Tränen

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben. 

Psalm 126,5-6

Tränen sind Wasser,

Tränen sind Salz,

ohne Wasser und Salz gedeiht kein Same,

wächst keine Frucht.

Ewiger Sonnenschein auf Erden lässt

verdursten und verwelken.

Hand in Hand

Sei du selbst mein Bürge bei dir – wer will mich sonst vertreten?
Hiob 17,3
Meine Hand in deine Hand, o Gott,
ineinander geschlungen zum ewigen Bund,
verwoben zum Zeugnis deiner Erkenntnis.
Wer ist es sonst, o Gott, der in meine Hand einschlagen wird?

Sonntagsspaziergang

Ich habe mir heute einen Sonntagsspaziergang gegönnt.
An den letzten kann ich mich nicht erinnern,
solange ist er her.
Die Vögel haben mich hinaus getrieben.
Bei ihnen stehen die Zeichen auf Frühling,
man hört es, an ihrem aufgeregten Geplauder.
Ich bin an einen meiner Lieblingsorte gewandert,
das ganze letzte Jahr war ich nicht da.
Irgendwie hat was gefehlt.
Am Himmel: Dramatik
Himmelsdramatik

Aufrichtigkeit

Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. 

1.Chronik 29,17

Aufrichtigkeit des Herzens,

Aufrichtigkeit des Gebens,

Aufrichtigkeit des Handelns.

Gebilde der Gedanken der Herzen.

Feigenkunde

Ich will sie gnädig ansehen und will sie bauen und nicht verderben, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen. 
Jeremia 24,6

Ich will dich ansehen,
mit prüfenden Blick,
gute oder schlechte Feige?
In meinem Garten wachsen nur gute Pflanzen.
Verdorbene Feigen gedeihen dort nicht.

Gerechtigkeit

Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. 
Jesaja 11,2
Ein Reis wird aufgehen, aus dem Stumpf Isais,
auf ihm wird ruhen der Geist der HERRN:
der Geist der Weisheit,
der Geist des Verstandes,
der Geist des Rates,
der Geist der Stärke,
der Geist der Erkenntnis,
der Geist der Furcht des HERRN.
Er wird nicht richten nach dem Sehen seiner Augen,
und nicht Recht sprechen nach dem Hören seiner Ohren,
er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit,
und den Demütigen des Landes Recht sprechen in Geradheit.
Er wird die Erde schlagen mit der Rute seines Mundes,
und mit dem Hauch seiner Lippen den Gesetzlose töten.
Und Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein, und
die Treue der Gurt seiner Hüften.
(Jes 11, 1-5)
Wer fürchtet diesen Gott?
Wer hat Angst vor seiner Gerechtigkeit?
Er bewegt alles im Wort.
Nehmt es.
Esst es.
Alle Propheten verkünden es.
Alle die gleiche Botschaft.
Erkennt euch selbst.

Durchwirkt

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen. 
Psalm 16,8
Gott steht vor mir und hinter mir,
er ist mein rechter und linker Arm,
mein Fuß, der nicht wankt,
mein Herz, das nicht verzagt,
mein Augapfel, der mich sehend macht,
mein Gedanke, der mich verstehen lässt,
meine Kraft, mit der ich meiner Wege gehe.
Gott, von dem ich ganz durchwirkt bin.

Arm

Siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen.
Jesaja 40,10
Der gesamte Vers nach Elberfelder Übersetzung heißt:
Siehe da, euer Gott! Siehe, der Herr, Jahwe, kommt mit Kraft, und sein Arm übt Herrschaft für ihn; siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung geht vor ihm her
Gott kommt mit Kraft,
die alles überstrahlt,
sein Arm übt Herrschaft für ihn.
Lass meinen Arm, o Gott,
nicht aus deiner Hand!
Der Lohn ist bei dir.
Habe ich doch gerade über den Lohn, den einen Groschen, nachgedacht.
Gottes Arm,
Gott, führe meinen Arm!

Kehre heim!

Ich lehrte Ephraim gehen und nahm ihn auf meine Arme; aber sie merkten’s nicht, wie ich ihnen half. 
Hosea 11,3
Ich lehrte Ephraim gehen,
nahm ihn auf meine Arme,
aber er merkte nicht, wie ich ihm half.
Man spürt den Schmerz,
man hört Gottes Weinen,
weint mit.
Ephraim,
mein verirrtes Kind,
kehre heim!

Heilige Stadt

Daniel hatte an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott. 

Daniel 6,11

Hin, der Heiligen Stadt zu,

neigt sich unser Herz.

Lob, Preis und Dank,

dass wir eine Heimat haben.

Kummer

Den HERRN fürchten heißt das Böse hassen. 

Sprüche 8,13

Sich fürchten vor den eigenen dunklen Seiten,

der Veränderung zum Besseren verpflichtet bleiben,

Gott ist Kummer mit uns gewöhnt,

ihn freut die kleinste Bewegung vorwärts.

Bettler

HERR, wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Dir muss man gehorchen. 

Jeremia 10,7

Wenn es uns schlecht geht,

lassen wir uns von dir einsammeln,

wenn es uns gut geht,

lassen wir dich im Stich.

Gottes Königreich ist ein Königreich

der Bettler und Fahnenflüchtigen,

die vielen gehorchen,

nur nicht dem,

der sie immer wieder rettet.