Vergebung
4.Mose 14,20
Mein Gott, ich danke dir.
Treue
Du sollst nicht ehebrechen.
2.Mose 20,14
Mein Gott,
der einzige Bund, der zählt,
der einzige verlässliche,
ist der ewige Bund mit dir.
Ich will ihn nicht brechen,
gib, dass ich ihn nie breche,
verlass mich nicht.
Umkehrungen
Jesaja 5,20
wehe dir,
die du gut und böse,
Licht und Finsternis
verdrehst.
Gutes böse nennen ist, wenn man die gute Absicht verteufelt.
Aus Licht Finsternis machen ist, wenn Gott in Geschenkpapierbergen begraben wird.
Verdrehte Welt.
Selbstbezogenheit
Psalm 39,13
so hätten wir dich gern.
dass du unser Flehen erhörst,
unser Wehklagen in Jubel verwandelst,
unsere Tränen in ein Lächeln.
würde Jesus sagen,
hebe dich hinweg von mir, Satan,
du bist mir ärgerlich,
denn du meinst nicht was göttlich,
sondern was menschlich ist
(Matth 16, 23)
Pflüger
Psalm 129,2
und ihre Striemen eingegraben,
auf meiner Stirn tiefe Furchen hinterlassen,
in meinem Herzen tiefe Krater,
unfruchtbares Land.
Haben sie mich wirklich nicht zerpflügt?
Fels
2.Samuel 22,2
mein Fels, an den ich mich klammern kann,
der mir festen Boden unter den Füßen gibt,
in dessen Tiefen ich mich bergen kann,
in dem die Quelle entspringt,
die meinen Durst stillt,
der mich birgt in seinem Schatten,
der mir ein Dach über dem Kopf gibt,
wenn ich heimatlos geworden bin,
du, meine Zufluchtsstätte,
die jedes Erdbeben übersteht.
Heiden
Jeremia 16,21
Und siehe, ich werde sie zur Erkenntnis bringen,
zur Einsicht, dass ich der Herr, ihr Gott, bin.
Ich werde meine Hand ausstrecken,
sie bei der Hand halten, geduldig sein,
bis sie mich erkennen,
damit sie nicht verloren gehen.
Kreuzungen
Feigenbaum und Feigenblatt
Deborrah
Hiob
Hiob 9,10
du weißt, was es heißt, Gott ganz auszukosten,
mit den Dingen, die er tut und nicht zu erforschen sind,
mit all dem, das er einem zumutet,
um am Ende ganz bei ihm zu sein,
mit all dem Wunderbaren, das er tut.
Natur
Hiob 9,8.9
lachst du, o Gott, uns an,
im Blinken der Sterne leuchtet dein Licht,
in der Tiefe des Wassers sehen wir deine Klarheit und
zwischen den Wolken reißt dein Himmel für uns auf.
Gewissen
Es ist wieder einmal Zeit für ein Gedicht von Mascha Kaléko:
Kurzer Dialog
Du und ich, lieber Gott,
wir beide wissen es,
Daß deine Welt noch lange nicht
Fertig war, als der siebente Tag
Anbrach.
Du hattest dich dazumal
Darauf verlassen,
Daß deine Geschöpfe
Gehilfen dir würden.
O weh.
Leiden läutern uns nicht,
Und durch Schaden wird man nicht klug.
Nur gerissen.
– Herr, du gabst uns die Welt, wie sie ist.
Gib uns doch bitte dazu
Das seinerzeit leider
Nicht mitgelieferte
Weltgewissen!
Oder: Resignation für Anfänger
In: Mascha Kaléko: In meinen Träumen läutet es Sturm

Lebensstütze
Psalm 119,116
sei Lebensstütze gemäß deiner Zusage,
Lass mich nicht vergeblich hoffen.
Krückstock
Psalm 103,2.3
du lässt mich springen,
komm ich von Kummer gebeugt,
du richtest mich auf,
komm ich mit schweren Rucksack beladen,
Herr, du entlastest mich.
Versprechen
1.Mose 28,15
und gehe weiter,
du verlässt mich nicht,
du bist mit mir,
wohin ich auch gehe,
immer wieder sagst du mir das,
damit ich es auch ja nicht vergesse.
Meine Himmelsleiter,
das ist versprochen.
Tränen
Psalm 56,9
meine Heimatlosigkeit hast du abgemessen,
mein Umherirren zählst du,
aufgezeichnet hast du meine Wege im Elend.
lass ihn nicht überlaufen,
schütte sie um in deinen Schlauch,
damit keine verloren geht.
Der ungerechte Richter oder: Gebt nicht auf!
Lieber Luther,
der heutige Predigttext (Lk18, 1-8) ist mir vor drei Wochen schon einmal begegnet und zwar in einer Form, die ich sicher mein ganzes Leben nicht mehr vergessen werde. An einem Ort, an dem sein ganzer Sinn plötzlich im Raum stand. Gott hat sich quasi neben die Menschen, die es angegangen ist, auf die Kirchenbank gesetzt und hat gewirkt. Alle Beteiligten haben seine Anwesenheit verspürt. Weiterlesen „Der ungerechte Richter oder: Gebt nicht auf!“
Kind
2.Mose 20,1
Das Land, das du hier versprichst, ist dein ewiges Reich,
Das Land, das uns verheißen ist.
Du meinst unseren Urquell, in dem du uns Vater und Mutter bist, Heimat.
Du verlangst, unsere Kindschaft anzuerkennen.




