Licht

Und wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. Während ihr das Licht habt, glaubet an das Licht, auf daß ihr Söhne des Lichtes werdet. JOHANNES 12:35‭-‬36 ELB

Wer nicht glaubt, denkt in seiner Dunkelheit er gehe ins Nichts, wer das Licht in sich weiß, ist Teil des Lichts.

Dunkelheit

Wird denn nicht der Tag Jehovas Finsternis sein und nicht Licht, und Dunkelheit und nicht Glanz? AMOS 5:20 ELB

Licht und Dunkelheit gehören zusammen, dunkler und heller Teil. Wie Gott am Ende alles zusammenfügt ist Spekulation. Angst vor der Dunkelheit zu schüren, wirtschaftet ganz menschlich denen in die Taschen, die sie schüren.

Novembernebel

Herbstlaub

Was beugst du dich nieder, meine Seele, und was bist du unruhig in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihn noch preisen, der das Heil meines Angesichts und mein Gott ist.
Psalm 42,11

Ist man niedergeschlagen,
die Seele voll trüber Novembernebel,
erinnere man sich an
das warme Licht Gottes,
das jede furchteinflößende Dunkelheit und
jedes Frösteln im Nebel vertreibt.

Licht in der Dunkelheit

Ich aber, Gott zu nahen ist mir gut; ich habe meine Zuversicht auf den Herrn, Jehova, gesetzt, um zu erzählen alle deine Taten.
Psalm 73,28

Wir können Zuversicht gut gebrauchen
in einer Welt, die immer düsterer und dunkler wird.
Licht in der Dunkelheit!

 (PS: scheint mir bei der Veröffentlichung ein Fehler unterlaufen zu sein, sorry!)

Ausstrahlung

Und es wird unsere Gerechtigkeit sein, wenn wir darauf achten, dieses ganze Gebot vor Jehova, unserem Gott, zu tun, so wie er uns geboten hat.
5.Mose 6,25

Gottes Wille steht über uns
wie eine Sonne, die auf uns
mit ihrem Gut ausstrahlt.
Wenn wir in den Schatten flüchten,
dürfen wir uns über Dunkelheit nicht beklagen.

Selbsterkenntnis

Da ließ Gott ihn allein, um ihn zu prüfen, damit er alles erkannte, was in seinem Herzen war.
2.Chronik 32,31

Sich selbst erkennt man nur,
wenn man auf sich selbst
zurückgeworfen ist.
Gott schweigt,
damit wir selbst die Dunkelheit in uns
vom Licht scheiden lernen.

Dunkle Zeiten

Ich will die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet.
Zefanja 3,19

Der ganze Vers heißt nach Elberfelder Übersetzung:

Siehe, ich werde zu jener Zeit handeln mit allen deinen Bedrückern, und die Hinkenden retten und die Vertriebenen sammeln; und ich werde sie zum Lobe und zum Namen machen in allen Ländern ihrer Schmach.

Dunkle Zeiten dauern,
sie haben einen Anfang,
aber sie haben auch ein Ende.

Wie lange die Zeit auch ist,
die Dunkelheit zu durchschreiten,
die Gewissheit,
dass am Ende das Licht ist,
bringt Licht in jede Dunkelheit.

Frost

Unerwarteter Frost.
Auf dem linken Fuß erwischt.
Kälte breitet sich aus.
Reifenwechsel.
Die Eisschicht wächst,
bedeckt das Wasser.
Dunkelheit frisst das Licht.
Das Bunte wird zurückgedrängt,
zieht sich zurück,
um zu überwintern,
bis Leben wieder möglich ist.
Der Winter kommt unerbittlich.
Besser, sich auf ihn einzustellen,
damit man am Ende nicht erfriert.

 Dunkelheit frisst Licht

Flucht ausgeschlossen

Die Augen des HERRN sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und Gute.
Sprüche 15,3

Man kann vor anderen weglaufen,
vor sich selbst,
vor der Wahrheit,
vor dem Job,
vor den eigenen Entscheidungen
und Fehlentscheidungen,
vor der Verantwortung,
vor der Selbsterkenntnis,
aber nicht vor Gott:
er schaut in jeden Winkel,
sieht alles Licht und
alle Dunkelheit,
wohin und wovor
wir auch versuchen zu flüchten.

Mondnacht

Wenn man den Weg verfehlt,
die falsche Abzweigung nimmt,
den Abhang hinunterpurzelt,
die Knie aufschlägt,
ausgetrocknet liegen bleibt,
unfähig ist, klar zu denken,
sich nicht mehr bewegen kann,
gelähmt ist von dem,
was es auszuhalten gilt,
Lebensangst in einem hochsteigt,
erinnere dich:
Gott schickt ein Licht in der dunkelsten Nacht.
Und ein Streichholz, es wieder anzünden,
wenn der Sturm es ausgepustet hat,
bereitgelegt, damit du wohlbehalten
in das Morgen kommst.
Die dunkelste Nacht ist hell,
wenn man die Augen aufmacht,
und sie nicht vor dem verschließt,
was man nicht wahrhaben will.
Sich in der Nacht verstecken heißt,
den Sonnenaufgang verpassen.
Und wieder den Weg verfehlen.

Mondnacht Mondnacht

Frühlingsgedanken

Als ich heute aus dem Flugzeug gestiegen bin,
dachte ich: Irgendetwas ist anders.
Ja, es ist nicht mehr dunkel,
denke ich überrascht.
Hat sich aber schnell verändert,
von einer Woche zur nächsten.
Der Kollege sagt: Schön, dass es jetzt hell ist,
wenn man ankommt.

Sommerzeit, Zeitumstellung,
daran habe ich gar nicht mehr gedacht.
Deshalb ist es jetzt noch hell!
Schon seit einem halben Jahr hat mich
Freitagabends immer nur Dunkelheit empfangen,
wenn ich aus dem Flugzeug gestiegen bin.

Die heimatliche Welt zeigt sich gleich in einem anderen Licht.
Noch in meinen hochhackigen Schuhen,
stakse ich schnurstracks in den Garten,
egal, dass die Hacken im feuchten Grund einsinken.

Die Vögel im Garten eifern mit ihrem Gesang
aufgeregt um die Wette.
Eine Amsel trällert von der Dachzinne
lautstark in die Abenddämmerung hinein.

Vogelgesang umgibt mich.
Ich stehe da und lausche und spüre
den Frühling,
das Leben,
die Fülle.

Praller Empfang!

 Singende Amsel in der Abenddämmerung auf der Dachzinne

Fliehendes Land

Ich weiß genau,
wo meine Heimat ist,
ich weiß genau,
wo ich hingehöre.
Noch ist es ein fliehendes Land.

Du weißt genau,
wo deine Heimat ist,
du weißt genau,
wo du hingehörst.
Noch ist es ein fremdes Land.

Wir wissen genau,
wo unsere Heimat ist,
wir wissen genau,
wo wir hingehören.
Noch ist es kein gemeinsames Land.

Dieses Jahr haben wir es nicht erreicht.
Leer und verlassen liegt es da, unbefreit.
Es war nicht zu finden, in der Dunkelheit.

Vielleicht kommt nächstes Jahr ja die richtige Zeit.
Vielleicht sind wir nächstes Jahr ja endlich bereit.
Vielleicht verschieben wir nächstes Jahr aber auch – in die Ewigkeit.

Fernes Land