Glück!
Osterglocken.
Glücklich jeder, der sie hört.
Lauschend der, der auf ihren Klang wartet.
Kategorie: Pilgerreise
Leere Fülle
das leer oder voll ist.
passt nichts mehr hinein.
bringt es zum Überlaufen.
erlaubt keine Klarheit.
öffnet sich Raum.
was bisher keinen Platz hatte.
wird Klarheit.
Osterweihnachten
Auferstehung
Karfreitags – Gedanken
sehr weit von organisierter Kirche entfernt.
Es fällt mir schwer,
Predigten des Kirchenpersonals
zu ertragen.
Ich kann den gesammelten Unsinn,
der verbreitet wird,
kaum ertragen,
gerade jetzt zu Karfreitag und Ostern.
meine Klosterzeit auch.
Ich brauche keine Kirche,
ich brauche keinen äußeren Ort mehr,
der innere Ort reicht.
Kirchenfeste,
meine Kirche als Zufluchtsort,
den ich so geliebt habe,
sie lassen mich so unberührt
wie das letzte Weihnachten.
Seit vier Monaten habe ich
meine Kirche nicht mehr betreten.
wenn man keinerlei Bedauern
mehr empfindet über die Trennung.
Man muss viele Meilen gehen,
viele Wüsten durchqueren,
in vielen Wassern ertrinken,
bis die Lichter der Welt,
an Bedeutung für einen verlieren.
sie rauschen an mir vorbei,
ohne mich zu treffen.
Ver-Harren
Haute Couture
doch tragen die ersten Schönheiten
ihr Festttagskleid.
ziehen sie meine Blicke auf sich.
nach dem Wintergrau.
Wie kann das sein?
Es friert doch fast noch nachts.
wer solch pralle Üppigkeit schon wagt,
zieht es mich wie eine Biene zur Blüte.
rote und weiße,
Knospe an Knospe,
manche schon aufgeblüht.
in ihren roten und weißen Festtagsroben,
die sich kunstvoll in Falten legen.
vom Maßschneider
der Natur.
Rumpelstilzchen
Ich habe einmal auf einen Menschen geblickt, den ich schon länger kannte. Er hatte eine Gitarre in der Hand. Und wie ich auf ihn blickte, erschrak ich tief in meinem Innern. Was ist los mit ihm? Als ob der Teufel in ihn gefahren wäre. Als ob er ein anderer Mensch wäre. Er hat wie Rumpelstilzchen auf dem Boden aufgestampft, als er das Lied angestimmt hat. Als hätte er selbst gemerkt, dass etwas falsch ist. Der Teufel ist immer noch in ihm.
Ja, das gibt es. Und es kommt einem so – mit Trauer – in den Sinn, in der Wartezeit. Die Trauer um diesen Menschen. Wieso singt er dieses Lied: O, wie gut dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß?
Frühlings – Kyrie
Ich habe mich wieder einmal zu meinem geliebten Gregorianik-Workshop aufgemacht. Aber wie singen, wenn man toter als tot ist?
Das ist der Weg zum Leben.
Das Zulassen im Seinlassen.
Wir können es getrost.
Sonnenkraftwerk
Wasser über sich fließen lassen.
Den Geist klären.
Die Sinne frei machen.
Seele und Körper duschen.
In aller Frühe gelingt es am besten.
Du hast noch zwei Dinge zu tun:
deinen Kirchenschlüssel abgeben und
aus der Kirche austreten.
Gegoogelt, nun weiß ich es:,
25 EUR,
schmerzlos,
Kirche braucht man dazu nicht.
Ich bin inzwischen autonom,
nach vielen Kämpfen
habe ich nun mein eigenes Sonnenkraftwerk.
Wann ich es vollkommen in Betrieb nehme?
Ich werde sehen.
Weite Strecken, die man geht, bis man geklärt ist.
Veni Creator Spiritus
Veni, Creator, Spiritus,
Komm, Schöpfer, Geist,
erfasse mich:
Schwalben
Das beflügelt.
Und Schwalbe ist nicht gleich Schwalbe.
und Schwalben, die fliegen und fleißig sind.
die anderen nähren ihre Jungen.
die anderen Mehlschwalben.
Fruchtbares und flaches Land
Wenn über dich kommt Segen oder Fluch,
und du in dein Herz gehst,
und dort Gott nicht findest und dich
bekehrst zu ihm,
auf seine Stimme hörst,
von ganzem Herzen und ganzer Seele,
in allem, was ich dir gebiete, so wird der HERR,
dein Gott, sich
deiner erbarmen,
das Gefängnis in dir wenden,
und dich zu ihm versammeln.
Wenn du bis an der Himmel Ende verstoßen wärest,
so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln
und dich von dort holen und
dir Gutes tun.
Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz vom Bösen beschneiden,
dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
auf dass du leben mögest.
Denn das Gebot, dass ich dir heute gebiete,
ist dir nicht verborgen, noch zu ferne,
noch im Himmel,
dass du sagen möchtest:
Wer will in den Himmel fahren und es uns holen,
dass wir’s hören und tun?
Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen möchtest:
Wer will uns über das Meer fahren und es uns holen,
dass wir es tun und hören?
Denn es ist das Wort gar nahe bei dir,
in deinem Herzen, dass du es tust.
Siehe ich habe dir heute vorgelegt
das Leben und das Gute,
den Tod und das Böse.
(5.Mose 30, 1-20).
Wunderschön.
Mensch, du hast keine Entschuldigung,
du hast die Wahl.
Das Wort ist nahe bei dir,
tue es.
Jesus hat dies erklärt im Gleichnis vom Sämann, der das Wort sät und der Mensch im Bild entweder karges, steiniges, dornenreiches oder eben fruchtbares Land ist. Der Same ist das Wort, erklärt Jesus.
Denn es ist das Wort gar nahe bei dir,
in deinem Herzen, dass du es tust.
Was wird gelehrt?
Vergesst die Auslegung des Gleichnisses. Alles nicht so gemeint. Das könnt ihr getrost beiseitelassen, und freut euch an Gottes verschwenderischer Liebe. Das sagt ein „Pfaffe“, der sich selbst so nennt. Das predigt er tatsächlich. Gott wirft, heißt das, sein Wort ja gern vergebens auf unfruchtbares Land. Er verschwendet gern.
Wieso braucht es dann überhaupt das Wort, überhaupt einen Pfaffen? Überhaupt das Gleichnis? Wieso erzählt Jesus das Gleichnis, wieso steht es in 3 Evangelien? Und überhaupt Land: Gutes Land, die Botschaft des Gleichnisses: Sei gutes Land? Die Anstrengung ist nicht nötig, Gott ist verschwenderisch mit seiner Liebe. Lehnt euch getrost zurück und schlaft weiter.
Als ich das gelesen habe, habe ich fast meine Austrittserklärung geschrieben. Ich muss Dampf ablassen, sonst tue ich es noch. Es ärgert mich, seit ich es gelesen habe. Solche Pfaffen soll ich ernst nehmen und auch noch alimentieren mit meinen Kirchen-Steuern? Ich habe große Zweifel. Ich würde gern entscheiden wollen, welchen Pfaffen ich für fruchtbares Land halte und welche für flaches Land. Das fruchtbare Land unterstütze ich gern, das flache nicht: Es welkt in der Sonne und ist unfruchtbar, verführt die Menschen zu trügerischem Schlaf und führt sie auf die falsche Spur.
Denn es ist das Wort gar nahe bei dir,
in deinem Herzen,
dass DU ES TUST!
Da kann man sich nur zu Mt 13, 24-30 retten:
Hier spricht der Kapitän
Dein Kopf ist leer, du fühlst dich ausgebrannt.
Dann: Zum Flughafen gerannt.
Mit schwerem Gepäck.
Auf dem Weg:
Du musst einen Gang rausnehmen,
sonst kommst du nicht an.
Monsieur, ich strecke ihm mein Ticket entgegen,
reicht das noch, wenn ich mich hier anstelle?
Er winkt mich raus in die Schnellspur für 1.Klasse.
Ich lächle ihn dankbar an:
Danke, Monsieur.
aber dann zieht es sich hin:
Flugzeug enteisen.
Hier spricht der Kapitän:
Leider müssen wir jetzt noch 20 Minuten warten,
wegen hohem Verkehrsaufkommen am Zielflughafen.
Mmmmhhhhh.
Zwischendrin,
hier spricht Ihr Flugbegleiter:
Bitte schnallen Sie sich an,
wir fliegen durch Turbulenzen.
Die Turbulenzen gehen eigentlich,
habe schon Schlimmeres erlebt.
Es kann nicht mehr lange dauern.
Wenn Sie nach rechts rausschauen,
sehen Sie sicher:
Es ist nebelig.
Wir kreisen jetzt noch maximal 20 Minuten,
vielleicht bessert sich das Wetter und
dann machen wir einen Landeversuch.
Mmmmhhhh
Es klingt wie Musik in meinen Ohren.
Klappt also.
Wir gehen runter.
Plötzlich gibt der Pilot wieder Gas
und zieht die Maschine wieder hoch.
Mmmmhhh-
Das Wetter ist leider noch schlechter geworden.
Tut mir Leid,
für den missglückten Landeversuch.
Leider müssen wir jetzt doch auf einem anderen Zielflughafen landen.
Mmmmhhhhhhhhhhh.
Ich schaue aus dem Fenster,
ich hatte einen undankbaren Mittelplatz,
zwischen zwei doch etwas sehr beleibten Herren.
So stelle ich mir das Ende der Zeit vor
(nicht die Herren, die Aussicht!)
Es ist tiefdunkel,
und dazwischen blass orange farbene Bänder.
Und plötzlich unvermutet, wie aus dem Nichts,
glasklar, ein Leuchtturm in voller Schönheit,
das einzige Gegenständliche,
zwischen den orangenen Bändern in der Dunkelheit.
Ich muss das sehen,
in mich aufnehmen.
das Flugzeug hält nicht an,
bevor ich die volle Schönheit des Bildes,
des Leuchtturmes, erfassen kann,
sind wir auch schon weitergeflogen.
Hier spricht der Kapitän:
Es dauert mindestens noch 10 Minuten,
bis der Ground Support kommt.
Mmmmmhhhhhh.
35 Minuten auf Gepäck gewartet,
weiter 15 Minuten in der Kälte auf den Bus,
der die Gestrandeten weiter transportieren sollte.
40 Minuten Busfahrt.
Dann Eis gekratzt,
Schleicher vor mir im Nebel,
hoffentlich reicht der Sprit,
aber tanken,
tanken mag ich jetzt nicht mehr.
Ich gehe das Risiko ein und
komme an!
7 Stunden Rückreise.
3 Stunden verspätetes Wochenende!
Aber Euer Vater weiß wohl,
das ihr des bedürfet.
(Luk 12, 30)
Ich bin getauft
Ich weiß nicht warum,
aber es ist mir danach:
http://www.lieder-vom-glauben.de/cms/startseite/embed/?key=bb697aca1145b55ff34eb6252b67dbeb
Superbowl
Gemischte Truppe.
Der Ball rollt,
nein, nicht Fußball,
Superbowl.
wieso man sich dafür die Nacht um die Ohren schlagen muss,
wieso ich immer ja sage,
wieso ich bereit bin, morgen mit der Müdigkeit zu kämpfen,
weil heute Nacht Superbowl ist.
Da habe ich sicher die gesamte Woche noch etwas davon.
obwohl meine beiden Söhne Football spielen und schiedsrichten,
ich habe in all den Jahren nicht ein Spiel besucht.
30 Buletten,
30 x Zutaten für Burger.
3 Stunden Zeit investiert.
Eigentlich absurd.
Mütter.
Im selbstgesponnenen Spinnennetz gefangen.
Im Augenblick kein Entkommen.
Schlachtgesänge dringen an mein Ohr.
Sonne der Gerechtigkeit
der vor mir her den Weg bereiten soll.
zu seinem Tempel kommen.
siehe, er kommt.
Wer wird den Tag seiner Zukunft erleiden können?
Wer wird bestehen können, wenn er an die Tür klopft?
er hat, was wir tun,
auf seinen Denkzettel geschrieben.
ihm nachfolgen und dienen,
wird er schonen,
wie ein Vater ein Kind schont.
die Sonne der Gerechtigkeit und
Heil unter ihren Flügeln.
und hüpfen vor Freude wie ein Kind.
Gott nicht zu brauchen,
wird Gras wachsen.
Die Geschundenen werden hüpfen,
über diejenigen, die Schinden und Morden,
wird Gras wachsen.
Mit Gottes Segen
Seltsam unbestimmt gehe ich ins Neue Jahr. Wenn ich in mich hineinsehe, sehe ich nicht viel: wenig Emotionen, wenig Erwartungen, eine Landschaft im Dämmerlicht, ohne Berg und Tal, reine Ebene.
Ein Wüstenjahr habe ich hinter mir. Ich bin dankbar, dass ich es durchwandert habe. Ohne die Einsamkeit der Wüste, das Verlassen sein oder Verlassen, wäre ich niemals den Weg gegangen, den ich gegangen bin, wäre zwischendrin abgelenkt worden, hätte der Bequemlichkeit des Denkens und Handelns Platz gelassen. Die Wüste eröffnet einem innere Horizonte, die man niemals sehen würde, wenn sie von äußeren Gebäuden und Mauern verstellt wären. In der Wüste braucht man nichts, außer?
Die Bibel, mein Bibelleseplan hat mich durch das ganze Jahr begleitet. Überall hin. Ich habe gelernt und erfahren, dass die Bibelkapitel, die ich jeden Tag gelesen habe, mir Kraft, Ruhe und Frieden gegeben haben. Was ich jeden Tag gelesen habe, habe ich gebraucht. Es hat immer gepasst und mich bei mir und in meiner Mitte gehalten. Ich habe gelernt, dass es nichts außer Gott für mich braucht. Das Jahr in der Wüste hat mich unabhängig und frei gemacht. Gott sorgt für mich. Ich habe verstanden, was es heißt, wenn Jesus sagt: Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? (Mt 6, 26).
Er hat mich dorthin geführt, wo ich hin sollte. Ich habe das ganze vergangene Jahr keinen Gottesdienst besucht, an keinem Abendmahl teilgenommen, seit der Vorweihnachtswoche keine Kirche mehr betreten. Es ist eine Art Sterben, das Absterben von etwas, was man gemeint hat, zu brauchen. Mein Jahr mit Gottes Wort allein hat mich weit abrücken lassen von Kirche, insbesondere von kirchlicher Lehre. Es hat mir einen neuen Blick, neue Einsichten, viel neues Verstehen gegeben. Ich denke nicht, dass ich dahin gekommen wäre, wenn ich weiterhin mitgeschwommen wäre. Alles hat seinen Sinn. Wenn ich konsequent wäre, müsste ich austreten, aber davor schrecke ich immer noch zurück. Auch das wird seinen Sinn haben.
Mein Leben hat sich im vergangenen Jahr komplett verändert. Ich arbeite fast nur noch im Ausland. Abgesehen von den hohen Reisestrapazen und den Auswirkungen auf meine frei verfügbare Zeit, ist die Herausforderung groß, Menschen aus anderer Kultur sind mir gegeben, ich ein Fremdling dort, mit meiner deutschen Art. Aber gerade als Fremdling findet man Gott im Nächsten, ist gezwungen, Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden, denjenigen, der dir gegenübersteht, genau anzusehen, sorgsam und feinfühlig mit ihm umzugehen, wie mit einem kostbaren Gut. Das ist schwer und nicht immer zu schaffen im generellen Anspruch, ohne Gott habe ich keine Chance und ich schaffe nur, was ich mit seiner Leitung und seinem Segen tue. So ist meine Jahreslosung für 2015:
Wenn du dein Herz richtest, deine Hände ausbreitest, die Untugenden von deiner Hand fern hältst und die Augen aufhebst ohne Tadel, bist du fest und brauchst dich nicht zu fürchten. Dann siehst du die Mühsal wie Wasser, das vorüberzieht, das Leben geht auf wie die Sonne am Mittag, das Finstere wird zum lichten Morgen und du tröstest dich an der Hoffnung. Du legst dich in Sicherheit schlafen, ruhst in dir und niemand kann dich aufschrecken (nach Hiob 11, 13-20).
So bitte nun um Spätregen, so wird der HERR dir Gewölk machen und dir Regen genug geben zu allem Gewächs auf deinem Feld (Sacharja 10, 1). Fürchte dich nicht und stärke deine Hände. Das ist es was ihr tun sollt: Rede einer mit dem anderen Wahrheit, richtet recht, schafft Frieden in euren Toren, denke keiner Arges in seinem Herzen wider seinen Nächsten und schwört keine falschen Eide. Dann werdet ihr zu einem Segen! (nach Sacharja 8, 13-17)
Weihnachtszeit
Rufe, Israel!
Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen,
du Tochter Jerusalem!
damit du dich vor keinem Unglück fürchten musst.
deine Feinde sind abgewendet.
denn der HERR, dein Gott, ist bei dir,
ein starker Heiland.
ist dir freundlich,
vergibt.
hilft den Hinkenden,
sammelt die Verstoßenen und
bringt sie zu Lob und Ehren in seinem Land.



















