Lass Gott nur machen

Nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen. 
1.Chronik 29,13
Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm. 
Kolosser 2,6
Das klingt so leicht.
Rühmt den Namen des Herrn.
Lebt in unserem Herrn Jesus Christus.
Jeden Tag frage ich mich, was das heißt: Lass Gott machen.
Jeden Tag denke ich darüber nach, war dein Tag jetzt gottgefällig oder nicht.
Jeden Tag zweifle ich schwer.
Jeden Tag stehen viele Minuse in meiner Tagesbilanz.
Lege ich mich ins Bett und warte bis der Herr waltet?
Da werde ich im Bett verhungern.
Der Deus ex Machina wird nicht erscheinen, um mich zu retten,
auch wird kein Rabe kommen, der mir Brot und Wasser bringt.
In allem was ich tue, tue ich.
Ich treffe die Entscheidung,
wann und ob ich aufstehe,
ob ich links oder rechts zur Haustür hinausgehe,
wie viele Stoppschilder ich im Laufe des Tages überfahre oder nicht,
ob ich mich mit Zigaretten, Alkohol oder Süßigkeiten vergifte.
Lebt in unserem Herrn Jesus Christus.
Was heißt das für die laufenden zehntel-sekündliche Entscheidungsfindungen?
Was heißt das ganz praktisch?
Es ist umgedreht:
Wir vermögen nicht aus uns heraus in Gott zu leben,
wir können uns bemühen, das ist aber auch alles.
Wir können hoffen, dass er uns in sich leben lässt.
Wenn das so ist und man zu Gottes Kindern zählt,
dann ist das, was man tut, per se Gottes Wille und man lebt in ihm,
im Guten wie im Schlechten.
Aber nur dann.
Veröffentlicht in Allgemein

Auflösung

Ich gab ihnen meine Gebote und lehrte sie meine Gesetze, durch die der Mensch lebt, der sie hält. 
Hesekiel 20,11
Klarstellend, für alle, die meinen, es gehe ohne:
Jesus sprach: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Matthäus 5,17
Erfüllen den geschlossenen Bund.
Erfüllen, was im Buch des Lebens geschrieben steht.
Erfüllen das, was nicht aufzuhalten ist.
Tatkräftig.
Gehorsam.
Demütig.
(Fröhlich, wer kann).
Auch, wenn man manches nicht versteht.
Auch, wenn es unangenehm wird.
Auch, wenn – oder gerade weil – man sich dabei auflöst.
In der persönlichen Auflösung liegt die Erfüllung und die Erlösung.

Zerbrochene Herzen

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.
Psalm 34,19

Das mag sein oder ist,
dass du nahe bist denen,
die zerbrochenen Herzens sind,
nur merken es die Betroffenen nicht.
Sie sind damit beschäftigt,
die Einzelteile wieder zusammenzusuchen
und sie irgendwann notdürftig zusammenzuflicken.
Das ein oder andere Teil findet sich nicht mehr ein
und erinnert immer an den Bruch.
Ob der Rest wieder zusammenwächst oder der Scherbenhaufen bleibt?

Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.
Darin allein besteht die Hoffnung.

Irrungen

Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!
Psalm 19,13
Die Elberfelder Übersetzung ziehe ich in dem Fall vor, sie heißt etwas anderes:
Verirrungen, wer sieht sie ein? Von verborgenen Sünden reinige mich!
Verirrungen, wer sieht sie ein?
Verwirrungen, wer ordnet sie?
Um Verirrung einzusehen, muss man sie erkennen.
Um Verwirrung zu entwirren, bedarf es Klarheit.
Manchmal ist das Knäuel aus Irrungen und Verwirrungen nicht mehr zu entknoten.
Mensch verirrt sich im Labyrinth der Irrtümer, findet nicht mehr hinaus, verliert sich und seinen Nächsten auf dem Irrweg.
Du, o Gott, schaust in unsere Seele.
Du allein kannst klären und die Richtung weisen.
Du allein machst aus Verwirrten
Unbeirrte.

So komm, du Geist

Merkt auf mich, ihr Völker, und ihr Menschen, hört mir zu! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen. 
Jesaja 51,4
So komm, du Geist des Lichts,
So komm, du Geist der Gerechtigkeit,
So komm, du Geist der Erkenntnis.
So komm, du Geist der Wahrheit,
So komm, du Geist,
erfasse mich, o Gott, mit deinem Geist,
berühre mich in deinem Geist.
So komm, du Geist,
meine Seele,
meine ganze Person
darbt nach dir.

Gottes Wind – Trinitatis

Lieber Luther,
es ist, glaube ich, wieder an der Zeit, dass ich dir schreibe, obwohl es mich, wie ich gestehen muss, Disziplin kostet. Der Himmel ist dunkel, der Sturm wütet und zehrt an meiner Kraft.
Heute ist Trinitatis, ein weiteres Hochfest, so kurz nach Pfingsten. Wieso ist es ein Hochfest? In der Volksseele ist das kein Fest, das dort verwurzelt ist. Wieso ist es dort nicht angelangt?
Das Konstrukt „Trinitatis“, der Heiligen Dreifaltigkeit, hat dogmatischen Ursprung, ist nachbiblisch, ist eine Lehre: seht so wirkt Gott in seiner Vielfalt – vereinfacht auf Dreifalt, der menschlichen Einfalt angepasst. Es hat keinen direkten Ursprung in der Bibel, ist mehr eine Zusammenfassung, ein Bekenntnis:
Ich glaube an Gott, den Vater
Ich glaube an Gott, den Sohn,
Ich glaube an Gott, den Heiligen Geist.
In diese Dreiheit sind wir getauft, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Ausgehend aus Gott, verweslicht, vermenschlicht, geschöpft aus Gott in seiner Schöpfung, in allem was lebt. Vermenschlichter Gott in Jesus Christus, Gott in seiner Schöpfung und als Teil seiner Schöpfung. Gott mit seiner widerspenstigen Schöpfung. Der Heilige Geist geschickt zur ungreifbar unbegreiflichen Hinleitung seiner Schöpfung zu ihm zurück, zum Schutz seiner Schöpfung, des Menschen, vor sich selbst, des Schutzes Gottes in seinem Ebenbild, wen man so will.
Kirche spricht von „drei Personen“. Für Menschen ist Gott vermenschlicht als „Person“ – ein Dogma, ein Versuch, das Göttliche zu fassen, was letzten Endes immer Scheitern muss. Dreifaltigkeit meint das A&O, den Ausgang vom göttlichen Ursprung und die Rückkehr dahin zurück. Das göttliche Sein und Wirken in seiner vielfältigen Unbenennbarkeit, das wir, um überhaupt darüber kommunizieren zu können, mit „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ benannt haben. Gott hat bei uns diese Namen. Gott hat uns diese Namen auf die Stirn und in die Seele gebrannt. Trinitatis ist so gesehen nichts anderes als ein Name für das göttliche Wirken.
Jesus versucht Nikodemus das Göttliche zu erklären. Nikodemus, ein Pharisäer, ein vor dem Gesetz Gott-Gebildeter in menschlichem Unverstand, versteht es nicht, weil er mit dem Verstand zu erfassen sucht, was jenseits menschlichen Verstandes und Verständnisses liegt. Seine menschlich verhafteten Denkmuster versperren ihm den Blick.
Jesus sieht das und versucht es Nikodemus mit einem menschlich verständlichen Bild klarzumachen: Der Wind bläst, wo er will (Joh 3, 8) . Du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, wo er anfängt und wo er endet, wann und wo der Geburtsaugenblick eines Tornados ist und wann er sein Leben wieder aushaucht, aus welcher Richtung er kommt und in welche er geht, ob es ein Lüftchen ist oder sich zu einem Sturm auswächst, ob er hinwegfegt oder nur an einem zerrt, ob er eine Schneise der Verwüstung hinterlässt oder nur ein paar Dächer abdeckt. Der Sturm säuselt, braust, wütet wie er will, nicht wie ich will. Er wirkt und bewirkt an mir ohne mein Zutun.
Und dann der Zusatz: Also ist jeglicher, der aus dem Geist geboren ist (Joh 3, 8). Wow! Was heißt das? Ein Also, ein Ist, das es in sich hat. Wir als Wind, Teil des Windes und des Säuselns, mit Anfang und Ende im Unfassbaren, nur in der kurzen Wegstrecke der menschlichen körperlichen Existenz körperlich greifbar. Wenn der Wind auf Widerstand trifft. Wir sind menschlicher Sturm und Teil des göttlichen Windes oder Sturmes. Wir sind diejenigen, die Sturm säen und Sturm ernten. Wir sind diejenigen, die nicht wissen, ob Frucht bringt, was wir gesät haben, oder der Sturm die Ernte verhagelt. Wir sind diejenigen, die ein Lüftchen im Ganzen des göttlichen Windes sind. Wir wissen nicht, ob der göttliche Sturm die aufgegangenen Pflänzchen hinwegfegt oder das Säuseln des Windes sie reifen lässt und sie am Ende Frucht bringen.
Mensch, ein Wind, dessen Stärke und Richtung nicht wirklich zu fassen ist und damit auch hier Gott ebenbildlich. Ob Wind oder Sturm, entscheidet sich in der göttlichen Großwetterlage. Also wird mit einem Sturm verworfen die große Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden (Offenb 18, 21). Oder er vernichtet, wie in Sodom. Das Säuseln des Windes vernimmt nur derjenige, der aus dem Geist geboren ist. Der tödliche Sturm in Babylon und Sodom, der die Tauben trifft, ist genauso Realität.
Wetterfühlige unter uns fühlen, wenn ein Sturm kommt. Er sitzt einem schon vorher in den Knochen, lässt den Kopf bersten, man spürt förmlich, dass etwas in der Luft liegt. Jedoch, man kann den Wind buchstäblich nicht fassen, nicht anfassen, nicht seiner habhaft werden. Nicht jeder ist wetterfühlig, nicht jeder setzt sich dem Wind aus. Wenn du im Wind oder gar im Sturm stehst, ist es der Sturm, der Orkan, der Tornado, der das Sein oder Nichtsein in seiner Hand hält, der entscheidet über Leben, Tod und Überleben, sei es im Leben oder Sterben. Wir haben keine Macht über den Wind. Er entzieht sich uns unsichtbar. Wir sehen ihn nur mittelbar, wenn er durch die Blätter der Zitterpappel fährt, die Äste knickt, die Blätter vom Baum fegt, gar den Baum bricht, aber die Wurzel stehen lässt. Wenn er Sturm kommt,nimmt Gott die Geist Getauften bei der Hand und führt sie hinaus in sein sicheres Land. Doch auch da gehen Winde, die uns wegraffen können.
Jesus erklärt weiter: Nur wenn man neu geboren wird, sieht man das Reich Gottes (Joh 3, 3), geboren aus Wasser und Geist, geboren aus Gott, der Quelle des Lebens, die Schuld genommen durch den einen, einzigen Sohn, ausgeschüttet über uns der Heilige Geist im Namen des Vaters und des Sohnes und damit uns in diese Drei-Einigkeit hineingehoben. Dies ist immanentes, in sich einiges Geschehen, eines im anderen und das eine wäre ohne das andere nicht. Trinitatis ist der göttliche Lebenskreislauf. Ohne Trinitatis steht Vater, Sohn und Heiliger Geist einzeln da, unverbunden. Trinitatis ist der Versuch zu benennen, dass alles von Gott ausgeht und in Gott eingeht, vermittelt durch den einen Sohn, er uns durch unsere Entschuldung so rein macht, dass wir wieder eins werden können mit Gott. Trinitatis – Dreieinigkeit – ist nicht Trennung, sie ist geistgeborene Einheit des Menschen in Gott.
Lieber Luther, zusammengefasst könnte man ganz einfach sagen: Trinitatis ist uns in Form des Segens gegeben und immer gegenwärtig (4.Mos 6, 24-27):
Ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, dass ich sie segne:
Der Herr segne dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Man möchte noch anhängen:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist.
Trinität, ganz ohne Dogmatik.
Ganz einfach, ganz unverkopft. Gottes Wind. Gegenwärtig. Gefühlt. Geglaubt.
Herzliche Grüße
Deborrah

Ausharren

Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden.
Jesaja 40,30-31
Wie gestern aufgehört,
so heute angefangen:
Harren auf den Herrn.
Harren auf neue Kraft.
Ausharren.
Durchhalten..
Gegen die Müdigkeit.
Harren im Fallen.
Bis er kommt und
dich auffängt und
trägt mit Flügeln wie Adler.
Harren auf den einen Augenblick:
Veröffentlicht in Allgemein

Stadt des Herrn

Der HERR hat Zion mit Recht und Gerechtigkeit erfüllt. Und du wirst sichere Zeiten haben: Reichtum an Heil, Weisheit und Klugheit. 
Jesaja 33,5-6
Was ich verstanden habe:
So der Herr will,
bin ich die Stadt seines Rechts und seiner Gerechtigkeit.
Wann die Zeit kommen wird,
da in dieser Stadt Sicherheit herrscht,
in der Reichtum an Heil, Weisheit und Klugheit
und vor allem Friede
in diese Stadt einzieht,
ich weiß es nicht.
Ich bete, flehe und harre auf den Herrn.

Dein Name

Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!Psalm 115,1

Deinem Namen gib Ehre,
Dein Name werde geheiligt,
In deines Vaters Namen.

Und ich sah das Lamm stehen auf dem Berg Zion
und mit ihm hundertvierundvierzigtausend,
die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben an ihre Stirn.
(Offenbarung 14.1)

144.000
Nicht sehr viele.

Dreck

Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.
Jesaja 40,6.8
Alles Fleisch ist Gras.
Und wenn das Gras verdorrt,
wird es wieder zur Erde –
Erde zu Erde –
Erde, aus der wir gemacht sind.
Bevor wir es geschafft haben,
zu dem wieder zu gelangen,
aus dem wir geschaffen sind,
liegen wir, wenn wir verdorrt sind,
erst einmal im Dreck,
schutzlos dem Regen ausgesetzt.
Vielleicht ist es der Dreck,
aus dem wir gemacht sind, der uns prägt.
Deswegen produzieren wir vielleicht so viel Dreck,
sind wir so viel Dreck.
Im Dreck sind wir sozusagen in unserem Element.
Nein?
Regt sich Widerstand?
Entrüstung?
Wir sehen durch unsere Brille gerne nur das grüne Gras.
Den Rest der Natur – unserer Natur –
passt nicht ins grün gefärbte Bild.
Das Wort allein ist es,
der Rest ist verzichtbar und schon im Entstehen dem Untergang geweiht.
Sogar Gottes Güte.
Sie kann blühen, aber auch welken.
Das ist unserer Verderblichkeit geschuldet.
Die Wahrheit ist manchmal hart.
Veröffentlicht in Allgemein

Freude in Fülle

Vor dir ist Freude, die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. 
Psalm 16,11
Bei dir ist Fülle,
das kenne ich.
Bei dir ist Freude,
das kenne ich und
kenne ich nicht.
Wir messen nach unserem Maß.
Das ist aber nicht das Maß, nach dem du misst.
Den Frieden lasse ich euch,
meinen Frieden gebe ich euch.
Jedoch: Nicht gebe ich euch wie die Welt gibt,
das sind falsche Vorstellungen.
Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
(Joh 14, 27)
Veröffentlicht in Allgemein

Trost

Der HERR hat mich gesandt, zu trösten alle Trauernden. 
Jesaja 61,1.2
Der Geist des Herrn ist uns gesandt,
damit wir
dem, der zuhören will, predigen,
die zerbrochenen Herzen miteinander verbinden,
den Gefangenen die Freiheit verkünden,
den Gebundenen die Fesseln lösen,
Gottes Gnade verheißen und
auch einen Tag der Rache unseres Gottes,
damit alle Traurigen getröstet werden.
Damit wir werden Terebinthen der Gerechtigkeit.
Pflanzen zum Preise des Herrn.

Lebens – Losungen – Leitpfähle

An Pfähle werden wir geschlagen,
Pfähle rammen wir ein,
Gottes Pfahl ist uns Leitlinie ein Leben lang.
So ist es manchmal notwendig,
wenn man am Pfahl einzugehen droht,
dass man sich erinnert,
wer man ist.
Die Losung am Tag meiner Geburt war:
Alsdann soll die Stadt genannt werden: Hier ist der Herr
(Hesekiel 48, 35)
Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
(1.Korinther 3,16)
Am Tag meiner Taufe, einem Weihnachtstag, hieß die Losung:
Der Herr hat unsere Gerechtigkeit hervorgebracht; kommt, lasst uns erzählen die Werke des Herrn, unseres Gottes!
(Jeremia 51,10)
Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit
(Johannes 1,14)
Mein Konfirmationsspruch:
Ist Gott für euch, wer mag wider euch sein.
(Römer 8, 31)
Das sind Leitpfähle. Mit ihnen kann ich den Weg eigentlich nicht verfehlen, wieviel Kreuze auch den Weg säumen, wie sehr die Nägel auch brennen.

Psalm 4

Der du mich tröstest in Angst, sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!
Psalm 4,2
Wenn ich rufe, antworte mir,
Gott meiner Gerechtigkeit!
In Bedrängnis hast du mir Raum gemacht;
sei mir gnädig und höre mein Gebet!
Ihr Menschenkinder,
Wie lange tretet ihr Gottes Herrlichkeit noch mit Füßen?
Wie lange pflegt ihr noch eure Eitelkeiten?
Wie lange sucht ihr noch die Lüge?
Erkennet doch,
dass Gott den Frommen für sich abgesondert hat!
Gott hört, wenn ich zu ihm rufe.
Sein Geist erleuchtet mich und
führt mich durch alle Angst und Pein.
Erhebe über uns, o Gott, das Licht deines Angesichts.
Sende uns deinen Geist.
Bei dir allein ist Sicherheit.
Bei dir allein schlafe ich in Frieden.

Volle leere Kirchen

Volle Kirchen können gähnend leer sein.
Wo bist du, o Gott?
Wir wissen nicht, ob du da bist?
Wissen wir das nicht?
Volle Kirchen können gähnend leer sein.
Wo bist du, o Gott?
Wo sind all die Menschen mit ihren Gedanken?
Bei dir sind sie nicht.
Volle Kirchen können gähnend leer sein.
Wo bist du, o Gott?
Die Predigt sucht dich in den Scheingöttern,
ist von deinem Geist nicht inspiriert.
Hey, es ist Pfingsten, möchte man rufen.
Das scheint nicht präsent, das Wort fällt nicht einmal.
Der Kirchenvorstand sagt, wir wissen nicht,
ob Gott da ist.
Volle Kirchen können gähnend leer sein.
Wo bist du, o Gott?
Das, was sich deine Kirche nennt,
hat dich verloren.
Volle Kirchen können gähnend leer sein.
Wo bist du, o Gott?
Um was für ein goldenes Kalb
tanzen wir da gerade?
Ach ja, Event Konfirmation.
Volle Kirchen können gähnend leer sein.
Wo bist du, o Gott?
Keiner erkennt dich
und doch bist du da.
Volle Kirchen können gähnend leer sein,
Wo bist du, o Gott?
In dir ist die Hoffnung.
Wenn nur einer dich erkennt,
bringt dich das vergegenwärtigt in den Raum.
Es ist Pfingsten.
O Gott, öffne die Himmel.
O komm, du Geist der Wahrheit,
O komm, du Geist der Klarheit,
O komm, du Geist der Freiheit,
O komm, du Geist der Erkenntnis,
O komm, du Geist der Erneuerung.
Leere volle Kirchen

Ochsen

Sie verwandelten die Herrlichkeit ihres Gottes in das Bild eines Ochsen, der Gras frisst. 
Psalm 106,20
Die falschen Götter,
die falschen Herrlichkeiten,
die Scheingötter,
die Scheinherrlichkeiten.
Filmgöttinnen,
Fussballgötter,
Musikgötter,
Schönheitsgötter,
Götter in Weiß,
Wirtschaftsgötter,
Finanzgötter,
Politgötter,
Twitter, Facebook, Instagram,
Social networking,
Sex,
Wellness,
Promis,
Gurus,
Macht,
Mammon.
Wir beten alles an, nur nicht unseren Gott.
Der Mensch ist der Ochse.
Er frisst noch nicht einmal Gras,
er frisst Dreck.
Gottes herrliche Schöpfung.
Wie weit muss sie sinken,
damit sie wieder auferstehen kann?
Gott, wo ist Mose und Aaron?
Gib ihnen ein Gesicht und eine Stimme, die gehört wird.
Komm, du Heiliger Geist, der alles neu macht.

Eitelkeiten

Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre sich nahen, da du wirst sagen: »Sie gefallen mir nicht.«
Prediger 12,1
Denk an deinen Schöpfer,
ehe sich verfinstern die Sonne und das Licht,
und der Mond und die Sterne,
und die Wolken nach dem Regen wiederkehren;
an dem Tage, da die Hüter des Hauses zittern,
und sich krümmen die starken Männer,
und die Müllerinnen feiern, weil ihrer wenig geworden,
und sich verfinstern die durch die Fenster Sehenden,
und die Türen nach der Straße geschlossen werden;
indem das Geräusch der Mühle dumpf wird,
und er aufsteht bei der Stimme des Vogels,
und gedämpft werden alle Töchter des Gesanges.
Auch fürchten sie sich vor der Höhe,
und Schrecknisse sind auf dem Wege;
und der Mandelbaum steht in Blüte,
und die Heuschrecke schleppt sich hin,
und die Kaper ist wirkungslos. 

Denn der Mensch geht hin zu seinem ewigen Hause,
und die Klagenden ziehen umher auf der Straße;
– ehe zerrissen wird die silberne Schnur,
und zerschlagen die goldene Schale,
und zerbrochen der Eimer am Quell,
und zerschlagen die Schöpfwelle an der Zisterne;
und der Staub zur Erde zurückkehrt, so wie er gewesen,
und der Geist zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.


Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Prediger; alles ist Eitelkeit!
Und darüber hinaus, dass der Prediger weise war,
lehrte er noch das Volk Erkenntnis und erwog und forschte,
verfasste viele Sprüche.
Der Prediger suchte angenehme Worte zu finden;
und das Geschriebene ist richtig,
Worte der Wahrheit.
Die Worte der Weisen sind wie Treibstacheln,
und wie eingeschlagene Nägel die gesammelten Sprüche;
sie sind gegeben von einem Hirten.
Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören:
Fürchte Gott und halte seine Gebote;
denn das ist der ganze Mensch.
Denn Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse,
in das Gericht über alles Verborgene bringen.
(Prediger 12)
Wer Ohren hat zu hören, der höre.
Gott schickt seine Warnungen.
Wehe dem, der hört und nicht hört.
Die Schrecknisse sind auf dem Weg.
Wohin du auch wegläufst,
Wo immer du dich verbirgst,
Was immer du tust,
Du wirst ihnen nicht mehr entkommen.
Sie werden bei dir sein bei Tag und bei Nacht.
Gott wird das Gericht über alles Verborgene bringen.
Gott schickt seine Warnungen,
Gott weiß, wieso er sie gerade jetzt schickt.
Wer Ohren hat zu hören, der höre und kehre um.
Wer Gottes Warnungen in den Wind schlägt,
Wird durch den Sturm gepeitscht.
Alles Bitten und Beten hilft dann nicht mehr.

Veröffentlicht in Allgemein

Frieden

Ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth. 
Haggai 2,9
Gestern war kein guter Tag.
Ich war so neben der Kappe, dass ich die Losung von heute bereits gestern verarbeitet habe und das auch noch erst abends, ohne es gerafft zu haben.
Keiner hat sich beklagt. Danke für die Nachsicht.
Und heute, heute ist der Friede von gestern dran.
Glauben kann ich es nicht so recht.
Oder: Wenn ich es nur recht glaube, dann gewährt es der liebe Gott?
Oder: Weil ich nicht recht glaube, wird er nicht?
Ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der Herr Zebaoth.
Veröffentlicht in Allgemein

Zerschlagenes Herz

Der HERR hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. 
Psalm 34,19
Der Psalmvers heißt ungekürzt:
Der Herr ist nahe bei denen, die zerbrochenes Herzens sind, und hilft denen, die ein erschlagenes Gemüt haben.
Wer zerbricht Herzen und erschlägt das Gemüt?
Du hast viel zu tun, o Gott.
Bei denen , deren Herz und Gemüt erschlagen ist und
noch mehr bei denjenigen, die zugeschlagen haben.
Veröffentlicht in Allgemein

Unvermögen

Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut? 
Psalm 116,12
Lieber Gott,
die Wohltat, die du an mir tust oder mir antust.
Ich kann nicht mit Werken erkaufen, dass du mich annimmst.
Ich kann bitten, hoffen, beten.
Ich kann loben, preisen, hadern.
Ich kann versuchen, demütig und geduldig mit dir und mit mir zu sein,
Ich kann mich anbieten, nehme mich hinauf zu dir,
Ich kann versuchen, danach zu leben, wie ich dich verstehe.
Ich kann darin scheitern oder mich auch nur als gescheitert ansehen.
Ich kann letzten Endes nur, was du in mein Vermögen gelegt hast.
Ich kann nicht aus meiner Haut, wie gern ich das auch täte.
Ich kann dich nur durch mein Ich wahrnehmen, solange ich Mensch bin.
Ich kann lassen, aber erst ganz, wenn ich ganz bei dir bin.
Ich kann eigentlich gar nichts aus mir heraus. Alles nur durch dich.