Irrwege

Mose sprach zu dem HERRN: Hab ich Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mich deinen Weg wissen, damit ich dich erkenne. 
2.Mose 33,13
Dein Weg, o Gott,
manchmal weiß ich nicht,
ist es dein Weg oder
ist es mein Irrweg,
den ich gehe.
So werfe ich mich zu deinen Füßen,
dass du meinen Füßen deinen Weg weist.
Tief in meinem Innern weiß ich, dass es so ist,
nur mein oberflächlicher Mensch
kommt manchmal ins Taumeln.

unten und oben

Fürchtet den HERRN und dient ihm treu von ganzem Herzen; denn seht doch, wie große Dinge er an euch getan hat. 
1.Samuel 12,24
Wo ein Unten ist, da ist auch ein Oben.
Aus dem Unten wird das Oben.
Die Erniedrigten, werden erhöht werden.
Sieh die wunderbaren Dinge,
die Gott an euch tut.

Unstetigkeit

Der HERR spricht: Möge doch ihr Herz so bleiben, dass sie mich allezeit fürchten und meine Gebote halten, damit es ihnen und ihren Kindern gut geht, für immer! 
5.Mose 5,29
Das Herz des Menschen, o Gott,
ist eine unstete Komponente,
auf die du dauerhaft nicht bauen kannst.
So warten wir und wartest du,
seit Jahrtausenden,
dass es uns für immer gut geht.

Hoffnung

Der HERR wird zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. 
Jesaja 2,4
Die Hoffnung auf Gleichmut,
die Hoffnung auf Frieden,
die Hoffnung, dass ein Besseres werde.
Man sagt,
die Hoffnung stirbt zuletzt.
Was aber,
wenn auch sie tot ist?

Lohn

Der HERR spricht: Zum Licht für die Nationen werde ich dich machen, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht. 
Jesaja 49,6
Umsonst habe ich mich abgemüht,
vergeblich und für nichts mich ins Zeug gelegt,
doch mein Recht ist beim HERRN und

mein Lohn bei meinem Gott.

Verlorenheit

Gideon sprach zu dem Engel des HERRN: Ist der HERR mit uns, warum ist uns dann das alles widerfahren?
Richter 6,13
Wieso, HERR, ich?
Wie soll ich erklären,
wieso alles ist,
wie es ist,
und dennoch gut?`
Wo ich es doch selbst nicht begreife.
Die Verlorenheit des Knechts.

Trost

Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist. 
Jesaja 40,2
Tröste dich,
tröste dich,
ich baue auf dich,
du bist der Erbteil meines Friedens;
dein Herz wird sich zu mir wenden
und all dein Unrecht wird dir vergeben sein.

Träume

Im Traum schließt man viele Geschäfte ab.
Geschwätzige Erwartung.
Hirngespinste.
Wo Träume sich mehren
und Windhauch
und viele Worte,
da fürchte Gott.
(nach Prediger 5, 1-6)
Weinende Klarapfel-Blüte

Jetzt oder später

Sie sollen erfahren, dass ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin und dass die vom Hause Israel mein Volk sind, spricht Gott der HERR.
Hesekiel 34,30
Ihr seid Menschen,
Menschensöhne und –töchter,
ihr seid die fruchtbare Erde,
mein Volk,
aus dem meine Frucht entsteht.
Ich habe euch einen Hirten erweckt,
der euch gesagt und gezeigt hat,
wie ich euch weide und
wo ihr die richtige Weide findet.
Ihr werdet,
jetzt oder später,
erfahren,
dann erkennen,
dann wissen,
dass ich euer Gott bin
und mir wie Jakob,
in jede Fremde folgen.
Die einen jetzt, die anderen später.

Hindernis

Der HERR spricht: Wen hast du gescheut und gefürchtet, dass du treulos wurdest und nicht an mich dachtest? 
Jesaja 57,11
Wie willst du Berge überwinden,
wie willst du durch Täler gehen,
wie willst du an Klippen nicht zerschellen?
Respekt vor dem Hindernis allein rettet dich nicht!

Hirngespinste

Tausend kleine Spinnenkinder,
spinnen mir durch meinen Kopf,
umgarnen mein Denken,
ziehen ihre Fäden, und ich –
gefangen im Netz, mittendrin.
Kreuzspinnen,
durchkreuzen meine Gedanken
und bringen mich
mit mir selbst
über Kreuz.
Sie durchwühlen meinen Kopf,
hinterlassen gesponnene Fäden,
verheddern sich.
Der ein oder andere Gedanke
will sich verselbständigen.
Dann flüchtet er sich wieder zurück ins Nest,
sucht Schutz bei den anderen,
will untertauchen vor lauter Angst,
von Raubtieren gefressen zu werden,
und kann sich doch nicht verstecken.
Hirngespinste.

Liebesdienst

Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit! 
Jesaja 58,1
Sieben Posaunen gehen her vor dem HERRN,
siebenmal muss die Stadt umrundet werden,
siebenmal muss die Posaune klingen,
am siebten Tag ist der Tag der Vollendung,
der HERR hat euch die Stadt gegeben,
ein Neues wird.
Ruhetag.
Tag des Todes,
Tag des Lebens,
Tag des ewigen Friedens.
Die Morgenröte bringt es an den Tag.
Die Hure Rahab öffnet das Tor.
Zeichen für Umkehrer.
Gott blickt auf den Menschen,
allein auf den Liebesdienst an ihm.
Sei nicht Frau Lot, sei Rahab.
(nach Josua 6)

Taraxacum – Apostelkraut

Wenn man hört,
sie ist gewöhnlich,
denkt man:
nichts Besonderes.
Wenn man hört,
Taraxacum,
horcht man schon auf.
Wenn man hört,
welche Heilkraft diese Pflanze hat,
wächst das Verlangen.
Apostelkraut,
Apothekerkraut,
Pfaffenblume,
wird sie im Volksmund genannt.
Der Name ist Programm.
Stoffwechselanregend,
nierenanregend,
leberstärkend,
antirheumatisch.
Wo?
Vor der Haustür.
Im Garten.
100 % Bio
Was?
Alles.
Wurzel,
Blüte,
Blätter,
Röhren.
Ernte vom Frühjahr bis in den Herbst.
Klingt ganz nach Gottes Garten:
heilend,
wunderschön,
für jeden umsonst.
Wer ist diese
wunderbare
ungewöhnliche
Gewöhnliche,
dieses Apostelkraut?
Geschenk vom Löwen.

Ruhe

Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. 
Psalm 116,9

Lass wieder Ruhe in dir einkehren,
meine Seele,
Gott hat sich deiner angenommen.
Er geht an dir vorbei,
spürst du seinen Windhauch nicht?

Ewige Treue

Mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf. 

Psalm 27,10

Vater oder Mutter,

Sohn oder Tochter,

Bruder oder Schwester,

Freund oder Freundin,

Geliebter oder Geliebte,

Ehemann oder Ehefrau,

alle verlassen dich früher oder später,

nehmen den menschlichen Weg.

Nur einer bleibt ewig treu und verlässt dich nie.

Ackermann

Ihr sollt genug zu essen haben und den Namen des HERRN, eures Gottes, preisen. 
Joel 2,26
Wenn der Acker bestellt wird,
der Feigenbaum grünt,
das Korn reift,
der Olivenbaum Frucht trägt,
Morgen- und Spätregen Wasser bringen,
ist alles bereitet für eine reiche Ernte.
Ackermann in die Hände gespuckt.

Weite

Du stellst meine Füße auf weiten Raum. 
Psalm 31,9
Meiner bedrängten Seele
öffnest du, o Gott, den Raum,
damit sie ihre Begrenzung ablegen kann,
und deine Weite sehen.

Fallhöhen

Wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott. 
Sprüche 14,31
Wer sich erhebt,
stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus,
wer sich erbarmt,
damit er sich selbst auf den Sockel stellt,
fällt vom Sockel,
wer sich an den anderen verschenkt,
und dabei stolpert,
der wird aufgefangen.
Wer sich hintanstellt,
um des EINEN Willen,
der wird empor gehoben.

Der Weg zurück

Alles Fleisch soll erfahren, dass ich, der HERR, dein Heiland bin und dein Erlöser. 
Jesaja 49,26
Es ist ein schwerer Kampf, Mensch,
den du kämpfen musst,
gegen das Irdene,
gegen die Verführung,
gegen das Schein-Leben.
Ich bin dein Helfer,
ich gebe dir Kraft,
zeige dir,
den Weg,
löse deine Bande,
deine Lebensverstrickungen,
zeige dir,
wo das heile Land ist,
führe dich,
zurück ins Paradies.
Das verspreche ich dir.

Ebenbild

Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht. 
Jesaja 43,24-25
Mensch,
du lässt mir meine Arbeit nicht ausgehen,
du forderst mich und forderst mich heraus,
es dauert und dauert,
bis ich mich in dir wieder
zu meinem Ebenbild
gearbeitet habe.