Glück

Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. 
Josua 1,5
Egal, wohin du dich aufmachst.
Egal, an welchem Stein dein Fuß sich stößt,
Egal, wie oft du stürzt.
Egal, welche Wüste du durchquerst.
Egal, in welchem Meer du versinkst.
Egal, welches Feuer dich verbrennt.
Egal, welche Finsternis dich umgibt.
Ich weiche nicht von dir,
Ich halte deine Hand.
Ich verlasse dich nicht.
Welch ein Glück.
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Wetterbericht

Gott gibt und Gott nimmt.
Wer seine Warnungen überhört,
seine dunklen Wolken ignoriert,
den schlägt er aus dem Wetter.
Er nimmt hinweg die Kraft seiner Gegenwart,
und den Bach hinunter
fließt die Spiritualität.
Er verschließt seinen Quell und
übrig bleibt nur noch ein laues Bächlein,
ein Kinderplanschbecken,
das als Rinnsal versandet.
Wort-Bausteine, Predigttexte aus dem Internet-Fundus,
spart Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens
und hilft, wenn einem nichts mehr einfällt.
Wie hieß es heute tatsächlich in der Predigt:
Gott schuf Mann und Frau, damit sie miteinander spielen
und viele Kinderchen dabei herauskommen.
Das ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten.
Der Schöpfungsbericht war hier sicherlich nicht gemeint.
Gott, wie musst du erschüttert sein bei dem Anblick.
Die Netze bleiben – nicht überraschend – Woche für Woche leer.
Auch nicht ein einziger Fisch ist drin.
Die Menschen verhungern und merken es gar nicht.
Die Schein-Heiligkeit tut fast weh.
Der Pastor passt wie die Faust aufs Auge.
Das Wort, auf Kindergartenniveau, verhallt wirkungslos.
Schall und Rauch ohne bleibenden Wert.
Hört überhaupt jemand zu?
Oder, gott-sei-dank, besser nicht.
Anstatt Gott vergöttert man lieber die Kinder.
Die Kirche geht baden.
Taufe im Fluss.
Das hat doch was.
Nettes Spektakel,
och, da machen wir doch mit.
Da hat man was zu erzählen und zu posten.
Schadet ja nicht.
Von Andacht und Innerlichkeit keine Spur.
Wo sind die Paten?
Die scheinen gar nicht zu wissen, dass man sie braucht.
Von der Heiligkeit des Augenblicks nichts zu spüren.
Der Himmel tief schwarz,
geöffnet hat er sich nicht.
Das Wasser ist seicht, doch
O Gott, deine Kirche versinkt.
Du schlägst sie aus dem Wetter.
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Gottes Zorn

Der HERR antwortete Hiob: Wo warst du, als ich die Erde gründete und zum Meer sprach: »Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter; hier sollen sich legen deine stolzen Wellen!«? 
Hiob 38,4.11
Ich weiß, mein Gott, dass ich nichts bin.
Du bist der, der allem gebietet.
Dem Meer, den Wellen, uns,
unseren Lebenswellen und unserem Lebenswillen.
Du zeigst ihnen ihre Grenzen auf.
Und wenn wir auf den Wellen reiten wollen,
nimmst du uns den Übermut,
und wir fallen ins Wasser,
gehen unter,
es sei denn,
du ziehst uns heraus.
Hiob.
Wieso werde ich gerade jetzt daran erinnert?
Der Herr lässt diejenigen, die unter seinen Augen Unrecht tun,
nicht einfach gewähren.
Er fährt dazwischen und legt eine Frohn auf.
Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
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In Gottes Hand

In deiner Hand, HERR, steht es, jedermann groß und stark zu machen. 
1.Chronik 29,12
Vor dir, o Gott, sind wir immer ganz klein.
Uns groß zu machen, heißt groß vor dir,
wie unbedeutend und gering wir auch im Hier sind.
Unsere guten Taten und Werke zählen nicht vor dir,
die schlechten wiegst du am Ende aus.
Das auszuhalten,
dir trotzdem zu vertrauen,
dich trotzdem im Guten wie im Schlechten zu wollen,
vermögen wir nur,
wenn du
unsere Seele groß und stark machst.
Ich verlasse mich und
gebe mich ganz in deine Hand.
Dann bin ich in aller Schwachheit stark.

Licht

Es wird ein einziger Tag sein – er ist dem HERRN bekannt! -, es wird nicht Tag und Nacht sein, und auch um den Abend wird es licht sein.
Sacharja 14,7
Nacht, die uns schreckt,
Dunkelheit, die uns umhüllt,
Blindheit, mit der wir geschlagen sind,
Abgründe, die uns in die Irre schicken,
der Abend, an dem wir uns schlafen legen,
ist
Finsternis, in der du bist.
Dein Licht kennt keinen Tag und keine Nacht.
Wenn dieses Licht in uns aufgeht,
ist es auch bei uns Tag und Nacht licht.

Maria

14 Stunden Arbeit ohne Pause zehren an einem.
Entweder man ist hypersensibel oder man spürt gar nichts mehr.
War da nicht ein Luftzug?
Kenn ich dich nicht?
Ja, du bist es doch tatsächlich.
Lange habe ich dich nicht mehr so nahe gespürt.
Beide hat es uns hier her getrieben,
den Ort der Stille, um vom Tagwerk auszuruhn.
Sehnsüchtig drücken wir Stecken und Stab in unser Herz.
Wieviel Tränen haben wir hier schon vergossen, Schwester?
Es muss dich zerrissen haben, als du ihn sahst,
zerschlagen, zerschunden, zermartert.
Vor lauter Schmerz in dir kein Schmerz.
Nein, leicht hat er es dir nicht gemacht,
eigentlich war es ein Sorgenkind,
immer mit eigenem Kopf.
Und trotzdem.
Er hat an dich gedacht, als es soweit war und
dich in seine Stadt geholt.
Still und ganz nah ist uns das Kind,
nachdem das Herz sich sehnt.
Wo kommst du eigentlich her?
Wieso begegne ich dir heute,
nach so langer Zeit der Abwesenheit?
Später schau ich im Kalender nach.
Heilige Tage, heilige Momente.
Sie hinterlassen ihre Spuren.
Das Echo ist noch Tage zu hören.
Danke, dass ich es hören durfte.

Sei stark

Der HERR, euer Gott, schafft euch Ruhe und gibt euch dieses Land. 
Josua 1,13
Sei stark und mutig,
achte auf mein Wort.
Stark und mutig muss man in der Tat heute sein,
auf dein Wort zu achten und
es auch noch im Munde zu führn,
nicht zu verzweifeln,
am Alltag, an den Menschen, an mir.
Sei stark, es wird dir gelingen,
wohin du auch gehst.
Ich bring dich in mein gelobtes Land.
Bald hast du es erreicht,
klage nicht und halte durch.
Stark bin ich nicht,
die Kraft geht mir aus,
wie soll ich, o Gott,
nur weitergehn?
Du bist stark und mutig,
schau nicht nach links oder rechts,
lass dich nicht irritieren.
Bald bist du über’m Berg,
und erreichst mein Land,
um von der langen Reise auszuruhn.
Und dann fließt Milch und Honig.

Freude

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR. 
Sacharja 2,14
Freue dich und sei fröhlich.
Leide mit Freude.
Für deinen Gott leidest du fröhlich.
So wird gepredigt.
Aber ist das nicht eine auferlegte (paulinische) Last?
Jesus meint die Freude des Herrn,
etwas anderes zählt für ihn nicht.
Sie wird mit ganz anderem Maß gemessen als menschliche Freude.
Eine Freude für den Menschen
ist für ihn sein eigener Tod.
Die auferlegte gepredigte Freude ist Menschenwerk,
die göttliche Freude ist Gottes Werk.
Diese Freude ist ganz still in einem.
Nur die Seele lacht,
auch wenn der Mensch weint.
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Zuflucht

Sei mir ein starker Hort, zu dem ich immer fliehen kann, der du zugesagt hast, mir zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.
Psalm 71,3
Du bist da, o Herr,
wenn der Orkan mich wegfegt und
ich ins Irgendwo treibe.
Du bist da, o Herr,
wenn mir das schützende Dach wegbricht und
ich obdachlos dem Hagelschlag ausgeliefert bin.
Du bist da, o Herr,
wenn mir die Heimat genommen ist und
ich zum Flüchtling geworden bin.
Du mein Rettungsanker,
Du meine schützende Decke.
Du meine Zuflucht.

Warnung

So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben? 
Hesekiel 33,11
Wenn ich zu dir spreche, du sollst den Gesetzlosen warnen,
du warnst aber nicht, so sind beide, der Gesetzlose und du, verloren.
Wenn du aber warnst, und der Gesetzlose dreht nicht um, ist seine Seele verloren, deine Seele aber gerettet.
Ich habe keinen Gefallen am Tod des Gesetzlosen,
deshalb warne ihn,
auf dass er seine Ohren und sein Herz öffne,
dass er umdrehe,
damit er lebe,
spricht Gott, der Herr.
Das ist eine klare Ansage.
(nach Hesekiel 13, 8-11)
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Sammlung

Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen ehren.
Psalm 86,9
Es wird dauern,
bis alle Völker gesammelt sind,
bis keiner mehr Stolz ist,
weder in Gott zu sein,
noch ohne ihn.
Verstockung und Blindheit ist einem Teil Israels widerfahren,
so lange, bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist (Röm 11, 25).
Wenn dieser Tag anbricht,
sind wir in der Ewigkeit angekommen,
Dann werden alle Gräber sich öffnen.
Alle werden ins Licht strömen.
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Top, die Wette gilt – Lucifer und Hiob

Lieber Luther,

dass es Bedrohungen für den Menschen gibt von seinen dunklen Seiten, vom Satan, wie du diesen Teil des Menschen genannt hast, war dir selbstverständlich. Satan wohnt irgendwie in der Hölle, was immer wir uns darunter vorstellen. Bedrohlich, dunkel klingt es in jedem Fall.

Daran habe ich gedacht, als ich gefragt wurde, ob ich nicht einmal etwas über Lucifer schreiben könnte. Lucifer, meine erste Assoziation war Unterwelt, Dunkles, Böses. Seit Wochen denke ich über die Dimensionen von Lucifer nach, nicht zuletzt deshalb, weil er mir in letzter Zeit häufiger begegnet ist.

Lucifer hat eine überraschende Seite. Das Wort „Lucifer“ ist lateinisch und heißt „Licht bringend“. Lucifer heißt Morgenstern, der Planet Venus ist Lucifer, in der griechischen Mythologie der Sohn der flatterhaften Eos, der Göttin der Morgenröte. Von ihr hat er das Flatterhafte geerbt. Lucifer steht zunächst für das aufgehende Licht. Lichtbringend und blutrot ist Lucifer. Als ob der über den Menschen aufgehende Tag etwas über die Ambivalenz aller Tage der Menschen wüsste.

Von Lucifer ist in Psalm 139 die Rede. Gott ist mit uns, sieht all unsere Wege, sieht in unsere Herzen, sieht in den finstersten Winkel unseres Seins. Führe ich gen Himmel, so bist du da, bettete ich mich in die Hölle, siehe so bist du auch da, nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde mich auch dort deine Hand halten und deine Rechte mich leiten. Spräche ich, Finsternis möge mich decken, so muss die Nacht auch Licht sein, das mich umhüllt, denn auch Finsternis ist nicht finster bei dir und die Nacht ist dein Licht, das mich umfasst, ich sehe es nur nicht.

Irgendwann ist aus Lucifer im christlichen Verständnis etwas Satanisches geworden. Wann und warum interessiert hier nicht. Im Buch Hiob passiert etwas an sich Unglaubliches. Gott paktiert faustisch mit dem Satan, nur mit entgegengesetztem Ausgang als bei Faust.

Die Kinder Gottes treten vor den Herrn und der Satan ist auch darunter. Der Herr fragt ihn, wo kommst du her? Er antwortet: Ich bin im Land umhergezogen und habe dort gewütet. Gott fragt: Hast du keinen Respekt vor meinem Knecht Hiob gehabt? Es gibt keinen Vergleichbaren im Land, „schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse“. Der Satan versucht den Herrn: Meinst du, dass Hiob umsonst Gott fürchtet? Du hast gut für ihn gesorgt, dann ist es auch nicht schwer, gottesfürchtig zu sein. Gott hält dagegen: Nehme ihm alles, was er hat, Satan, sein Habe, seine Gesundheit, nur umbringen darfst du ihn nicht. Der Satan hält dagegen: „Was gilt’s, er wird dir ins Angesicht absagen? (Hiob 1, 6 ff). Top, die Wette gilt.

Das gesamte Buch Hiob beschreibt den Verlauf dieser Wette. Hiob spürt tief in seinem Innern, dass irgendetwas nicht stimmt, dass böse Mächte am Walten sind und er stürzt ob all dem Unglück, das der Satan über ihn bringt, in tiefe Verzweiflung über seinen Gott. Wieso tust du mir das an, o Gott? Was habe ich getan, dass du mich so strafst? Er hadert und klagt an, aber er verliert seinen Glauben nicht.

Seine Freunde eilen herbei, um den verarmten und kranken Hiob zu trösten. Sie sind entsetzt, ob seiner Anklagen an Gott und kommen ihm mit schriftgefälligen Reden, die an seine Demut appellieren. Du versündigst dich Hiob, Gott darf man nicht anklagen, Gott ist Gnade, Gott ist die Liebe. Doch Hiob gibt in allem Elend nicht klein bei, er sieht das Böse, das am Walten ist. Der Satan nimmt ihm nicht nur all seine weltlichen Güter, seine Gesundheit, er kommt auch noch in Gestalt von angeblichen Freunden daher. Hartnäckig versucht der Satan in der Gestalt, Hiob von seinem inneren Gotteswissen abzubringen und auf den Irrweg der schönen Reden und des schönen Gottes-Scheins zu bringen.

Aber Hiob steht felsenfest. Er steht ein für seinen Glauben, auch wenn er arm, krank, verlassen, in die gottlose Ecke gestellt allein auf weiter Flur steht. Er lässt sich nicht beirren. Und Gott verlässt ihn nicht. Der Herr fragt Hiob, wo warst du, als ich die Erde gründete, wer hat das Maß und den Eckstein gesetzt, als mich die Morgensterne miteinander lobten und alle Kinder Gottes jauchzten, wer hat dem Morgen geboten und der Morgenröte ihren Ort gezeigt, dass sie alle Ecken der Erde erfasse und die Gottlosen herausgeschüttelt werden? (Hiob 38, 1-13).

Wer ist der Herr über das Maß, wer setzt den Eckstein, wer zeigt dem Morgenrot seinen Platz, blutrot oder licht? Wer schüttelt den Satan, die Versucher, die Versuchungen, das Böse aus dem anbrechenden Tag heraus? Als Hiob Gott wieder hört, versteht er, was er ihm sagen will. Er demütigt sich vor dem Herrn und findet aus seinem Hader heraus und wieder in die Demut vor Gott hinein. Gott hatte schließlich Erbarmen mit ihm, seinem gottesfürchtigen Diener.

Hiob war der Versuchung, dem Versucher ausgesetzt und Gott hat es ausdrücklich zugelassen. Gott wusste um die Glaubensstärke von Hiob. Er war sich Hiobs so sicher, dass er sogar auf ihn gewettet hat. Deshalb hat er Hiob gewählt, um dem Satan vorzuführen, dass Gott der Herr ist und nicht der Satan. Um das Pharisäertum zu entlarven. Seht, auch die scheinbar Gläubigen können nicht immer das Teuflische vom Göttlichen unterscheiden. Die Versuchung Jesu, als er 40 Tage in der Wüste war, zeigt, wie souverän Gottes Sohn die satanische Herausforderung meistert. Hiob verkörpert den Menschen in dieser Versuchung. Von Souveränität keine Spur.

Gott zeigt der Morgenröte ihren Ort. Lucifer steht nicht nur für den Lichtbringenden, sondern auch für den gefallenen Engel, wie im Buch Henoch beschrieben, für die gefallene Schöpfung Gottes, Adam und Eva, für diejenigen, die Gott gut und böse schuf. Die Versuchungen, die das menschliche Leben bringt, sind für uns oft größer, als Gottes Maß, sein Recht und Gesetz, sein Wille. Lucifer, der gefallene Lichtbringende, verkörpert das Licht, aber auch das Fleischliche, das Blutrot, das Verwundete und Verwundbare. Wir sind alle irgendwie Lucifer. Lichtbringend, gefallen und immer in Gefahr noch weiter zu fallen.

Hiob hat Demut lernen müssen. Er hat das Teuflische durchleiden müssen, seinen Stolz begraben, seine Selbstsicherheit, ein von Gott Geschützter zu sein, dem nichts passieren kann. Gott hat nicht verhindert, dass er so leiden und mit ihm hadern musste. Im Gegenteil, Hiob ist von Gott der Versuchung ausgesetzt, durch all sein Leiden hindurch geschickt worden. Und auch hier: Damit offenbar werde, dass ich, Gott der Herr bin. Gott war sich des Ausgangs von vornherein sicher.

Lieber Luther, diese Hiobsgeschichte ist einzigartig in der Bibel. Ein Buch, das erzählt, wie Gott mit dem Bösen, den dunklen Seiten, der Versuchung, dem Versucher umgeht. Ein Buch, das erzählt, wie Lucifer, der Licht Bringende, am Ende siegt, nicht der Gefallene. Das Hiobsbuch zeigt uns den Weg, gibt Zuversicht und Hoffnung, auch wenn es zunächst nach Hiobsbotschaften aussieht. Ein wunderbares Buch von der Tiefe des Glaubens. Wenn wir von Satan, dem Versucher, bedroht werden oder mehr Lucifer, dem Gefallenen, gleichen, dann sollten wir das Buch Hiob lesen und Psalm 139. Gott und das Böse, im Glauben immer eine Herausforderung für uns Menschen.

Herzliche Grüße
Deborrah

 

Fürchte dich nicht

So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. 
Jesaja 43,5
Fürchte dich nicht,
denn ich habe dich erlöst;
ich habe dich bei deinem Namen gerufen,
du bist mein.
Wohin du auch gehst,
Irrwege und Sackgassen,
ich bin bei dir.
Wo du bist,
bin auch ich,
nichts anderes zählt.
Meine Hand hält dich.
Mein Wort leitet dich,
Mein Segen schützt dich.
Vertraue mir und
fürchte dich nicht.

Demütigung

Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen?
2.Mose 10,3

Demütigen hat etwas mit Demut zu tun.
Man kann sich vor anderen demütigen,
vor sich selbst,
vor dir, o Gott.

Uns gegenseitig demütigen?
Schaffen wir Menschen problemlos.
Das ist Teil unserer bösen Seite.

Sich vor sich selbst demütigen?
Manchmal denken wir, das tun zu müssen,
weil du, o Gott, es von uns verlangst.
„Stell dich zurück und ordne dich unter“, hallt es dann in uns
und wir stellen alle inneren Bedenken zurück, weil wir glauben,
dass wir tun, was du, o Gott, von uns verlangst.
Wenn es sich dann herausstellt, dass ich mich wohl verhört habe,
wie schäme ich mich dann vor mir und vor dir, o Gott, für meine Anmaßung.

Uns vor dir demütigen?
Heißt in Demut deinen Willen annehmen,
auch auf die Gefahr hin,
uns zu demütigen,
vor anderen Menschen, vor uns selbst und vor dir.

Der Herr ist mein Hirte – Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte,
der sein Schaf hütet und sucht,
wenn es verloren geht.
Mir wird nichts mangeln,
solange du bei mir bist.
Du weidest mich auf einer grünen Aue,
lässt das Gras auf deinem Acker wachsen,
so dass ich nicht verhungere.
Du führst mich zum frischen Wasser,
sorgst dafür, dass ich in der Wüste
und im Höllenfeuer nicht verdurste.
Du erquickst meine Seele,
damit sie nicht verdorrt.
Du leitest mich auf rechter Straße,
damit ich dein Ziel nicht verfehle.
Auch wenn ich das finstere Tal kenne
und kaum weiß, was Licht ist,
fürchte ich kein Unglück,
denn ich fühle deine Nähe,
dein Stecken und Stab trösten mich,
dein Kreuz gibt mir Halt,
so dass ich nicht an meinen Tränen ersticke.
Du bereitest mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde,
so dass ich jeden Tag an dir und deinem Frieden satt werde.
Du salbst mein Haupt mit Öl
und machst mich Bettler zum König.
Du schenkst mir voll ein,
damit meine Sünden und alles Böse in mir,
in deinem Blut ertrinken.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
auch wenn ich es nicht zu erkennen vermag.
Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Mein Gott, lass in mir diese Gewissheit nie sterben.

Der Herr ist mein Hirte,
er führt mich an klare Wasser.

Der Herr ist mein Hirte – Psalm 23.

Der HERR ist mein Hirte

Gottes Weinberg

Ich, der HERR, behüte den Weinberg und begieße ihn immer wieder. Damit man ihn nicht verderbe, will ich ihn Tag und Nacht behüten. 
Jesaja 27,3
Der Weinberg ist ohne Schutz.
Er ist ausgesetzt Wind und Wetter und allen Gewalten,
Eindringlingen, die als Freunde getarnt kommen,
dann aber den Tarnmantel fallen lassen und zerstören,
Böcken, die sein Grün rücksichtslos niedertrampeln,
achtlosen Frevlern, die in ihm wüten und
alles mit Stumpf und Stiel ausreißen,
was in dem Weinberg blüht und Früchte treibt.
Jedoch, was sie anrichten,
ist höchstens oberflächliche Zerstörung.
Gott wacht höchst selbst darüber,
dass sein Weinberg überlebt.
Selbst wenn alles Sichtbare und alle Oberfläche vernichtet ist,
passt er auf, dass sein Weinberg nicht verödet.
Er kommt, gießt, verbindet, hegt und pflegt und sorgt dafür,
dass mit der Zeit die Wunden heilen,
sich – ganz langsam – in den Wurzeln wieder Leben regt,
sich zarte Trieblinge bilden, die scheu dem Licht entgegen gehen,
bis dann – an einem fernen Sonnentag –
der Weinberg wieder grünt und blüht.
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Kraft

So lass nun deine Kraft, o Herr, groß werden, wie du gesagt hast. 
4.Mose 14,17
Ich traue auf dich,
Ich vertraue deinem Wort.
Jeden Tag spüre ich deine Anwesenheit.
Jeden Tag hoffe ich auf dich.
Groß bist du, groß ist dein Wort.
Dein Wort habe ich gehört.
So verhelfe ihm zu seinem Recht.
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Gottes Wohnung

Wenn dich dein Bruder oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und andern Göttern dienen, so willige nicht ein. 
5.Mose 13,7.9
Andere Götter.
Woran, o Gott, erkennen wir,
was in deinem Willen ist,
was Nachfolge in deinem Wort ist,
was der Weg ist, den du uns leitest?
Woran erkennen wir, was fremde Götter sind?
Woran erkennen wir, dich, o Gott?
Es ist das Wissen, das tief in einem ist,
nicht übertönbar durch oberflächliches Tun,
nicht manipulierbar durch den Menschen,
ein Wissen, das sich nicht vom Leben beirren lässt.
ein Wissen, das man hat, obwohl man nicht weiß,
ein Wissen, das als Sicherheit in einem wohnt,
was immer das Leben augenblicklich zeigt.
Solche Gewissheit zu verleihen, vermagst nur du, o Gott.
Dein Wille wird offenbar werden,
damit offenbar werde, dass du Gott, der Herr bist,
für alle, die schwach sind und
es ohne sichtbare Zeichen nicht gewahr werden.
Deine Zeichen werden so mächtig sein,
dass dem Blinden die Augen geöffnet werden
und er erkennt, dass du Gott, der Herr bist.
Sie zogen Daniel aus der Grube heraus, und man fand keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut. 
Daniel 6,24
Du hast auf deinen Gott gebaut.
Für manche ist das bedrohlich.
Sie bauen lieber auf sich selbst.
Die Kraft, die mit dir war, hat ihnen einen Strich durch ihre Rechnung gemacht.
Deshalb warfen sie dich in die Grube,
wollten dich vernichten, aus dem Weg, eigene Pläne,
sahen nur sich und ihren kurz gedachten Vorteil.
möge er elendig verrecken,
So brutal ist Leben.
Sie haben den, der für dich ficht, mit hineingeworfen.
Betrügerisches trügerisches Heil.
Doch du hast unbeirrt auf deinen Gott vertraut.
Gott verlässt die Seinen nicht, auch wenn die Situation noch so hoffnungslos erscheint.
Er verhilft den Seinen zu seinem Recht, rettet ihre Seele.
Auf dass die Werke Gottes offenbar werden.
Die Rechnung, gegen Gott gemacht, geht nicht auf.
Gott lässt die Seinen nicht im Stich.
Gott lässt sich keinen Strich durch die Rechnung machen.
Er macht die Rechnung am Ende selbst auf und
das wird für die, die aus dem Hinterhalt kommen, unterm Strich teuer.
Aus vermeintlichem Tod wird Leben und aus vermeintlichem Leben erwächst der Tod.
Oder: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Nichts ist verborgen

Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN. 
1.Mose 3,8
Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden soll, auch nichts geheim, was nicht bekannt werden und an den Tag kommen soll.
Lukas 8,16-18
Niemand zündet ein Licht an und
bedeckt es mit einem Gefäß und stellt es unter eine Bank,
sondern er setzt es auf einen Leuchter,
damit es den Weg ins Haus weist.
Denn es ist nichts verborgen,
das nicht offenbar werde,
auch nichts Heimliches,
das nicht kund werde und an den Tag komme.
Achtet darauf, wie ihr zuhört.
Denn wer da hat, dem wird gegeben;
Wer aber nicht hat, von dem wird genommen,
was er meint zu haben.
Im Schein des Lichts kommt zum Vorschein,
wer hat und nicht hat,
wem gegeben, wem genommen wird.
Herr erbarme dich derer, die nicht haben,
in der Dunkelheit ist ohne Licht kein Überleben.
Licht ist Nahrung, ohne Licht ist der Tod.
Erbarme dich derer ohne Licht,
sei bei ihnen in ihrem Sterben, sei bei mir.
Ich weiß, dass du alles vermagst, was du willst.
Auch mein Unverstand ist dein Ratsschluss.
Deshalb schweige Mund, Körper und Seele
angesichts dessen, was ich nicht verstehe.
Das einzige, was sich mir entringt, sei ein:
Herr, erbarme dich meiner