Kannitverstan

Viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen!
Jesaja 2,3


Der Berg ist zu uns gekommen,
der Fels, auf den wir bauen können.
Er zeigte uns Gottes Wege,
er entschlüsselte das Wort.
Er ist der Menschen Sohn,
Gottes Gesicht als Mensch.
Er lehrte uns,
was Demut vor Gott heißt.
Er gab uns Beispiele,
Gleichnisse, Anschauungsmaterial.
Er zeigte uns,
was Nachfolge ist:
Gott allein zu dienen.
Was tut Mensch?
Das Wort für seine Zwecke instrumentalisieren.
Fallen, anstatt zu steigen.

miles & more

333 miles to go.
Vor mir fällt im Mittelgang ein Tablett vom Servierwagen.
Ziemlich unappetitlich.
Ich mag gar nicht hinsehen.
Die Flugbegleiterin flucht vor sich hin.
Besser die Augen zumachen,
bevor es mir noch den Magen umdreht.
Ich schließe die Augen und denke,
was für ein Meilenstein muss es sein,
einzuschlafen: einfach schlafen,
ohne irgendetwas zu träumen.
Wie entlastend muss
der letzte Meilenstein sein.
Ich spüre, wie mich eine Kraft von oben erfasst,
sinne nach wie ich es benennen könnte.
Plötzlich fällt es mir ein:
Wie Elia, als er gen Himmel gefahren ist.
So ist Elia gen Himmel gefahren.
Eine Kraft, die nicht zu beschreiben ist,
die schräg nach oben zieht.
weiß anziehende Kraftlinien.
Vielleicht nehmen sie mich mit,
denke ich.
Aber:
We are starting to descend
und das übliche Bla-bla.
Was für ein Widerspruch,
Flugzeug und ich mit ihm streben nach unten,
die Kraft zieht nach oben.
Die Kraftlinien werden,
entsprechend unserem Neigungswinkel,
steiler und zentrieren sich auf meinem Scheitel.
Ich sehe Flämmchen auf meinem Kopf,
ein kleines Feuerchen das schnell verlöscht,
abgelöst von einem Art Vulkanausbruch in dünnen Fäden,
Gebirge fallen in mir um,
innere Seufzer der Erleichterung.
Euch werden eure Sünden auf den Kopf fallen.
Wie oft steht das in der Schrift?
Das ist schnell vorbei und ich sehe,
wie sich zart rosafarbene Mandelblüten um mich legen und
ich eine Blüte in Gottes Garten werde.
Nur Blüte sein, mehr ist es nicht,
aber es fühlt sich wunderbar an.
Hier möchte ich bleiben,
eine Mandelblüte in Gottes Garten.
Welch ein Friede.
Cabin crew, 10 minutes to land.
Das ist gemein.
Das Flugzeug setzt mit einem harten Ruck auf.
Die Erde hat mich wieder.
Ganz gegen meine Gewohnheit zuckle ich auf dem Nachhauseweg
in aller Seelenruhe hinter einem Laster her. Ich merke es gar nicht.
Mein Auto fährt ohne mich.
Elia, schießt es mir durch den Kopf.
Elia!
Mir kommt mein Kind in den Sinn,
das nur in mir gelebt,
aber nie geatmet hat.
Dieses Kind, von dem ich mich so schwer trennen konnte.
Jahrzehnte hat es gedauert.
Lange habe ich nicht mehr an ihn gedacht.
Elia!
Wie wunderbar ist diese Gotteskraft!
Als ob ich endgültig meinen Frieden
mit diesem Schmerz geschlossen hätte.
Wie wunderbar ist diese Gotteskraft!
Ich kann es immer wieder nur sagen.
Die Kraft,
die Frieden gibt,
wenn die Zeit da ist,
und neue Lebenskraft schafft!
Miles and more.
Ich fliege,
Richtung Gottes-Garten.
Elia in der Mandelblüte
Elia, wie Gott ihn in den Himmel ruft.
Elia in der Mandelblüte
Himmelfahrt des Propheten Elia

Starke Gewalten

Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist. 
Jesaja 53,12

Elberfelder:
Darum werde ich ihm die Großen zuteil geben, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, daß er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und den Übertretern beigezählt worden ist.

Zwei völlig widersprüchliche Übersetzungen:
Er soll die Starken zum Raub haben
oder
mit den Gewaltigen wird er die Beute teilen.

Starke rauben oder mit Gewaltigen teilen?

Die Starken im Glauben zieht Gott an,
mit den Gewaltigen im Glauben teilt er.

Rechnung ohne Wirt

Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts! 
Jesaja 29,16
Ihr meint,
Gott tanzt nach eurer Pfeife,
macht eure Meinungen zu seinen,
ihr sagt, er sei ein grausamer Gott,
er sei nur Einbildung,
meint, ihr könnt euch ein Urteil über ihn erlauben,
behauptet, er gebe jedem einen Freibrief,
denkt, ihr entscheidet, was entscheidet,
macht euch selbst zu einem Gott:
Es war noch nie ratsam,
die Rechnung ohne den Wirt zu machen.

Kehrt um!

Die Wege des HERRN sind richtig, und die Gerechten wandeln darauf; aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall. 
Hosea 14,10
Wer weise ist,
der wird dies verstehen,
wer verständig ist,
wird es erkennen:
Kehre um,
denn du bist gefallen durch dein Unrecht.
Kehre um,
dann will ich euer Unheil heilen.
Der Weg des HERRN ist Aufrichtigkeit.
Er sagt, was er tut:
Kehrt um,
denn diejenigen,
die nicht seinen Weg gehen,
werden fallen.
Bedenkt es!
Der Weg des HERRN ist Aufrichtigkeit.
Er sagt, was er tut.

Lebens-Wechsel-Spiel

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN! 
Psalm 113,3
Auf den Tag folgt die Nacht,
nach der Nacht kommt der Tag.
Licht und Dunkel,
Lebens-Tages-Zeiten,
Lebens-Wechsel-Spiel.
Gelobt sei der,
der die Sonne vom Himmel fallen lässt
und die Finsternis vertreibt,
die Zeit auflöst und
vom Lebens-Wechsel-Spiel befreit

Gottes Olympiade

Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen. 
Psalm 147,11

Immer weiter, schneller, höher
ist nicht Gottes Olympiade,
bei ihm führen andere Disziplinen zum Sieg:
Demut,
Ehrfurcht,
Gott vertrauen
.

Mitte

Mose sprach: Hab ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte. 
2.Mose 34,9

Sei unsere Mitte, o Gott,
damit wir im Gleichgewicht bleiben,
gehe in unserer Mitte,
damit wir dich nicht verlieren,
nimm uns in deine Mitte,
damit wir in dir gesammelt sind.
Mitte, Gleichgewicht, Gott, Sammlung

Strandgut

Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen. Ich will das Verwundete verbinden und das Schwache stärken. 
Hesekiel 34,16

Wer immer verloren scheint,
den gibt Gott nicht auf,
wer sich auf Irrwegen befindet,
den gibt Gott nicht auf,
wer sich selbst verliert,
den gibt Gott nicht auf.

Wen Gott sucht, den findet er auch.

Aktienkurs

Rosse helfen nicht; da wäre man betrogen; und ihre große Stärke errettet nicht. Siehe, des HERRN Auge achtet auf alle, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen. 
Psalm 33,17-18
Was wir als Stärke erachten,
ist unsere Schwäche,
gefährdet uns.
Reichtum
versklavt,
korrumpiert,
macht abhängig.
Alles Geld nützt vor Gott nicht,
Gott misst Bettler und Milliardär
mit gleichem Maß.
Der Aktienkurs mag noch so steigen,
wenn wir bei Gott schlechte Aktien haben,
stehen wir vor dem Nichts.

Wahrhaftigkeit

HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.
Psalm 92,5
Was immer meine Hände tun,
wie wahrhaftig ich mich wähne,
wie sehr ich mich bemühe,
zu erklären und zu mehr (Er-)Kenntnis zu führen:
Ich vermag nur, o Gott,
was du in meine Hände legst.
Manchmal, vermag ich nicht viel,
und mein Lied ist keine Lobeshymne,
sondern ein Klagelied.
Aber dennoch,
danke ich,
für jeden Ton,
den du in mir zum Klingen bringst,
ob er in den Ohren gut klingt,
oder Bauchschmerzen verursacht.
Ich sage, was ich höre,
in der Wahrhaftigkeit,
die Du, o Gott, in mich gelegt hast.
Auf Deinen Segen traue ich.
Amen.

Licht der Erkenntnis

Der HERR spricht: Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe. 
2.Mose 23,20
Auf die Engel kommt es nicht an,
sie sind nur Träger des Lichtes der Erkenntnis,
sie sind ein Symbol für die Erkenntnis der Anwesenheit Gottes.
Es kommt allein auf den Ort an,
auf den Ort, der uns gezeigt werden soll,
den Ort unserer Zuflucht,
den Ort unserer Heimkehr,
den Ort des Lichts,
den Ort der Wahrheit,
den Ort der Gerechtigkeit,
den Ort des Lebens,
den Ort der Erfüllung.
Gott!