Selbsterkenntnis

Da ließ Gott ihn allein, um ihn zu prüfen, damit er alles erkannte, was in seinem Herzen war.
2.Chronik 32,31

Sich selbst erkennt man nur,
wenn man auf sich selbst
zurückgeworfen ist.
Gott schweigt,
damit wir selbst die Dunkelheit in uns
vom Licht scheiden lernen.

Dunkle Zeiten

Ich will die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet.
Zefanja 3,19

Der ganze Vers heißt nach Elberfelder Übersetzung:

Siehe, ich werde zu jener Zeit handeln mit allen deinen Bedrückern, und die Hinkenden retten und die Vertriebenen sammeln; und ich werde sie zum Lobe und zum Namen machen in allen Ländern ihrer Schmach.

Dunkle Zeiten dauern,
sie haben einen Anfang,
aber sie haben auch ein Ende.

Wie lange die Zeit auch ist,
die Dunkelheit zu durchschreiten,
die Gewissheit,
dass am Ende das Licht ist,
bringt Licht in jede Dunkelheit.

Frost

Unerwarteter Frost.
Auf dem linken Fuß erwischt.
Kälte breitet sich aus.
Reifenwechsel.
Die Eisschicht wächst,
bedeckt das Wasser.
Dunkelheit frisst das Licht.
Das Bunte wird zurückgedrängt,
zieht sich zurück,
um zu überwintern,
bis Leben wieder möglich ist.
Der Winter kommt unerbittlich.
Besser, sich auf ihn einzustellen,
damit man am Ende nicht erfriert.

 Dunkelheit frisst Licht

Flucht ausgeschlossen

Die Augen des HERRN sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und Gute.
Sprüche 15,3

Man kann vor anderen weglaufen,
vor sich selbst,
vor der Wahrheit,
vor dem Job,
vor den eigenen Entscheidungen
und Fehlentscheidungen,
vor der Verantwortung,
vor der Selbsterkenntnis,
aber nicht vor Gott:
er schaut in jeden Winkel,
sieht alles Licht und
alle Dunkelheit,
wohin und wovor
wir auch versuchen zu flüchten.

Mondnacht

Wenn man den Weg verfehlt,
die falsche Abzweigung nimmt,
den Abhang hinunterpurzelt,
die Knie aufschlägt,
ausgetrocknet liegen bleibt,
unfähig ist, klar zu denken,
sich nicht mehr bewegen kann,
gelähmt ist von dem,
was es auszuhalten gilt,
Lebensangst in einem hochsteigt,
erinnere dich:
Gott schickt ein Licht in der dunkelsten Nacht.
Und ein Streichholz, es wieder anzünden,
wenn der Sturm es ausgepustet hat,
bereitgelegt, damit du wohlbehalten
in das Morgen kommst.
Die dunkelste Nacht ist hell,
wenn man die Augen aufmacht,
und sie nicht vor dem verschließt,
was man nicht wahrhaben will.
Sich in der Nacht verstecken heißt,
den Sonnenaufgang verpassen.
Und wieder den Weg verfehlen.

Mondnacht Mondnacht