Ich steh an deiner Krippen hier

Ich steh an deiner Krippen hier,
o Jesu Du mein Leben.
Ich komme, bring und schenke Dir,
was du mir hast gegeben.

Nimm hin,
es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut,
nimm alles hin und
lass Dir’s wohl gefallen.

Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren und
hast mich Dir zu eigen gar,
eh ich dich kannt,
erkoren.

Eh ich durch Deine Hand gemacht,
da hast Du schon bei Dir bedacht,
wie Du mein wolltest werden.

Ich sehe Dich mit Freuden an und
kann mich nicht satt sehen; und
weil ich nun nichts weiter kann,
bleib ich anbetend stehen.

Oh dass mein Sinn ein Abgrund wär und
meine Seel ein weites Meer,
dass ich Dich möchte fassen.

(Paul Gerhardt)

Im Stall

Christ-Metten-Gang

Kurz vor Mitternacht habe ich mich auf den Weg gemacht.
Wandere auf stillen Wegen dem Christkind entgegen.

Plötzlich höre ich ganz erschrocken
in der Ferne die ersten Weihnachtsglocken.

Sie erfüllen mit ihrem himmlischen Schall
um mich herum das weite All.

Keine Zeit zum Träumen.
Ich will das Christkind nicht versäumen.

Christmetten-Gang

Heiliger Abend

Heiliger Abend
Glockenklang
Weihnachtsglanz

Funkelnder Lichterbaum
Glänzende Kindergesichter
Welt im Weihnachtsrausch

Volle Kirchen
Voller Menschen
Weihnachtsfolklore

Verdeckt von Geschenkpapierbergen und
fast vergessen in all der Pracht,
der Ursprung der Heiligen Nacht.

Heiliger Abend

Vierter Advent

Unruhig gehe ich in den vierten Advent,
Wieso bin ich so bewegt?

Unruhig lausche ich in den vierten Advent.
Was bringt die Saiten in mir so ins Schwingen?

Unruhig wandere ich durch den vierten Advent.
Eiskalter Dezemberregen durchnässt mich, ohne mich zu kühlen.

Unruhig gehe ich aus dem vierten Advent.
Wehend hinein in die Heilige Nacht.

Heilige Nacht