Am äußersten Meer – Nachtrag

Nachtrag zu meinem Eintrag vom 13. November: Am äußersten Meer

Am Ende des Horizontes ist das äußerste Meer.
Ich weiß wie es dort ist …
Aber ich weiß nicht, was im Oben oder Unten kommt.

Wenige Tage nur liegen dazwischen.

Kurze Lebenswelt.
Lange Erfahrenswelt.
Welten dazwischen.

Nun weiß ich, dass ich nicht alleine dort bin.
Weggefährten, die auch dort sind.

Särge vor Jahresfrist,
schwarzer Samt wie ein Totengericht,
zaubern ein Lächeln in mein Gesicht.

Särge, in die wir gelegt,
aus denen neues Leben entsteht.

Am äußersten Meer,
Am Ende aller Gegenwehr.

Im Oben oder Unten
sind wir nur Gott allein verbunden.

Ostermorgen

Zedern des Libanon

Du stehst wie eine Zeder des Libanon im Sturm und
weißt nicht woher der Sturmwind kommt.
Deine Hände suchen und finden Halt wie Wurzeln im Grund.
Du stehst im Sturm,
hältst dich fest und
hoffst, dass du nicht fällst.
Es reißt dich hin und her,
ohne zu wissen,
was für ein Sturmwind das ist.
Keine Zeit zu denken.
Du blickst auf das, was dir Halt gibt,
blickst auf den, der dich hält.
Eine Ahnung von der Heiligkeit des Augenblicks steigt in dir auf.
Das war ein Versprechen,
ein unauflöslicher Bund.

Zedern des Libanon

Geburtstags-Abendmahl

Brot und Wein
Gottes Wort
Wahrer Leib und
Wahres Blut.

Gebe Dich mir.
Nehme mich mir.
Lebe in mir.

Lass mich
mich verlieren und
Dich finden.

Dein Blut schwemme
meine inneren und
äußeren Feinde hinweg,

Deiner bedarf ich,
damit es hell wird in mir,
Dein Erbarmen erflehe ich,
damit ich würdig werde vor Dir.

Verzeih meine Unzulänglichkeiten,
Vergib meine Schuld.

Ohne Dich verhungert mein Leib.
Ohne Dich verdurstet meine Seele.

Erleuchte
mein Verstehen mit dem Licht wahren Glaubens,
meine Gegenwart mit Deiner Gegenwart,
mein Herz mit Deiner Liebe.

Sei meine Speise und mein Trank.
Sei Nahrung für mein Leben,
damit ich Kraft finde für Dein Leben,
damit ich immer danken kann.

Lebendiges Wasser,
Blut und Wein,
fließe in mich ein,
damit Du,
Dein Friede und
Deine Liebe
aus mir heraus fließen.

Brot und Wein

Dein Leib
Dein Blut
Dein Kreuz

Dein allzeit sättigendes Abendmahl
für Dein Kind.

Danke – mein treu sorgender Vater.

Abendmahl

Stillschweigen

Ich brauche Stille in mir und
Stille außerhalb von mir.
Damit es still wird in mir.

Viele Gedanken geteilt,
viel von mir mitgeteilt,

Kein Echo mehr nach außen,
nur noch lauschen nach innen.

Stille im Blog.
Stille im Wort.

Hoffnung auf Ewigkeit.
Hoffnung auf Leichtigkeit.

Am Ende der Zeit.
Ich bin bereit.

Weide

Am äußersten Meer

Am Ende des Horizontes ist das äußerste Meer.
Ich weiß wie es dort ist.

Es gibt keinen Boden unter den Füßen,
es ist leer und hell und
es ist völlig egal, ob man nach oben oder unten fällt.
Ohne Emotionen wartet man,
was nun kommen mag.
Ohne Schrecken.
In Erwartung.

Weiter bin ich noch nicht gekommen.
Ich weiß nicht,
was im Oben oder Unten kommt.
Neugierig bin ich schon.

Äußeres Meer

Aschermontag

Montags geht es mir schlecht.
Wieso?
Es liegt am Sonntag.
Ob es mir besser geht, wenn ich das lasse,
was die Sonntage zum Sonntag machen?
Die Sonntage abschaffe?

Selbst-Zerstörung.
Fröhlich.
Fröhlich Leiden.
Leiden verstehe ich.
Aber was ist fröhlich?
Selbst-Zerstörung als Lust?
Lustiges Leiden?

Die unfröhliche Variante muss reichen.
die kann ich,
die kenn ich ,
aber fröhlich.
fröhlich kenn ich nicht.

Mehr kann ich nicht bieten.
Mehr habe ich nicht zu bieten.

Oder die Montage abschaffen?

Trennlinie

DU und ich

Bist DU ein DU und ich ein ich?
Sind wir zwei oder sind wir eins?

Wenn DU mich ansiehst,
sieht mein inneres Auge DICH.

Wenn DU zu mir sprichst,
hört mein inneres Ohr DICH.

Wenn DU bewirkst,
erfahre ich.

DU bist ein Mantel, der mich hüllt,
DU bist der Blitz, der mich erhellt,
DEIN Reich, das man nicht sieht,
Weil es in meiner Seele lebt.

Seelenfeuer