Januar – Blicke

Ein Blick
und man sieht
Traurigkeit,
Müdigkeit,
Verlorenheit.

Ein Blick,
gequältes Lächeln,
Bedrückung
und ist nichts als
ein Blick.

Ein Blick,
der nichts sagt
und viel sieht
und ist nichts
als ein Draufblick.

Lichtblicke

Wo der erste Blick nichts sieht,
unscheinbarer Alltag uns besiegt,
der flücht‘ge Augenblick dem Durchschnittsgrau entflieht,

der zweite Blick dann unerwartet innehält,
uns die entfloh‘ne Gedankenwelt entfällt,
und unser Sein im Jetzt behält,

wir erstaunt den dritten Blick dann wagen,
und erst jetzt das Licht gewahren,
das wir im ersten Blick nicht sahen.

Lichtblicke

Lichtblicke

Nebel fragen

Ihr Nebel, was bringt ihr?
Kündet ihr vom Frühling
oder vom Herbst meiner Tage?
Nahezu undurchdringlich steht ihr vor mir
und doch seltsam leicht, nicht zu fassen.
Ein Versuch, mir den klaren Blick, zu nehmen oder
mich gnädig vor dem klaren Blick zu bewahren,
was auf das Gleiche hinauslaufen kann?
Meine Seele eingehüllt in tränennasses Grau,
die Außenwelt ein Spiegelbild meiner Innenwelt?
Oder alles nur Gaukelei,
meine Sinne vernebelt?