Verführung

Und es geschah, als Gott mich wandern ließ aus meines Vaters Hause, da sprach ich zu ihr: Dies sei deine Güte, die du mir erweisen mögest; an jedem Orte, wohin wir kommen werden, sage von mir: Er ist mein Bruder. 1 MOSE 20,13

Andere dazu anzustiften, die Unwahrheit zu sagen oder die Wahrheit zu verschweigen, ist nicht nur unredlich, es ist Verführung zur Lüge, die das Verhältnis zu den Brüdern und Schwestern vergiftet.

Verführung

Und ich sprach: Nur Geringe sind es; die sind betört, weil sie den Weg Jehovas, das Recht ihres Gottes, nicht kennen.
Jeremia 5,4

Menschen lassen sich verführen,
weil sie sich gern verführen lassen.
Bei klarem Kopf
ist der Irrweg zu erkennen und man
wählt den Weg Gottes.

Versuchung

Begehre nicht in deinem Herzen nach ihrer Schönheit, und sie fange dich nicht mit ihren Wimpern!
Sprüche 6,25

Die Versuchung kennt jeden Trick,
um dich zu verführen.
Es bedarf einiger Anstrengung,
ihr sein Herz zu verweigern und
seine Augen vor ihr zu verschließen.

Heiliger Zorn

Und es geschah, als Mose sich dem Lager näherte und das Kalb und die Reigentänze sah, da entbrannte der Zorn Moses, und er warf die Tafeln aus seinen Händen und zerschmetterte sie unten am Berg.
2.Mose 32,19

Heiliger Zorn packt einen,
wenn man sieht,
wie Menschen sich blenden lassen,
sich von falschem Glanz verführen lassen,
dumm um goldene Kälber tanzen.
Jetzt, wie vor tausenden von Jahren.
Mensch in der Falle des Menschseins.
Offensichtlich nicht lernfähig.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Sooft ich sie rief, gingen sie von meinem Angesicht weg.
Hosea 11,2

Der Mensch hört auf die falschen Stimmen.
Er folgt immer wieder dem Ruf der Verlockung,
seiner dunklen Seite.
Es ist der Weg des geringsten Widerstandes.
Auf Dauer auf der hellen Seite zu sein, beim ewigen Gut,
fordert seinen Tribut, den er nicht bereit ist,
in diesem Leben zu zahlen.
Er verschiebt es auf das nächste.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Schlüssellochperspektive

Mein Kind, wenn Sünder dich locken, so willige nicht ein (Sprüche 1,10 )

Aus der Schlüssellochperspektive
stellt sich vieles
in den schönsten Farben dar,
verlockend,
begehrenswert.

Die Realität entpuppt sich dann,
ist man durch die Tür gegangen,
als weniger bunt,
eher trist und grau.

Lass dich nicht verlocken,
bezaubern, vom schönen Schein!

Gottes Wege sind
nicht verführerisch,
nicht verlockend,
nicht schrill und bunt,
nicht ins Auge stechend,
nicht laut und lärmend,

Gottes Wege sind
gerade und eben,
wahrhaftig,
gerecht,
gut

und wollen in Bescheidenheit und Demut gegangen sein.

Sprüche 1:10

https://www.bible.com/de/bible/58/pro1

Bröckelnde Fassade

 Gib nicht den Weibern deine Kraft, noch deine Wege den Verderberinnen der Könige ( Spr 31,3 )

Innere Schönheit
hat nichts mit Fassade zu tun.
Irgendwann nagt der Zahn der Zeit an der Äußerlichkeit,
der schöne Schein zerfällt,
die Fassade bröckelt und
übrig bleibt ein unbewohnbares Haus,
aus dem man nur noch fliehen kann.

Sprüche 31:3

https://www.bible.com/de/bible/58/pro31

Verführung

 Die Verführung ist leidenschafltich und unbändig, ihre Füße bleiben nicht in ihrem Hause; bald ist sie draußen, bald auf den Straßen, und neben jeder Ecke lauert sie ( Spr 7:11 )

Die Verführung lauert um jede Ecke,
sie bleibt nicht in ihrem Haus,
bald ist sie draußen,
bald auf den Straßen,
sie sagt, sie bringe Frieden
und bringt nur das Verderben.

Sprüche 7:11-12

https://www.bible.com/de/bible/58/pro7

Unkrautjäten

HERR, neige mein Herz nicht zum Bösen.
Psalm 141,4

Der ganze Vers in der Elberfelder Übersetzung heißt:

Neige nicht mein Herz zu einer bösen Sache, um in Gesetzlosigkeit Handlungen zu verüben mit Männern, die Frevel tun; und möge ich nicht essen von ihren Leckerbissen!

Das Sich-Hin-Reißen-Lassen oder
Das Sich-Gehen-Lassen
Ist die Wurzel aller Verführung zum Unrecht,
eine Unkraut, das man in sich keimen lässt und
versäumt es rechtzeitig mit Stumpf und Stiel auszureißen.
Nur reichzeitiges Unkrautjäten
lässt die gute Saat aufkommen.
Wenn sie erstickt ist,
ist es zu spät.

Fremde Leckerbissen bleiben einem im Hals stecken.

Gier

Josef sprach zur Frau des Potifar, die ihn verführen wollte: Wie sollte ich ein so großes Unrecht begehen und wider Gott sündigen?
1.Mose 39,9

Der ganze Vers nach Elberfelder Übersetzung:

Niemand ist größer in diesem Hause als ich, und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, indem du sein Weib bist; und wie sollte ich dieses große Übel tun und wider Gott sündigen?

Die Gier ist eine Verführerin.
Sie gaukelt einem vor,
man brauche mehr
und am Ende ist es weniger.

Mörderin

 Dein Herz wende sich nicht ab nach ihren Wegen, und irre nicht umher auf ihren Pfaden! Denn viele Erschlagene hat sie niedergestreckt, und zahlreich sind alle ihre Ermordeten ( Sprüche 7,25-26)

Die Verführung lockt,
dein Herz wende sich nicht ab nach ihren Wegen,
und irre nicht umher auf ihren Pfaden!
Lass dich nicht blenden und
werde nicht zu ihrem Opfer.

Sprüche 7:25-26

https://www.bible.com/de/bible/58/pro7

Ochsen

Von einer Blüte zur nächsten:

Auf einmal ging er ihr nach,
wie ein Ochse zur Schlachtbank geht,
legt sich Fussfesseln an wie ein Narr,
legt sich selbst die Schlinge um den Hals
und weiß nicht,
dass es um sein Leben geht.

( Sprüche 7,21-23)

https://www.bible.com/de/bible/58/pro7

Kindergebet

Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist.
Sacharja 8,23

In der Elberfelder Übersetzung heißt es:

So spricht Jahwe der Heerscharen: In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus allerlei Sprachen der Nationen ergreifen, ja, ergreifen werden sie den Rockzipfel eines jüdischen Mannes und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist.

Wer sagt, was überzeugt?
Wem folgen wir?
Kirchen?
Anderen Seelenverkäufer?
Wortgewandten Verführern?
Maßstab ist,
was Gott einem ins Herz gibt.

Ich bin klein,
mein Herz ist rein.
Kindergebet.

Top, die Wette gilt – Lucifer und Hiob

Lieber Luther,

dass es Bedrohungen für den Menschen gibt von seinen dunklen Seiten, vom Satan, wie du diesen Teil des Menschen genannt hast, war dir selbstverständlich. Satan wohnt irgendwie in der Hölle, was immer wir uns darunter vorstellen. Bedrohlich, dunkel klingt es in jedem Fall.

Daran habe ich gedacht, als ich gefragt wurde, ob ich nicht einmal etwas über Lucifer schreiben könnte. Lucifer, meine erste Assoziation war Unterwelt, Dunkles, Böses. Seit Wochen denke ich über die Dimensionen von Lucifer nach, nicht zuletzt deshalb, weil er mir in letzter Zeit häufiger begegnet ist.

Lucifer hat eine überraschende Seite. Das Wort „Lucifer“ ist lateinisch und heißt „Licht bringend“. Lucifer heißt Morgenstern, der Planet Venus ist Lucifer, in der griechischen Mythologie der Sohn der flatterhaften Eos, der Göttin der Morgenröte. Von ihr hat er das Flatterhafte geerbt. Lucifer steht zunächst für das aufgehende Licht. Lichtbringend und blutrot ist Lucifer. Als ob der über den Menschen aufgehende Tag etwas über die Ambivalenz aller Tage der Menschen wüsste.

Von Lucifer ist in Psalm 139 die Rede. Gott ist mit uns, sieht all unsere Wege, sieht in unsere Herzen, sieht in den finstersten Winkel unseres Seins. Führe ich gen Himmel, so bist du da, bettete ich mich in die Hölle, siehe so bist du auch da, nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde mich auch dort deine Hand halten und deine Rechte mich leiten. Spräche ich, Finsternis möge mich decken, so muss die Nacht auch Licht sein, das mich umhüllt, denn auch Finsternis ist nicht finster bei dir und die Nacht ist dein Licht, das mich umfasst, ich sehe es nur nicht.

Irgendwann ist aus Lucifer im christlichen Verständnis etwas Satanisches geworden. Wann und warum interessiert hier nicht. Im Buch Hiob passiert etwas an sich Unglaubliches. Gott paktiert faustisch mit dem Satan, nur mit entgegengesetztem Ausgang als bei Faust.

Die Kinder Gottes treten vor den Herrn und der Satan ist auch darunter. Der Herr fragt ihn, wo kommst du her? Er antwortet: Ich bin im Land umhergezogen und habe dort gewütet. Gott fragt: Hast du keinen Respekt vor meinem Knecht Hiob gehabt? Es gibt keinen Vergleichbaren im Land, „schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse“. Der Satan versucht den Herrn: Meinst du, dass Hiob umsonst Gott fürchtet? Du hast gut für ihn gesorgt, dann ist es auch nicht schwer, gottesfürchtig zu sein. Gott hält dagegen: Nehme ihm alles, was er hat, Satan, sein Habe, seine Gesundheit, nur umbringen darfst du ihn nicht. Der Satan hält dagegen: „Was gilt’s, er wird dir ins Angesicht absagen? (Hiob 1, 6 ff). Top, die Wette gilt.

Das gesamte Buch Hiob beschreibt den Verlauf dieser Wette. Hiob spürt tief in seinem Innern, dass irgendetwas nicht stimmt, dass böse Mächte am Walten sind und er stürzt ob all dem Unglück, das der Satan über ihn bringt, in tiefe Verzweiflung über seinen Gott. Wieso tust du mir das an, o Gott? Was habe ich getan, dass du mich so strafst? Er hadert und klagt an, aber er verliert seinen Glauben nicht.

Seine Freunde eilen herbei, um den verarmten und kranken Hiob zu trösten. Sie sind entsetzt, ob seiner Anklagen an Gott und kommen ihm mit schriftgefälligen Reden, die an seine Demut appellieren. Du versündigst dich Hiob, Gott darf man nicht anklagen, Gott ist Gnade, Gott ist die Liebe. Doch Hiob gibt in allem Elend nicht klein bei, er sieht das Böse, das am Walten ist. Der Satan nimmt ihm nicht nur all seine weltlichen Güter, seine Gesundheit, er kommt auch noch in Gestalt von angeblichen Freunden daher. Hartnäckig versucht der Satan in der Gestalt, Hiob von seinem inneren Gotteswissen abzubringen und auf den Irrweg der schönen Reden und des schönen Gottes-Scheins zu bringen.

Aber Hiob steht felsenfest. Er steht ein für seinen Glauben, auch wenn er arm, krank, verlassen, in die gottlose Ecke gestellt allein auf weiter Flur steht. Er lässt sich nicht beirren. Und Gott verlässt ihn nicht. Der Herr fragt Hiob, wo warst du, als ich die Erde gründete, wer hat das Maß und den Eckstein gesetzt, als mich die Morgensterne miteinander lobten und alle Kinder Gottes jauchzten, wer hat dem Morgen geboten und der Morgenröte ihren Ort gezeigt, dass sie alle Ecken der Erde erfasse und die Gottlosen herausgeschüttelt werden? (Hiob 38, 1-13).

Wer ist der Herr über das Maß, wer setzt den Eckstein, wer zeigt dem Morgenrot seinen Platz, blutrot oder licht? Wer schüttelt den Satan, die Versucher, die Versuchungen, das Böse aus dem anbrechenden Tag heraus? Als Hiob Gott wieder hört, versteht er, was er ihm sagen will. Er demütigt sich vor dem Herrn und findet aus seinem Hader heraus und wieder in die Demut vor Gott hinein. Gott hatte schließlich Erbarmen mit ihm, seinem gottesfürchtigen Diener.

Hiob war der Versuchung, dem Versucher ausgesetzt und Gott hat es ausdrücklich zugelassen. Gott wusste um die Glaubensstärke von Hiob. Er war sich Hiobs so sicher, dass er sogar auf ihn gewettet hat. Deshalb hat er Hiob gewählt, um dem Satan vorzuführen, dass Gott der Herr ist und nicht der Satan. Um das Pharisäertum zu entlarven. Seht, auch die scheinbar Gläubigen können nicht immer das Teuflische vom Göttlichen unterscheiden. Die Versuchung Jesu, als er 40 Tage in der Wüste war, zeigt, wie souverän Gottes Sohn die satanische Herausforderung meistert. Hiob verkörpert den Menschen in dieser Versuchung. Von Souveränität keine Spur.

Gott zeigt der Morgenröte ihren Ort. Lucifer steht nicht nur für den Lichtbringenden, sondern auch für den gefallenen Engel, wie im Buch Henoch beschrieben, für die gefallene Schöpfung Gottes, Adam und Eva, für diejenigen, die Gott gut und böse schuf. Die Versuchungen, die das menschliche Leben bringt, sind für uns oft größer, als Gottes Maß, sein Recht und Gesetz, sein Wille. Lucifer, der gefallene Lichtbringende, verkörpert das Licht, aber auch das Fleischliche, das Blutrot, das Verwundete und Verwundbare. Wir sind alle irgendwie Lucifer. Lichtbringend, gefallen und immer in Gefahr noch weiter zu fallen.

Hiob hat Demut lernen müssen. Er hat das Teuflische durchleiden müssen, seinen Stolz begraben, seine Selbstsicherheit, ein von Gott Geschützter zu sein, dem nichts passieren kann. Gott hat nicht verhindert, dass er so leiden und mit ihm hadern musste. Im Gegenteil, Hiob ist von Gott der Versuchung ausgesetzt, durch all sein Leiden hindurch geschickt worden. Und auch hier: Damit offenbar werde, dass ich, Gott der Herr bin. Gott war sich des Ausgangs von vornherein sicher.

Lieber Luther, diese Hiobsgeschichte ist einzigartig in der Bibel. Ein Buch, das erzählt, wie Gott mit dem Bösen, den dunklen Seiten, der Versuchung, dem Versucher umgeht. Ein Buch, das erzählt, wie Lucifer, der Licht Bringende, am Ende siegt, nicht der Gefallene. Das Hiobsbuch zeigt uns den Weg, gibt Zuversicht und Hoffnung, auch wenn es zunächst nach Hiobsbotschaften aussieht. Ein wunderbares Buch von der Tiefe des Glaubens. Wenn wir von Satan, dem Versucher, bedroht werden oder mehr Lucifer, dem Gefallenen, gleichen, dann sollten wir das Buch Hiob lesen und Psalm 139. Gott und das Böse, im Glauben immer eine Herausforderung für uns Menschen.

Herzliche Grüße
Deborrah