Aufwachen

Darüber erwachte ich und sah, und mein Schlaf war mir süß.
Jeremia 31,26

Wer kennt das nicht:
Man ist frisch verliebt und
sieht alles mit rosa Brille;
man glaubt sich gesichert und
plötzlich kommt alles ins Rutschen,
man sieht das Gewitter aufziehen,
denkt, es sei noch weit weg und
plötzlich steht man im Regen.
Und die ewig Gestrigen
malen sich die Vergangenheit schön.
Aufwachen von seinen Träumen
kann schmerzhaft sein.

Zwischen Minimum und Maximum

Denn bei vielen Träumen und Worten sind auch viele Eitelkeiten. Vielmehr fürchte Gott.
Prediger 5,7

Man träumt,
man wünscht,
man erdenkt sich,
wie sein Leben
so laufen soll.

Tatsächlich treibt es
auf einer Skala zwischen
meistens Medium,
manchmal Minimum und
in seltenen Momenten Maximum.

Guter Hirte

Denn die Hausgötzen haben Trügerisches geredet, und die Wahrsager haben Lüge geschaut; und sie erzählen nichtige Träume, trösten mit Dunst. Darum mussten sie fortziehen wie Schafe, die elend sind, weil kein Hirte da ist.
Sacharja 10,2

HERR gib mir einen klaren Blick und gutes Gehör,
dass ich Lügenmärchen nicht aufsitze,
Traumwelten als solche erkenne und
heißer Dunst, der verbreitet wird,
mich nicht verbrennt.
Sei du mein guter Hirte, o Gott,
der mich bewahrt, leitet und jeden Tag gibt,
was ich brauche.
Amen.

Eitelkeiten

Wo Träume sich mehren und Nichtigkeiten und viele Worte, da fürchte Gott!
Prediger 5,6

Und die Übersetzung in der Elberfelder:

Denn bei vielen Träumen und Worten sind auch viele Eitelkeiten. Vielmehr fürchte Gott.

Sich wegträumen von der Realität,
in der Zukunft schwelgen,
anstatt die Gegenwart abarbeiten,

in große Worte und Gesten gepackt,
die eigene Bedeutung vor sich selbst
und vor anderen erhöhen,

anstatt Gott.

Lauter Eitelkeiten!