Seelengesang

Meine Kraft und meine Stärke ist der HERR, und er wurde mir zur Rettung.
Psalm 118,14

In der Elberfelder Übersetzung heißt es: Meine Stärke und mein Gesang ist Jah. Das ist mir gerade näher.

Meine Stärke und mein Gesang, bist du, o Gott,
meine Seele singt dein Lied,
am Morgen,
am Abend,
in der Nacht.
Untertags bin ich abgelenkt.
Da übertönt der Alltag deinen Gesang.

Das Lied, das meine Seele gerade singt:

Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude;
A und O, Anfang und Ende steht da.
Gottheit und Menschheit vereinen sich beide,
Schöpfer, wie bist du uns Menschen so nah.
Himmel und Erde erzählet’s den Heiden:
Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude.

Jesus ist kommen, nun springen die Bande,
Stricke des Todes, die reißen entzwei.
Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden;
er, der Sohn Gottes, der machet reicht frei,
bringet zu Ehren aus Sünde und Schande;
Jesus ist kommen, nun springen die Bande.

(Johann Ludwig Konrad Allendorf 1736

Wahrheit

All sein Tun ist Wahrheit, und seine Wege sind recht, und wer stolz ist, den kann er demütigen. 
Daniel 4,34
Alle Wege, die ich gehe, muss ich gehen,
auch wenn sie über Stolpersteine führen,
auch wenn ich mich verirre und umherirre,
auch wenn ich auf Abwege gerate.
Gott kennt die Wahrheit und weiß,
wieso mein Fuß Umwege macht.

Verheißung

Ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR. 
Hesekiel 39,29
Es lohnt sich, den ganzen Abschnitt zu lesen (Hes 39, 23-29):
Ich werde mein Gericht halten und
alle werden erkennen, dass ich euer Gott bin.
Ihr seid ungerecht und treulos.
Ich handele an euch,
nach dem Maß, das ihr gebt,
nach eurem Vergehen.
Aber ich wende euer Geschick.
Ich achte eifersüchtig darauf,
dass mein Name geheiligt wird.
Ich werde jeden von euch heimführen.
Ihr werdet tragen,
was ihr euch selbst aufgeladen habt,
wenn ihr in meinem Land sicher,
im Vertrauen auf mich,
wohnen werdet.
Ich werde alle sammeln in meinem Land und
vor keinem mehr mein Angesicht verbergen.
Eine Verheißung.

Rebekka

Lieber Luther,

lang hat es gedauert, bis ich zu meiner ganz persönlichen Jahreslosung 2014 gefunden habe. Die Jahreslosung 2013 lass ich hinter mir, sie hat mir genug Sturm gebracht und Wasser schlucken lassen. Eigentlich steht die Losung schon länger im Raum, es hat mir nur nicht gedämmert, was mir da ins Haus steht:
Haltet mich nicht auf, denn Gott hat Gnade zu meiner Reise gegeben (1.Mose 24,56)
Ich habe diesen Spruch an das Ende meines Nachrufs auf meinen Vater gesetzt. Der Predigttext dieser Trauerfeier beinhaltete – zu meiner Überraschung – meinen Konfirmationsspruch. Lebensreisen, die sich kreuzen. Grund genug, achtsam zu sein.
Der Schlusspunkt unter den Nachruf auf das Leben meines Vaters, ist eigentlich ein Ausgangspunkt, ein Anfang, der Anfang einer Reise, für ihn und für mich.
Abraham sendet Elieser, seinen ältesten Diener und Verwalter, auf die etwa 650 km lange Reise, um bei seiner Verwandtschaft um eine Frau für seinen Sohn Isaak zu werben. Der Bote weiß nicht, wer es sein soll und wie er die Frau finden soll. So bittet Elieser, der auf Gott vertraut, Gott um ein Zeichen: Diejenige, die auf seine Bitte hin, ihm am Brunnen zu trinken geben wird und auch noch unaufgefordert die Kamele tränkt, die soll es sein. Lass es geschehen und erweise deine Gnade, betet Elieser. Er trifft Rebekka am Brunnen und es geschieht, worum er gebeten hat.
Die Brüder und die Mutter zögern, wissen nicht so recht, ob das für Rebekka das Richtige ist. Rebekka zögert nicht, will einen Schlussstrich, einen neuen Anfang: Ich will gehen, gleich. Sie geht in eine ungewisse Zukunft, sie weiß nicht wirklich, auf was sie sich einlässt. Aber, tief in ihrer Seele weiß sie, dass es richtig ist, was sie tut. Deshalb duldet sie auch keinen Aufschub: Haltet mich nicht auf. Sie weiß, was sie weiß und was sie will. (1.Mose 24)
Rebekka, die Energische, Rebekka, die Zupackende, Rebekka, die Kraftvolle. Sie weiß nicht, dass sie einem entgegen geht, der schon gebrochen ist. Dass sie das Korsett, das Rückgrat, die Energie ist, die er braucht, um weiter zu gehen. Sie weiß noch nicht, dass sie 20 Jahre warten muss, bis sie Kinder bekommt. Sie weiß noch nicht, dass ihr Mann früh erblindet, noch nichts von ihrem Betrug an ihrem Ehemann, noch nichts von ihren Enkeln, die ein Massaker anrichten, weil sie denken, ihre Schwester sei vergewaltigt worden. Vielleicht hätte sie, wenn sie gewusst hätte, was denn so alles noch kommt, doch gezögert. Deshalb ist es gut, wenn wir nicht wissen, was kommt. Es lässt uns weiter gehen, wenn wir es für richtig in uns fühlen, unbelastet der Last und des Leids, das da kommen mag.
Rebekka geht nicht alleine. Mit ihr ging Debora, ihre Amme. Die Frau, die sie gesäugt hatte, die sie mit der Muttermilch aufgesogen hatte, der Mutterersatz. Debora war immer für sie da, Debora gab Rat, Debora verhütete, was zu verhüten war. Sie verhütete nicht, dass Rebekka Jakob dazu anleitete, sich vor seinem Vater Isaak als Erstgeborenen auszugeben, wo es doch sein Zwillingsbruder Esau war. Das ist der Fingerzeig, den Gott gibt. Nicht was irdisches Recht ist, zählt, sondern was Gottes Wille ist. Esau und Jakob wuchsen beide im Mutterleib, parallel, gleichberechtigt. Die Gesetze der Gesellschaft haben sie zu Ungleichberechtigten gemacht. Gott hat eingegriffen und ein Zeichen gesetzt: Eure Gesetze sind null und nichtig, allein meine Gesetze zählen. Nach meinem Gesetz ist Jakob der Erstgeborene. Aber, ich will die List und Tücke nicht dulden, die ihm dieses irdische Recht verschafft hat, so muss er Buse tun, viele Jahrzehnte, um sein Unrecht an seinem Vater zu tilgen. Rebekka sieht ihren Lieblingssohn nach dessen Flucht nie wieder.
Das alles änderte nichts daran, dass Gott Jakob eine besondere Erwählung gab. Das Unrecht, das Rebekka getan hat, an ihrem Mann und an ihren Söhnen, nach geltendem Recht, in ihrer Gesellschaft, ändert nichts daran, dass sie trotzdem mit Gottes Segen in Gottes Willen handelte. Gott hat Gnade zu der Reise gegeben. Was scheinbar Unrecht ist, kann vor Gott Recht sein. Rebekka wandelte in all dem Zwiespalt zwischen Recht und Unrecht dennoch sicher. Debora war ihr Korrektiv. Debora nahm sie in den Arm und weinte mit ihr, wenn es kein Weiter zu geben schien, Debora tröste, Debora fand die Worte, die Rebekka weiter gehen ließen. Debora war die Frau im Hintergrund, die nur zwei Mal erwähnt ist. Am Ausgangspunkt, wenn sich Rebekka auf die Reise einlässt, und am Endpunkt, wenn Debora begraben wird an an der Träneneiche, an der Klageeiche. Immer im Hintergrund, kaum einer Erwähnung wert, aber dennoch immer im Vordergrund. Sie starb in Bethel, dem Ort, an den Gott Jakob geschickt hatte, um einen Altar für ihn zu errichten. Mit Debora verschwindet auch Rebekka aus dem Gesichtsfeld. Am Ende hatte sie alles verloren, was ihr lieb und teuer war. Und doch: Gott hat Gnade zu der Reise gegeben.
Lieber Luther, haltet mich nicht auf, Gott hat Gnade zu dieser Reise gegeben. Für mich ist es meine persönliche Jahreslosung 2014. Wohin ich aufbreche in dieses neue Jahr, weiß ich nicht. Halten wir es mit Elieser und bitten um Gnade für diese Reise.
Herzliche Grüße
Deborrah

Läuterung

Jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt. 
Jesaja 9,4
Jeder Stiefel, der zerstampft,
jeder Mantel, der Unrecht deckt,
wird durch den geläutert, den man
wunderbarer Berater,
starker Gott,
Vater der Ewigkeit,
Friedefürst
nennt.

Läuterung

Jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
Jesaja 9,4

Jeder Stiefel, der zerstampft,
jeder Mantel, der Unrecht deckt,
wird durch den geläutert, den man
wunderbarer Berater,
starker Gott,
Vater der Ewigkeit,
Friedefürst
nennt.

Über den Dingen – Beyond things

Like a balloon
my soul strives
towards open heavens.

Like a balloon
whose cord
wrenches from life’s thicket.

Like a balloon
which knows the direction
straining at the restricting  leash.

Like a balloon, o soul, ascend;
escape from the fetters
which narrow your throat.

Like a balloon, move, my soul,
to freedom.
Fly, my soul. fly.

Like a balloon,
disappear in the open heaven.
Beyond things.

Wie ein Luftballon
strebt meine Seele
dem offenen Himmel entgegen.

Wie ein Luftballon,
dessen Schnur sich
dem Lebensgestrüpp entwindet.

Wie ein Luftballon,
der die Richtung kennt,
zerrt sie an der zurückhaltenden Leine.

Wie ein Luftballon, o Seele, steige,
mach dich los von den Fesseln,
die dir den Hals verengen.

Wie ein Luftballon,
zieh, meine Seele, die Freiheit hinauf.
Flieg, Seele, flieg.

Wie ein Luftballon
entschwinde im offenen Himmel.
Über den Dingen.

soul heaven god Lord
My soul strieves towards heaven

Vom Sterben – eine Mutmachgeschichte

Vom Sterben reden wir nicht gerne. Am besten würden wir es verdrängen, vergessen, totschweigen. Schon gar nicht an Weihnachten. Ich rede vom Sterben, ich habe es schon öfters hier in dem Blog getan, etwa als ich von Beates Sterben erzählt habe.

Viele Menschen haben Angst, einen wahren Horror vor dem Sterben oder dem Tod, was nicht das Gleiche ist, aber das sei hier dahingestellt. Mein Vater ist heute gestorben. Er war einer, der nicht vom Sterben reden wollte, Er wollte auch im Leben keine Menschen besuchen, die im Sterben lagen oder schwer krank waren. Darin ist er sich treu geblieben bis zum Ende. Keinen Besuch. Bis auf mich. Auf mich hat er noch gewartet.

Tod, wo ist dein Stachel? Ich will erzählen, wie er gestorben ist, um Mut zu machen, Mut, die Angst vor dem Sterben zu lassen, das Tabu wegzunehmen, den Tod anzunehmen, das Sterben zu leben, im Leben denjenigen sterben zu lassen, für den die Zeit gekommen ist. Den Tod als Teil des Lebens zu nehmen. Den Tod als Anfang eines neuen Lebens zu nehmen.

Mein Vater ist zu Hause gestorben, in dem Haus, in dem er und auch ich geboren bin. Krankenhaus und Ärzte waren ihm ein Gräuel. Er wurde hingebungsvoll gepflegt von meiner Schwägerin. Das war nicht selbstverständlich. Sie hat Jahrzehnte unter ihm gelitten. Als sie ihn immer hilfloser werden sah, hat dies ihr Herz gerührt. Sie hat nicht nachgetragen. Sie hat ihn nicht ins Krankenhaus oder ins Pflegeheim abgeschoben, sie hat ihr Herz geöffnet, sich von seiner Hilflosigkeit berühren lassen, ihren Frieden mit ihm gemacht und sich ihm liebevoll zugewendet. Das nennt man wohl Vergebung oder auch Nächstenliebe.

In dem Haus leben 4 Generationen zusammen, eine Großfamilie mit viel Kommen und Gehen, viel Aus und Ein. Eine Bauernfamilie. Still ist es die ganze Nacht nicht. Irgendjemand ist immer am Kommen oder Gehen. Es geht laut, manchmal auch für mein Gefühl roh, aber herzlich und ehrlich zu. Die Tür zum Zimmer meines Vaters war unter Tags in der Regel einen Spalt offen. Er hat bis zuletzt Teil genommen am Leben der Familie. Zunächst habe ich gedacht, könnten sie nicht mehr Rücksicht nehmen? Dann ist mir aber klar geworden, dass gerade diese Normalität ihn birgt. Er kennt die Stimmen aller Familienmitglieder, vielleicht die der wechselnden Freundinnen der Enkel nicht. Einmal hat er mich nach einer solchen ihm unbekannten Stimme gefragt. Er war im Kopf ganz klar, so klar wie in den letzten 2 Jahren nicht. Meine Anwesenheit hat ihm nochmals einen letzten Lebensschub gegeben.

Als ich so an seinem Bett saß, hat sich mir der Sinn von „werdet wie die Kinder“ erschlossen. Am Lebensende kann man hilfloser sein als ein neugeborenes Kind. Das kann wenigstens noch schreien. Sterbenden fehlt die Kraft und die Stimme dazu. Es geht nichts mehr, die Körperfunktionen sind außer Kontrolle, kein Eigensinn, keine Bosheit oder Bösartigkeit, alles muss abgegeben werden, auch die Würde und das Schamgefühl. Zum Vorschein kommt der reine Mensch. Der reine Kern der Seele. Bescheidenheit, Dankbarkeit und Anerkennung der Zuwendung. Mein Vater hat noch nie in seinem Leben so oft Danke gesagt, wie in den letzten Wochen seines Lebens. Mensch ist in seinem körperlichen Verfall zurückgeführt auf seinen innersten Kern und der ist gut und freundlich, dem Nächsten zugetan. Werdet wie die Kinder. Derart vorbereitet sind wir gut vorbereitet, wenn wir durch das Sterbenstor treten und Gottes Klarheit und Wahrheit uns umfängt. „Wie lange dauert es noch?“ hat er mich wiederholt gefragt und ich habe geantwortet, „Ich weiß es nicht.“. Er wusste genau, dass der Augenblick, vor dem er sich so gefürchtet hat, nahe war, jedoch, ich hatte den Eindruck, dass ihm die Furcht genommen war. Aller Widerstand war abgelegt und wie ich meine, auch die Angst.

Ich habe noch Weihnachten mit ihm gefeiert, an Heiligabend, als schon der erste Weihnachtstag angebrochen war. Heiligabend wird bei uns traditionell mit der ganzen Großfamilie gefeiert, alle Generationen mit Anhang um den Tisch. Anschließend wird gesungen und dann ist Bescherung. Ausgiebig, laut und fröhlich geht es zu. Mir ist das zu wenig Andacht und so habe ich mich mit meiner Familie seit einem Jahrzehnt zurückgezogen. Aber dieses Jahr haben wir unverhofft, zur Freude meiner Kinder, wieder mitgefeiert. Nach der langen und fröhlichen Feier bin ich noch bei meinem Vater vorbeigegangen. Ich habe mich an sein Bett gesetzt und in aller Andacht Weihnachtslieder für ihn gesungen, bis ich nicht mehr singen konnte. Er hat mir seine Hand entgegengestreckt, ich habe sie genommen und während der ganzen Zeit gehalten. Mein jüngerer Sohn hat sich still dazugesellt. Es war wunderbar. Hier war Weihnachten, hier spürte ich Weihnachten. Hier habe ich schließlich doch noch Weihnachten in diesem Jahr gefunden. Als ich geendet hatte, lag feierliche, andächtige Stille im Raum. Das Gesicht meines Vaters lag ganz friedlich im Halbdunkel. Jesus kann auch so an Weihnachten kommen und er ist ganz gegenwärtig. Ich hatte das Gefühl, dass ich Weihnachten noch nie so intensiv gefühlt habe.

Gestern sind wir zurückgereist. Abends bin ich in die Kirche und habe für ihn gebetet: Lieber Gott, vergib uns unsere Schuld, öffne deine barmherzigen Arme, nimm seine Hand, sende ihm einen Engel entgegen. In „meiner“ Kirche bekommen meine Gebete immer eine besondere Kraft. Und Gott hat gehört.

So ist mein Vater heute gestorben, zu Hause, ohne Krankenhaus, ohne Medikamente, ohne Arzt, im Kreis seiner Familie, mein Bruder und meine Schwägerin waren bei ihm, als er starb. Alles war erledigt. Alle waren vorbereitet, alle haben anerkannt, dass der Augenblick da war. Und weder meine Schwägerin, noch eines seiner Kinder, hatten Hemmungen oder Angst, mit seinem Sterben umzugehen. Keine Unwahrheiten, keine Beschönigungen, einfach die Dinge so nehmen, wie sie im Augenblick sind, auch wenn sie nicht schön anzusehen sind, der Geruch des Todes schon im Raum liegt.

Mein Vater ist leicht und in Frieden hinüber gegangen, mit seinem typischen schelmischen Lächeln im Gesicht, ein Lächeln, als hätte er eine diebische Freude in sich: Seht, ich konnte es, was keiner gedacht hat, dass ich es schaffe, habe ich geschafft. Mir gehört die Welt. Der Friede und die Größe Gottes lag auf seinem Gesicht. Wir sind alle froh, dass Gott es nach einem schwierigen Leben so gut mit ihm gemeint hat.

Jesus ist kommen
Grund ewiger Freude;
A und O, Anfang und Ende steht da.
Gottheit und Menschheit vereinen sich beide,
Schöpfer wie kommst du den Menschen so nah.
Himmel und Erde erzählet’s den Heiden:
Jesus ist kommen,
Grund ewiger Freude.

(EG, Nr. 66)

Krippe
An der Futterkrippe

DU

HERR Zebaoth, du bist allein Gott über alle Königreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht.
Jesaja 37,16
Du, o Gott, hast Himmel und Erde gemacht.
Kommen und Gehen,
Sein und Nichtsein,
Leben und Tod,
Veränderungen,
Unbeständigkeit.
Das Weiter im Leben und im Sterben,
Anfang und Ende,
Ausgangspunkt und Endpunkt.
Alles dein Urquell,
alles deine Schöpferkraft,
alles DU.
Ich, das DU in mir.

Seelenquell

Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. 
Psalm 19,8
Gott setzt, pflanzt Bäume.
Wo und wann er pflanzt,
das Warum hinter allem, was geschieht,
ist sein Geheimnis,
von Mensch nicht ergründbar.
Dass, was ist,
vor Gott vollkommen ist,
verleiht meiner Seele Kraft,
auch wenn es sich mir nicht immer erschließt.

Ich

Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen.
Jesaja 42,8
Mein Gott, du hast ein starkes Ich.
Du bestehst darauf, dass du der Eine bist.
Du bist berühmt.
Du bist der Herr der Herrlichkeit.
Wir singen das die Tage.
Aber geben wir dir auch die Ehre,
die dir gebührt?
(PS: ich bin heute im Gestern und gestern im Heute. Auch in meinen Kopf sind die Tage ins Rollen gekommen. Die Losungen sind vertauscht)