Lebenskunst

Denn er wird vollenden, was über mich bestimmt ist; und dergleichen ist vieles bei ihm.
Hiob 23,14

Was nützt es zu jammern,
wenn die Last einen erdrücken will?
Was nützt es sich gehenzulassen,
wenn die Müdigkeit in einem hochkriecht?
Was nützt es sich von Gott abzuwenden,
wenn die sieben schlechten Jahre an der Reihe sind?

Zum Leben gehört das Auf und das Ab und
zur Lebenskunst, beides klaglos geschehen zu lassen.

On Top

On Top, on Top,
wenn es nicht will,
dann will es nicht.

Habe ich mich gestern mit 2 meiner Männer ins Auto gesetzt,
um 2 Stunden durch die Landschaft zu gondeln,
um allen eine Freude zu machen und
gemeinsam das erste Footballspiel meines Lebens
mit Beteilung von Sohnemann 1
live anzuschauen.

Sohnemann2 meckert,
bei meinem Fahrstil könne er parallel nicht lernen 🏎
Mann meckert,
wir seinen zu spät los.
Ich, ich fahre.

Wir sind eine halbe Stunde vor Kick-off im Stadion.
Erster Zug: Sohnemann1 macht 20 Yard,
beginnt hervorragend.
Das Stadion tobt.
Mich freut es auch.

Zweiter Zug.
Sohnemann1 liegt am Boden,
wieder einmal umgehauen.
Kann das Spielfeld selbstgehend verlassen.
Das war’s.
Sehen ihn unten,
wie er von Physio verarztet wird.

Brrrrr, déjà vue.
Gerade hat er sich von der letzten schweren Verletzung zurückgekämpft.
Meine Hoffnung, dass er das ganz lässt,
hatte sich leider nicht durchgesetzt.
Ich: ich hasse diesen Sport!!!!
Sohnemann2, der diesen Sport auch betreibt: Stell dich nicht so an,
der hat nix, will den Kameraden nur etwas Verschnaufpause verschaffen bei der Hitze.
Dass ich nicht lache, die haben gerade mal angefangen.
Ich seh, wie Sohnemann1 am Spielfeldrand auf und ab humpelt.
Die Freude und Konzentration am Spiel hat bei mir abrupt geendet.

Anschließend sein Pad für ihn zum Auto getragen.
Sohnemann2 fährt Sohnemann1 nach Hause,
da er nicht selbst fahren kann.
Nach gemeinsamen Essen
treten wir wieder die Heimreise an.
Diesmal fährt Sohnemann2.

Nach etwa 60 km habe ich einen Geistesblitz:
Hast du Sohnemann1 seinen Schlüssel zurückgegeben?
Welchen Schlüssel?
Na den Autoschlüssel!!!
Sohnemann2 kramt in seinen Taschen:
Leider nein, alle Schlüssel von Sohnemann1
hängen an diesem Schlüsselbund.
Grrrrrrrrr……

Wir drehen wieder um.
Versuche Sohnemann1 zu erreichen und
unsere erneute Rückankunft anzukündigen,
schließlich war Neufreundin L. auch mit von der Partie.
Dauert etwas, aber dann erreiche ich ihn…
Danke, dass ihr umgekehrt habt.
Und alles retour.
Um kurz vor 24.00 fahre ich schließlich
zum Ausklang meines Ausruhtages
Sohnemann2 zum Bahnhof.

Heute nachmittag die Diagnose:
Verdacht auf Kreuzband- und Innenbandriss.
Grrrrrrrrrr…..
Gleich Anweisungen gewhatsappt.
Das hat mir gerade noch gefehlt….
Und alles on top, on top, on top…

Und immer weiter,
morgen ist auch noch ein Tag….
In der Ruhe liegt die Kraft….

Dankesgedanken

Du aber, Jehova, Herr, wirke für mich um deines Namens willen; weil deine Güte gut ist, errette mich!
Psalm 109, 21

Gott sorgt für mich,
auch in der Müdigkeit,
auch in der Erschöpfung,
auch in der Verlorenheit.

Jeden Tag spüre ich das und
sende einen Dankesgedanken gen Himmel.

Bauchgrummeln

Aber die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.
Jesaja 40,31

Das Neue Jahr vor uns,
Bauchgrummeln in uns.

Gegen Bauchgrummeln:

Die auf Gott hoffen,
gewinnen neue Kraft!
Wie Adler schwingen sie sich
über die Dinge.

Und wenn wir müde werden,
die Augen schmerzen,
von dem was sie sehen,
die Ohren taub werden,
von all dem Halali,
die Flügel schmerzen,
unser Antrieb stottert,
erinnern wir uns an Gottes Kraft,
die uns wieder empor hebt,
Auftrieb gibt,
wenn wir es brauchen
und uns wieder über den Dingen
fliegen lässt.

Stärke

HERR, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not!
Jeremia 16,19

Du, mein Gott,
bist meine Stärke und Kraft,
mit dir durchbreche ich jede Müdigkeit,
mit dir gewinne ich Land,
auch wenn ich denke ich ertrinke,
du ziehst mich empor,
wenn ich falle.
Du, mein Gott,
bist meine Stärke und Kraft.

Januar – Blicke

Ein Blick
und man sieht
Traurigkeit,
Müdigkeit,
Verlorenheit.

Ein Blick,
gequältes Lächeln,
Bedrückung
und ist nichts als
ein Blick.

Ein Blick,
der nichts sagt
und viel sieht
und ist nichts
als ein Draufblick.