Wahrhaftig Lebendig

Der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König. Jeremia 10,10
Erschreckt nicht vor den Zeichen des Himmels, nur weil viele sie nicht lesen können. Lasst euch nicht blenden und irritieren von menschlichem Blendwerk und falschen Göttern.
Nur Gott ist reine Wahrheit.
Nur in Gott ist wahre Lebendigkeit,
Nur er hat das Zepter in Wahrheit in der Hand.
Lebt ganz einfach nach dieser Wahrheit.
Versucht sie nicht zu verstehen,
sie übersteigt menschliche Vernunft.
Fürchtet seinen Zorn.
Diejenigen, die seine Wahrheit nicht interessiert,führt er solange durch schwieriges Gelände, bis wir in seiner Wahrheit lebendig werden. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Feuchte Nässe

Ich hasse das.
Ich muss etwas essen.
Ich habe seit eineinhalb Tagen nichts gegessen.
Ich habe keinen Hunger.
Die Vernunft sagt: du musst etwas essen.
So überwinde ich mich und gehe hinunter ins Restaurant.
Alles sehr gesetzt und distinguiert.
Es ist ein Hotel der besseren Klasse.
Eine reine Männergesellschaft um mich herum.
An der Wand Kunst: nackte Frauenkörper ohne Kopf.
Passt zu der Männergesellschaft hier, schießt es mir durch den Kopf.
Essen und Wein ist gut.
Trotzdem fühle ich mich total deplaziert und fremd.
Ein Anschauungsobjekt wie die Frauenkörper an der Wand.
Wieso ich das alles poste?
Ich glaube, ich muss mich schütteln wie ein Hund, der nass geworden ist, und sich den Dreck und die feuchte Nässe vom Leib schütteln muss.
Vielleicht hätte ich doch besser gefastet.

Stecken und Stab

Lieber Luther,
mein Arbeitsversuch ist heute gescheitert, ich muss der Krankheit Zoll entbieten. Die Zeit habe ich genutzt, wieder einmal über Psalm 23 nachzudenken.
Es gibt dort eine Stelle, über die stolpere ich immer: „dein Stecken und Stab trösten mich“.
Was ist Stecken, was ist Stab und wieso tröstet der Stab und stützt nicht?
Das hat sich mir bisher nicht erschlossen. Zunächst einmal, was ist „Stecken“ und was ist „Stab“? Man muss weit zurückgehen, zu Mose und Aaron, um dem Stecken und dem Stab auf die Spur zu kommen.
Mose und Aaron hatten die Herkulesaufgabe, ein renitentes Volk aus Ägypten zu führen. Immer wieder wurden ihre Entscheidungen angezweifelt, fast hin bis zur Meuterei. Gott musste starke Zeichen schicken, um sein Volk auf Kurs zu halten und seinen Anführern zu Hilfe zu eilen.
Zwölf Stecken ließ er Mose zusammentragen, von jedem Fürsten seines Vaterhauses einen. Auf jeden Stecken schrieb er einen Namen. Den Stecken dessen, den Gott als Anführer auserwählt hat, wird ergrünen. So das Versprechen.
Grün wurde der Stecken Aarons. Vom „Aaronstab“ zu sprechen, stimmt deshalb nicht, es ist der Stecken Aarons, der grün wird. Der Stecken steht für Gottes Volk und der Name darauf, für den Auserwählten, der dieses Volk führen soll. Der Stecken steht für das Volk, das sich in Gottes Namen hinter dem Auserwählten versammelt, dessen Name auf dem Stecken steht.
Wie unter dem Stecken des Kreuzes, auf dem der Name „Jesus, König der Juden“ steht. Unter diesem Stecken und diesem Anführer versammeln wir uns heute noch.
Für was steht aber der Stab? Der Stab steht für die Zeichen, die Gott immer wieder wirkt, um sein ungläubiges Volk bei der Stange zu halten. „Und diesen Stab nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst.“ (2.Mose 4,17). Mit diesem Stab schlug Mose den Fels. Er steht für die besondere Kraft, die Gott seinen auserwählten Knechten verleiht, damit sie Zeichen setzen können, die das Volk braucht und versteht.
Das Kreuz ist aus Stecken und Stab gebildet. Als Zeichen für Gottes Volk, sich dahinter zu versammeln und als Zeichen für die besondere Kraft, die von ihm ausgeht. Es ist eine Verortung von Gottes Volk, wo immer das Kreuz steht. Es ist eine Verheißung, dass dieser Stecken grünt, da auf ihm der Name Jesus Christus steht. Dieser Stecken und Stab gibt seinem Volk Trost und Halt, egal, in welchem mehr oder minder verwerflichen Zustand es sich gerade befindet.
Deshalb „dein Stecken und Stab trösten mich“. Egal wie unzulänglich und renitent ich auch bin, unter dieser Führung kann mir nichts passieren. Der gute Hirte wird mit seinem Hirtenstab auf mich aufpassen.
Lieber Luther, wie können wir da froh sein. Mit einem Seufzer der Erleichterung muss ich jetzt schließen. Ich muss morgen früh raus. Ich muss schon wieder fliegen, hoffentlich zerreißt es meinen erkälteten Kopf nicht.
Herzliche Grüße
Deborrah

Kontrastprogramm

Der HERR hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. 
Psalm 40,4
Beharrlich habe ich auf Gott geharrt, und
er hat sich zu mir geneigt und
mein Schreien gehört.
Er hat mich herausgeführt aus den Fallstricken des Verderbens,
aus dem Müll meines Lebens.
Er hat meine Füße auf einen Felsen gestellt,
meine Schritte gefestigt.
Er hat ein neues Lied in meinen Mund gelegt,
einen Lobgesang Gottes.
Vor lauter Schreien habe ich keine Stimme mehr,
ich ersticke am Lebensmüll,
meine Schritten wanken und
der Lobgesang kommt nur noch stumm aus mir.
Welch ein Kontrastprogramm.
.

Sämann

Pflüget ein Neues und säet nicht unter die Dornen! 
Jeremia 4,3
Die Tageslosung für heute. Die hehre Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt die Kraft und die Zuversicht.
Wie lassen wir die Dornen hinter uns und kommen in das neue Land?
Was ist das neue Land?
Und das neue gute Land ist:
der neue Himmel und die neue Erde,
das neue Testament,
das neue Jerusalem,
die neuen Schläuche,
der neue Teig.
Was tut der Sämann,
wenn er das neue Land nicht findet,
wenn ihm die Kraft für den Pflug fehlt,
wenn ihm das Saatkorn ausgeht?
Das Beste für ihn wäre,
er legte sich hin und stürbe.
Aber auch das vermag er nicht allein.
Auch dazu braucht es einen barmherzigen Gott.
Damit wären wir wieder bei der Tageslosung.
Es ist ein Teufelskreis.
Fernes Land

Gutes Land

Pflüget ein Neues und säet nicht unter die Dornen! 
Jeremia 4,3


Der Vers erinnert an Matthäus 13, 3-9, das Gleichnis vom Sämann:
Siehe,
es ging ein Sämann aus, zu säen. 
Und indem er säte, fiel etliches auf den Weg;
da kamen die Vögel und fraßen es auf. 
Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte;
und es ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 
Als aber die Sonne aufging, verwelkte es,
weil es keine Wurzeln gebildet hatte und
so verdorrte es.
Etliches fiel unter die Dornen;
und die Dornen wuchsen auf und erstickten es.
Etliches fiel auf gutes Land und trug Frucht,
etliches hundertfältig,
etliches sechzigfältig,
etliches dreißigfältig. 
Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Deshalb breche auf,
bleibe nicht stehen.
Breche dich auf,
dass Gottes Wort in dir auf
gutes Land fallen kann.
Sonst kommt ein kalter Wind und
das Schwert dringt bis an die Seele.