Freudentag

Gesang werdet ihr haben wie in der Nacht, da das Fest geweiht wird, und Freude des Herzens gleich denen, die unter Flötenspiel hinziehen, um zu kommen auf den Berg Jehovas, zum Felsen Israels.
Jesaja 30,29

Der Tag,
an dem wir auf Gottes Berg ankommen,
ist ein Freudentag,
egal, was wir auf dem Kerbholz haben.

Heilen

Erhebet Jehova, unseren Gott, und fallet nieder an seinem heiligen Berge! Denn heilig ist Jehova, unser Gott.
Psalm 99,9

Unser Heil ist bei Gott.
Er heilt uns im Leben,
im Sterben und
im neuen Leben.
Viele Chancen,
unsere Wunden
verbinden zu lassen.
Wir müssen dem Arzt
nur trauen.

Auferstehung

Du aber geh hin auf das Ende zu! Und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Anteil am Ende der Tage.
Daniel 12, 13

Die Verständigen und Einsichtigen
werden geprüft, gereinigt und geläutert werden,
die Unverbesserlichen werden unverständig bleiben.
Am Ende der Tage werden alle ihren Anteil bekommen,
so wie sie ihn sich erlebt haben.

Gräben

Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch aus euren Gräbern heraufkommen lasse als mein Volk. Und ich gebe meinen Geist in euch, dass ihr lebt, und werde euch in euer Land setzen. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR, geredet und es getan habe, spricht der HERR.
Hesekiel 37,13-14

Der Mensch zweifelt, hadert, bis ins Grab.
Mit Gott leben wir, auch nach dem Sterben,
sein Geist belebt unseren Geist.

Auch die Unverständigen werden das erkennen,
an dem Tag,
der nicht mehr in Menschenhand liegt.

Gott führt uns selbst aus dem Grab –
und unseren Gräben – heraus,
Jede Dunkelheit überwinden wir mit ihm.

 

 

Mondnacht

Wenn man den Weg verfehlt,
die falsche Abzweigung nimmt,
den Abhang hinunterpurzelt,
die Knie aufschlägt,
ausgetrocknet liegen bleibt,
unfähig ist, klar zu denken,
sich nicht mehr bewegen kann,
gelähmt ist von dem,
was es auszuhalten gilt,
Lebensangst in einem hochsteigt,
erinnere dich:
Gott schickt ein Licht in der dunkelsten Nacht.
Und ein Streichholz, es wieder anzünden,
wenn der Sturm es ausgepustet hat,
bereitgelegt, damit du wohlbehalten
in das Morgen kommst.
Die dunkelste Nacht ist hell,
wenn man die Augen aufmacht,
und sie nicht vor dem verschließt,
was man nicht wahrhaben will.
Sich in der Nacht verstecken heißt,
den Sonnenaufgang verpassen.
Und wieder den Weg verfehlen.

Mondnacht Mondnacht

Wink mit dem Krückstock

Ob man will oder nicht,
manchmal bleibt nur,
sich zu fügen.

Bin in ein unsichtbares Loch getreten.
Rechter Fuß blau,
Band gezerrt,
linkes Knie geschwollen und anfangs gar nicht,
dann schwer,
jetzt schon wieder besser beweglich.
Das ist schon was wert.

Unfreiwillige Verlangsamung.
Und Demut.
Ohne Hilfe ist anfangs kein Zentimeter gelaufen.
Vorgeschmack auf die Zeit,
wenn man wieder wie ein Baby verpflegt werden muss.
Ziehe vor, eher zu sterben.
Hätte ich letzten Freitag fast geschafft,
bin beinahe den Erstickungstod gestorben.
Aber sollte anscheinend noch nicht sein.

Und wenn es unrund läuft, dann richtig.
Fliegen konnte ich natürlich für diese Woche
völlig vergessen, nächste Woche mal sehen.
Meinen Key habe ich letzten Freitag vergessen und
kann mich im Geschäft nicht einloggen.
Aber … in Workarounds bin ich Meister.
Habe natürlich einen Weg gefunden…

Vielleich ein paar Winke mit dem Krückstock?
In welche Richtung,
da habe ich ja jetzt reichlich Auswahl,
vielleicht auch eine Vorstellung.

Mal sehen, in welche Richtung
der Krückstock ausschlägt.
Und egal wie, grünen wird
er in jedem Fall,
da bin ich zuversichtlich.

ÜbergangKrückstock

Hindernisse

Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten.
3.Mose 19,14

Lieber Gott,
an was willst du mich erinnern?
Vor drei Tagen bin ich fast erstickt,
und vor zwei Tagen bin ich ungeschickt gefallen,
so dass ich noch ein Weilchen davon habe.
Lege, o Gott, so wenig Hindernisse wie möglich vor mich,
damit ich nicht falle.

Der tiefste Fall wäre, dich zu verlieren,
im Leben oder Sterben.

(PS: Diese Hindernisse haben auch dau geführt, dass ich den Losungstext in 31/2 Jahren zum ersten Mal nicht tagesaktuell veröffentlicht habe. Die Stammleser werden es gemarkt haben. In das ein oder andere kann man sich nur fügen, man wird nicht gefragt, ob es einem passt)

Außer Atem

Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.
Psalm 104,33

In der Elberfelder heißt der Vers:

Singen will ich Jahwe mein Leben lang, will meinem Gott Psalmen singen, solange ich bin.

Manchmal kommen wir
außer Puste,
verlieren den Schwung,
den Vorwärtsdrang.

Und wenn wir aus dem letzten Loch pfeifen:
Gott soll unser letzter Atemzug gehören,
dann werden wir unser Leben nicht aushauchen.

Gott sei mit mir,
damit es so geschehe.

Seelenrettung

HERR, du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren.
Psalm 30,4

In der Elberfelder Übersetzung heißt es:

Jahwe! Du hast meine Seele aus dem Scheol heraufgeführt, hast mich belebt aus denen, die in die Grube hinabfahren.

Die Seele ist mit Gott in Berührung.
Sie ist sein Anteil an uns
und unser Anteil an ihm.
Der wahre Tod ist unleiblich.
Es ist der Seelentod.
Er hat nichts mit irgendeiner Äußerlichkeit zu tun.
Gott kann uns vom Seelentod befreien,
wenn wir ihn retten lassen.

Überlegung

So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben?
Hesekiel 33,11

Im Zusammenhang heißt der Vers nach Elberfelder Übersetzung:

Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, ich habe kein Gefallen am Tode des Gesetzlosen, sondern daß der Gesetzlose von seinem Wege umkehre und lebe! Kehret um, kehret um von euren bösen Wegen! Denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel?

Gott will uns sagen:
Ihr Nachkommen Jakobs,
ich will euch alle,
ich leide, wenn ihr euch anders entscheidet,
um jeden trauere ich.
Überlegt es euch noch einmal…