Jeremia 7,23
mein Weg.
mein Weg.
Lieber Luther,
Lätare, freue dich, dieser Ausruf passt perfekt zum Predigttext dieses Fastensonntages (Joh 12, 20-33). Wie das? Ist da nicht von einem Weizenkorn die Rede, das sterben muss? Und ist dieses Bild nicht auf Jesus gemünzt, auf seinen grausamen Tod? Von Verherrlichung ist außerdem die Rede. Was heißt das alles und wieso ist das ein Grund zur Freude? Aber der Reihe nach. Weiterlesen „Stärke“
Wen Gott sucht, den findet er auch.
Lieber Luther,
Auf den ersten Blick sieht es im Predigttext zum Sonntag Okuli (Lk 9, 57-62) so aus, als ob Jesus ein bisschen aufstöhne und sage, jeder Fuchs hat einen Bau, in dem er schläft, jeder Vogel ein Nest, in dem der die Nacht verbringt, aber ich, der arme Wanderprediger, weiß nicht, wo ich heute Nacht schlafen kann. „Modernisierte“ Bibelübersetzungen führen auf die falsche Spur. Da heißt es: Der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. So steht es im Gesangbuch. Ein kleines s, das einen großen Unterschied macht, materialisiert und die Bibelmodernisierer nicht gerade als Bibelversteher dastehen lässt. Für sie hat Jesus eigentlich das gepredigt, um was es im heutigen Predigttext geht. Weiterlesen „Gleich, vorher muss ich noch …“
Ich habe einmal auf einen Menschen geblickt, den ich schon länger kannte. Er hatte eine Gitarre in der Hand. Und wie ich auf ihn blickte, erschrak ich tief in meinem Innern. Was ist los mit ihm? Als ob der Teufel in ihn gefahren wäre. Als ob er ein anderer Mensch wäre. Er hat wie Rumpelstilzchen auf dem Boden aufgestampft, als er das Lied angestimmt hat. Als hätte er selbst gemerkt, dass etwas falsch ist. Der Teufel ist immer noch in ihm.
Ja, das gibt es. Und es kommt einem so – mit Trauer – in den Sinn, in der Wartezeit. Die Trauer um diesen Menschen. Wieso singt er dieses Lied: O, wie gut dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß?
Der HERR ist dein Ruhm und dein Gott.
5.Mose 10,21
Ehre,
Ruhm,
Macht,
falsche Federn,
sich zu schmücken.
Gott allein ist unser Ruhm,
innerer Glanz.
HERR, lass mir deine Barmherzigkeit widerfahren, dass ich lebe.
Psalm 119,77
Wer keine Barmherzigkeit gibt,
lebt nicht.
Wer keine Barmherzigkeit empfängt,
lebt nicht.
Ohne Gottes Barmherzigkeit sind wir geistlos
und laufen in den leeren Tod.
HERR, sei mir gnädig! Heile mich; denn ich habe an dir gesündigt.
Psalm 41,5
Heile mich, o Herr,
von allen Sünden,
die an mir kleben,
wie Kaugummi des Lebens.
Lieber Luther,
der Mensch scheint unbelehrbar. Das war zu Jesu Zeiten so und ist heute so. Im heutigen Predigttext (Mk 12, 1-12) besteht wieder einmal die Chance, die Botschaft zu verkünden, die verstanden werden will. Aber wer tut das? Welcher Pfarrer wagt dies? Kommt heute die Botschaft, um die es geht, von den Kanzeln oder wird fabuliert und abgelenkt, um ja nicht den Verdacht zu erregen, dass der Gott, von dem sie angeblich predigen, etwas verlangt vom Menschen. Es geht, lieber Luther, um den Herrn des Weinbergs. Weiterlesen „Reminiscere“