Selbst der Sperling…

Gott der HERR ist Sonne und Schild. 
Psalm 84,12
Selbst der Sperling hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest.
Soll es mir dann nicht gelingen?
Spatzen haben es einfacher. Sie denken mit ihrem Spatzengehirn nicht (denken wir) und folgen einfach ihren Instinkten. Mensch denkt in Wenn und Aber. Das bringt ihn in Gefahr, dass er vor einem gedeckten Tisch verhungert.
Und dennoch:
Gott der Herr ist Sonne und Schild
Gnade und Herrlichkeit wird er geben,
kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.
Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Egal was war, was ist und was sein wird, obdachlos bin ich nicht.
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Propheten

Es ist der HERR; er tue, was ihm wohlgefällt.
1.Samuel 3,18
Samuel, der früh Berufene, der Gott Gegebene. Seine erste Offenbarung, eine schlechte Nachricht für seinen Pflegevater. Armer Samuel. Du magst gewünscht haben, dass du nicht hörst und nicht verstehst, dir am liebsten die Ohren zugehalten haben. Jedoch, das hilft nichts. Eli wusste das.
Es ist der Herr; er tut, was ihm wohlgefällt.
Sender und Empfänger haben es hinzunehmen.
Ob es ihnen gefällt oder nicht.
In guten wie in schlechten Tagen.
Propheten, meist ohne Land, nur bekleidet mit dem Wort, das oft niemand hören will, weil es sonst keiner sieht. Kein Zuckerschlecken.
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Jesus ist kommen

Gott wird mich erlösen aus des Todes Gewalt; denn er nimmt mich auf. 
Psalm 49,16
Zeit, wieder einmal ein Kirchenlied klingen zu lassen. Eines meiner Lieblingslieder. Der Triumpf des Lebens über den Tod. Aus dem Herzen heraus gesungene Freude, Vers für Vers bewusst gesungen:
Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude;
A und O, Anfang und Ende steht da.
Gottheit und Menschheit vereinen sich beide,
Schöpfer wie kommst du uns Menschen so nah.
Himmel und Erde erzählet‘s den Heiden:
Jesus ist kommen,
Grund ewiger Freuden.
Jesus ist kommen, nun springen die Bande,
Stricke des Todes, sie reißen entzwei.
Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden,
er, der Sohn Gottes, der machet recht frei,
bringet zu Ehren aus Sünde und Schande;
Jesus ist kommen, nun springen die Bande.
Jesus ist kommen, der starke Erlöser,
bricht dem gewappneten Starken ins Haus,
sprenget des Feindes befestigte Schlösser,
führt die Gefangenen siegend heraus.
Fühlst du den Stärkeren,
Satan, du Böser?
Jesus ist kommen der starke Erlöser.
Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens,
sein Tod verschlinget den ewigen Tod.
Gibt uns, ach höret’s doch ja nicht vergebens,
ewiges Leben, der freundliche Gott.
Glaubt ihm,
so macht er ein Ende des Bebens.
Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens.
Jesus ist kommen, der König der Ehren;
Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt!
Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren
Öffnet ihm Tore und Türen fein bald!
Denkt doch, er will euch die Krone gewähren.
Jesus ist kommen, der König der Ehren.
Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden,
Sünden der ganzen Welt träget dies Lamm.
Sündern die ewge Erlösung zu finden,
stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm.
Abgrund der Liebe,
wer kann dich ergründen?
Jesus ist kommen, ein Opfer der Sünden.
Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden:
Komme wen dürstet, und trinke, wer will!
Holet für euren so giftigen Schaden
Gnade aus dieser unendlichen Füll!
Hier kann das Herze sich laben und baden.
Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.
Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.
Hochgelobt sei der erbarmende Gott,
der uns den Ursprung des Segens gegeben;
dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod.
Selig, die ihm sich beständig ergeben!
Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.
Jesus ist kommen, sagt’s aller Welt Enden.
Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier!
Schwöret die Treue mit Herzen und Händen.
Sprechet: wir leben und sterben mit dir.
Amen, o Jesu,
du wollst uns vollenden.
Jesus ist kommen, sagt’s aller Welt Enden.
Johann Ludwig Konrad Allendorf 1736
Meine Seele singt dieses Lied den ganzen Tag.
Nichts hinzuzufügen.
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Der Tag der Wahrheit

Deine Toten werden leben. 
Jesaja 26,19
Weil wir das Böse nicht überwinden können, gehen wir schwanger, wir winden uns; es ist, als ob wir heiße Luft gebären: Rettung verschaffen wir dem Land nicht, und die Bewohner des Erdkreises leben weiter den schönen Schein.
Deshalb leben sie und sind doch tot. Die aber aus Gottes Volk, die sie töten oder sich verbergen müssen, leben in Wahrheit.
Und es kommt der Tag an dem Gott die Ungerechtigkeit der Bewohner der Erde an ihnen heimsuchen wird; und die Erde enthüllt ihr Blut und bedeckt nicht länger ihre Ermordeten, alles wird offenbar.
,
Der Tag des Rechts.
Der Tag der Gerechtigkeit.
Der Tag der Wahrheit.
Dieser Tag ist jeder Tag
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Unbestechlich

Bei dem HERRN, unserm Gott, ist kein Unrecht, weder Ansehen der Person noch Annehmen von Geschenken.
2.Chronik 19,7
Das wundert mich nun gar nicht: wie kann man nur auf die Idee kommen, dass Gott sich bestechen lässt?
Heißt auch:
Opfer bringen ist sinnlos.
Personen sieht er nicht an,
er richtet in Völkern.
er spricht Recht in Völkern.
Mitgehangen, mitgefangen.
Ohne Ansehen der Person.
Weil wir nicht überwinden können.
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Zorn

In meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in meiner Gnade erbarme ich mich über dich. Jesaja 60,10
Wieso denken wir uns Gott eigentlich immer nur als den Gnädigen?
Er hat uns nach seinem Ebenbild geschaffen: er ist folglich auch zornig, zornig auf uns, weil wir auf sein Wort nicht hören wollen.
Im alten und neuen Testament hört man den Zorn, wenn man ihn hören will. Göttlicher Zorn ist auch ein göttliches Wort, das es zu beachten gilt. Wenn nicht, folgt die Strafe auf den Fuß. Da hilft alles Kopf in den Sand Stecken nichts.
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Wer die Suppe einbrockt

Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlass uns nicht! 
Jeremia 14,9
Wir Volk Gottes,
Wir, die wir auf Deinen Namen getauft sind.
Warum willst du sein wie ein bestürzter Mann, wie ein Held, der uns nicht zu retten vermag?
Antwort: Wer die Suppe einbrockt, der muss sie auch auslöffeln. Das ist nur gerecht.
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Was jetzt?

Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach: Was sagt mein Herr seinem Knecht? 
Josua 5,14
Ja, was sagst Du mir?
Auch wenn ich das verstehe, weiß ich nicht immer, wie es sich fügen soll und sage „Herr hilf“, warte, bin im Herzen ungeduldig, voller Sehnsucht – und ratlos. Was jetzt?
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Prediger

Da dachte ich: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer.
Jeremia 20,9

Prediger sind Wortbeweger, wenn auch nicht alle Bewegte vom Wort. Die vom Wort Bewegten sollen innere Bewegung schaffen. Diejenigen, die zuhören, hören nicht immer das Wort und sind noch seltener bewegt vom Wort.

Ob das Predigtwort den körperlich Anwesenden bewegt, hängt von beiden ab. Es muss passen, wie der Schlüssel zum Schloss. Es gibt viele Schlüssel, aber nur einer passt ins Schloss.

Den Schlüssel zum Schloss zu finden, ist Predigerkunst, ist Berufung und Gnade. Wenn ein Prediger nur auf taube Ohren stößt, fängt auch er an zu verzagen.

Spätestens im Sich-Selbst-in-Frage-stellen holt den Prediger sein Menschsein ein, wird seine Berufung zum Beruf, fällt er selbst in die Krise, aus der er anderen den Weg zeigen soll. Alle Begnadetheit verschont davor nicht.

Jedoch, wie Jeremia zeigt, ist Berufung nicht Beruf. Auch wenn es weh tut, kann der wahrhaft Berufene nicht anders, sonst verbrennt er an einem anderen Feuer.

Möge das brennende Feuer, das Jeremia meint, bei dem fränkischen Zweifler mit Berufung, den ich meine, zu einem Flächenbrand werden, und alle Zweifel im hell lodernden Feuer ersticken, auf dass wieder Wort und Schrift aus ihm herausquellen, anstatt Zweifel.

Möge der sich aus der Krise bewegende begnadete lutherische Prediger, den ich meine, mir erhalten bleiben.

Meine Neujahrswünsche.

Jesus öffnet den Jüngern das Verständnis

Jesus öffnete den Jüngern das Verständnis, so dass sie die Schrift verstanden.
Lukas 24,45

Wenn man den Vers im Zusammenhang liest, ist es eine Zusammenfassung der Geschichte Jesu mit seinen Jüngern und folglich mit uns.

Er erscheint, sie glauben es nicht. Er greift zu einer bildlichen Maßnahme, um ihnen verständlich zu machen, was vorgeht: Weiterlesen „Jesus öffnet den Jüngern das Verständnis“

Reines Nichts

Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen. 
Jesaja 6,5
Falscher Ton
Falsches Wort
Falsches Signal
Falsche Ansprache
Mein Blick fand leider zu spät den Anker. Aber nach dem Blick war ich wie ausgewechselt.
Rein kann nur Nichts von den Lippen kommen.
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Engel und Teufel

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. 
Hebräer 13,2 (Lehrtext)
… und Teufel. War selbst alles, als Gastgeber und Gast. Gottes Schöpfung in der ganzen Breite, gut und böse.
Was dabei herauskommt: Lebenserfahrung in der ganzen Breite, gut und böse.
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Weisheit und Verstand

Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis.
Sprüche 1,7
Ich habe den ganzen Tag über diesen Spruch nachgedacht, diesem „freundlichen Ruf der Weisheit“. Wer weise ist, hört zu und bessert sich, wer verständig ist, der lässt sich raten. Ehrfürchtig.
Das steht ähnlich in Psalm 111:
Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Das ist eine feine Klugheit, wer danach handelt, dessen Lob bleibt ewig.
Die Antwort gibt Hiob 28, unendlich weise:
Wo will man aber die Weisheit finden und
Wo ist die Stätte des Verstandes?
Niemand weiß,
wo sie liegt und
sie wird nicht gefunden
im Lande der Lebenden
Die Tiefe spricht:
Sie ist in mir nicht und
Das Meer spricht
Sie ist nicht bei mir.
Woher kommt dann die Weisheit und
wo ist die Stätte des Verstandes?
Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebenden,
auch verborgen den Vögeln unter dem Himmel.
Der Abgrund und der Tod sprechen,
Wir haben mit unseren Ohren
Ihr Gerücht gehört.
Gott weiß den Weg dazu und kennt ihre Stätte.
Denn er sieht die Enden der Welt
Und schaut alles,
Was unter dem Himmel ist.
Da er dem Winde sein Gewicht machte und
setzte dem Wasser sein gewisses Maß;
da er dem Regen ein Ziel machte und
dem Blitz und Donner den Weg:
da sah er sie und verkündigte sie,
bereitete sie und ergründete sie
und sprach zum Menschen:
Siehe,
die Furcht des Herrn,
das ist Weisheit;
und meiden das Böse,
das ist Verstand

Gebeugt

Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören und sagen: Im HERRN habe ich Gerechtigkeit und Stärke. 
Jesaja 45,23-24
Jesaja ist mein Lieblingsprophet. Der Spruch erinnert mich an meinen Konfirmationsspruch,
Röm 8, 31b: Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?
Und zuvor:
Welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht (Röm 8, 30)
Das war gestern Abend im Jahresschlussgottesdienst die Epistel. Das ist eine starke Botschaft. Und es erinnert mich an die Bibelstelle, die ich mir als Jahresmotto ausgesucht habe: Du Ungläubige, was zweifelst du.
Alles gut, alles gibt einen Sinn.
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Los-Loesungen

Das neue Jahr ist jetzt also da. Morgen muss ich wieder arbeiten. Das ist eine Herausforderung. Ich bin in einem ganz anderen Land. Es kommt mir vor, wie wenn ich aus einem warmen sonnigen Land in eine Eiswüste müsste. Ein ziemliches Kontrastprogramm von heute auf morgen. Ich muss mich darauf vorbereiten, damit ich nicht gleich in Schockstarre verfalle.
Wie gehe ich das an? Wie vermeide ich, dass ich unterwegs nicht erfriere oder von hungrigen Raubtieren aufgefressen werde? Jedes Jahr stelle ich mir die Frage aufs Neue. Am Ende spuckt mich meine Arbeitswelt wieder halbverdaut aus, so dass ich lange suchen und kämpfen muss, bis ich wieder in ein Land komme, in dem ich Wärme spüre.
Oberschlaumeier meinen, man sei selbst Herr über seinen Terminkalender. Das hört sich gut an, ist aber nur bedingt richtig. Ein großer Teil von Arbeitswelt ist Fremdbestimmung. Ein Pastor kann auch nicht einfach sagen, heute halte ich die Trauerfeier nicht, mein Terminkalender ist bereits voll. Sterben lässt sich nicht planen. Genauso ist es bei der Arbeit: entweder ich mache meinen Job oder nicht, einen Tod muss ich sterben. Und mein Job ernährt nicht nur mich.
Wie gehe ich es also an? Ich habe mich für Struktur und Disziplin entschieden, ein Wort Korsett. Einer Blog-Freundin sei Dank für den Hinweis auf die Tageslosungen.
Ich habe sie mir in Buchform gekauft, werde sie auf meinen Schreibtisch legen, mir morgens, wenn ich ins Büro komme oder im Flugzeug sitze, sie mir zur Gemüte führen. Wenn ich ungeduldig werde mit meinen Kollegen, fällt hoffentlich mein Blick auf das Büchlein und entlädt mich blitzartig.
Die Idee ist, den Arbeitstag mit einem Losungswort anzufangen, mich in das Wort einzupacken und durch den Tag leiten zu lassen. Jeden Tag auf Neue. Wie eine Schutzhülle, die mich den Anforderungen standhalten lässt, mich vor (eigener) Überforderung schützt und mich vor meinen Untugenden bewahrt. Auf dass die Worte mich kleiden mögen wie die Röcke aus Fellen, die Gott Adam und Eva gemacht hat, gerade im Scheitern. Wie eine Rüstung, die ich mir jeden Morgen anlege.
Ich bin sehr gespannt, wie das funktionieren wird. Ich werde einen neuen Blog anfangen „Los-Lösungen“, um dieses Experiment gedanklich zu begleiten, zu sehen, wie Losung und/oder Lehrtext mich ansprechen und leiten, was in mir spontan im Lesen aufblitzt, was die Blitzlichter sind, die meinen Tag erhellen. Wie sie mich aus meinem Gefangensein in mir selbst und in denen, die mich umgeben, los-lösen.
So sei dies Wort mein Jahreslosung:
Sie sah aber einen starken Wind; da erschrak sie und hob an zu sinken, schrie und sprach: HERR, hilf mir! Jesus reckte alsbald die Hand aus und ergriff sie und sprach zu ihr: O du Kleingläubige, warum zweifeltest du? (nach Matth 14, 30-31)

Fliehendes Land

Ich weiß genau,
wo meine Heimat ist,
ich weiß genau,
wo ich hingehöre.
Noch ist es ein fliehendes Land.

Du weißt genau,
wo deine Heimat ist,
du weißt genau,
wo du hingehörst.
Noch ist es ein fremdes Land.

Wir wissen genau,
wo unsere Heimat ist,
wir wissen genau,
wo wir hingehören.
Noch ist es kein gemeinsames Land.

Dieses Jahr haben wir es nicht erreicht.
Leer und verlassen liegt es da, unbefreit.
Es war nicht zu finden, in der Dunkelheit.

Vielleicht kommt nächstes Jahr ja die richtige Zeit.
Vielleicht sind wir nächstes Jahr ja endlich bereit.
Vielleicht verschieben wir nächstes Jahr aber auch – in die Ewigkeit.

Fernes Land

Zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren,
Zeit innezuhalten.
Zwischen Vergangenheit
und Zukunft
Im Jetzt.

Und doch,
im Jetzt fühle ich in mir
eine Sehnsucht,
die das Morgen sucht.

Psalm 119.
Meine Augen sehnen sich
nach deinem Wort und sagen:
Wann tröstet du mich?

Zwischenstation

Silvesterbewegungen

Weihnachtszeit,
besondere Zeit
mit bewegender Kraft.

Gerade angefangen,
obwohl man den Eindruck haben kann,
sie ist schon zu Ende.

Die Menschen eilen weiter
in ruhelosem Getriebe,
bewegt von was?

Ach ja,
Silvester steht vor der Tür,
große Geldbewegungen.

Partylärm,
verpulverte Millionen,
pyrotechnischer Hüttenzauber.

Verpuffter Weihnachtszauber.

Silvester

Zwischenruf

Der Lehrtext zur Tageslosung heute lautet:

Seid Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.
(Jakobus 1,22)

Der Tag birgt noch Möglichkeiten.
Wenn jeder eine ergreift, ist schon viel getan.

Täter des Wortes

Rückblick

Auf das Jahr zurückblicken?
Will ich das?
Auf die Erdbeben?
Auf die Trümmer?
Auf die herumfliegenden Gesteinsbrocken?
Steingebirge,
eingewickelt in Stacheldraht.
Nein altes Jahr,
ich wein dir keine Träne nach.

Franz von Sales,
wie von dir geraten:

Ich vergrabe den Schlüssel
unter dem
untersten Felsbrocken,
schreibe mir keine Erinnerungskarte
und geh.

Felsbrocken