssen,
weil du, o Gott, es von uns verlangst.
„Stell dich zurück und ordne dich unter“, hallt es dann in uns
und wir stellen alle inneren Bedenken zurück, weil wir glauben,
dass wir tun, was du, o Gott, von uns verlangst.
Wenn es sich dann herausstellt, dass ich mich wohl verhört habe,
wie schäme ich mich dann vor mir und vor dir, o Gott, für meine Anmaßung.

Uns vor dir demütigen?
Heißt in Demut deinen Willen annehmen,
auch auf die Gefahr hin,
uns zu demütigen,
vor anderen Menschen, vor uns selbst und vor dir.

Ecksteine

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.
Psalm 118, 22-23

Auf Ecksteine bauen wir unser Haus.

Wenn der Eckstein schief sitzt, wird das Haus schief,
Wenn der Eckstein nicht passt, wird gar kein Haus.
Wenn der Eckstein falsch gewählt ist, fällt das Gebäude schnell in sich zusammen.

Die Wahl des Ecksteins entscheidet, ob wir an dem Haus Freude haben werden.
Mit der Auswahl tun wir uns mitunter schwer.
Was ist der Maßstab, den wir anlegen?
Schauen wir nur auf die geglättete Oberfläche?
Oder nehmen wir einen Stein mit Ecken und Kanten?

Ecken und Kanten halten oft besser zusammen als glatte Oberflächen,
Das Verkanten ist in diesem Fall Teil des Bauplans und
es sieht sich wie ein Wunder an,
wie die nicht normierten Oberflächen doch wie angegossen zusammenpassen.

Jesus hat nur ein paar Jahre öffentlich gewirkt, ein bis drei Jahre wird diskutiert.
Wer hätte damals gedacht, dass der spleenige Zimmermann Eckstein einer Weltkirche wird, dass Gott sein Haus auf diesen Außenseiter baut?
Auf einen, der für diesen Hausbau nur so kurze Zeit hatte?
Zimmermann hatte er ja gelernt, aber er musste auch die richtigen Steine für seinen Bau wählen, abseits aller Norm und äußeren Scheins.
Er hatte einen Bauplan, den er sich nicht von angeblichen Fachleuten hat zerreden lassen.

Das kann nur ein Wunder sein.
Kein Zweiter hat in so kurzer Zeit so nachhaltig gebaut.

Taube, Stumme und Blinde

Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten.
3.Mose 19,14

Denn der Taube kann nichts dazu,
dass er nicht hören kann.
Der Stumme hat nicht gelernt zu beten.
Der Blinde kann nichts dafür,
dass er nicht sieht.

Wer einem Kranken
seine Krankheit zum Vorwurf macht,
tritt Gottes Gnade mit Füßen,
der muss Gott fürchten,

aber nicht der Taube,
nicht der Stumme,
nicht der Blinde.

Ihnen gehört Gottes Vergebung.

Guter Onkel

Ich bin, ehe denn ein Tag war, und niemand ist da, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will’s wenden?
Jesaja 43,13

Ich wirke.
Ja.
Aber kaum einer glaubt es.
Kaum einer akzeptiert es.

Wer will’s wenden?
Wer kann aus deiner Hand erretten?
Niemand.

Aber es wird nicht als dein Wirken erkannt.
Entgegen allem was in der Bibel steht.
Man hebt dich gern in den Himmel,
dabei bist du mitten unter uns.

Man hat dich lieber als guten Onkel
nach unserem Willen, Gutdünken und Maßstäben,
denn als Gott nach deinem Recht und Willen

Wir denken dich als guten Gott dort und
alles Schlechte auf Erden ist der Mensch hier,
aber nicht du.

Nach wessen Willen wurde dein Volk nach Ägypten verschleppt
und in die babylonische Gefangenschaft geführt?
Nach wessen Willen musste Jesus sterben?

Wo bist du, wenn nicht im Menschen hier?
Wo willst du wirken, wenn nicht im Alltäglichen hier?
Wer will dein Wirken nach dem eigenen höchst beschränkten Maßstab beurteilen?

Demut vor dir ist die Stärke der Menschen nicht.
Ich danke dir für dein
Ich wirke, wer will’s wenden.

Demut

Den Demütigen wird der HERR Gnade geben.
Sprüche 3,34

Demut – welch ein scheinbar unmodernes Wort.
Was heißt es?
Sich zu lassen,
sich Gott zu überlassen,
anzuerkennen, dass ich,
was ich bin,
nur durch ihn bin.
Es braucht Mut zur Demut.