Sorgen

Manchmal
vergesse ich,
verzage,
kleidet Sorge mich.
Manchmal
vergesse ich,
dass ich mich, wohl geleitet,
nicht sorgen muss.
Manchmal
vergesse ich,
dass DU, o Gott, umsorgst,
meine Sorge vergebliches Sorgen ist.
Manchmal
vergesse ich,
dass mein Sorgen
fehlendes Vertrauen ist.
Manchmal
vergesse ich
ob aller Sorge, die Liebe,
die in aller Sorge verborgen ist.

Frucht der Erkenntnis

Die Frau nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 
1.Mose 3,6
Adam und Eva dachten, sie essen die Frucht der Erkenntnis.
Sie haben sich täuschen lassen:
Von falschen Einflüsterungen,
vom inneren Verführer,
vom Reiz des Verbotenen.
Gegessen haben sie ihr Elend.
Was ist die Frucht der Erkenntnis für uns?
Haben wir daraus gelernt?
Hören wir zu?
Machen wir es anders?

Himmel der Himmel

HERR, du bist’s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist. 
Nehemia 9,6
Wo ist Dein Anfang?
Wo Dein Ende?
Was der Himmel der Himmel ist,
kann kein Mensch fassen.
Obwohl Du so unfassbar bist,
bist Du doch erlebbar.

Ausgewogenheit

Zweierlei bitte ich von dir, o Gott:
Eitles und Lüge halte fern von mir.
Armut und Reichtum gib mir nicht.
Speise mich mit deinem Brot.
Gib mir meinen Anteil
nach deinem Willen.
Lass mich nicht satt werden,
damit ich dich im Überfluss nicht vergesse.
Lass mich nicht verhungern,
damit ich an dir nicht verzweifle.
(nach Sprüche 30, 7-9)

Einsamer Weg

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.
Psalm 25,16
Wende dich zu mir, o Gott,
und sei mir gnädig,
leite mich auf deinem Weg,
lass mich deine Leuchte an meinem Fuß erkennen.
Elend bin ich in meinen Verirrungen,
aber gesegnet in Dir.
Einsam ist der Weg zu Dir.

Satzungen

Haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der HERR, der euch heiligt. 
3.Mose 20,8
Gott wirbt für die allumfassenden Liebe, wir treten ihn dafür mit Füßen.
Er gibt nicht auf, er will uns in das Land führen, in dem Milch uns Honig fließt.

Alles hat seine Zeit (I)

Alles hat seine Zeit,
Alles was IST unter dem Himmel, seine Stunde.
Geboren werden und sterben,
pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist,
würgen und heilen,
brechen und bauen,
weinen und lachen,
klagen und tanzen,
Stein zerstreuen und Stein sammeln,
herzen und ferne sein von Herzen,
suchen und verlieren,
behalten und wegwerfen,
zerreißen und zunähen,
schweigen und reden,
lieben und hassen,
Streit und Friede.
So gehe hin,
iss dein Brot mit Freuden,
trinke deinen Wein mit gutem Mut,
lass dein Brot im Wasser treiben,
teile Speise aus, solange du kannst,
so wirst du auf lange Sicht satt werden.
Wer auf den Wind achtet, der sät nicht,
wer auf die Wolken sieht, der erntet nicht.
(nach Prediger, insb. Pred 3, 1-8)

Auflehnung

Das sei ferne von uns, dass wir uns auflehnen gegen den HERRN und uns heute von ihm abwenden. 
Josua 22,29
Gott schläft nicht.
Wenn wir meinen uns gegen ihn auflehnen zu wollen,
sollten wir uns das gut überlegen,
Es kostet viel Kraft,
im Dunkeln,
im aufgewühlten Meer der Verlassenheit,
wieder zurückzurudern.

Sattheit

Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst, dann hüte dich, dass dein Herz sich nicht überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergisst. 
5.Mose 8,12.14
Sattheit,
Selbstzufriedenheit,
Überfluss.
Ich habe doch alles,
was ich brauche.
Keinen Hunger auf Gott.
Nicht gottgefällige Selbstgefälligkeit.

Befreiung

Wo der Geist des Herrn ist,
da ist Freiheit.
Freiheit von Angst.
Freiheit von Kummer.
Freiheit von Leid.
Freiheit von Neid.
Freiheit von Eifersucht.
Freiheit von Zorn.
Freiheit von Emotion.
Herr, befreie mich.
Herr, sende mir deinen Geist.
Herr, speise mich.
(nach 2.Kor 3, 17)

Physis

Gott wird mich erlösen aus des Todes Gewalt; denn er nimmt mich auf.
Psalm 49,16
Wir leben im Herrn und
sterben in den Herrn.
Ob wir physisch leben
oder physisch sterben,
ist einerlei vor dem Herrn,
wenn wir glauben.
Glauben enthebt uns aller Physis.

Gute und schlechte Tage

Es sei Gutes oder Schlechtes – auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, werden wir hören. 
Jeremia 42,6
Ich werde zu Dir halten,
in guten, wie in schlechten Tagen.
Und jeder schlechte Tag
entpuppt sich als guter Tag.
Deshalb: Lasst euch nicht entmutigen.

Von ganzem Herzen

Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.
5.Mose 6,5
Du sollst Gott, den Herrn,
von ganzem Herzen,
mit ganzer Seele und
mit all deiner Kraft lieben.
Jeder überlege für sich selbst,
wie er das jeden Tag tut:
Gott lieben,
mit ganzem Herzen,
mit ganzer Seele,
mit aller Kraft.
Wie arm sind wir.