Gewitterwolken

Mit räumlichen Abstand sieht man manche Dinge klarer. Heute sind mir folgende Gedanken zugeflogen:
Erst wenn die Unzufriedenheit mit einer Situation so groß ist,
dass man nicht mehr damit leben mag,
bewegen wir uns aus unserer selbstgewählten Bequemlichkeit.
Erst dann sind wir bereit,
auch innere Unbequemlichkeit in Kauf zu nehmen,
ins Risiko mit uns selbst zu gehen
und mit dem anderen.
Das Schmerzempfinden ist unterschiedlich.
Das macht Beziehungen so schwierig und
lässt sie am Ende scheitern,
weil derjenige, dessen Schmerzgrenze schneller erreicht ist,
frustriert aufgibt.
Dann spült das Gewitter der Unzufriedenheit
den Zufriedenen hinweg.
Jetzt erst wacht dieser auf.
Jedoch, es ist zu spät.
Der Blitz hat bereits eingeschlagen und
die Zufriedenheit fliegt ihm bereits
mit lautem Donner um die Ohren.
Will man nicht in dieses zerstörerische Gewitter kommen,
darf man nicht die eigene Zufriedenheit als Barometer nehmen,
sondern die Unzufriedenheit desjenigen,
der Teil der eigenen Zufriedenheit ist.
Man sollte die Wolken vertreiben,
bevor sie sich zum Gewitter zusammenballen.
Ansonsten hat es zerstörerische Kraft.
Die eigene Komfortzone zu verlassen,
insbesondere wenn man die Gewitterwolken sieht,
ist in dem Fall vielleicht das kleinere Übel.
Man muss sich aber rechtzeitig entscheiden –
bevor das Gewitter losbricht.
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Ich will

Ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. 
3.Mose 26,12
Ich will.
Ich will.
Ihr sollt.
Du willst.
Du willst.
Wir sollen.
In deinem Reich gibt es einen HERRN, der herrscht.
Wir dürfen gehorchen und demütig sein.
Wie hieß es gestern in der Predigt?`
Er wollte keinen Tyrannen.
Deshalb hat er zwei geschaffen: Adam und Eva.
Das gilt nur für die Knechte.
Ich weiß, manchmal bin ich undankbar.
Ich bin Mensch,
so hast du mich geschaffen,
so musst du mich nehmen.
Ich will demütig sein,
Ich will gehorchen,
Ich will Geduld haben,
aber ich kann nicht immer.

Psalm 51 – Ein Bußgebet

Die Antwort auf meine Furcht des HERRN  ist Psalm 51, ein Bußgebet:
Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und
tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.
Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde.
Denn ich erkenne meine Missetat,und meine Sünde ist immer vor mir.
An dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir getan,
auf dass du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst.
Siehe, ich bin in sündlichem Wesen geboren,
und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.
Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt;
du lässt mich die heimliche Weisheit wissen.
Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde;
wasche mich, damit ich schneeweiß werde.
Lass mich hören Freude und Wonne,
dass die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.
Verbirg dein Antlitz von meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten.
Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und
nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.
Tröste mich wieder mit deiner Hilfe, und
mit einem freudigen Geist rüste mich aus.
Ich will die Übertreter deiner Wege lehren,
dass sich die Sünder zu dir bekehren.
Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist,
dass meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme.
Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.
Denn du hast nicht Lust zum Opfer – ich wollte dir’s sonst wohl geben –
Und Brandopfer gefallen dir nicht.
Die Opfer, die Gott gefallen,
sind ein geängstigter Geist.
Ein geängstigtes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verachten.
Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem.
Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit.
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Sonnenglühen

Ich stehe vor diesem Frühling wie der sprichwörtliche Ochse vor der Apotheke.
Ich kann nichts mit ihm anfangen.
Das Herz will mir nicht aufgehen,
so sehr sich meine Augen auch anstrengen.
Die Furcht des HERRN.
Wer sie kennt,
weiß, dass dagegen kein noch so grünes Kraut gewachsen ist.
Eine Ahnung, ohne Anlass.
Wie ein Vorglühen.
Meine Erfahrung sagt, irgendetwas wird kommen.
Mein Gefühl sagt mir, die nächste Katastrophe.
Ich merke, wie ich schon tief Luft hole, um mich zu wappnen.
Ich kann weder weglaufen noch mich verstecken.
Die Furcht des HERRN ist zum Fürchten.
Hoffentlich verglühe ich nicht.
Den einen oder anderen Ast,
an dem ich mich halten kann,
brauche ich noch.
Lieber Gott, bedenke das.

Übergangszeit

Man könnte denken, der Winter sei vorbei,
lange genug hat er uns gekühlt.
Schaue ich aus dem Fenster,
strahlender Sonnenschein,
gehe ich hinaus,
fröstelt mich.
Wir haben äußere Jahreszeiten und innere Jahreszeiten.
Beide Sonnen strahlen nicht im gleichen Takt.
Die äußere Sonne scheint nur warm,
sobald ich mich von ihr verführen lasse,
zeigt sie ihr kaltes Gesicht.
Eigentlich nehme ich ihr das übel.
Ist das meiner Ungeduld geschuldet?
Die Sonne wärmt nur,
wenn auch sie aus dem Winterschlaf erwacht ist.
Auch sie braucht ihre Zeit,
um höher am Horizont zu steigen.
Frühlingssonne, so richtig traue ich dir noch nicht.
Frühlingssonne, so richtig wärmst du mich noch nicht.
Frühlingssonne, so richtig hast du mich noch nicht herausgelockt.
Noch bin ich hier drin und du da draußen,
aber irgendwann wird aus uns ein Paar.
Übergangszeit ist auch eine Jahreszeit.
Voller Sehnsucht,
Voller Erwartung
Voller Hoffnung.
Die Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt ist eine Übergangszeit.

wahr und anhaftend – wahrhaftig auferstanden

Lieber Luther,
mir geht wieder einmal alles zu schnell. Ich bin gedanklich immer noch bei der Auferstehung. Seit vielen Wochen bewege ich in mir die Frage, was heißt „wahrhaftig“ auferstanden. An jeder Kirchenecke hört man es am Ostermorgen, aber was heißt es? Alle Gedanken und Predigten drehen sich um das Auferstehen an sich, aber was heißt „wahrhaftig“. Auch bei Dir habe ich nichts so richtig gefunden. Bei der Fülle dessen, was du geschrieben hast, habe ich keinen Überblick, ob irgendwo etwas dazu steht. Du kannst mich ja korrigieren, wenn du bei Dir etwas findest.
Das „wahrhaftig“ auferstanden kommt aus dem Lukasevangelium, den Emmaus-Jüngern dämmerte es nach der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden“ (Luk 24, 34).
Das heißt sicher zunächst: Das Grab ist leer und es ist wahr, er ist tatsächlich auferstanden. Ich sehe schon das zweifelnde Stirnrunzeln oder das abschätzige arrogante Lächeln in vielen Gesichtern. Das Thema kann man nicht wissenschaftlich angehen, es hat etwas mit Glauben zu tun. Man hat ihn oder man hat ihn nicht. Glauben kann man nicht erklären. Ich habe an Jesu Auferstehung keinerlei Zweifel, deshalb mag ich auch keine Zeit damit verschwenden, eine Erklärung zu finden, wie das zugehen könnte. Für mich ist es eine innere Wahrheit. Punktum und Ende dieser Debatte für mich an dieser Stelle hier.
Was also heißt Jesus ist „wahrhaftig“ auferstanden? Er hatte das schon angekündigt: Über ein kleines, da werdet ihr mich nicht sehen, aber über ein kleines, da werdet ihr mich sehen (Joh 16, 16). Die Jünger hatten es damals nicht verstanden.
Wenn die Jünger ungläubig waren, folgten bei Jesus immer Glaubenssätze, die von der Wahrheit zeugen, eingeleitet und erkennbar bei Johannes durch das „Wahrlich“. So auch hier: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in Freude verzehrt werden.“ (Joh 16, 20).
Das ist die Wahrheit von Jesu Auferstehung. Diese Wahrheit „haftet“ uns an und verlässt uns nicht mehr, eben durch Jesu Auferstehung. Sie verhaftet uns in Jesu Nachfolge und heftet uns an die Erlösung an. Es gibt kein Entkommen, wir sind wie Gefangene in Jesus verhaftet. Er hat durch diese Wahrheit uns in diese Wahrheit gebracht. Was wir tun, tun wir in dieser Wahrhaftigkeit, unabhängig von oberflächlichen menschlichen Irrungen und Wirrungen. Mit Christus ist diese göttliche Wahrheit auferstanden, das heißt in die Welt gekommen.
Das haben die Emmaus-Jünger begriffen. Sie konnten das aber nur glauben, in dem sie Jesus wahrhaftig leiblich vor sich stehen und reden sahen.
Da hatten die Emmaus-Jünger und die Anderen, denen er erschienen ist, so scheint es auf den ersten Blick, einen Vorteil gegenüber uns. Wir glauben gern, dass nur das wahr ist, was wir sehen, wissenschaftlich, juristisch, tatsächlich beweisen können. Dabei stellen wir unsere wissenschaftlichen, juristischen oder Tatsachenbeweise, die auf unseren Gesetzen fußen, über das „Wahrlich, Wahrlich“ von Jesu Wort in der Bibel. Wieso? Das ist unglaubliche Arroganz, Selbstüberschätzung und Blindheit.
Wie hoch ist die Halbwertszeit unserer menschlichen Gesetze und wissenschaftlichen Beweise? Wie unterschiedlich und veränderlich sind unsere Wahrheiten? Wir finden zu keiner „Einen Wahrheit“ zwischen auch nur Zweien unter uns.
Das „Wahrlich, Wahrlich“ Jesu und Gottes hallt seit Jahrtausenden durch Raum und Zeit, ohne kulturelle Grenzen, ohne Veränderung und zeitgeistliche Anpassungen, eben weil das wahrlich Gesagte Jesu unumstößliche göttliche Wahrheiten sind. Die Wahrlich-Wahrlich-Wahrheiten haben keine Halbwertszeit, es sind Gottes Gesetze und Wahrheiten. Sie alleine sind ewig.
Jesus ist in Gott eingegangen, die Jünger sind im nachgefolgt, das Wort aber, das von der Wahrheit zeugt, ist geblieben. Deshalb haben wir auch nicht wirklich einen Nachteil gegenüber den Jüngern. Wir haben das gleiche Wort, wir können lesen und hören und auch wir können mit Gott reden. Er gibt Antworten. Wir haben die gleichen Chancen und Möglichkeiten auf Nachfolge und Verweigerung, wie die Jünger hatten.
Wahrhaftiger Glaube ist ein Gottesgeschenk, eine Gnade. Wer Gott wahrhaftig sucht, dem kommt er entgegen und er wird ihn erkennen, wie die Emmaus-Jünger. Es wurde ihnen von ihm ohne ihr Zutun eingepflanzt, aus göttlichem Willen und göttlicher Gnade. So ist es auch uns eingepflanzt. Das Samenkorn ist wahrlich in jedem. Wir müssen es nur wachsen lassen.
In Psalm 33, 4 heißt es: Denn des Herrn Wort ist wahrhaftig; und was er zusagt, das hält er gewiss. Genau das, was Jesus den Jüngern wahrlich vorhergesagt hat, ist eingetreten. „Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mit großer Freude“ (Luk 24, 52).
Lieber Luther, die „große Freude“ lockt. Im Augenblick habe ich auch nichts anderes in mir, deshalb stoppe ich hier, obwohl mir noch so einiges zu dem Thema einfällt. Später dazu mehr.
Herzliche Grüße
Deborrah

Große Dinge

Gott tut große Dinge, die wir nicht begreifen. 
Hiob 37,5
Die Dinge, die du tust, o Herr, sind
zu groß für unseren Verstand,
zu weit, für unseren engen Horizont,
zu eigenwillig, als dass wir gerne lassen würden.
Deine großen Dinge, o Herr,
stehen wie ein Damoklesschwert über mir.
Deine großen Dinge, o Herr,
sie machen mir Angst,
Deine großen Dinge, o Herr,
manchmal würde ich lieber vor ihnen weglaufen.
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Taube, Stumme und Blinde

Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten.
3.Mose 19,14

Denn der Taube kann nichts dazu,
dass er nicht hören kann.
Der Stumme hat nicht gelernt zu beten.
Der Blinde kann nichts dafür,
dass er nicht sieht.

Wer einem Kranken
seine Krankheit zum Vorwurf macht,
tritt Gottes Gnade mit Füßen,
der muss Gott fürchten,

aber nicht der Taube,
nicht der Stumme,
nicht der Blinde.

Ihnen gehört Gottes Vergebung.

Wie ein Fisch

Wie ein Fisch Sauerstoff braucht,
braucht auch der Mensch Luft zum Atmen.
So schwimmt er auf das Licht zu,
weil er denkt, dort gibt es Luft zum Atmen.
Jedoch, er landet nicht da, wo er hin will,
sondern auf dem Trockenen und erkennt,
er braucht das Wasser wie die Luft zum Atmen.
Hoffentlich, denkt der Fisch,
kommt bald die Flut,
die mich mitnimmt ins Wasser,
so dass ich wieder beides habe,
Wasser zum Schwimmen und
Luft zum Atmen.

Fürchte dich nicht

Du nahtest dich zu mir, als ich dich anrief, und sprachst: Fürchte dich nicht!
Klagelieder 3,57
Fürchte dich nicht vor dem, was war.
Fürchte dich nicht vor dem, was ist.
Fürchte dich nicht vor dem, was kommen wird.
Wenn du mich brauchst, bin ich da und stütze dich.
Wenn du selbst gehen kannst, bin ich da und begleite dich.
Wenn du dich verrennst, bin ich da und führe dich auf den rechten Weg zurück.
Denn ich bin bei dir, alle Tage, bis an der Welt Ende.

Anrufung

Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft. 
Psalm 138,3
Ich rufe dich an, wenn meine Seele in Not ist,
Weil ich weiß, dass du mich auffängst.
Ich rufe dich an, wenn ich keinen Ausweg mehr sehe.
Weil ich weiß, dass du mir einen Weg zeigst.
Ich rufe dich an, wenn ich ruhig werden will.
Weil ich weiß, dass du mich tröstet.
Ich rufe dich an, wenn ich ausgelaugt bin.
Weil ich weiß, dass ich bei dir ausruhen kann.
Ich rufe dich an, um mich in deine Hand zu legen.
Weil ich weiß, dass ich bei dir gut gehalten bin.

Schöpfung

Und Gott war das Wort
Und schuf die Welt,
Und schuf sich in der Welt.
Er gab das Licht und in den Tiefen der Erde das Feuer.
Er gab die Weiten der Meere und die Wasserquellen.
Er gab festen Boden unter den Füßen und die Abgründe.
Und den Menschen gab er Geist und Wort.
Und die Freiheit seinen Geist zu atmen
Und sich zu entscheiden.
Für sein Wort.

Gottes Waffen

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. 
Sacharja 4,6
Die Waffen Gottes haben eine scharfe Klinge,
die aber nicht aus Stahl ist.
Er streitet nicht mit Gewalt,
sondern tut Gerechtigkeit an.
Er kennt alle, die für ihn in seinem Namen streiten,
beim Namen und führt ihnen die Hand.
Er lässt sie das Richtige tun,
damit sein Wille geschieht.

Gesetze und Gebote

Wer meine Gebote hält und nach meinen Gesetzen lebt, der soll nicht sterben um der Schuld seines Vaters willen.
Hesekiel 18,17
Was sind meine Gebote und Gesetze?
Sie kommen aus dem Schriftwort.
Selbst wenn ihr es nicht versteht,
selbst wenn ihr alle Wörter einzeln nehmt,
solange ihr sie in aufrichtigem Glauben in euch einfließen lasst,
werden sie zu meinem Gesetz des Lebens,
denn sie sind durch mich geheiligt.
Sie entschulden und bringen meine Gegenwart.
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Fels

Simon Jona, hast du mich lieb? Ja, das weißt du doch.
Simon Jona, hast du mich lieb? Ja, das weißt du doch.
Simon Jona, hast du mich lieb? Ja, du weißt alle Dinge.
(Joh 21,15 ff)
Auch wenn der Stein zum Felsen wird, bleibt er Mensch,
Auch wenn der Mensch nicht immer felsenfest ist, bleibt er dennoch Fels.
Auch wenn man sich auf dem Felsen manchmal blutige Knie holt, bleibt er meine Heimat.
Felsen sind so fest in einem verankert, dass sie nicht zur Disposition stehen.
Kein Sturm kann sie einem austreiben.
Darin bin ich felsenfest.
Habe ich dich lieb? Dreimal Ja.
Auch wenn Felsenmensch hin und wieder wie ein sturer Schafsbock daherkommt.

Klarheit

Halte meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen. 
Psalm 119,37
HERR, mach unsere Augen , unser Herz und unser Tun klar.
Lenke unsere Schritte in die Richtung, die du für uns vorgesehen hast.
Öffne uns den Blick in das Du,
damit wir vertrauen können und unsere Verletzungen heilen.
Bewahre uns vor Falschheit, Eitelkeit und Hochmut,
lass uns die, die wir lieben, nicht verletzen.
Gib uns ein festes Herz, das Mut und Kraft gibt,
lass uns in dir ruhen, nicht verzagt sein, nicht zaudern.
Hilf uns, unser Leben nicht mit Nichtigkeiten zu verschwenden,
die uns von dir entfernen und unser Herz verstellen.
Weite unseren Blick damit wir verstehen,
was du von uns willst, so dass wir dir ohne Vorbehalte dienen können.
Lass uns unsere Zurückhaltung aufgeben und
entschlossen in allem was wir tun, dir nachfolgen.
Herr, kläre uns,
damit unser Leben klar werde.
Amen.

Wort Verkünder

Ich will einige von ihnen, die errettet sind, zu den Völkern senden, wo man nichts von mir gehört hat; und sie sollen meine Herrlichkeit unter den Völkern verkündigen.
Jesaja 66,19
Hören meint, mit dem inneren Ohr hören.
Hören meint, das Echo des Wortes in sich klingen hören,
Hören meint, hören auf das, was man aus dem Wort versteht,
Hören meint, auf die hören, die es verstehen, um Hören zu lernen.
Ich befürchte,
wir müssen nicht weit laufen
bis wir viel Volk finden,
das weder hört,
noch hören möchte.
Ihr sollt meine Herrlichkeit verkünden.
Meint das, verkündet, dass der HERR supertoll ist?
Oder verkündet, dass der HERR über euch herrscht?
Oder, dass der HERR über euch herrscht, auf dass ihr in seine, nicht in eure Herrlichkeit eingeht?
Oder ….?
Es ist egal, für welche Variante man sich entscheidet.
Jede ist gleich richtig oder falsch,
da Gottes Herrlichkeit mit menschlichen Mitteln nicht zu vermitteln ist.
Deshalb heißt es ganz sachlich: verkündet.
Es heißt nicht: überzeugt, argumentiert, verkauft, verteidigt, umwerbt.
Das ist alles vergebliche Liebesmühe.
Ob das Verkündete auf offene Ohren und viel Volk trifft,
liegt weder im Willen des Hörers noch des Verkünders,
es ist allein göttlicher Wille.
Der Verkünder ist nichts als Knecht und kann darin auch nichts falsch machen,
sofern er zu denen gehört, die errettet sind.