Psalm 84,12
Gott der Herr ist Sonne und Schild
Gnade und Herrlichkeit wird er geben,
kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.
Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Da dachte ich: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer.
Jeremia 20,9
Prediger sind Wortbeweger, wenn auch nicht alle Bewegte vom Wort. Die vom Wort Bewegten sollen innere Bewegung schaffen. Diejenigen, die zuhören, hören nicht immer das Wort und sind noch seltener bewegt vom Wort.
Ob das Predigtwort den körperlich Anwesenden bewegt, hängt von beiden ab. Es muss passen, wie der Schlüssel zum Schloss. Es gibt viele Schlüssel, aber nur einer passt ins Schloss.
Den Schlüssel zum Schloss zu finden, ist Predigerkunst, ist Berufung und Gnade. Wenn ein Prediger nur auf taube Ohren stößt, fängt auch er an zu verzagen.
Spätestens im Sich-Selbst-in-Frage-stellen holt den Prediger sein Menschsein ein, wird seine Berufung zum Beruf, fällt er selbst in die Krise, aus der er anderen den Weg zeigen soll. Alle Begnadetheit verschont davor nicht.
Jedoch, wie Jeremia zeigt, ist Berufung nicht Beruf. Auch wenn es weh tut, kann der wahrhaft Berufene nicht anders, sonst verbrennt er an einem anderen Feuer.
Möge das brennende Feuer, das Jeremia meint, bei dem fränkischen Zweifler mit Berufung, den ich meine, zu einem Flächenbrand werden, und alle Zweifel im hell lodernden Feuer ersticken, auf dass wieder Wort und Schrift aus ihm herausquellen, anstatt Zweifel.
Möge der sich aus der Krise bewegende begnadete lutherische Prediger, den ich meine, mir erhalten bleiben.
Meine Neujahrswünsche.
Jesus öffnete den Jüngern das Verständnis, so dass sie die Schrift verstanden.
Lukas 24,45
Wenn man den Vers im Zusammenhang liest, ist es eine Zusammenfassung der Geschichte Jesu mit seinen Jüngern und folglich mit uns.
Er erscheint, sie glauben es nicht. Er greift zu einer bildlichen Maßnahme, um ihnen verständlich zu machen, was vorgeht: Weiterlesen „Jesus öffnet den Jüngern das Verständnis“
Ich weiß genau,
wo meine Heimat ist,
ich weiß genau,
wo ich hingehöre.
Noch ist es ein fliehendes Land.
Du weißt genau,
wo deine Heimat ist,
du weißt genau,
wo du hingehörst.
Noch ist es ein fremdes Land.
Wir wissen genau,
wo unsere Heimat ist,
wir wissen genau,
wo wir hingehören.
Noch ist es kein gemeinsames Land.
Dieses Jahr haben wir es nicht erreicht.
Leer und verlassen liegt es da, unbefreit.
Es war nicht zu finden, in der Dunkelheit.
Vielleicht kommt nächstes Jahr ja die richtige Zeit.
Vielleicht sind wir nächstes Jahr ja endlich bereit.
Vielleicht verschieben wir nächstes Jahr aber auch – in die Ewigkeit.
Weihnachtszeit,
besondere Zeit
mit bewegender Kraft.
Gerade angefangen,
obwohl man den Eindruck haben kann,
sie ist schon zu Ende.
Die Menschen eilen weiter
in ruhelosem Getriebe,
bewegt von was?
Ach ja,
Silvester steht vor der Tür,
große Geldbewegungen.
Partylärm,
verpulverte Millionen,
pyrotechnischer Hüttenzauber.
Verpuffter Weihnachtszauber.
Auf das Jahr zurückblicken?
Will ich das?
Auf die Erdbeben?
Auf die Trümmer?
Auf die herumfliegenden Gesteinsbrocken?
Steingebirge,
eingewickelt in Stacheldraht.
Nein altes Jahr,
ich wein dir keine Träne nach.
Franz von Sales,
wie von dir geraten:
Ich vergrabe den Schlüssel
unter dem
untersten Felsbrocken,
schreibe mir keine Erinnerungskarte
und geh.