Fragen, denen wir uns stellen müssen

Die Erde ist krank,
der Mensch ist krank,
Der Mensch krankt an sich selbst.

Wieso setzen sich die Menschen
in Massen in Bewegung?
Haben sie eine Zukunft,
dort, wo ihre Heimat ist?

Wer hat ihnen die Zukunft genommen?
Hat man sie gefragt?
Hat man sie gehört?
Hat man ihre Interessen berücksichtigt?

Wer hat verdient auf ihre Kosten?
Wer hat ihre Zukunft ruiniert?
Wer verdient immer noch auf ihre Kosten?

Wer verdient am Krieg?
Wer will seine politische
und ökonomische Macht erhalten?

Wer sät Hass?
Wer spielt sich als Gott auf?
Wer macht Menschen zum
Spielball wohl kalkulierter Interessen?

Wieso verändert sich das Klima?
Wieso wird Wasser knapp?
Wieso veröden ganze Landstriche?

Wieso schmilzt das Poleis?
Wieso steigen die Meeresspiegel?
Wieso werden viele Menschen
buchstäblich untergehen,
wenn sie sich nicht in Massen
in Bewegung setzen werden?

Wieso verschließen wir die Augen?
Wieso wiegeln wir ab?
Was denken wir, was mit den Menschen
passiert, die in Regionen wohnen,
die, dank unserer Mithilfe,
dem Untergang geweiht sind?

Viele Menschen haben keine Alternative,
auch wir haben ihnen die Alternative geraubt,
indem wir in unseren Geldbeutel schauen
und auf ihre Kosten sparen wollen.
Am Ende wird das für alle sehr teuer.

Denken wir,
die Menschen dulden einfach ihren Untergang?
Denken wir,
sie lassen sich wie Schlachtlämmer zur Schlachtbank führen?
Denken wir,
wir können Mauern bauen,
Stacheldrahtzäume errichten,
Gewehre auf sie richten,
um sie aufzuhalten?

Gewalt gegen diejenigen,
die ihre Heimat verlassen müssen,
ist keine Alternative.

Menschen ohne Perspektive lassen sich nicht aufhalten,
sie haben außer ihr Leben,
das kein Leben ist,
nichts zu verlieren.

Bewegung ist gefragt,
auch unsere Bewegung.
Wenn wir uns nicht bewegen,
werden wir bewegt –
und plötzlich sind wir diejenigen,
die in Not sind.
Wer hilft uns dann?

Leidende Erde
Leidende Erde

Enthaltsamkeit

Wo viel Worte sind, da geht’s ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.
Sprüche 10,19

Lieber ein Wort zu wenig,
als eines zuviel.

Wir reden uns oft selbst
um Kopf und Kragen.

Stillschweigen

Ich brauche Stille in mir und
Stille außerhalb von mir.
Damit es still wird in mir.

Viele Gedanken geteilt,
viel von mir mitgeteilt,

Kein Echo mehr nach außen,
nur noch lauschen nach innen.

Stille im Blog.
Stille im Wort.

Hoffnung auf Ewigkeit.
Hoffnung auf Leichtigkeit.

Am Ende der Zeit.
Ich bin bereit.

Weide

Vertrauen

„Vertrauen wagen dürfen wir getrost, den du, Gott, bist mit uns …. „

Ja, vertraue ich?
Vertraue ich bedingungslos?
Wem vertraue ich?
Oder vertraue ich nur zu meinen Konditionen?

Vertraue ich auch, wenn ich verletzt bin?
Vertraue ich dem, der mich menschlich enttäuscht?
Vertraue ich, wenn nichts als Schweigen ist?
Vertraue ich auf meinen Weg?
Vertraue ich meinem Vertrauen?

Wieso ist Vertrauen so wichtig?
Wieso brauche ich Vertrauen?
Wieso gebe ich Vertrauen?

Was ist Vertrauen?
Wann gebe ich es?
Wann verweigere ich es?

Ist Vertrauen ein Vorschuss, den ich gewähre,
in Erwartung, dass irgendwann etwas zurück kommt?
Von einem Mitmenschen?
Von Gott?

Ist es eine Komfortzone,
in die ich mich begebe,
damit meine Angst weicht und
ich mich sicher fühle?

Brauche ich Antworten auf all diese Fragen?

Vertrauen kennt keine Fragen und braucht keine Antworten.

Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit,
Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt.

Und so wandere ich weiter, einfach vertrauend. Ganz einfach.

Vertrauen im Nebel