Antworten

Warum willst du mit Gott hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man’s nicht. 

Hiob 33,13-14

Gott gibt Antworten.

Wir mögen sie nur meistens nicht hören

und noch weniger folgen.

Verständigkeit

Der HERR spricht: Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören. 
Psalm 91,15

Wir können Gott nicht überhören;
wir können höchstens seine Stimme ignorieren.
Gott lässt sich durch unser Verhalten nicht aufhalten.
Er findet einen Weg, seinen Willen sich erfüllen zu lassen.
Ob wir das wertschätzen,
hängt vom Grad unserer Verständigkeit ab.

Ehrenplatz

Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde. 

Psalm 32,5

Sünden muss man nicht büßen,

sondern ehrlich bekennen.

Wer ehrlich bekennt, kehrt um.

Jeder, der umkehrt,

bekommt bei Gott  einen Ehrenplatz.

Vordergrund

Der HERR wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht ewig verloren sein. 
Psalm 9,19
Alles hat seinen Sinn.
Auch das vordergründig Sinnlose.
Demütig sich fügen,
sich mit dem Alltag begnügen,
mag er noch so schmerzvoll sein.
Irgendwann verschwindet der Vordergrund
im tiefen Grund.

Worte

Der HERR war mit Samuel und ließ keines von allen seinen Worten zur Erde fallen. 
1.Samuel 3,19
Worte, die Frucht bringen.
Worte, wie Spreu.
Worte, im Dazwischen.
Worte, die heilen.
Worte, die fehlen.
Worte, die belanglos sind.
Wortarme Fülle.
Wortreiche Wortlosigkeit.
Wortstarke Heuchelei.
Gott hört jedes Wort.

Davids Rat

Und du, mein Kind,
erkenne deinen Gott und
diene ihm mit ganzem Herzen und
mit williger Seele.
Denn der HERR sucht alle Herzen und
versteht aller Gedanken Dichte.
Wirst du ihn suchen, so wirst du ihn finden;
wirst du ihn aber verlassen,
so wird er dich verwerfen ewiglich.

So siehe nun zu;
denn der HERR hat dich erwählt,
dass du sein Haus baust zum Heiligtum.
Sei getrost und mache es.

(nach 1.Chronik 28, 9-10)

Lichte Dichte

Krieg und Frieden

Wer den Harnisch anlegt, soll sich nicht rühmen wie der, der ihn abgelegt hat. 
1.Könige 20,11

Entspannen,  
hinnehmen,
überstrapazieren,
überspannen.

Krieg und Frieden.
Luft lassen oder einschnüren.
Leben oder sterben.
Der Mensch stranguliert sich selbst.

Überraschungen

Wahrlich, es hat Israel keine andere Hilfe als am HERRN, unserm Gott. 

Jeremia 3,23

Mensch ist nicht verlässlich.

Am meisten überraschen wir uns oft selbst.

So flehe ich zu dir, o Gott,

berge mich in dir,

damit ich dich und mich nicht verlier.

Wunder

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder.
Psalm 9,2

Wenn von Wundern die Rede ist,
runzelt sich die Stirn,
da gedachte wird,
Wunder ließen sich mit Verstand fassen.

Jeden Tag von ganzem Herzen,
ehrlich und aufrichtig,
danken zu können,
ist ein Wunder,
doch kann man es
mit Verstand fassen?

Neues

Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?
Jesaja 43,18-19
Das Frühere, das in den Köpfen herumspukt,
das Vorige, das belastet,
das Neue, das lockt:
der neue Name,
das neue Leben,
die neue Stadt.
HERR, lass das Neue anbrechen.

Reisen

Wir demütigen uns vor unserm Gott, um von ihm eine Reise ohne Gefahren zu erbitten. 

Esra 8,21

Eine Reise ohne Gefahren, gibt es das?

Unsere Lebensreise ist voller Gefahren , bewußte oder unbewußte.

Wir bitten dich, o Gott, zeige uns den Weg,

geleite uns mit deinem Segen.

Meistens spuken wir dir dann doch noch in  die Suppe.

Davids Gebet

Herr Gott,
wer bin ich und
was bin ich,
dass du mich hierher gebracht hast?
Du bist nicht nur im Hier,
du bist auch meine Verheißung.
Du hast mit nach Menschenweise angesehen,
du, der in der Höhe wohnst,
bist in meine Niederungen herunter gestiegen.
Was kann ich zu dir sagen?
Du machst mich herrlich,
du erkennst mich,
um meinetwillen und
um deinetwillen.
Du bist gekommen,
um mich zu erlösen.
Das Wort, das du zu mir geredet hast, geschehe,
dein Name sei offenbar in mir.
Denn du, mein Gott, hast mir das Ohr geöffnet,
damit ich höre,
dass du in mir wohnen willst,
dass du mich suchst.
Darum bete ich,
darum habe ich den Mut gefunden,
dich in mir wohnen zu lassen,
deiner Stimme zu folgen.
So segne mich, o HERR,
dass dein Haus in mir
eine würdige Wohnung für dich ist.
Denn was du segnest, HERR,
das ist gesegnet in Ewigkeit.
(nach 1.Chronik 17, 17-27)
Fruchthaus

Seele

Als die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und diene dem HERRN, deinem Gott. 
1.Könige 2,1-2.3
Alles Weltliche wird zu Staub.
Bei denjenigen, die nicht glauben,
dass ihre Seele zu Gott aufsteigt oder
die meinen, keine Seele zu haben,
was dann auch der Fall ist,
bleibt nichts als Staub.
Sie fahren ins Nichts
der Finsternis der Grube.

Verirrungen

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 
2.Mose 20,2
Die Reise aus der Fremde ist lang,
die Anfechtungen unterwegs sind groß,
immer wieder verirren wir uns und
verpassen die Abzweigung in das gute Land.

König

Der HERR ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind.
Psalm 97,1
Der HERR ist König.
Anerkennen mögen das uneingeschränkt nur wenige.
Das hieße, die eigenen Königreiche verlassen.
Das hieße, den Platz an der Stirnseite der Tafel freilassen.
Das hieße, „Dein Wille geschehe“ anstatt „Mein Wille geschehe“.
Das hieße, andere glänzen lassen anstatt sich selbst.
Das hieße, dienen anstatt regieren.

Fromm

Ist’s nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.
1.Mose 4,7
Fromm sein,
ist nicht Form,
sondern Lebensinhalt,
Das wird oft verwechselt.

Morgengrauen

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 
1.Könige 19,7
Das Leben gibt kein Pardon.
Steh auf und iss.
Du hast einen langen Weg vor dir.
So ist es.
Ob man will oder nicht.

Auf, der Morgen graut.