Jesus öffnet den Jüngern das Verständnis

Jesus öffnete den Jüngern das Verständnis, so dass sie die Schrift verstanden.
Lukas 24,45

Wenn man den Vers im Zusammenhang liest, ist es eine Zusammenfassung der Geschichte Jesu mit seinen Jüngern und folglich mit uns.

Er erscheint, sie glauben es nicht. Er greift zu einer bildlichen Maßnahme, um ihnen verständlich zu machen, was vorgeht:

„Da sie aber noch nicht glaubten, vor Freuden und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stück von gebratenem Fisch und Honigseim. Und er nahm’s und aß vor ihnen. Er sprach aber zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Moses, in den Propheten und in den Psalmen.“

Jesus isst den Fisch, um ihnen zu zeigen, dass sie – wie er den Fisch – sie so sein Wort essen sollen. Im Abendmahl werden wir daran erinnert. Mit dem Essen verinnerlicht er ihnen bildlich das Wort. Aber sie verstehen es noch nicht.

„Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift verstanden und er sprach zu ihnen: Also ist’s geschrieben, und also musste Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen.“

Um das geschehen zu lassen, musste er auferstehen. Wem das Verständnis nicht geöffnet ist, der hört und sieht nicht. Die Jünger konnten es erst verstehen, als er ihnen das Verständnis geöffnet hatte. Vorher wollten sie glauben und verstehen, konnten es aber nicht so richtig. Deshalb steht im Evangelium so oft „wer Ohren hat zu hören, der höre“ und „ihr Ungläubigen“. Jetzt können sie es. Ohne dieses Öffnen des Verständnisses für gewöhnliche Menschen, wäre seine Mission nicht erfüllt gewesen. Es ist ein notwendiger göttlicher Akt zur Rettung seiner Schöpfung.

Das ist was meint:

Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.
Sprüche 20,12

Vorher ist es nicht möglich. Wem es nicht gegeben ist, der hat es nicht. Er braucht die Erklärung derer, denen es gegeben ist. Und doch wird es ausgehen wie bei den Jüngern: sie glauben und hören nicht, bis ihnen ein sehendes Auge und ein hörendes Ohr gegeben wird.

Aus eigener Kraft vermag da keiner etwas, wir haben zu warten, bis wir bekleidet werden mit Kraft aus der Höhe. Dann geht es plötzlich.

Veröffentlicht von

Deborrah

Spirituelle Pilgerreise zu mir selbst; Auseinandersetzung mit Kirche, Religion, Glaube, Gott, Bibel; Meditatives; Impulse zu den Herrnhuter Losungen / Tageslosungen; Lieber Luther Predigten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.