Leben

Wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, damit ihr leben könnt.
5.Mose 5,33
Wandelt in meinen Wegen,
damit ihr leben könnt,
damit ihr eure Tage verlängert
in dem guten Land,
das ich euch gebe.
Nur dann könnt ihr leben,
auch nach dem Sterben.
Begreift es doch!

Erweckung

Der HERR erweckte den Geist des Volkes, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes.
Haggai 1,14
Gott erweckt den Geist,
er lässt aufwachen aus dem Schlaf,
das ist Auferweckung.
Lazarus.
Er wurde auferweckt,
damit man darüber spricht,
um ein Zeichen zu setzen.
Das ist Arbeit am Hause des Herrn.
Lazare, veni foras,
wach auf, komm heraus aus deinem inneren Schlaf,
um am Haus des HERRN zu arbeiten.
Du bist gemeint!

Schwalben

Wieder durchgestartet.
Das beflügelt.
Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling.
Und Schwalbe ist nicht gleich Schwalbe.
Es gibt Schwalben, die flattern und fallen,
und Schwalben, die fliegen und fleißig sind.
Die einen betrügen und stolpern,
die anderen nähren ihre Jungen.
Die einen sind Rauchschwalben,
die anderen Mehlschwalben.

Tränen

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben. 

Psalm 126,5-6

Tränen sind Wasser,

Tränen sind Salz,

ohne Wasser und Salz gedeiht kein Same,

wächst keine Frucht.

Ewiger Sonnenschein auf Erden lässt

verdursten und verwelken.

Fruchtbares und flaches Land

Wenn über dich kommt Segen oder Fluch,
und du in dein Herz gehst,
und dort Gott nicht findest und dich
bekehrst zu ihm,
auf seine Stimme hörst,
von ganzem Herzen und ganzer Seele,
in allem, was ich dir gebiete, so wird der HERR,
dein Gott, sich
deiner erbarmen,
das Gefängnis in dir wenden,
und dich zu ihm versammeln.

Wenn du bis an der Himmel Ende verstoßen wärest,
so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln
und dich von dort holen und
dir Gutes tun.

Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz vom Bösen beschneiden,
dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
auf dass du leben mögest.

Denn das Gebot, dass ich dir heute gebiete,
ist dir nicht verborgen, noch zu ferne,
noch im Himmel,
dass du sagen möchtest:
Wer will in den Himmel fahren und es uns holen,
dass wir’s hören und tun?

Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen möchtest:
Wer will uns über das Meer fahren und es uns holen,
dass wir es tun und hören?

Denn es ist das Wort gar nahe bei dir,
in deinem Herzen, dass du es tust.

Siehe ich habe dir heute vorgelegt
das Leben und das Gute,
den Tod und das Böse.

(5.Mose 30, 1-20).

Wunderschön.
Mensch, du hast keine Entschuldigung,
du hast die Wahl.
Das Wort ist nahe bei dir,
tue es.

Jesus hat dies erklärt im Gleichnis vom Sämann, der das Wort sät und der Mensch im Bild entweder karges, steiniges, dornenreiches oder eben fruchtbares Land ist. Der Same ist das Wort, erklärt Jesus.

Denn es ist das Wort gar nahe bei dir,
in deinem Herzen, dass du es tust.

Was wird gelehrt?

Vergesst die Auslegung des Gleichnisses. Alles nicht so gemeint. Das könnt ihr getrost beiseitelassen, und freut euch an Gottes verschwenderischer Liebe. Das sagt ein „Pfaffe“, der sich selbst so nennt. Das predigt er tatsächlich. Gott wirft, heißt das, sein Wort ja gern vergebens auf unfruchtbares Land. Er verschwendet gern.

Wieso braucht es dann überhaupt das Wort, überhaupt einen Pfaffen? Überhaupt das Gleichnis? Wieso erzählt Jesus das Gleichnis, wieso steht es in 3 Evangelien? Und überhaupt Land: Gutes Land, die Botschaft des Gleichnisses: Sei gutes Land? Die Anstrengung ist nicht nötig, Gott ist verschwenderisch mit seiner Liebe. Lehnt euch getrost zurück und schlaft weiter.

Als ich das gelesen habe, habe ich fast meine Austrittserklärung geschrieben. Ich muss Dampf ablassen, sonst tue ich es noch. Es ärgert mich, seit ich es gelesen habe. Solche Pfaffen soll ich ernst nehmen und auch noch alimentieren mit meinen Kirchen-Steuern? Ich habe große Zweifel. Ich würde gern entscheiden wollen, welchen Pfaffen ich für fruchtbares Land halte und welche für flaches Land. Das fruchtbare Land unterstütze ich gern, das flache nicht: Es welkt in der Sonne und ist unfruchtbar, verführt die Menschen zu trügerischem Schlaf und führt sie auf die falsche Spur.

Denn es ist das Wort gar nahe bei dir,
in deinem Herzen,
dass DU ES TUST!

Da kann man sich nur zu Mt 13, 24-30 retten:

Mt 13, 24-30 Gleichnis vom Sämann

Hand in Hand

Sei du selbst mein Bürge bei dir – wer will mich sonst vertreten?
Hiob 17,3
Meine Hand in deine Hand, o Gott,
ineinander geschlungen zum ewigen Bund,
verwoben zum Zeugnis deiner Erkenntnis.
Wer ist es sonst, o Gott, der in meine Hand einschlagen wird?

Sonntagsspaziergang

Ich habe mir heute einen Sonntagsspaziergang gegönnt.
An den letzten kann ich mich nicht erinnern,
solange ist er her.
Die Vögel haben mich hinaus getrieben.
Bei ihnen stehen die Zeichen auf Frühling,
man hört es, an ihrem aufgeregten Geplauder.
Ich bin an einen meiner Lieblingsorte gewandert,
das ganze letzte Jahr war ich nicht da.
Irgendwie hat was gefehlt.
Am Himmel: Dramatik
Himmelsdramatik

Hier spricht der Kapitän

Eigentlich dachte ich schon am Nachmittag:
Dein Kopf ist leer, du fühlst dich ausgebrannt.
Dann: Zum Flughafen gerannt.
Mit schwerem Gepäck.
Auf dem Weg:
Du musst einen Gang rausnehmen,
sonst kommst du nicht an.
Eine riesige Schlange vor der Sicherheitskontrolle.
Monsieur, ich strecke ihm mein Ticket entgegen,
reicht das noch, wenn ich mich hier anstelle?
Er winkt mich raus in die Schnellspur für 1.Klasse.
Ich lächle ihn dankbar an:
Danke, Monsieur.
Es wird schon geboardet,
aber dann zieht es sich hin:
Flugzeug enteisen.
Hier spricht der Kapitän:
Leider müssen wir jetzt noch 20 Minuten warten,
wegen hohem Verkehrsaufkommen am Zielflughafen.
Mmmmhhhhh.
Endlich geht es los.
Zwischendrin,
hier spricht Ihr Flugbegleiter:
Bitte schnallen Sie sich an,
wir fliegen durch Turbulenzen.
Die Turbulenzen gehen eigentlich,
habe schon Schlimmeres erlebt.
Es kann nicht mehr lange dauern.
Hier spricht der Kapitän:
Wenn Sie nach rechts rausschauen,
sehen Sie sicher:
Es ist nebelig.
Wir kreisen jetzt noch maximal 20 Minuten,
vielleicht bessert sich das Wetter und
dann machen wir einen Landeversuch.
Mmmmhhhh
Das Fahrwerk wird ausgefahren.
Es klingt wie Musik in meinen Ohren.
Klappt also.
Wir gehen runter.
Plötzlich gibt der Pilot wieder Gas
und zieht die Maschine wieder hoch.
Mmmmhhh-
Hier spricht der Kapitän:
Das Wetter ist leider noch schlechter geworden.
Tut mir Leid,
für den missglückten Landeversuch.
Leider müssen wir jetzt doch auf einem anderen Zielflughafen landen.
Mmmmhhhhhhhhhhh.
Wir gondeln weiter.
Ich schaue aus dem Fenster,
ich hatte einen undankbaren Mittelplatz,
zwischen zwei doch etwas sehr beleibten Herren.
Wie schön.
So stelle ich mir das Ende der Zeit vor
(nicht die Herren, die Aussicht!)
Es ist tiefdunkel,
und dazwischen blass orange farbene Bänder.
Und plötzlich unvermutet, wie aus dem Nichts,
glasklar, ein Leuchtturm in voller Schönheit,
das einzige Gegenständliche,
zwischen den orangenen Bändern in der Dunkelheit.
Flugzeug bleib stehen!
Ich muss das sehen,
in mich aufnehmen.
Aber nein,
das Flugzeug hält nicht an,
bevor ich die volle Schönheit des Bildes,
des Leuchtturmes, erfassen kann,
sind wir auch schon weitergeflogen.
Diesmal klappt die Landung.
Hier spricht der Kapitän:
Es dauert mindestens noch 10 Minuten,
bis der Ground Support kommt.
Mmmmmhhhhhh.
Flughafenbesichtungsrundfahrt gemacht,
35 Minuten auf Gepäck gewartet,
weiter 15 Minuten in der Kälte auf den Bus,
der die Gestrandeten weiter transportieren sollte.
40 Minuten Busfahrt.
Dann Eis gekratzt,
Schleicher vor mir im Nebel,
hoffentlich reicht der Sprit,
aber tanken,
tanken mag ich jetzt nicht mehr.
Ich gehe das Risiko ein und
komme an!
7 Stunden Rückreise.
3 Stunden verspätetes Wochenende!
Unterwegs: Tagesspruch gelesen:
Aber Euer Vater weiß wohl,
das ihr des bedürfet.
(Luk 12, 30)
Hier spricht der Kapitän!
Im Nebel

Säen und Ernten

Lieber Luther,

Mariä Lichtmeß, der 2. Februar, ist vorbei und damit definitiv auch die Weihnachtszeit, 40 Tage nach Weihnachten. Früher hieß Maria Lichtmeß: Der Winterruhe ist vorbei, die Feldarbeit beginnt wieder, ausgefeiert, es muss wieder in die Hände gespuckt werden. Das Licht, die Sonne steigt, das Licht, das die Heiden erleuchten soll (Lk 2, 32). Jesu Licht im Jahreskreislauf: Es wird geboren, steigt, fällt, steigt in anderer Gestalt. Und das Ganze wieder von vorn an Weihnachten. Ein Kreislauf von Geburt – Leben – Fallen – Neues Leben, Jesu Lebenskreislauf, der Jahreskreislauf des Wortes, der Natur, des Menschen. Geboren werden – Leben – Sterben – Neues Leben. Die Natur der Natur Gottes. Das Wort wird geboren, gesät, fällt an den Weg, auf felsigen Boden, zwischen Dornengestrüpp oder auch auf gutes Land. Damit sind wir beim Predigttext dieser Woche (Lk 8, 5-15). Weiterlesen „Säen und Ernten“

Aufrichtigkeit

Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. 

1.Chronik 29,17

Aufrichtigkeit des Herzens,

Aufrichtigkeit des Gebens,

Aufrichtigkeit des Handelns.

Gebilde der Gedanken der Herzen.

Feigenkunde

Ich will sie gnädig ansehen und will sie bauen und nicht verderben, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen. 
Jeremia 24,6

Ich will dich ansehen,
mit prüfenden Blick,
gute oder schlechte Feige?
In meinem Garten wachsen nur gute Pflanzen.
Verdorbene Feigen gedeihen dort nicht.

Gerechtigkeit

Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. 
Jesaja 11,2
Ein Reis wird aufgehen, aus dem Stumpf Isais,
auf ihm wird ruhen der Geist der HERRN:
der Geist der Weisheit,
der Geist des Verstandes,
der Geist des Rates,
der Geist der Stärke,
der Geist der Erkenntnis,
der Geist der Furcht des HERRN.
Er wird nicht richten nach dem Sehen seiner Augen,
und nicht Recht sprechen nach dem Hören seiner Ohren,
er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit,
und den Demütigen des Landes Recht sprechen in Geradheit.
Er wird die Erde schlagen mit der Rute seines Mundes,
und mit dem Hauch seiner Lippen den Gesetzlose töten.
Und Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein, und
die Treue der Gurt seiner Hüften.
(Jes 11, 1-5)
Wer fürchtet diesen Gott?
Wer hat Angst vor seiner Gerechtigkeit?
Er bewegt alles im Wort.
Nehmt es.
Esst es.
Alle Propheten verkünden es.
Alle die gleiche Botschaft.
Erkennt euch selbst.