Kleine Pflänzchen

Psalmen und Psalter

Jehova, was ist der Mensch, dass du Kenntnis von ihm nimmst, der Sohn des Menschen, dass du ihn beachtest ( Psalm 144,3 )

Jeder einzelne Mensch ist nur ein kleines Pflänzchen
im Ozean von Zeit und Ewigkeit.
Viele kleine Pflänzchen ergeben einen Garten,
ohne Pflänzchen, die wachsen und gedeihen,
ist auch Gottes Garten kein Garten.
Deshalb hütet er jeden von uns wie einen Augapfel.

Psalm 144:3

https://www.bible.com/de/bible/58/psa.144

Bestellter Garten

Schon seit Wochen habe ich
auf schönes warmes Frühlingswetter gelauert,
das zum Gärtnern einlädt.

Heute war es endlich soweit.
Neues mobiles Hochbeet angelegt,
an das hoffentlich die Schnecken nicht kommen,
Petersilie,
Schnittlauch,
Sauerampfer,
Rauke und
Schafgarbe gepflanzt.
Der Schnittsellerie von letzte Woche
hat auf dem Gartenhochbeet leider nicht überlebt:
Abgefressen.
Das rote mehrjährige Basilikum im Winterhaus
ist leider auch schon halb abgefressen,
unsicher, ob es überlebt.
Ich leide mit der leidenden Pflanze mit.
Die Gurke, die ich extra als Hängegurke gekauft habe,
damit sie vor Schnecken besser geschützt ist,
steht auch noch dort und hatte auch schon Besuch.
Die Naschtomaten sehen noch tadellos aus.
Den Kasten mit den Paprika habe ich trotzdem gewagt
vom Haus ins Winterhaus zu verfrachten,
bekommt dort von allen Seiten besser Licht.
Letztes Jahr haben sie keine Woche überlebt.
Scheinen den Schnecken gut zu schmecken.
Die Hängeerdbeere gedeiht gut und setzt schon an.
Die restlichen Kräuter in den Kübeln haben gut überwintert
und legen richtig los, im Winterhaus ist es schön warm
und über Nacht mache ich es zu (wenn ich zuhause bin),
auf meine Männer ist da nicht so Verlass.

Vor Jahren hatte ich massenhaft Calendula,
ist aber irgendwie ausgestorben.
Dieses Jahr versuche ich sie wieder heimisch zu machen,
wie auch die Schafgarbe, die aus welchen Gründen auch immer,
auch aus meinem Garten verschwunden ist.
Habe massenhaft Wildkräuter und
Samen mit essbaren Blüten ausgesät.
Mal sehen, was gedeiht und überlebt.

Ich denke, das, was kommen soll, wird kommen,
wild oder ausgesät oder gepflanzt,
es wächst, was ich brauche und was für mich
und meine Familie gut ist.
Das beobachte ich schon seit Jahren,
wenn es manchmal auch eine Weile dauert,
bis ich erkenne, was es gerade ist.

Der Garten ernährt mich schon jetzt wunderbar.
Man sieht mich mit Schere und Sieb
regelmäßig durch’s Gebüsch pirschen:

Giersch,
Bärlauch,
Löwenzahnblätter und Blüten,
wilder Sauerampfer,
Fenchelkraut,
Brennesseltriebe,
Ahornaustriebe,
blühender Gundermann,
Waldmeister,
Gänseblümchen,
Klette,
Hirtentäschel,
ein paar junge Blättchen Wildrose

steht augenblicklich auf dem Speisezettel der Natur.
Soviel Nahrungsergänzungspillen kann man gar nicht schlucken,
was so ein Smoothie einem an Mineralien und sonstigen Nährstoffen
schenkt, ganz umsonst.

Gottes Natur bietet uns das alles an.
Er hat es so eingerichtet, dass sie uns ernährt.
Unachtsame Menschen bekämpfen die Wildkräuter,
anstatt sie zu hegen und zu pflegen.
Ich nehme dankbar,
mache Löwenzahnhonig und
Gänseblümchenessenz. Sie heilt wunderbar
die sportbedingten Zerrungen und Wehwehchen
meiner Söhne. Irgendwas zieht immer gerade
auf meiner Fensterbank.

Gott ist der beste Gärtner,
wir müssen nur zugreifen,
das Feld ist schon bestellt!

Blühender Bärlauch mit Fenchelkraut

Blühender Bärlauch mit Fenchelkraut

Pflanzen

Gleichwie ich über sie gewacht habe, auszureißen und einzureißen, so will ich über sie wachen, zu bauen und zu pflanzen, spricht der HERR.
Jeremia 31,28

In der Elberfelder heißt es dazu:

Und es wird geschehen, wie ich über sie gewacht habe, um auszureißen und abzubrechen und niederzureißen und zu zerstören und zu verderben, also werde ich über sie wachen, um zu bauen und zu pflanzen, spricht Jahwe.

Damit ein Neues wird,
muss das Alte vergehen,
selbst zusammenfallen oder
abgebrochen, abgeschnitten,
abgerissen werden.

Wenn das Samenkorn nicht vergeht,
trägt es keine Frucht.

Wer bauen und pflanzen will,
muss den Grund dafür bereiten.

(Sorry über den verspäteten Losungstext, war gestern etwas durch den Wind)

Lebensart

Mensch ist Teil der Natur,
findet in ihr sein Spiegelbild.

Nicht nur der Mensch lebt in einer Welt in Auflösung,
auch die übrige Kreatur.

Lebensräume die verschwinden,
Lebensarten, die den Überlebenskampf verlieren,
Idioten, die auf die bedrohte Spezies
zu ihrem Spaß auch noch schießen
oder auf ihr herumtrampeln.

Pflanzen, Bäume, Sträucher,
haben ihre eigene Überlebensstrategie.

Es gibt Vorsichtigere,
die werfen konservativ ihre Blätter zeitig ab
gehen keinerlei Risiko ein und –
begeben sich in die Eiszeit.

Und es gibt Mutigere der gleichen Art,
die gehen mit der veränderten Zeit, abwägend,
ob es wohl noch kälter wird oder nicht,
ob sie im Licht noch wachsen können oder
das Risiko eingehen, doch noch zu erfrieren.

Sie behalten ihre Blätter mutig,
setzen sie dem Wind aus,
zeigen Flagge,
sind Kämpfer
in widriger Umgebung.

Blickt man sie an,
erkennt man die verschiedene Lebensart,
kahle Äste hier, volles grünes Laub da,
die Faulen und die Fleißigen,
die Ängstlichen und die Mutigen,
die Zurückschauenden und die Vorwärtsblickenden.

Charaktersache.

Überleben werden alle,
unabhängig von der jeweiligen Lebensart.

Leben löst sich nicht im Nichts auf,
es wandelt nur in der Zeit mit der Zeit
die Form seines Daseins,
unabhängig von der jeweiligen Lebensart
des Lebens in der jeweiligen Zeit.

Lebensart in der jeweiligen Form ist
verstehens-, definitions- und zeitabhängig,
aber unabhängig in ihrem Sein.
Darin besteht das wahre Leben
und sein Fortbestand.

Der gläubige Mensch weiß, wohin er geht,
wenn seine derzeitige Lebensart zu Ende ist,
nicht aus dem Leben, sondern in eine andere ART Leben,
DIE LEBENS – ART
in ihrer vollendeten Kunst.

Lebensart