Aus den Augen, aus dem Sinn

Als jene ganze Generation zu ihren Vorfahren versammelt worden war, kam nach ihnen eine andere Generation, die weder vom HERRN wusste, noch von dem Werk, das er für Israel getan hatte.
Richter 2,10

Wenn ein Garten vernachlässigt wird,
verwildert er,
trägt keine Frucht mehr.
So auch der fruchtbare Garten,
der Mensch für Gott sein kann.
Vernachlässigt der Mensch ihn,
überwuchern die Untugenden
schnell den fruchtbaren Kern
und – aus den Augen, aus dem Sinn -,
schnell ist vergessen,
dass Gott gegenwärtig ist.

Kleine Pflänzchen

Jehova, was ist der Mensch, dass du Kenntnis von ihm nimmst, der Sohn des Menschen, dass du ihn beachtest ( Psalm 144,3 )

Jeder einzelne Mensch ist nur ein kleines Pflänzchen
im Ozean von Zeit und Ewigkeit.
Viele kleine Pflänzchen ergeben einen Garten,
ohne Pflänzchen, die wachsen und gedeihen,
ist auch Gottes Garten kein Garten.
Deshalb hütet er jeden von uns wie einen Augapfel.

Psalm 144:3

https://www.bible.com/de/bible/58/psa.144

Frühblüher und Spätblüher

Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.
3.Mose 19,2

Unser Anteil an Gott ist heilig,
auch wenn die Heiligkeit tief in uns verborgen ist.
Früher oder später erwacht dieser Keim bei jedem
und treibt ans Licht.
Jede Pflanze in Gottes Garten ist unterschiedlich.
Es gibt Frühblüher und Spätblüher.

Bestellter Garten

Schon seit Wochen habe ich
auf schönes warmes Frühlingswetter gelauert,
das zum Gärtnern einlädt.

Heute war es endlich soweit.
Neues mobiles Hochbeet angelegt,
an das hoffentlich die Schnecken nicht kommen,
Petersilie,
Schnittlauch,
Sauerampfer,
Rauke und
Schafgarbe gepflanzt.
Der Schnittsellerie von letzte Woche
hat auf dem Gartenhochbeet leider nicht überlebt:
Abgefressen.
Das rote mehrjährige Basilikum im Winterhaus
ist leider auch schon halb abgefressen,
unsicher, ob es überlebt.
Ich leide mit der leidenden Pflanze mit.
Die Gurke, die ich extra als Hängegurke gekauft habe,
damit sie vor Schnecken besser geschützt ist,
steht auch noch dort und hatte auch schon Besuch.
Die Naschtomaten sehen noch tadellos aus.
Den Kasten mit den Paprika habe ich trotzdem gewagt
vom Haus ins Winterhaus zu verfrachten,
bekommt dort von allen Seiten besser Licht.
Letztes Jahr haben sie keine Woche überlebt.
Scheinen den Schnecken gut zu schmecken.
Die Hängeerdbeere gedeiht gut und setzt schon an.
Die restlichen Kräuter in den Kübeln haben gut überwintert
und legen richtig los, im Winterhaus ist es schön warm
und über Nacht mache ich es zu (wenn ich zuhause bin),
auf meine Männer ist da nicht so Verlass.

Vor Jahren hatte ich massenhaft Calendula,
ist aber irgendwie ausgestorben.
Dieses Jahr versuche ich sie wieder heimisch zu machen,
wie auch die Schafgarbe, die aus welchen Gründen auch immer,
auch aus meinem Garten verschwunden ist.
Habe massenhaft Wildkräuter und
Samen mit essbaren Blüten ausgesät.
Mal sehen, was gedeiht und überlebt.

Ich denke, das, was kommen soll, wird kommen,
wild oder ausgesät oder gepflanzt,
es wächst, was ich brauche und was für mich
und meine Familie gut ist.
Das beobachte ich schon seit Jahren,
wenn es manchmal auch eine Weile dauert,
bis ich erkenne, was es gerade ist.

Der Garten ernährt mich schon jetzt wunderbar.
Man sieht mich mit Schere und Sieb
regelmäßig durch’s Gebüsch pirschen:

Giersch,
Bärlauch,
Löwenzahnblätter und Blüten,
wilder Sauerampfer,
Fenchelkraut,
Brennesseltriebe,
Ahornaustriebe,
blühender Gundermann,
Waldmeister,
Gänseblümchen,
Klette,
Hirtentäschel,
ein paar junge Blättchen Wildrose

steht augenblicklich auf dem Speisezettel der Natur.
Soviel Nahrungsergänzungspillen kann man gar nicht schlucken,
was so ein Smoothie einem an Mineralien und sonstigen Nährstoffen
schenkt, ganz umsonst.

Gottes Natur bietet uns das alles an.
Er hat es so eingerichtet, dass sie uns ernährt.
Unachtsame Menschen bekämpfen die Wildkräuter,
anstatt sie zu hegen und zu pflegen.
Ich nehme dankbar,
mache Löwenzahnhonig und
Gänseblümchenessenz. Sie heilt wunderbar
die sportbedingten Zerrungen und Wehwehchen
meiner Söhne. Irgendwas zieht immer gerade
auf meiner Fensterbank.

Gott ist der beste Gärtner,
wir müssen nur zugreifen,
das Feld ist schon bestellt!

Blühender Bärlauch mit Fenchelkraut

Blühender Bärlauch mit Fenchelkraut

Gärtner

Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der HERR Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen.
Jesaja 61,11

In verwilderten Gärten wächst
Hass,
Neid,
Missgunst,
Herrschsucht,
Tod.

In Gottes Garten wächst
Gerechtigkeit,
Frieden,
Wahrhaftigkeit,
Freude und
Leben.

Der Gärtner macht den Unterschied!