BREXIT – Sieg der Demagogen

Ich kann nicht einfach über dieses BREXIT Desaster hinwegschweigen. Wir hatten letzten Montag noch Besuch von 3 jungen Walisern, Freunde meines Sohnes. Ihre Meinung zum Brexit war eindeutig. Für die Generation Internet gibt es keine Grenzen. Sie ist global vernetzt, befreundet, grenzenlos aufgestellt.

Auf der anderen Seite die Benachteiligten, die Enttäuschten, die Verlierer der Gesellschaft, die Pockerer, die Protestwähler, die sich jetzt alle die Augen reiben und ihren Urlaub stornieren, weil sie sich ihn nicht mehr leisten können. Auf einem Schlag mehr British Pfund verloren, als ever in die EU eingezahlt. Für die versprochenen Krankenhäuser und Investitionen in das Gesundheitssystem wird das Geld nicht mehr reichen. Demagogen aufgesessen. Belogen, betrogen, muss insbesondere vom einfachen Mann die Zeche gezahlt werden. Die jetzt schon Benachteiligten werden noch benachteiligter aufwachen.

Und die Politiker? Man muss den Wählerwillen respektieren. Floskeln über Floskeln. Die Kanzlerin hat sich schon geäußert. Hoffentlich hat sie sich in Europa mittlerweile mit ihrer Fehlpolitik so diskreditiert, dass niemand mehr auf sie hört. Das BREXIT Votum ist auch eine Antwort auf ihre verfehlte Flüchtlingspolitik. Sie wollte und will die Stimmen weder im eigenen Land noch in Europa zur Kenntnis nehmen. Die Quittung ist ein mögliches Auseinanderbrechen der EU und wahrscheinlich auch des Vereinigten Königreiches. Ein Gutteil des BREXIT-Votums geht auf ihre Kappe. Die Saat, die sie gesät hat, ist in UK aufgegangen. Wie sie hierzulande aufgeht, werden wir im nächsten Jahr nach der Wahl wissen.

Wie kann man eine existentielle Frage für ein Land in die Unabwägbarkeiten einer Volksabstimmung geben? Bestimmt von Emotionen und nicht vom Verstand? Von Demagogie statt Rationalismus? Verantwortungsloser geht es kaum. Verrechnete Berrechnung.

Und die Medien? Manipulierten, belogen und betrogen mit. Die große Masse: manipulierbar, durchschaut das Lügengeflecht, die Phrasendrescherei, nicht, sehen nicht, wer sie dirigiert. Jetzt – wo es zu spät ist – kommen sie mit der Wahrheit häppchenweise ans Licht. Es wird bitter für alle. Auch dies ein Warnbeispiel für das skrupellose Handeln manipulierter Medien.

Unheilvolle Allianzen. Menschen in Europa, wohin wählt ihr euch? Vergessen scheinen die Schrecken, die Demagogen bringen.

Eine intelligente Analyse von der International Business Times.

Selbstzersetzung. Das BREXIT Votum sollte ein warnendes Beispiel sein. Es geht immer noch schlimmer. Der Kater kommt mit dem Aufwachen.

Brexit – UK – Leaves EU – European Market

Veröffentlicht von

Deborrah

Spirituelle Pilgerreise zu mir selbst; Auseinandersetzung mit Kirche, Religion, Glaube, Gott, Bibel; Meditatives; Impulse zu den Herrnhuter Losungen / Tageslosungen; Lieber Luther Predigten

10 Gedanken zu „BREXIT – Sieg der Demagogen“

  1. Zeit, das alle Verantwortlichen mal darüber nachdenken, warum so viele Menschen so gestimmt haben, in UK. Das sind unmöglich alles bedauernswerte, ungebildete, leicht verführbare Opfer von Demagogen!

    Fakt ist nun mal, das mit der EU-Erweiterung Wirtschaftssysteme zusammen geführt wurden, die nicht zusammen gehören. Jede kleine Kommune muss ihre städtischen Aufträge Europa-weit ausschreiben. Oft genug bekommen osteuropäische Firmen mit Dumping-Preisen den Zuschlag, treiben somit einheimische Betriebe in den Bankrott. Das ist schlicht niemanden zu vermitteln, so sehr ich den Beschäftigten der betroffenen Firmen ihren Broterwerb auch gönne.

    Und – nicht falsch verstehen, ich bin kein Nationalist oder gar Rassist. Ausländische Betriebe sind mir sehr recht, wenn sie ihre Mitarbeiter nach unseren Standard entlohnen. Aber NUR dann. Bis dahin braucht sich niemand über solche Abstimmungsergebnisse zu wundern. Demagogen greifen diese Misstände nur geschickt auf, spielen perfekt auf diesem Klavier. Das ist ja das fatale an Goebbels Geisteskinder, das diese stets mit real vorhandenen Teilwahrheiten hantieren, sie aus dem Kontext reißen und für ihre Zwecke missbrauchen.

    Solange ein derartiges Lohngefälle in Europa herrscht, erwarte ich von den Regierenden, das sie unseren Binnenmarkt schützen, gegenüber Billiglohn-Ländern Zölle erheben, auch auf die Gefahr hin, das diese sich ebenso verhalten. Dann ist das eben so! Es ist der Job unserer Ingenieure und Kaufleute, Waren zu entwickeln und zu produzieren, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit auf dem Weltmarkt Bestand haben, auch mit Zöllen, wenn es denn nicht anders geht.

    Schlussendlich brauchen Kriegsopfer Schutz und Ruhe bei uns, wobei auch hier darauf geachtet werden muss, das diese, wenn sie hier heimisch werden, nicht als Billig-Konkurrenz zu den unteren Lohngruppen missbraucht werden. Das geht nur mit Gesetzen und deren konsequente Überwachung und Verfolgung.

    Die EU in dieser Form wie heute wird früher oder später zerbrechen müssen, aufgrund der gewaltigen Ungleichheiten. Was bleibt, ist mir an die eigene Nase zu fassen. Musste es wirklich ein Auto aus Rumänien sein, wo ein Facharbeiter mit 600 Euro im Monat abgespeist wird? Müssen es wirklich die Pflegekräfte für die Eltern sein, die für einen Bruchteil des Geldes, welches eine deutsche Kraft bekäme, 24 Stunden am Tag Bereitschaft haben? Gemacht wird, was erlaubt ist. Also ist es an der Zeit, mal über das Erlaubte nachzudenken, ohne gleich in dem Ruf zu stehen, den alten nationalistischen Geist wieder aufleben lassen zu wollen.

    Leben und Leben lassen, aber auch:
    Das Hemd ist näher als die Hose…

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    1. Das wahlentscheidende Thema war nicht die ökonomische Situation. UK steht (noch muss man jetzt sagen) relativ gut da. Das wahlentscheidende Thema war das Migrantenthema.

      Die Überregelungswut der EU-Bürokratie steht außer Frage, m.E. auch das Demokratiedefizit, das man auch oft als Begründung hört. Zweischneidig ist, wenn man zum einen die Regelungswut beklagt und andererseits nach noch mehr Gesetzen und Überwachung ruft. Die alten sozialdemokratischen Rezepte funktionieren auch schon lange nicht mehr. Das große Kapital sucht sich den Weg durch jeden Gesetzesdschungel und verbrüdert sich mit den jeweils politisch Regierenden, welcher Couleur auch immer – schwarz, rot oder braun. Skrupel- und rücksichtslos sind beide, solange es dem eigenen Profit dient – Politiker und Geldsäcke. Das große Kapital ist der eigentlich Regierende seit jeher, bar jeglicher demokratischen Legitimation. Diejenigen, die über das große Geld bestimmen, bestimmen in Wahrheit, wo es im täglichen Existenzkampf lang geht für Otto Normalmensch.

      Arbeit oder nicht, das ist die große Frage, etwas zu beißen zwischen den Zähnen oder nicht. Ob mit Billiglohn oder nicht, ist im Überlebenskampf schon zweitrangig. Abschottung hat historisch gesehen immer nur für kurze Zeit funktioniert. Diejenigen, die nichts haben, haben nichts zu verlieren. Sie überrennen die Grenzen einfach, wir sehen es gerade. Das kultivierte Römische Reich ist von wilden Horden über den Haufen gerannt worden. Europa geht es gerade so. Wenn erst einmal die Meeresspiegel ansteigen und ganze Regionen mit Millionen von Menschen absaufen: Wer will sie aufhalten? Was haben sie zu verlieren?

      Schon die schiere Größe dieses EU Konstruktes bringt es in Lebensgefahr. Man hat es ausgeweitet und ausgeweitet, bis es jetzt unregierbar geworden ist. Konsensbildung ist quasi nicht mehr möglich. Zu unterschiedlich sind die nationalen Interessen.

      Missstände sind im BREXIT – Kampf nicht nur angeprangert worden. Es ist sehr viel verfälscht worden, verschwiegen, und es ist viel gelogen worden, ohne dass ein Aufschrei durch die Medien gegangen wäre, ohne dass es in einer Form klargestellt worden wäre, die verstehbar ist und Bände spricht. Die globalen Zusammenhänge sind nicht erklärt worden, die Gefahr von der Mehrheit nicht erkannt worden. Viel zu Viele haben mitgespielt oder geschwiegen. Durch Schweigen, Zusehen und Nichtstun wird man auch zum Täter. Auch das zeigt die Geschichte.

      Ich bleibe dabei: Die Menschen sind bewusst hinters Licht geführt worden durch einfache Rezepte, die es so nicht gibt, und mangelnde Aufklärung. Die Verführbarkeit des Menschen ruiniert ihn am Ende, nicht der Billiglohn und auch nicht die Bürokratie, das Denken, es gebe einfache Lösungen, die es in einer globalen Welt nicht mehr gibt. Die Börsen haben in Hongkong als erstes reagiert, nicht auf der Insel, genauso wenig die Banken, Fonds oder großen Industrieunternehmen, die schon anfangen, ihr Geld und ihre Leute aus UK abzuziehen. Die Entscheidungen werden anderswo getroffen, mit anderen Mechanismen als diejenigen, die vorgegaukelt wurden. Das Rad der Geschichte ist nicht mehr zurückzudrehen. In keiner Beziehung und mit fatalen Folgen nicht nur für diejenigen, die widerstandslos gefolgt sind. Die Verantwortung für das Kreuz, das jeder macht am Wahltag, hat jeder selbst. Die Geschichte zeigt, dass es viele Gründe geben kann, das Kreuz an der falschen Stelle zu setzen. Es bleibt unentschuldbar, wenn es in der Folge alle ins Unglück reißt.

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      1. Im Grunde bin auch ich ratlos, habe keine wirkliche Idee, wie das ausgehen wird. Gut jedenfalls nicht, soviel steht fest. Es stimmt schon, verführbar sind die Menschen und das Geld ist ein scheues Reh. Dennoch glaube ich, das irgend jemand den Anfang machen muss, diesem Irrsinn Grenzen zu setzen.

        Gegen die Masse von Menschen die nichts mehr zu verlieren haben, sind wir im Grunde machtlos, das weiß ich. Wäre ich betroffen, auch ich würde mich auf dem Weg machen. Wer sagt, Grenzen zu, der muss auch sagen, Internierungslager, Stacheldraht, Tränengas, Knüppel, Gummigeschoße und Schusswaffengebrauch, gegen alle, auch Frauen und Kinder. Das halte ich nach dem Stand der Dinge mittlerweile für denkbar, die Frage ist nur, wann der erste sämtliche moralischen Aspekte über den Haufen wirft, sich von den letzten menschlichen Gütern verabschiedet und drauf hält, ohne zu denken. Eine selbst ernannte Zivilisation verabschiedet sich gerade von sich selbst.

        Die Lösung liegt im teilen, aber wer will das wirklich? Wir werden es lernen müssen, spätestens, wenn die blutigen Verteilungskämpfe auch hierzulande nicht mehr zu übersehen sind. Ich bereite mich vor…

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      1. Was mich schier umhaut ist dieses buchstäbliche von Zwölf bis Mittags-Denken.
        Eine Pest dieses Jahrhunderts
        Die Menschen stürzen sich unbedacht in alles mögliche
        Die Lang-Zeit-Schäden werden wir nicht mehr erleben…

        Zum Thema Medien kann ich nur immer wieder sagen:
        I refuse – weitgehend
        Ich kaufe keine Zeitungen und mir kommt kein TV in die Bude
        Boykott
        Gewaltloser Widerstand

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    1. Mein Lieber –
      Ich kann mich nicht um alles gleichzeitig kümmern, gell 😉
      Ich hab heute schließlich schon zwei AKWs abgeschaltet 😆

      Nee, im Ernst :
      Tu ich nicht.
      Ich höre morgens nach dem Aufstehen Radio-Nachrichten und jedes Mal, wenn ich in meine Mails guck, kommen mir aktuelle Nachrichten entgegen.
      Ich habe nicht den Eindruck, weniger mitzukriegen als andere.
      Nur guck und hör ich mir nicht dieselben Nachrichten 15 Mal an und noch jede Menge überflüssigen Mist dazu.
      Wenn ich Infos meine zu brauchen, frag ich Frau Google.
      Kein TV fast mein Leben lang und keine Zeitungen mehr seit ich vor ca. 12 Jahren den Spiegel aufgehört hab zu lesen – Ich habe nicht das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt oder ich die Dinge weniger klar sehe.

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