Sacharja 6,15
eines Morgens,
wenn der neue Tag anbricht,
wird er sich aufmachen
und ein Stein in Gottes Haus werden.
Gott erhöht die Niedrigen und hilft den Betrübten empor.
Hiob 5,11
Hiob hat es erfahren:
Gott erniedrigt und erhöht die Erniedrigten,
er hilft den Betrübten wieder empor.
Auch die Hiobs in heutigen Tagen
können das erfahren.
Sie müssen sich dazu nur auf Gott einlassen.
HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen!
Psalm 141,3
Will Böses aus meinem Mund
Herr, schenke mir ein Mundpflaster.
Will Dein Wort aus meinem Mund,
Herr, schenke mir deine Wahrheit.
Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen.
Psalm 118,17
Ich werde nicht sterben, sondern leben und
des HERRN Werke verkünden.
Das klingt wie eine Aufmunterung.
Danke, lieber Gott.
Lieber Luther,
Ein jeder gebe, was er geben kann nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, beschieden hat.
5.Mose 16,17
Ja, lieber Gott,
leider wollen wir immer mehr oder nicht das,
was du uns beschieden hast.
Fehlende Demut.
Ausgangspunkt allen Leides.
Du sollst nicht ehebrechen.
2.Mose 20,14
Mein Gott,
der einzige Bund, der zählt,
der einzige verlässliche,
ist der ewige Bund mit dir.
Ich will ihn nicht brechen,
gib, dass ich ihn nie breche,
verlass mich nicht.
Der HERR liebt Gerechtigkeit und Recht.
Psalm 33,5
Gerechtigkeit und Recht.
Das ist der Stachel im Fleisch unseres Wohlbefindens.
Ahnen wir doch,
wissen wir doch,
wir werden diesem Maßstab niemals gerecht.
Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen?
2.Mose 10,3
Demütigen hat etwas mit Demut zu tun.
Man kann sich vor anderen demütigen,
vor sich selbst,
vor dir, o Gott.
Uns gegenseitig demütigen?
Schaffen wir Menschen problemlos.
Das ist Teil unserer bösen Seite.
Sich vor sich selbst demütigen?
Manchmal denken wir, das tun zu müssen,
weil du, o Gott, es von uns verlangst.
„Stell dich zurück und ordne dich unter“, hallt es dann in uns
und wir stellen alle inneren Bedenken zurück, weil wir glauben,
dass wir tun, was du, o Gott, von uns verlangst.
Wenn es sich dann herausstellt, dass ich mich wohl verhört habe,
wie schäme ich mich dann vor mir und vor dir, o Gott, für meine Anmaßung.
Uns vor dir demütigen?
Heißt in Demut deinen Willen annehmen,
auch auf die Gefahr hin,
uns zu demütigen,
vor anderen Menschen, vor uns selbst und vor dir.
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.
Psalm 118, 22-23
Auf Ecksteine bauen wir unser Haus.
Wenn der Eckstein schief sitzt, wird das Haus schief,
Wenn der Eckstein nicht passt, wird gar kein Haus.
Wenn der Eckstein falsch gewählt ist, fällt das Gebäude schnell in sich zusammen.
Die Wahl des Ecksteins entscheidet, ob wir an dem Haus Freude haben werden.
Mit der Auswahl tun wir uns mitunter schwer.
Was ist der Maßstab, den wir anlegen?
Schauen wir nur auf die geglättete Oberfläche?
Oder nehmen wir einen Stein mit Ecken und Kanten?
Ecken und Kanten halten oft besser zusammen als glatte Oberflächen,
Das Verkanten ist in diesem Fall Teil des Bauplans und
es sieht sich wie ein Wunder an,
wie die nicht normierten Oberflächen doch wie angegossen zusammenpassen.
Jesus hat nur ein paar Jahre öffentlich gewirkt, ein bis drei Jahre wird diskutiert.
Wer hätte damals gedacht, dass der spleenige Zimmermann Eckstein einer Weltkirche wird, dass Gott sein Haus auf diesen Außenseiter baut?
Auf einen, der für diesen Hausbau nur so kurze Zeit hatte?
Zimmermann hatte er ja gelernt, aber er musste auch die richtigen Steine für seinen Bau wählen, abseits aller Norm und äußeren Scheins.
Er hatte einen Bauplan, den er sich nicht von angeblichen Fachleuten hat zerreden lassen.
Das kann nur ein Wunder sein.
Kein Zweiter hat in so kurzer Zeit so nachhaltig gebaut.
Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten.
3.Mose 19,14
Denn der Taube kann nichts dazu,
dass er nicht hören kann.
Der Stumme hat nicht gelernt zu beten.
Der Blinde kann nichts dafür,
dass er nicht sieht.
Wer einem Kranken
seine Krankheit zum Vorwurf macht,
tritt Gottes Gnade mit Füßen,
der muss Gott fürchten,
aber nicht der Taube,
nicht der Stumme,
nicht der Blinde.
Ihnen gehört Gottes Vergebung.
Ich bin, ehe denn ein Tag war, und niemand ist da, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will’s wenden?
Jesaja 43,13
Ich wirke.
Ja.
Aber kaum einer glaubt es.
Kaum einer akzeptiert es.
Wer will’s wenden?
Wer kann aus deiner Hand erretten?
Niemand.
Aber es wird nicht als dein Wirken erkannt.
Entgegen allem was in der Bibel steht.
Man hebt dich gern in den Himmel,
dabei bist du mitten unter uns.
Man hat dich lieber als guten Onkel
nach unserem Willen, Gutdünken und Maßstäben,
denn als Gott nach deinem Recht und Willen
Wir denken dich als guten Gott dort und
alles Schlechte auf Erden ist der Mensch hier,
aber nicht du.
Nach wessen Willen wurde dein Volk nach Ägypten verschleppt
und in die babylonische Gefangenschaft geführt?
Nach wessen Willen musste Jesus sterben?
Wo bist du, wenn nicht im Menschen hier?
Wo willst du wirken, wenn nicht im Alltäglichen hier?
Wer will dein Wirken nach dem eigenen höchst beschränkten Maßstab beurteilen?
Demut vor dir ist die Stärke der Menschen nicht.
Ich danke dir für dein
Ich wirke, wer will’s wenden.
Den Demütigen wird der HERR Gnade geben.
Sprüche 3,34
Demut – welch ein scheinbar unmodernes Wort.
Was heißt es?
Sich zu lassen,
sich Gott zu überlassen,
anzuerkennen, dass ich,
was ich bin,
nur durch ihn bin.
Es braucht Mut zur Demut.