Grenzen

Des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. 

2.Chronik 16,9

Gott kennt keine Grenzen und

er kennt alle Grenzen.

Trauerspiel

Die Tage deiner Trauer werden ein Ende haben. 

Jesaja 60,20

Das Ende der Tage meiner Trauer.

Verheißen ist nicht, wie gern ich es auch hätte,

ein Ende meiner irdenen Trauer,

sondern ein Ende des irdenen Trauerspiels,

der Tag des Endes meiner Tage.

Dann wird alle Trauer zur Freude.

So, Tod, wo ist dein Stachel?

Hand im Spiel

Als Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind. 

2.Mose 14,2

Wo Gott die Hand im Spiel hat, ist Gelingen,

wo Gott die Hand im Spiel hat, ist Überwinden,

wo Gott die Hand im Spiel hat, ist der Sieg.

Wieso?

Hiob antwortete dem HERRN: Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen. 
Hiob 40,3-4
Hadern.
In dieser Disziplin ist der Mensch gut.
Im Rechten mit Gott.
Wieso so und nicht anders?
Wieso hast du das nicht verhindert?
Wieso siehst du diesem und jenem Unglück zu?
Wieso, Wieso, Warum?
Ja, Mensch, wieso?
Wieso muss Gott herhalten
für menschliche Irrwege?
Hat Gott das alles verbockt,
über das du dich beklagst?
Oder ist es nicht menschliches Versagen?
Versagen, vor den menschlichen Abgründen und vor Gott?
Demut will gelernt sein,
seine Zunge im Zaum halten auch.

Morgen- und Abendgebet

HERR, ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen.
Psalm 118,21

Danke, mein Gott,
dass du jeden Morgen in mich einfließt,
meinen Tag gut werden lässt,
auch wenn ich keine Zeit finde,
dich zur Kenntnis zu nehmen,
ich jeden Abend sagen kann:
Danke, mein Gott,
dass du immer bei mir bist!

Vaterunser (7) – Schulden (3)

Lieber Luther,

seit ein paar Wochen und Blogs schon beschäftige ich mich mit dem Vaterunser und bin hängengeblieben beim:

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Das Thema ist voller Missverständnisse. Seit wir von Gott wissen, vergibt er uns unsere Missetaten. Bis auf Jesus hat jeder Grund zu sagen: Vater, vergib mir meine Schuld. Zu sehr lassen wir uns ablenken und unsere Aufmerksamkeit von Gott weglenken, denken in unseren rein menschlichen Kategorien, die für Jesus eine Kategorie ohne Bedeutung war. Jesus ist voll auf Gott fokussiert. Jesus dreht die Sichtrichtung wieder um. Er predigt, man muss Vater und Mutter verlassen, Jedermann auf Erden, und zum Vater, zum Lebensspender zurückkehren. Mit Jesus schließt sich der Kreis, ist die Richtung zum Leben wieder in ihren Ursprung zurückgedreht, im Wort und im Tun. Jesus ist der Wendepunkt, der uns wieder auf Gott zurückverweist, uns neu verpflichtet, im neuen Bund. Weiterlesen „Vaterunser (7) – Schulden (3)“

Schuhwerk

Schuhe können
zu groß sein,
zu klein,
zu eng,
ausgelatscht,
unmodern oder
neu.
Je nach Schuhwerk,
laufen wir gut oder schlecht.,
holprig oder
bekommen Blasen an den Füßen.
Schuhe,
die nach außen gut aussehen,
aber schlecht passen,
sind peinigende Fassade.
Unsere Schuhe tragen uns von
der Vergangenheit,
in die Gegenwart,
in das Morgen.
Egal, wie das Schuhwerk,
wir müssen weiter.
ob der Schuh drückt oder nicht.
Manchmal ziehen wir auch Schuhe an,
die uns nicht gehören.
Das hinterlässt Spuren an den Füßen.
Neue Füße,
Heute Morgen stehen
neue Schühchen im Hausflur.
Wie weit sie tragen,
wir werden sehen.

Begrenzungen

Seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und bis an die Enden der Erde. 
Sacharja 9,10
Gott hat Himmel und Erde geschaffen,
das Meer, in dem man ertrinken oder schwimmen kann,
das Land, das seinem Ende zugeht,
den Menschen, der vergeht.
Mensch, Himmel, Erde, Wasser, Luft und Meer sind begrenzt.
Gott allein ist unbegrenzt.

Abendklang

Freitagabendheimreisebericht.
Ohne Befund heute.
Der Streikkrug ist gerade noch
an mir vorbeigegangen.
Was ist das für ein Licht?
Es sieht endgültig aus.
Ich kann mich kaum auf den Verkehr konzentrieren.
Als ob die Baumkronen brennen.
Ganze Baumreihen verglühen.
Blutrotes Abendrot.
Ich konzentriere mich.
Nein, es klingt nicht wie Frieden,
es klingt mehr nach Gericht.
Ich kann mich an keinen vergleichbaren Abendklang erinnern.
Klarheit,
Bestimmtheit,
das Jetzt im Übergang
zur Ewigkeit.
Wie das Echo dessen, was kommen wird.
In meinen vielen Bildern nicht eines,
das dieses Abendbild angemessen
widerspiegeln würde.
Angst macht es nicht,
eher Erstaunen,
dass es da ist.

Scout

Der HERR ist Richter über die Völker. 

Psalm 7,9

Gottes Gerechtigkeit,

meine Lauterkeit,

wie gern würde ich dort ankommen,

erreichen  kann ich sie nicht durch mich selbst,

nur im Vertrauen und der Hoffnung,

dass Gott mich zu ihr führt.

So, mein unergründlicher Vater,

sei weiterhin mein Scout.

Kurswechsel

Hört zu, ihr Könige, und merkt auf, ihr Fürsten! Ich will singen, dem HERRN will ich singen, dem HERRN, dem Gott Israels, will ich spielen. 

Richter 5,3

Könige,

Fürsten,

falsche Herren,

falsche Adresse,

falsche Richtung.

Kurswechsel notwendig:

Himmelwärts

Erlösung

Du führst, Herr, meine Sache und erlöst mein Leben. 
Klagelieder 3,58
Aus der tiefsten Grube,
habe ich deinen Namen gerufen.
Du hast deine Ohren nicht verschlossen,
mein Rufen gehört ,
mich deine Nähe spüren lassen.
Fürchte dich nicht!
Ich löse deine Bande,
zerreiße deine Fesseln,
hebe auf, alle Begrenzungen.
Fürchte dich nicht,
verlass dich und
gib dich ganz in meine Hand!

Krötenkönig

Es kommt mir gerade so in den Sinn.
Vergangenheitsbewältigung.
Jahre vorbei.
Ich wollte reden.
Er setzte sich –
das hatte ich noch nie –
fern von mir,
wie man sich nicht setzt,
wenn man
mit jemanden reden will.
Das Wort,
das im Raum,
aber nicht gesprochen.
Was?
Keiner wie David!
Froschkönig
Krötenkönig

Rechnungen

Es übervorteile keiner seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor deinem Gott. 
3.Mose 25,17
In allem, was man tut,
sollte man Gott mit auf der Rechnung haben.
Wenn man sich zum eigenen Vorteil verrechnet,
könnte man sich verrechnen.
Gott rechnet mit und verzählt sich nicht.
Am Ende ist jede Rechnung ausgeglichen.

Vaterunser (6) – Und vergib JEDERMANNs Schuld (2)

Lieber Luther,

die Entdeckung der Bildlichkeit in 1.Mose 4, 17-25, von der ich dir gestern geschrieben habe, hat mich nicht ruhen lassen. Das was da erzählt ist, hat schon eine Vorgeschichte. Also muss ich auch die Vorgeschichte mit neuen Augen betrachten. Mein Thema gerade, das Vaterunser,

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsren Schuldigern,

hat ihre Wurzeln ganz am Anfang. Wir müssen also noch einen Schritt zurück gehen.

Ich habe mich schon verschiedentlich mit der Schöpfungsgeschichte, mit Teilen daraus, beschäftigt. Man spricht von der 1. Schöpfungsgeschichte (den 7 Tagen an denen Gott die Welt erschuf) und der 2. Schöpfungsgeschichte, die Paradiesgeschichte. Gestern ist mir aufgegangen, dass das nicht 1. und 2. Schöpfungsgeschichte ist, sondern EINE Schöpfungsgeschichte, bis man anfängt auf der Erde den Namen des HERRN zu predigen. Weiterlesen „Vaterunser (6) – Und vergib JEDERMANNs Schuld (2)“

Vaterunser (5) – Und vergib uns unsere Schuld (1)

Lieber Luther,

zum nächsten Teil des Vaterunsers:

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,

musste ich einen langen Anlauf nehmen, neu Kraft schöpfen. Schon der erste Teil des Vaterunsers fordert viel, überfordert uns oft.

Der Anlauf geht ganz zurück, ganz an den Anfang der Schrift. Weiterlesen „Vaterunser (5) – Und vergib uns unsere Schuld (1)“

Wohlgefallen

Wenn eines Menschen Wege dem HERRN wohlgefallen, so lässt er auch seine Feinde mit ihm Frieden machen. 
Sprüche 16,7
Du bist mein lieber Sohn,
an dir habe ich Wohlgefallen.
Es sieht so aus,
als hätte Gott bei Jesus diesen Spruch vergessen.
Hat er nicht:
Dem Bösen hat Jesus immer widerstanden.
Letztendlich muss das Böse sich in Wohlgefallen auflösen,

sonst bleibt nur der Tod.