Ausbeutung

Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht benetzt, nicht beregnet ist am Tag des Zorns, dessen Obere in seiner Mitte sind wie ein brüllender Löwe, der Beute reißt. Seelen fressen sie, Reichtum und Kostbarkeiten nehmen sie, seine Witwen lassen sie zahlreich werden in seiner Mitte.
Hesekiel 22,23-25

Es gibt mehr brüllende Löwen,
als unsere Welt verkraften kann,
die Leben und Seelen fressen,
sich skrupellos bereichern und
ihre Schatz- und Machttruhen auf den Gräbern
der Ausbeutung von Mensch und Natur füllen.

Am Ende haben auch sie ausgebrüllt
und stehen als armselige Gestalt vor Gott.

Fußtritte

Jeden Ort, auf den eure Fußsohle treten wird – euch habe ich ihn gegeben, wie ich zu Mose geredet habe.
Josua 1,3

Jeden Fußtritt den wir machen,
machen wir auf einem Land,
das uns gegeben ist,
es zu hegen und zu pflegen
und es in Ehren zu halten.

Jeder Frevel gegen die Natur
ist ein Tritt vor das
Schienbein Gottes.

 

Berg Zion

Wie um Jerusalem Berge sind, so ist der HERR um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit.
Psalm 125,2

Berge bieten Schutz bei schlechtem Wetter,
bergen einen auf der Flucht,
lehren Ehrfurcht
vor der Natur und ihrer Gewalt,
bieten verscheuchten Rehen Heimat
und bringen in noch so karger Landschaft
Leben hervor.

So der Berg Zion,
so wir,
wenn wir auf Gott vertrauen
und darin nicht wanken.

Unsere Natur

Der HERR hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Psalm 100,3

Jeder entscheide selbst, zu welcher Übersetzung er tendiert. Der Sinn ist ziemlich unterschiedlich. Nach Elberfelder Übersetzung heißt der Vers:

Erkennet, daß Jahwe Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst, sein Volk und die Herde seiner Weide.

Unsere Natur ist unsere Natur.
Schaf auf Gottes Weide zu sein,
ist unsere Natur von Anfang an,
unnatürlich, davon abzuweichen.

Was ist unsere Natur?

Die Erkenntnis
ist der Anfang der Veränderung.

(Ups: habe gerade gemerkt, dass ich die Losung von morgen heute abgearbeitet habe. Dann gibt es die Losung von heute eben morgen…. )

Ausgerottet

Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen. Und der Mensch gab einem jeden seinen Namen.
1.Mose 2,19.20

Ein kleines Detail ist oben übersprungen. In der Elberfelder heißt es:

Und Jahwe Gott bildete aus dem Erdboden alles Getier des Feldes und alles Gevögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und wie irgend der Mensch ein lebendiges Wesen nennen würde, so sollte sein Name sein.

Ja, wie würde der Mensch
ein lebendiges Wesen nennen?

500 Millionen Tierarten sind ausgestorben,
die prähistorischen wie Dinosaurier oder Mammut
nicht mitgerechnet,
verdrängt von ihrem Lebensraum,
vergiftet,
gejagt,
von eingeschleppten Feinden
ausgetilgt.

Wie hat der Mensch das lebendige Wesen genannt?

Überflüssig,
Kolateralschaden,
nicht wert, für dieses Geschöpf die eigenen
ökonomischen Interessen zurückzunehmen.

Liebe Tierart auf der Sterbensliste,
der Stärkere gewinnt.
So ist der Mensch eben.
Über 500 Millionen Mal ist das schon passiert.
Na und, hat es dem Übeltäter wirklich geschadet?

Und das Artensterben geht rasant weiter,
Hauptsache der Mensch denkt,
er gewinnt.

Ja, Gott sieht,
wie Mensch seine Geschöpfe nennt
und wie er mit ihnen umspringt,
die eigene Gattung mit eingeschlossen.

Jedes einzelne Tier,
jede einzelne Pflanze,
jedes Stück Natur,
jeder einzelne Menschenstamm,
jeder einzelne Mensch,
der ausgerottet wurde,
ist in seinem Buch verzeichnet –
auch, wer dies zu verantworten hat.

Und Gott sieht,
wie der Mensch
Gottes lebendige Wesen nennt,
niemand wird es je leugnen können.

Baum

Wenn du, Jehova, merkst auf die Ungerechtigkeiten: Herr, wer wird bestehen? doch bei dir ist Vergebung, damit du gefürchtet werdest ( Psalm 130,3-4 )

Und er ist wie ein Baum,
Kontinuität,
und er weiß doch nicht,
wie überleben.
Es sind Wurzeln,
die Überleben sichern.

Und der Baum wankt im Sturm,
keine Kraft mehr,
auf die Wurzeln zu  konzentrieren.

Was lassen, um Kraft zu sparen,
zu überleben?

Was ist die Botschaft?
HERR, hilf!

Psalm 1:3

https://www.bible.com/de/bible/58/psa.1

Bestellter Garten

Schon seit Wochen habe ich
auf schönes warmes Frühlingswetter gelauert,
das zum Gärtnern einlädt.

Heute war es endlich soweit.
Neues mobiles Hochbeet angelegt,
an das hoffentlich die Schnecken nicht kommen,
Petersilie,
Schnittlauch,
Sauerampfer,
Rauke und
Schafgarbe gepflanzt.
Der Schnittsellerie von letzte Woche
hat auf dem Gartenhochbeet leider nicht überlebt:
Abgefressen.
Das rote mehrjährige Basilikum im Winterhaus
ist leider auch schon halb abgefressen,
unsicher, ob es überlebt.
Ich leide mit der leidenden Pflanze mit.
Die Gurke, die ich extra als Hängegurke gekauft habe,
damit sie vor Schnecken besser geschützt ist,
steht auch noch dort und hatte auch schon Besuch.
Die Naschtomaten sehen noch tadellos aus.
Den Kasten mit den Paprika habe ich trotzdem gewagt
vom Haus ins Winterhaus zu verfrachten,
bekommt dort von allen Seiten besser Licht.
Letztes Jahr haben sie keine Woche überlebt.
Scheinen den Schnecken gut zu schmecken.
Die Hängeerdbeere gedeiht gut und setzt schon an.
Die restlichen Kräuter in den Kübeln haben gut überwintert
und legen richtig los, im Winterhaus ist es schön warm
und über Nacht mache ich es zu (wenn ich zuhause bin),
auf meine Männer ist da nicht so Verlass.

Vor Jahren hatte ich massenhaft Calendula,
ist aber irgendwie ausgestorben.
Dieses Jahr versuche ich sie wieder heimisch zu machen,
wie auch die Schafgarbe, die aus welchen Gründen auch immer,
auch aus meinem Garten verschwunden ist.
Habe massenhaft Wildkräuter und
Samen mit essbaren Blüten ausgesät.
Mal sehen, was gedeiht und überlebt.

Ich denke, das, was kommen soll, wird kommen,
wild oder ausgesät oder gepflanzt,
es wächst, was ich brauche und was für mich
und meine Familie gut ist.
Das beobachte ich schon seit Jahren,
wenn es manchmal auch eine Weile dauert,
bis ich erkenne, was es gerade ist.

Der Garten ernährt mich schon jetzt wunderbar.
Man sieht mich mit Schere und Sieb
regelmäßig durch’s Gebüsch pirschen:

Giersch,
Bärlauch,
Löwenzahnblätter und Blüten,
wilder Sauerampfer,
Fenchelkraut,
Brennesseltriebe,
Ahornaustriebe,
blühender Gundermann,
Waldmeister,
Gänseblümchen,
Klette,
Hirtentäschel,
ein paar junge Blättchen Wildrose

steht augenblicklich auf dem Speisezettel der Natur.
Soviel Nahrungsergänzungspillen kann man gar nicht schlucken,
was so ein Smoothie einem an Mineralien und sonstigen Nährstoffen
schenkt, ganz umsonst.

Gottes Natur bietet uns das alles an.
Er hat es so eingerichtet, dass sie uns ernährt.
Unachtsame Menschen bekämpfen die Wildkräuter,
anstatt sie zu hegen und zu pflegen.
Ich nehme dankbar,
mache Löwenzahnhonig und
Gänseblümchenessenz. Sie heilt wunderbar
die sportbedingten Zerrungen und Wehwehchen
meiner Söhne. Irgendwas zieht immer gerade
auf meiner Fensterbank.

Gott ist der beste Gärtner,
wir müssen nur zugreifen,
das Feld ist schon bestellt!

Blühender Bärlauch mit Fenchelkraut

Blühender Bärlauch mit Fenchelkraut