Karfreitags – Gedanken

Ich habe mich im letzten Jahr
sehr weit von organisierter Kirche entfernt.
Es fällt mir schwer,
Predigten des Kirchenpersonals
zu ertragen.
Ich kann den gesammelten Unsinn,
der verbreitet wird,
kaum ertragen,
gerade jetzt zu Karfreitag und Ostern.
Meine Kirchenzeit scheint vorbei,
meine Klosterzeit auch.
Ich brauche keine Kirche,
ich brauche keinen äußeren Ort mehr,
der innere Ort reicht.
Karfreitag, Ostern,
Kirchenfeste,
meine Kirche als Zufluchtsort,
den ich so geliebt habe,
sie lassen mich so unberührt
wie das letzte Weihnachten.
Seit vier Monaten habe ich
meine Kirche nicht mehr betreten.
Trennen kann man sich erst,
wenn man keinerlei Bedauern
mehr empfindet über die Trennung.
Gott allein.
Man muss viele Meilen gehen,
viele Wüsten durchqueren,
in vielen Wassern ertrinken,
bis die Lichter der Welt,
an Bedeutung für einen verlieren.
Ich komme langsam zur Oster – Besinnung.
Die Lichter der Welt,
sie rauschen an mir vorbei,
ohne mich zu treffen.
Jedoch: Das Licht der Welt trifft mich wohl.
Abglanz der Lichter der Welt

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