Taraxacum – Apostelkraut

Wenn man hört,
sie ist gewöhnlich,
denkt man:
nichts Besonderes.
Wenn man hört,
Taraxacum,
horcht man schon auf.
Wenn man hört,
welche Heilkraft diese Pflanze hat,
wächst das Verlangen.
Apostelkraut,
Apothekerkraut,
Pfaffenblume,
wird sie im Volksmund genannt.
Der Name ist Programm.
Stoffwechselanregend,
nierenanregend,
leberstärkend,
antirheumatisch.
Wo?
Vor der Haustür.
Im Garten.
100 % Bio
Was?
Alles.
Wurzel,
Blüte,
Blätter,
Röhren.
Ernte vom Frühjahr bis in den Herbst.
Klingt ganz nach Gottes Garten:
heilend,
wunderschön,
für jeden umsonst.
Wer ist diese
wunderbare
ungewöhnliche
Gewöhnliche,
dieses Apostelkraut?
Geschenk vom Löwen.

Ruhe

Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. 
Psalm 116,9

Lass wieder Ruhe in dir einkehren,
meine Seele,
Gott hat sich deiner angenommen.
Er geht an dir vorbei,
spürst du seinen Windhauch nicht?

Ewige Treue

Mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf. 

Psalm 27,10

Vater oder Mutter,

Sohn oder Tochter,

Bruder oder Schwester,

Freund oder Freundin,

Geliebter oder Geliebte,

Ehemann oder Ehefrau,

alle verlassen dich früher oder später,

nehmen den menschlichen Weg.

Nur einer bleibt ewig treu und verlässt dich nie.

Ackermann

Ihr sollt genug zu essen haben und den Namen des HERRN, eures Gottes, preisen. 
Joel 2,26
Wenn der Acker bestellt wird,
der Feigenbaum grünt,
das Korn reift,
der Olivenbaum Frucht trägt,
Morgen- und Spätregen Wasser bringen,
ist alles bereitet für eine reiche Ernte.
Ackermann in die Hände gespuckt.

Weite

Du stellst meine Füße auf weiten Raum. 
Psalm 31,9
Meiner bedrängten Seele
öffnest du, o Gott, den Raum,
damit sie ihre Begrenzung ablegen kann,
und deine Weite sehen.

Vaterunser (9) – Erste Liebe

Lieber Luther,

niemals kann ein Mensch seinen Bruder von seinen Sünden, seiner Bösartig- und Schlechtigkeit lösen, denn zu kostbar ist seine Seele. Es bedarf des Atemhauches Gottes. So viel kann ein Mensch nicht in die Waagschale werfen, damit es den Atemhauch Gottes aufwiegen würde. Gott allein ist es, der den Menschen von der Gewalt des Scheols, von der menschlichen Hand in ihrer Abgründigkeit, vom Menschen, der ohne Atemhauch Gottes handelt, entreißen kann. Gott allein kann lösen, kann erlösen (Ps. 49, 9-16). In Psalm 49 steht, um was es geht, wenn wir im Vaterunser beten: Weiterlesen „Vaterunser (9) – Erste Liebe“

Fallhöhen

Wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott. 
Sprüche 14,31
Wer sich erhebt,
stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus,
wer sich erbarmt,
damit er sich selbst auf den Sockel stellt,
fällt vom Sockel,
wer sich an den anderen verschenkt,
und dabei stolpert,
der wird aufgefangen.
Wer sich hintanstellt,
um des EINEN Willen,
der wird empor gehoben.

Der Weg zurück

Alles Fleisch soll erfahren, dass ich, der HERR, dein Heiland bin und dein Erlöser. 
Jesaja 49,26
Es ist ein schwerer Kampf, Mensch,
den du kämpfen musst,
gegen das Irdene,
gegen die Verführung,
gegen das Schein-Leben.
Ich bin dein Helfer,
ich gebe dir Kraft,
zeige dir,
den Weg,
löse deine Bande,
deine Lebensverstrickungen,
zeige dir,
wo das heile Land ist,
führe dich,
zurück ins Paradies.
Das verspreche ich dir.

Rückfälle

Schlecht geht es einem,
wenn man die Linie verliert.
Wenn man rückfällig wird,
die Sehnsucht einen packt,
nach etwas,
von dem man aus Erfahrung weiß,
dass es einen auffrisst.
Schlecht geht es einem,
wenn man kraftlos ist.
Wenn man rückfällig wird,
keine Kraft hat, sich dagegen zu stemmen,
sich nach rückwärts wenden will,
sich gut und schön redet,
was einen schon einmal umgebracht hat.
Schlecht geht es einem,
wenn man seine Verankerung aufgibt.
Wenn man rückfällig wird,
und die Gedanken
wie vom Sturmwind getrieben
zurücktreiben lässt.
Schlecht geht es einem,
wenn man achtlos wird.
Wenn man rückfällig wird
und vernachlässigt,
was man weiß,
dass man weiß,
dass Friede und Heimat
nur bei dem EINEN ist.
Schlecht geht es einem,
wenn man rückfällig wird.
Gut geht es einem,
wenn man seine Schwachheit erkennt
und weiß, wer allein hilft.
Gut geht es einem,
wenn man die rettende Hand sieht,
die einen packen und
aus dem eigenen Sumpf herausziehen will.
Gut geht es einem,
wenn man der Versuchung widersteht
und seine Hand in die richtige Hand legt.
Ob es mir schlecht oder gut geht,
liegt an mir,
in wen ich mein Vertrauen lege.
Mensch oder Gott,
es ist nur ein Entweder-Oder,
der Versuchung nachgeben oder widerstehen.
Kalter oder warmer Regen?
Die Wahl in die eigene Hand gelegt.

Ebenbild

Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht. 
Jesaja 43,24-25
Mensch,
du lässt mir meine Arbeit nicht ausgehen,
du forderst mich und forderst mich heraus,
es dauert und dauert,
bis ich mich in dir wieder
zu meinem Ebenbild
gearbeitet habe.

394.470.000 Atemzüge

Wieviel Atemzüge machen wir,
vom ersten bis zum letzten?
Ich habe sicher schon über 394.470.000 Atemzüge getan.
Wen wundert meine unendliche Müdigkeit?
Der letzte Atemzug ist oft ein tiefer Seufzer,
ein Gott – sei – Dank,
endlich ausgeatmet.
Mit Erstaunen dann feststellend,
dass der letzte Atemzug getan –
und man lebt.
Hobelspäne –
die ganze Hinterlassenschaft.
Wieso hat der Mensch nur so Angst
vor dem letzten Atemzug?
Er lässt das Leben gewinnen.

Tafelsilber

Gott, du hast uns geprüft und geläutert, wie das Silber geläutert wird. 

Psalm 66,10

Wie wir Silber prüfen, ob es echt ist,

so prüft Gott uns,

ob wir es echt mit ihm meinen.

So wie man das Schwarze vom Silber poliert,

so poliert Gott das Dunkle von uns,

eh er uns zu seinem Tafelsilber zählt.

Rettungsschirm

Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen. 

Psalm 27,13

Gott ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?

Gott ist meines Lebens Stärke, vor wem sollte ich erschrecken?

Er stärkt mich gegen meine inneren und äußeren Feinde.

Jeden Tag erfahre ich seinen Rettungsschirm.

Ohne ihn wäre ich schutzlos.

Gottessuche

So richtet nun euer Herz und euren Sinn darauf, den HERRN, euren Gott, zu suchen.
1.Chronik 22,19
Gott sucht und findet man nicht mit Äußerlichkeiten.
Nur wenn die ganze Person ihn aufrichtig und ehrlich sucht,
ihr ganzes Sein auf ihn ausrichtet,
findet sie ihn auch.

Vaterunser (8) – Versuchungen

Lieber Luther,

… und führe uns nicht in Versuchung. Wie oft habe ich schon gehört, Jesus versucht nicht, das wollen wir von unserem guten Jesus nicht hören und nicht sehen. Er will nur das Beste für uns. Stimmt. Deshalb steht es auch im Vaterunser:

Und führe uns nicht in Versuchung.

Korrekt übersetzt heißt es: Und führe uns nicht in die Prüfung. Was meint das? Weiterlesen „Vaterunser (8) – Versuchungen“

Typisch Vater

Bei dir, Herr, unser Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung. 
Daniel 9,9
Du lehrst uns, HERR, deine Wege,
Du sagst uns: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch,
Du sendest uns deine Zeichen zur Anschauung.
Wir gehen andere Wege,
Wir sagen, ICH sage euch, hört auf mich, nicht auf das Wort.
Wir sehen deine Zeichen und deklarieren sie als Zufall oder Humbug.
Du, o Gott,
bis ganz Vater,
deshalb hoffst du bis zuletzt,
dass deine Söhne und Töchter umkehren.
Jedem verlorenen Sohn,
Jeder verlorenen Tochter,
öffnest du die Tür und deine Arme.

Gerechtigkeit

Der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er tut.
Daniel 9,14
Der HERR ist gerecht,
in all seinen Werken,
die ER tut.
Wenn wir denken,
Gott sei ungerecht,
hadern wir mit uns selbst
und überhören ihn.