Wüstenprophezeiungen

Die Wüste und Einöde wird lustig sein,
wird fröhlich stehen und blühen wie die Lilien,
denn Herrlichkeit und Schmuck unseres Gottes ist ihr gegeben.
Sagt den verzagten Herzen:
Seid getrost und fürchtet euch nicht.
Seht, euer Gott, der kommt zur Rache,
Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.
Dann werden
der Blinden Augen aufgetan,
der Tauben Ohren geöffnet,
die Lahmen springen wie ein Hirsch,
die Stummen singen Gottes Lob.
Denn es werden
Wasser in der Wüste fließen und
Ströme im dürren Land,
Brunnen sollen quellen und
Gras, Rohr und Schilf wachsen.
(Jesaja 35, 1-7)
Der aus Wüsten Gärten macht.
So warten wir.
So vertrauen wir.

Natur

Du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern. 
Psalm 104,4
Der Wind weht wo er will,
mal säuselt er uns ins Ohr,
mal fegt er uns weg.
Das Feuer lodert immer,
als Feuereifer oder
als eiferndes Feuer.
Gottes Naturgewalten.
sein walten über unsere Natur,
unsere Natur in seiner Natur.

Buckelpiste

Ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Höckerige zur Ebene. 
Jesaja 42,16
Jeder Anstieg, ist mit dir zu erklimmen, o Gott,
du gibst uns Atem, wenn uns die Luft ausgeht.
Jeden Abstieg fängst du auf,
damit wir nicht ins Trudeln kommen.
Aus jedem Schlagloch ziehst du uns wieder heraus,
damit wir nicht versacken.
Du geleitest uns sicher durch die Buckelpiste unseres Lebens.

Segen und Fluch

Lieber Luther,

Gott ist das ewige Gut und wir ein Teil davon. Doch vor dem ewigen Gut steht viel Ungutes, viel Ungehorsam, viel Leid, mangelnde Demut, Eigenwille und Renitenz, kurz, der Mensch, so wie er geschaffen ist. Anzunehmen, der Mensch erreiche das ewige Gut, solange er menschlich lebt, ist Augenwischerei. Aber nicht nur, es ist auch Last und Belastung, das Postulat allein Beschwernis und Last. Gott wusste das. Deshalb hat er zum Segen auch immer den Fluch gesellt, zum ewigen Heil das ewige Gericht. Im ersten wie im zweiten Testament. Nicht nur der Mensch, auch Jesus und Gott sind zornig. Wären sie es nicht, wir – und unser Tun – wären ihnen gleichgültig, es bräuchte sie gar nicht. Ein Maßstab ohne Maßstab ist keiner. Es ist ja nicht unbegründeter Zorn. Wer das weg definieren will, verschließt die Augen vor 2,5 Millionen Jahren Menschheitsrealität.

Gott hat einen Bund mit uns geschlossen und die dazugehörige Handlungsanleitung ist einfach: So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut darnach, auf dass ihr weise handeln möget in all eurem Tun (5.Mose 29, 9 ff). Du, jeder einzelne, der vor mir steht, sich zu dem Bund bekennt, tritt in den Eid auf den Bund mit mir ein. In diesem Bund und mit diesem Eid, besiegelt mit meinem Blut, richte ich dich zu meinem Volk auf. Ich sammle euch in dem Bund und unter diesem Eid. Ob dies der alte oder neue Bund ist, spielt keine Rolle, es ist immer der EINE Bund mit dem EINEN Gott, die EINE Stadt, das EINE Haus, der EINE Tempel, der EINE Zionsberg, das EINE Kreuz, der EINE Christus.

Gedenkt immer des Bundes, den ihr mit diesem EINEN geschlossen habt. Gedenkt eurer Geschichte und nehmt sie als Warnung, fallt nicht in eurem Herzen von mir ab, dient nicht anderen und falschen Göttern. Vor allem hüte dich davor, obwohl du diese Worte und diesen Fluch hörst, dich selbst in deinem Herzen zu segnen und zu sagen: Es geht mir wohl, obwohl du nur tust, was dir dein Herz sagt. Die sich an sich selbst betrinken, werden verdursten: Da wird der Herr nicht gnädig sein; sondern dann wird sein Zorn und Eifer rauchen über solchen Menschen, und es werden sich alle Flüche auf ihn legen, die in diesem Buch geschrieben sind; und der HERR wird seinen Namen austilgen unter dem Himmel (5.Mose 29, 20). Er wird ihr Land mit Schwefel und Salz verbrennen, dass es nicht besät werden kann, noch etwas darin wächst, noch ein Kraut aufgeht, gleich wie in Sodom und Gomorra. Warum? Weil du den Bund verlassen hast, den Eid gebrochen.

Gott ist ein zorniger Gott, aber auch ein langmütiger Gott: Wenn nun alles über dich kommt, nach deiner Wahl, der Segen und der Fluch, und du in dein Herz gehst, auch wenn du unter den Heiden bist, zu denen du verstoßen bist, Gott nicht kennst, und umkehrst, dich zu Gott bekehrst, seiner Stimme gehorchst, von ganzem Herzen und ganzer Seele, so wird dein Gott dir dein selbstgewähltes Gefängnis wenden. Selbst wenn du bis an der Himmel Ende verstoßen wärst, wird dich der Herr, dein Gott, von dort sammeln (5.Mose 30, 4).

Ihr habt keine Ausrede. Das Gebot, das ich euch gebe, ist nicht verborgen, ihr könnt nicht sagen, wer will uns über das Meer fahren und dein Wort uns holen, dass wir es hören und tun. Es ist da, es ist in der Welt. Es ist Verheißung, Hoffnung und Warnung. Denn seht, dass ich’s allein bin und ist kein Gott neben Mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette (5.Mose 32, 39).

Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählst (5.Mose 30, 19). Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis dass es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens (Heb 4, 12). Mensch, du hast die Wahl, auf mich, deinen Gott, kannst du es nicht schieben, wenn du meiner Stimme nicht gehorchst und du die Konsequenzen tragen musst.

Und es wird Konsequenzen haben. Auch darüber habe ich euch ausführlich belehrt. Denn, alle Menschen, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben und mich dennoch zehnmal versucht, meiner Stimme nicht gehorcht, mir gelästert haben, sollen das Land nicht sehen, das ich ihren Vätern verheißen habe, sie werden nicht in meine Ruhe kommen (4.Mose 22 ff). Welchen schwur er aber, dass sie nicht zur Ruhe kommen sollten, wenn nicht den Ungläubigen (Heb 3, 18)?

Lieber Luther, auch mit mancherlei Speis und Trank, mancherlei Taufen und äußerlicher Heiligkeit ist es nicht getan, den Gott sieht in alle Herzen (Heb 9, 10) und wartet hinfort, bis dass seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden (Heb 10, 13). Mir kommen die Konfirmationen dieser Tage in den Sinn. Oder auch Taufen. Viel äußerliche Heiligkeit, wenn überhaupt, nicht nur von denen, die so scheinheilig vor den Altar treten, sondern auch derjenigen, die mitspielen und ihren Segen dazu geben.

Und, passend zu Pfingsten, lieber Luther, eine wie viel ärgere Strafe wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt, den Bund, den er geschlossen hat, das Blut des Testamentes, unrein achtet, durch welches er geheiligt ist, und den Geist der Gnade schmäht? Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen (Heb 10, 29-31), in jeglicher Beziehung, in Gutem wie im Schlechten. Erschrecken von der Größe des Segens, aber auch vor der Größe des Zorns. Ich kenne beides, du, lieber Luther, sicher auch. Umfassende, mich ganz erfassende Gottesfurcht und –ehrfurcht.

Die An- und Aufforderung, lieber Luther, ist also nicht, vor all dem Unguten die Augen zu verschließen, sich in die vereinfachte Formel zu flüchten, Gott vergibt alles. Am Ende, lieber Luther, vielleicht ja, das ist die Hoffnung, aber davor steht der zornige, der richtende Gott, der sich unsere Untaten alle ansieht. Und das ist gut so. Mich erleichtert das. Ich kann vor ihn nicht nur meine Fürbitten, sondern auch meine Flüche legen. Er kennt beides. Er, der gerechte Richter, wird sie wiegen und wägen und nach seiner Gerechtigkeit bewirken, richten und rächen. Zu Gott wie auch zu mir, gehören Segen und Fluch. Wer nur den Segen sieht und den Fluch negiert, halbiert Gott und Mensch. Licht macht die Dunkelheit zum Licht.

Herzliche Grüße
Deborrah

Funkstille

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?
Jeremia 23,23
Hören und gehört werden,
Es ist immer du und ich, o Gott.
Wenn gerade Funkstille ist,
mag es in deinem Willen liegen oder
in meinem Unvermögen oder mangelnden Willen.

Wunderbarer Gott

David betete: Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du alle diese großen Dinge getan. 
2.Samuel 7,21
 
Um all deines Wortes willen,
damit Mensch begreift,
dass du allein es bist,
tust du all die großen Taten.
Du hast meine Gebete erhört
und ich stehe voll Andacht
und Dankbarkeit vor deiner Größe.

 

Du wunderbarer Gott.

Zwei Sekunden – und alles ist anders

Ich bin krankgeschrieben,
ich hatte einen Unfall,
einen schweren Unfall.
Mir stockt das Herz.

Zwei Sekunden,
und das Leben ist verändert.
Du bist nicht mehr der,
der du warst.

Wo Licht ist,
ist Dunkelheit,
wo Farben waren,
nur noch grau.

Wo ist der Plan B,
habe ich fast flehentlich gefragt,
vor 5 Monaten, als unser Vater starb.
Ihr braucht einen Plan B.

Wieso weiß ich immer im Voraus,
von dem Unglück, das kommt?
Wem hilft es? Mich quält es.
Verhindern kann ich nichts.

Ich kann von ihm lernen.
Was nützt es,
rückwärts zu weinen,
hat er zu mir, fast tadelnd, gesagt,
als der Schmerz mich überwältigen wollte.
Vielleicht bekommen sie es auch wieder hin.
Wenn alles gut geht.

Wie stark ist er.
Er hat es mir selber gesagt,
nicht ausrichten lassen,
ist selbst seinen Mann gestanden,
mitten in seinem Unglück.
Mit einer unfassbaren Gelassenheit.
Von Tempo 200 auf 0.

Wer mit und in der Natur arbeitet,
ist dem Leben nahe,
kennt Unglück,
kennt Krankheit,
kennt Sterben,
lebt mit dem Wetter,
so wie es ist.
Jeden Tag.
Demütig.

Er tut, was getan werden muss,
verliert keine Zeit mit Selbstmitleid und Trauer,
regelt die Dinge, unverzüglich,
behält ohne klaren Blick den Überblick.

Und wenn ich nachdenke,
sehe ich, dass alles vorgezeichnet war.
Die Hilfe kommt vom HERRN.
Sie war schon am Keimen,
das Saatkorn gelegt.

So ist es gut, wie es ist,
du Gott, hast vorgesorgt.
Ich sehe deine schützende Hand.
Bei DIR sind wir sicher,
du birgst uns unter deinen Flügeln,
und lässt uns nicht versinken
im Dunkel der Not.

Licht, im dunklen Gefängnis.

Dunkelheit

Hilfspakete

Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus. 
Psalm 51,14
Die Hilfspakete, lieber Gott,
die du für mich schnürst,
sind zahlreich.
Und doch bedarf ich ihrer immer wieder.
Mein Geist ist willig,
ihrer nicht mehr zu bedürfen, aber
ich bin schwach.

Berge

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. 
Psalm 121,1-2
Ich schließe meine Augen und
sie wandern zu den Bergen in meinem Inneren.
Wie kann ich sie überwinden?
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn.
Er ist der bessere Bergsteiger.

Ausgewogenheit

Zweierlei bitte ich von dir, o Gott:
Eitles und Lüge halte fern von mir.
Armut und Reichtum gib mir nicht.
Speise mich mit deinem Brot.
Gib mir meinen Anteil
nach deinem Willen.
Lass mich nicht satt werden,
damit ich dich im Überfluss nicht vergesse.
Lass mich nicht verhungern,
damit ich an dir nicht verzweifle.
(nach Sprüche 30, 7-9)

Satzungen

Haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der HERR, der euch heiligt. 
3.Mose 20,8
Gott wirbt für die allumfassenden Liebe, wir treten ihn dafür mit Füßen.
Er gibt nicht auf, er will uns in das Land führen, in dem Milch uns Honig fließt.

Sattheit

Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst, dann hüte dich, dass dein Herz sich nicht überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergisst. 
5.Mose 8,12.14
Sattheit,
Selbstzufriedenheit,
Überfluss.
Ich habe doch alles,
was ich brauche.
Keinen Hunger auf Gott.
Nicht gottgefällige Selbstgefälligkeit.

Von ganzem Herzen

Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.
5.Mose 6,5
Du sollst Gott, den Herrn,
von ganzem Herzen,
mit ganzer Seele und
mit all deiner Kraft lieben.
Jeder überlege für sich selbst,
wie er das jeden Tag tut:
Gott lieben,
mit ganzem Herzen,
mit ganzer Seele,
mit aller Kraft.
Wie arm sind wir.