Seelenheil

Und du, du trachtest nach großen Dingen für dich? Trachte nicht danach! Denn siehe, ich bringe Unglück über alles Fleisch, spricht Jehova; aber ich gebe dir deine Seele zur Beute an allen Orten, wohin du ziehen wirst.
Jeremia 45,5

Alles Materielle geht unter,
allein das Seelenheil ist
ein erstrebenswertes Ziel.

Alternative

Darum, König, lass dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Vergehen durch Barmherzigkeit gegen Elende, wenn dein Wohlergehen von Dauer sein soll!
Daniel 4,24

Es gibt immer eine Alternative,
zu dem, was man tut.
Es sollte immer unser Ziel sein,
eine Veränderung zum Besseren
anzustreben.
Gott gibt den Maßstab vor.

Lebensholperstrecken

Alle meine Berge will ich zum Weg machen, und meine Straßen werden hoch dahinführen.
Jesaja 49,11

Das Leben führt über
hohe Berge, die einen nach Luft japsen lassen,
enge Pässe, die einen in Gefahr bringen abzustürzen,
tiefe Täler, aus denen man nur langsam herausfindet,
Wüsten, in denen man schier verdurstet,
Tränenmeere, in denen man beinahe versinkt.

Jeder Lebensweg führt am Ende auf Gottes Straße.
In sie münden alle menschlichen Lebensholperstrecken.

Jakob

Jakob zog seinen Weg. Und es begegneten ihm die Engel Gottes.
1.Mose 32,2

Jakob zog dorthin zurück,
woher er gekommen ist.
Auf dem Weg aus der Heimat haben ihn Engel begleitet,
auf dem in die Heimat haben ihn Engel geleitet.
In die Fremde gehen und zurückkommen,
dorthin, wo Heimat ist.
Die Engel, Gott zeigt den Weg,
laufen wir ihnen einfach nach,
auch wenn es lange dauern kann
bis wir ans Ziel kommen.

Jakob weist den Weg.

Pilgerrreise

Der Entschluss war spontan: Ich werde pilgern. Nicht nach Santiago, nein vor meiner Haustür. Nein, nicht mit wochenlanger Vorbereitung, ganz kurzfristig. „Barfüßig“ sozusagen. Pilger haben sich vor langer Zeit auch so auf den Weg gemacht. Und es ging. Ganz einfach.

Einfach?

Heute ist der Pilgerpass angekommen, den ich mir am Samstag Online bestellt hatte. Und der Jakobsweg-Führer, Bd.7, „Wege der Jakobspilger in Bremen und Niedersachsen“. Ein Blick in die Unterkunftsadressen zeigt es: Teilweise muss man 8 Tage vorbestellen. Solange ist noch nicht einmal mein Entschluss gefasst.

Ich habe noch weder Rucksack, noch einen festen Plan. Ich weiß auch noch nicht, wann ich genau losgehe, von wo aus und wann ich ankommen werden. Ich weiß nur, dass mein Ziel Damme ist und dass ich losgehe. Ich habe dort noch etwas zu erledigen. Und Pilgern scheint mir die richtige Art zu sein, mich diesem Ziel und dem, was dort zu erledigen ist, zu nähern. Schrittweise sozusagen. In Etappen.

Eigentlich ist mein Vorhaben unvernünftig. Mir schmerzt schon meine Schulter, bevor ich einen Meter meinen noch nicht vorhandenen Rucksack getragen habe. Als „no Sports“ bin ich auch kein geübter Wanderer. Und ich bin völlig ausgelaugt und überarbeitet. Und nur 2 Wochen Urlaub.

„Das kannst du nicht schaffen“ sagt mein Verstand und mein Körper. Doch, das wirst du, sagt meine innere Stimme.

Weg und Ziel