Wahlen

Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten.
1.Samuel 8,18

Die Menschen haben die Wahl und Wahlen.
Sie müssen mit den Regenten, Königen, Führern, Despoten,
die sie wählen, leben.

Gott ist kein Deus ex machina,
der ihre Wahl rückgängig macht,
wenn die Gewählten zurückschlagen
und der Wähler bei Gott um Hilfe schreit.

Deshalb prüfe jeder genau,
welchen König er zu seinem Herrscher wählt.

Gefahrenquelle Mensch

Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht.
Psalm 119,109

In der Elberfelder ist übersetzt:

Mein Leben ist stets in meiner Hand, aber dein Gesetz habe ich nicht vergessen.

Die größte Gefahr für den Menschen
ist der Mensch selbst.
Jedes Unheil
fängt im Kopf an,
als Rinnsal,
das zum reißenden Fluss wird,
wenn es nicht vorher
trockengelegt wird.

Realitätsfernes Wahl-Gelaber

Habe ich mich doch hinreißen lassen,
die Berliner Wahlergebnisse im Fernsehen
zu verfolgen.
Allerdings nicht lange.

Wahlstatement des CDU Generalsekretärs:
Die SPD ist schuld,
dass die CDU so schlecht abgeschnitten hat.

Sofort die Kiste wieder ausgemacht.
Unsinniger geht es kaum.
Sie haben den Schuss immer noch nicht gehört.

Ja,
sie schaffen das,
weiterso – abwärts!
Wohlverdient.
Realitätsfernes, selbstkritikunfähiges Wahl-Gelaber.
Wer kann das noch hören?

 Wahlen Berlin

Schein-Demokratie -Seifenblase

Heute war Kommunalwahl.
Das Dorf ist tief schwarz.
Zur Auswahl:
Spitzenkandidat,
dem das halbe Dorf schon gehört
und der über Leichen geht,
Absprachen nur solange hält,
wie sie ihm in die Karten spielen.
Die Besitzverhältnisse lassen sich jetzt
sicher noch optimieren.
Fast lauter Amigos auf der Liste.
Auf der SPD Liste das letzte Aufgebot,
das für die Partei zu finden war.
Das war’s.
Die Freien Wähler haben schon vor
einem Jahrzehnt aufgeben.
Alles, was es zu entscheiden gibt,
wird vorher schon ausgemauschelt.
Demokratie?
Ich bin nicht zur Wahl gegangen.
Nichts Wählbares zur Auswahl.
Schein-Demokratie – Seifenblase.

 Demokratie-Seifenblasen

Davonschwimmende Felle

Ein erschreckendes Bild, das die Vertreter, insbesondere der lange etablierten Parteien, nach dem desaströsen Wahlabend gaben: Überraschung? Nichts ist überraschend, alles war vorherzusehen, hätte man, außer Machterhalt, auch noch die Bevölkerung im Blick.

Die via Medien vermittelten Hauptbotschaften des Wahlabends sind:

  • Erstens: Ich habe zwar über 10% an Zustimmung verloren, aber die Message ist: Die anderen sind abgewählt.
  • Zweitens: Nein, wir haben nichts falsch gemacht, es gibt nichts zu lernen und unser Kurs ist bestätigt. Kein Grund irgendetwas zu ändern, eher im Gegenteil.
  • Drittens: Wir haben zwar verheerend verloren, aber was soll‘s: Ohne uns geht kaum eine Regierungsbildung. Machterhalt gesichert. So what? Erst einmal feiern.
  • Viertens: Nie war die Tendenzberichterstattung und versuchte Meinungsmanipulation der Öffentlich Rechtlichen Sender offensichtlicher. Von Haaren an den Haaren herbeigezogen.

Die Konsequenz:

  • Erst einmal angewidert den Fernseher ausschalten. Nicht auszuhalten, was einem dort geboten wird.
  • Der Zuschauer und Wähler: Missmutig, wie der Wählerwille gemäß den jeweiligen politischen Interessen verdreht wird.

  • Die politischen Positionen der Frager: durchsichtig.

  • Bei der Bundestagswahl werden noch mehr Missmutige zur Wahl gehen, das traurige Schauspiel dieses Wahlabends vor Augen und in der Hoffnung, dass der Schuss dann so ausfällt, dass es auch der Vorletzte versteht, zum Beispiel der Vorsitzende der ehemaligen Volkspartei SPD. Er wird wohl erst aufwachen, wenn die Partei unter die 5% Marke fällt.

  • Ob die politische und journalistische Klasse bei denen sein wird, die den Schuss gehört haben, darf, so die Botschaft dieses Wahlabends, schwer bezweifelt werden.

  • Sie, die Totengräber unserer bewährten Gesellschaft, buddeln weiter fleißig an unser aller Grab.

  • Auch diesmal haben sie den Schuss des Wählervolks nicht verstanden oder wollen es nicht verstehen.

  • Ein Hoch auf die Demokratie: Die Menschen gehen wählen, um die langjährigen Pfründeinhaber des etablierten Parteien- und Mediengefüges aus ihren Sesseln zu fegen.

  • Mit guten Chancen, ob der Saturiertheit, Blasiertheit, Glattheit, Selbstzufriedenheit, Selbstgewissheit, Arroganz des Establishments

  • Eigentlich braucht man sich keine Sorgen machen, sie schaffen sich selbst ab, in verblendeter Unterschätzung des vermeintlichen Wahlviehs.

  • Und wenn es daneben geht, waren es – wieder einmal – die anderen, insbesondere das dumme Wahlvolk. Alles Rechtsradikale, Dumme, verglichen mit uns Durchblickern.

Ein Hoch auf die Demokratie!
Ein Hoch auf das Wahlvolk,
das seine erste Chance ergriffen hat.
Weitere werden folgen.

Davonschwimmende Felle…

 Landtagswahlen 2016 Wahlabend