Unfrieden – Jesus weint

Lieber Luther,

der Predigttext für diesen Sonntag (Lk 19, 41-48) macht mich betroffen und ich weiß nicht wirklich wieso. Weil Jesus um uns weint? Weil er mit der Bitte angegangen wird, seine Jünger zu strafen? Zu strafen, weil sie ihm bei seinem Einzug in Jerusalem zujubelten? Zu strafen, weil sie sagen: Gelobt sei, der da kommt In Gottes Namen. Friede sei im Himmel und auf Erden!

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Menschenart

Sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not über sie kommt, sprechen sie: »Auf und hilf uns!
Jeremia 2,27

Geschäftig ist die Welt,
der Mensch, in dem,
was er Leben nennt.

Selbstsicher ist Mensch.
Sich selbst in Frage stellen?
Ego einen Gang zurücknehmen?

Und dann die Not,
in die wir uns selbst hineingeritten haben.
Gott hilf!

Sie kehren mir den Rücken zu,
in der Not aber sprechen sie:
Auf, hilf uns, Gott!

Nähe

Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, dass dein Name so nahe ist.
Psalm 75,2

Gott ist nah,
nah in jedem Alltag.

Wenn man seine Nähe duldet,
erfährt man seine Nähe.

In Gottes Nähe
fügt sich der eigene Alltag
wundersam
zum Guten.

Dafür danke ich jeden Tag.

Vertrauen

Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.
Psalm 62,9

Wieder einmal unterschiedliche Bibelübersetzungen mit unterschiedlichem Sinn. In der Elberfelder Übersetzung heißt dieser Vers:

Vertrauet auf Gott allezeit, o Volk! Schüttet vor ihm aus euer Herz! Gott ist unsere Zuflucht.

Hoffnung ist Zukunftsbezogen,
Hoffnung, dass etwas eintritt,
Hoffnung, dass Gott Wahrheit ist.

Vertrauen ist Gegenwartsbezogen,
Vertrauen, dass Gott da ist,
Vertrauen, dass Gott in meinem Alltag IST.

Hoffnung, dass Vertrauen in Gottes Gegenwart wächst.

Wachstum

Ich will sie mehren und nicht mindern, ich will sie herrlich machen und nicht geringer. 
Jeremia 30,19

Ich will sie mehren, nicht verringern,
ich will sie nicht geringer machen, sondern größer.
Das sei denjenigen gesagt,
die denken Gott will Übles.

Larifari

Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten.
Psalm 139,16

Für Manche eine Bedrohung,
für mich ein Glück:
Deine Augen sahen mich,
bevor ich bereitet wurde.
Anfang und Ende
sind nur bei dem EINEN.
Das Zwischendrin ist Larifari.

Gründung

So viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Jesaja 55,9

Wir suchen Gottes Gedanken,
wo wir sie nicht finden,
wir suchen in der Ferne,
doch Gott ist nah,
wir suchen zu ergründen,
wo wir uns nur gründen lassen müssen.

Selektive Wahrnehmung

Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
Psalm 146,3

Mensch kann nicht aus seiner Haut,
wie gern er es auch möchte
und so tut, als ob.

Jeder sieht in seiner eigenen Realität,
interpretiert, filtert, grenzt ab und aus,
bis er es für sich passend hat,
aber auch nur für sich selbst.

Beim Nächsten sieht das Bild
schon ganz anders aus.

Ein Mensch kann aus
seiner selektiven Wahrnehmung heraus
nicht erretten, nicht erlösen.

Auf Gott allein ist Verlass,
bei Gott allein ist Wahrheit.
bei Gott allein ist Rettung.

Verlasst euch nicht
auf die Fürsten dieser Welt,
sie können ja nicht helfen.

Irgendwie fallen mir da
die Griechen ein,
die Flüchtlinge,
die Vertriebenen,
die Hungernden,
die Vergewaltigten,
die Gefangenen,
die Geschundenen,
die Vergessenen,
die …
dieser Welt.

Umkehr

Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider und bekehret euch zu dem HERRN, eurem Gott!
Joel 2,13

Reue aus tiefstem Herzen,
Umkehr eine Wende ohne Reue,
der Richtungswechsel kompromisslos.
Rein äußerliches Handeln zählt nicht vor Gott,
wenn das Innerste dagegen rebelliert.
Nur wenn innerer und äußerer Mensch sich bekehrt,
ist die Umkehr vollzogen.

Höhe

Zur letzten Zeit wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
Jesaja 2,2.4

Verglichen mit der Höhe Gottes,
sind alle menschlichen Höhen Niederungen.

Alle Menschen erheben sich am Ende
aus ihren Niederungen in die Höhe.