Morgenluft

Hütet euch, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an. 

5.Mose 11,16

Immer das gleiche Spiel.

Immer die gleiche Gefahr.

Immer die gleichen Fallen:

Morgenluft birgt Gefahr und

doch wird nach jeder Nacht Morgen.

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Ehre sei Gott in der Höhe.

Mensch, vergiss es auch am Morgen nicht.

Treue

HERR, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, dass wir alle dein Volk sind! 

Jesaja 64,8

Wie oft wir klagen,

wie oft wir jammern,

wie oft wir irre gehen,

wie oft du berechtigt zürnst,

irgendwann wissen wir,

dass du trotzdem da bist.

Niederungen

Der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind. 

5.Mose 8,7

Bäche, Brunnen, Seen,

Gottes frische Wasser,

die in den Höhen und Niederungen entspringen.

Das Beruhigende ist,

dass Gottes Quellen auch

in den Niederungen entspringen.

Überleben ist nur,

wo wir nicht verdursten,

egal ob wir auf den Höhen oder den Niederungen wohnen.

Hoffnung

HERR, in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag. 

2.Chronik 20,6

Die Hoffnung

gründet sich auf den Glauben

an deine Kraft und Macht,

an deine Barmherzigkeit,

an deine Treue und

Gerechtigkeit.

Und immer denke ich,

du bist mehr als nur eine Hoffnung.

Aufgekratztes Huhn

HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken. 
Psalm 6,3.4
Meine Seele, o Gott,
ist manchmal wie ein aufgekratztes Huhn,
sie führt ein Eigenleben und tut, was sie will.
Sie fühlt sich bedroht, obwohl du über sie wachst,
sie erschrickt, obwohl du sie birgst,
sie ist aufgeregt, obwohl du ihr Ruhe gibst.
Herr, walte,
Herr, führe,
Herr, leite.
Nimm, o HERR,
meine Seele
in deine Hand.

Nacktheit

Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. 
Hiob 1,21
Kleider machen Leute,
helfen Schwächen verkleiden,
mehr scheinen, als man ist.
Vor Gott stehen wir nackt,
bar jeden Putzes,
angetan mit Wahrheit und Gerechtigkeit.

Maß der Dinge

Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, sondern weil er euch geliebt hat. 

5.Mose 7,7-8

Gott geht es nicht um Äußeres.

Macht und Einfluss,

Größe und Reichtum,

Ansehen, Ehre, Ruhm,

Schönheit und Glamour

sieht er nicht an.

Ich bin der Herr euer Gott.

Das ist das Maß seiner Dinge.

Sehen

Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR.
Jeremia 23,24
Sehen und nichts sehen,
nicht sehen und doch sehen.
Das letztere ist schmerzvoller.

Zerstreutes Häuflein

Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen, und gläubig sind wenige unter den Menschenkindern.
Psalm 12,2
Hilf, HERR!
Heilige gibt es nicht mehr und
die Gläubigen zerreißen sich gegenseitig
oder sind scheinheilig.
Übrig von deiner Herde
ist nur noch ein zerstreutes Häuflein.
HERR hüte, HERR sammle.

Flüchtling

Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. 
5.Mose 6,4
Kinder im Geiste Jakobs,
lernt von Jakob.
Jakob war fast sein ganzes Leben
Flüchtling und in der Fremde.
Er hat sich in den Dienst gestellt.
In einem war er Herr seiner selbst:
Gott, ich lasse dich nicht und
du, Gott, verlasse mich nicht.
Dafür hat er selbst mit dem Engel gerungen.
Deshalb steht er bis heute für uns als Zeichen:
Sei ein Kind im Geiste Jakobs.

Lärm

Kehrt zurück, ihr abtrünnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam. – Siehe, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser Gott.
Jeremia 3,22
Der Lärm macht noch kein Wort:
„Wir kommen zu DIR“
Und sind doch schon wieder abgebogen.
Worte, die tatenlos verhallen.

Klagelieder

So mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dir gebiete. 
Jeremia 1,17
Mache dich auf,
rede zu ihnen alles,
was ich dich gelehrt habe;
verzage nicht vor ihnen,
damit ich dich nicht vor ihnen verzagt mache.
Klagelieder.

Herberge

In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich.
Psalm 118,5

In meiner Angst rief ich den HERRN an.
Er setzte mich in einen weiten Raum.
in dem kein Platz für meine Bedrängnis war.
HERR, lass mich in dieser Herberge bleiben.